Herbstfreuden

Dieses Jahr herbstelt es schon zeitiger als sonst. So kommt es mir vor. Oder will ich vielleicht nur noch  nicht Abschied nehmen vom Sommer? Dabei hat auch der Herbst noch so viel schönes zu bieten. 
Bei uns ist es Tradition, im September durch die Wälder zu streifen, das Laubrascheln unter den Füßen zu genießen und nach Pilzen Ausschau zu halten. Es ist allerdings eine sehr mühselige Angelegenheit. Uns fehlt der Tharandter Wald, der sonst zwischen Dresden und Freiberg, immer für einen reich gefüllten Pilzkorb sorgte. Dort kannten wir die besten Ecken für Steinpilze und Co.
Birkenpilz
Nun fangen wir hier wieder von vorne an. Da kann es schon passieren, dass man stundenlang einfach nur über dichtes Heidelbeergebüsch stolpert ohne auch nur einen Pilz überhaupt zu sehen. Dort wachsen sie nämlich nicht und davon haben wir reichlich hier. Hin und wieder nasche ich an einer fast reifen Preiselbeere und dann sehen wir Leute mit Pilzkörben. Gefüllt bis obenhin. Wie kann das sein?
Tja…das waren wohl die Ureinwohner dieser Gegend. Und die kennen sich hier aus.
Dann schauten wir also dort in der Nähe…und schon hatten auch wir Waldneulinge Erfolg. Zwar nicht solche Riesenpilze, wie im Tharandter Wald, aber doch so viel, dass es für zwei Personen reichte. Der kleine Sohnemann rümpft darüber ja nur die Nase….wie kann man sowas nur essen…:-))
Achtung….wir sammeln manchmal auch Pilze einfach nur zum Bestimmen….!!!
Und wir entdeckten einen ganz tollen Picknickplatz an einem der unzähligen Weiher hier in der Gegend. Ringsum von Wald umgeben. Von der Weide habe ich mir etwas abgeknipst. Vielleicht mag sie ja in unserem Garten auch wachsen? Obwohl es da schon recht trocken ist…aber eine Stelle hat ziemliche Staunässe….
Also hier würde ich glatt nochmal mit einem Picknickkorb vorbei kommen…im Sommer.
Mitten im Wald gibt es sogar Bienen. Das wird dann wohl der leckere Walhonig, den die Bienen produzieren ohne an Blüten zu naschen. Als ich mal gelesen habe, wie der Waldhonig entsteht, hatte ich keine Lust mehr drauf…;-)
Überall umgestürzte Bäume. Keine Ahnung, ob das vom Sturm letzte Woche ist oder ob der Wald hier einfach so sein darf. Ein bisschen urwaldartig.
An einer Stelle war es so feucht, dass sogar ein Frosch vor mir in einen Tümpel unter dem umgestürzten Baum hüpfte. 

Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe

35 Antworten auf „Herbstfreuden“

  1. Na…ich sehe schon…das wird…Die nächsten Jahre wird der Pilzkorb vermutlich immer mehr gefüllt sein am Ende des Streifzuges durch den Wald. Spätestens dann melde ich mich zum Essen an…denn ich rümpfe nicht die Nase, wenn es um Pilze geht…;-). LG Lotta.

  2. Ich esse auch gerne Pilze, leider habe ich aber gar keine Ahnung von diesen Gewächsen und würde mir ein Sammeln auch nicht zutrauen. Mein Wissen geht gerade so weit, dass ich den Fliegenpilz stehen lassen würde.
    Ich wünsche Euch jedenfalls beim nächsten Mal mehr Erfolg.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  3. Zu einem schönen Waldspaziergang hast Du uns mitgenommen, allerdings hätte ich die Pilze auch stehen lassen – ich kenne mich so gar nicht aus und naja ich kann Deinen Sohnemann schon ein wenig verstehen.
    Heute esse ich sie, aber früher als Kind ne das war auch nicht mein Fall. Pfifferlinge würde ich wohl erkennen – die habe ich in Finnland immer gesucht, und hier würde ich wohl den Fliegenpilz erkennen, aber ansonsten habe ich keine Ahnung und daher lasse ich sie für die "Auskenner" stehen!
    Schön das der Wald so sein darf wie er möchte – ich mag das gern!
    Liebe Grüße
    Kirsi

  4. Pilze sammeln und lecker zubereiten ja das wäre auch was für mich und der Weiher ist wirklich ein schöner Ort zum Picknick machen!
    Herrlich wie es dort ausschaut im Wald!
    Beim nächsten sammeln wisst ihr ja jetzt wo es sie gibt die essbaren Pilze!
    Lieben Gruss Elke

  5. Wunderschön, auch Eure neue Umbgebung! Wir sind kürzlich auch ein kurzes Stück durch den Wald gegangen und haben (erfolglos) etwas nach Pilzen Ausschau gehalten. Früher, noch bei meinen Eltern zu Hause wusste ich auch die Stellen, wo gute Pilze zu finden sind. Nun habe ich seit vielen Jahren keine mehr gefunden. Ich kenne auch nur ganz wenige – und die hätte ich sooo gerne wieder einmal. Liebe Grüsse, Miuh

  6. Hier gibt es in diesem Jahr massig Pilze,besonders Pfifferlinge.
    Das Sammeln überlasse ich meinem Vater,mein Mann kennt sich da auch nicht so aus.
    So ein Waldspaziergang im Herbst ist was Feines!
    Lasst euch die Pilze gut schmecken! Mein Sohn isst auch keine…
    Ganz liebe Grüße von
    Kristin

  7. Letztes Jahr hatten wir am zweiten Septemberwochenende noch knapp 30 C. Ja es ist schon zeitig recht kühl geworden, vielleicht verwöhnt uns der Oktober noch einmal.
    Gerade kam der Nachbar bei mir vorbei mit einem Teller voll Pilze. Ich liebe Pilze, aber ich finde selten welche, da fehlt mir wohl das Geheimwissen um die richtigen Plätze.
    Die Picknick-Ecke im Wald sieht ja richtig urig und gemütlich aus.
    Liebe Grüße
    PS Wenn die "jungen Leute" mal hören würden auf die Ratschläge von uns Ollen, wahrscheinlich kommt die Einsicht erst nach den ersten Bauchkrämpfen und Mückensticken….

  8. hach was für ein schöner Spaziergang
    und Pilze habt ihr ja doch auch gefunden 😉
    sind das Braunkappen??
    Ich habe kein Glück gehabt
    habe aber auch nicht extra danach gesucht nur so am Rand geschaut..
    das überlasse ich jetzt den Jüngeren 😉
    liebe Grüße
    Rosi

  9. Liebe Sigrun,
    die Pilzernte kan sich aber sehen lassen! oh, ich habe jetzt den Duft von Wald und Pilzen in der Nase … schnell einmal tief durchatmen, bevor diese schöne Vorstellung wieder verschwindet ;O) Das Stück Wald, wo ihr unterwegs wart, gefällt mir! Ich finde es schön, wenn so kleine "Urwälder" entstehen und die Natur ihren Lauf nehmen kann!
    Laßt Euch die Pilze gut munden und hab ein zauberhaftes, sonniges Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

  10. Schön, wenn man sich mit Pilzen auskennt. Das ist bei uns leider nicht der Fall und jetzt fange ich auch nicht mehr damit an. Ich esse gerne Pilze, aber sicherheitshalber kaufe ich sie lieber. 🙂 Gleich gibt es Pfifferlinge vom Markt. 😀

    Viele Grüße
    Margrit

  11. Immerhin, liebe Sigrun, habt Ihr ja ein paar Pilze gefunden. Ich war in diesem Jahr noch gar nicht zum Pilzesuchen. Niemand hat Zeit, allein traue ich mich nicht.
    Dass wir volle Körbe hatten, ist schon vierzig Jahre her. Ich weiß nicht, woran das liegt.
    Liebe Grüße
    Edith

  12. …frische Pilz sind schon fein, liebe Sigrun,
    der Mann sammelt gerne Pfifferlinge und er kennt hier in der Gegend ein paar ergiebige Stellen…so viele wollen wir gar nicht essen, haben aber auch immer Abnehmer gefunden…schön, dass es für euch doch gereicht hat und bestimmt werdet ihr immer mehr Stellen finden, wo ihr euch versorgen könnt,

    liebe Grüße Birgitt

  13. Liebe Sigrun,
    Ein schöner Waldspaziergang. Ich könnte mir vorstellen, es dauert nicht lange und Du kennst Dich auch hier gut aus und hast Deine bestimmten Pilzstellen.
    Wir nehmen fast nur Maronen, Steinpilze, Birkenpilze, Butterpilze, fette Henne, Schopftintlinge. Na sowas sicheres eben. Hallimasch, da trauen wir uns nicht ran. Einmal hatte ich ein ganzes Essen mit diesem Bitterröhrling verdorben. Zum Heulen.
    Man lernt nie aus. Waldhonig wird ohne Blütennascherei gemacht. Wusste ich nicht. Das habe ich Im Netz gefunden:
    "Die Blatt-oder Nadelläuse, benannt Lachniden oder Lectanie sind das wichtigste Lebewesen für die Erzeugung von Waldhonig. Sie saugen aus dem Blatt, der Nadel, dem Ast oder Stamm von Waldbäumen (Ahorn, Fichte, Tanne usw.) den Saft und dieser wandert in den Magen der Läuse. Die Natur hat es so geregelt, dass die Laus den überschüssige Saft über eine zweite Filterkanülle als klaren Tropfen ausscheidet. Es ist kein Kot (der wäre fest). Die Ameisen lecken diesen Honigtau auf, das sieht aus als ob sie die Läuse melken würden. Bienen und andere Insekten holen sich ebenfalls diese Leckerei.
    Bienen bringen den Honigtau zum Bienenstock und geben ihn an die Stockbienen weiter. Dabei wird der Honigtau mit Fermenten der Bienen angereichert und dann in die Zellen zur Reifung (Reduktion des Wasseergehaltes) eingelagert." Das hört sich nicht so eklig an, wie Läusekot.
    LG lykka

  14. toll, wenn man sich mit Pilzen auskennt und sich damit eine lecker Mahlzeit bei einer schönen Wanderung sammeln kann. Mir ist vieles gegeben, aber das Erkennen von Pilzen gehört leider so gar nicht dazu. Erst jetzt gerade wachsen so viele herrliche Champignons im Garten auf der Wiese und gottseidank haben mir ein paar G+ler geholfen und mir die Augen geöffnet, daß das wohl sicher giftige Champignons sind. Ich muß wohl weiter Zuchtpilze für den Mittagstisch kaufen, denn nichtmal der Anbau von Pilzen gelingt mir. Bin scheinbar kein Pilztyp. Interessant finde ich ja solch große Weiher bei euch im Wald. hier gibt es maximal flache Tümpel im Wald.

    Liebe Grüße Achim

  15. Was für ein hübscher Waldspaziergang, liebe Sigrun. Es ist immer wieder herrlich im Wald (egal wo), nicht wahr?! Gerade habe ich ganz neidisch auf Deinen hübsch gefüllten Korb geguckt. Ich übe mich schon jahrelang im Pilzebestimmen und habe sogar schon einen ganzen Wochenendworkshop mitgemacht. Dennoch würde ich mich nicht trauen, die gefundenen Pilze zu essen. Ganz liebe Waldgrüße, Nicole

  16. Hallo Sigrun,
    Waldspaziergänge sind doch immer nett, noch dazu, wenn man sein Abendessen dabei findet. Bienenstöcke im Wald habe ich noch nie gefunden. Gestern habe ich im Wald Rothörnchen beim Verspeisen der Hemlocktannenzapfen fotografiert, die sind unglaublich niedlich.
    VG
    Elke

  17. Ich bin mir sicher, dass Euer Korb auch bald reich gefüllt sein wird! Ich habe ja überhaupt keine Ahnung – lasse das also lieber! Bienen im Wald hab ich auch noch nie gesehen! Ich liebe den Wald! Ich muss auch bald wieder mal einen Spaziergang machen. Im Herbst ist der Wald immer am schönsten!
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Hallo liebe Sigrun,
      wie schön, dass ihr schon wieder das eine oder andere "Geheimplätzchen" gefunden habt! Ich glaube, hier bei uns gibt es keine Pilze. Jedenfalls sehe ich nie jemanden mit einem gefüllten Korb herumlaufen, und so richtig "pilzig riechen" tut's in unserem Auwald auch nicht. Ich bin aber ohnehin keine Pilzkennerin. Selbst bei Pilzen wie Parasol und Steilpilz, die ich zu kennen glaube und wo ich etwa eine Stunde von hier eine Gegend kenne, in der sie wachsen, bin ich sehr unsicher. Und immer mit der Beute zum Wiener Marktamt zu fahren, um sie bestimmen zu lassen, find ich dann auch wieder etwas mühsam…
      Herzliche Herbstsonntagsgrüße aus Rostrosenhausen,
      Traude
      http://rostrose.blogspot.co.at/2017/09/island-kreuzfahrt-teil-4-zwischenstopp.html
      PS: Jetzt musste ich natürlich gleich googeln, wie Waldhonig entsteht. Finde ich eigentlich nicht so schlimm.
      PPS: Die Lebenserfahrung, die sich aus Reisen ergeben hat, möchte auch ich nicht mehr missen.

  18. Hallo liebe Sigrun,
    fein, dass euer Lauf so erfolgreich war und ihr bei eurer interessanten Erkundungstour nicht nur den Korb mit Pilzen füllen konntet, sondern auch noch so viel anderes entdeckt habt. Ja, für ein schönes Picknick ist dieser Platz ideal geeignet und ich bin schon gespannt, ob wir im kommenden Sommer mal mitgenommen werden.
    Die Pilze habt ich inzwischen sicher schon verspeist. Ich war mit meinem Vater früher auch oft unterwegs zum Sammeln. Mein Mann hat da leider nicht so ein Interesse dran und alleine traue ich mich nicht im Wald zu stromern.

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

  19. Bei uns ist das immer sehr unterschiedlich mit dem Herbst. Ich hatte auch schon herbstliche Anklänge im August. 😉 Oft der starken Trockenheit geschuldet, wenn das Laub vorzeitig braun wird und fällt oder einem Befall, wie bei den Kastanien. Hier war es ja in diesem Jahr andersherum, eher zu feucht. So wenig wie diesen Sommer habe ich noch nie den Gartenschlauch unbenutzt im Gartenhaus gelassen.

    Ich gehe auch sehr gerne in den Wald. Doch wegen der Mückeninvasion haben wir den Wald bis jetzt gemieden, auch wegen der übergroßen Feuchtigkeit. Es sind ja nicht nur die Mücken sondern auch die Zecken in unserer Gegend und das macht wirklich keinen Spaß, enganliegende, sehr warme Klamotten anziehen zu müssen, damit man nicht von diesen Plagegeistern heimgesucht wird. Die Wälder sind hier teilweise sehr matschig. Ich hoffe auf trockenere Zeiten. Das wird bei Dir in der neuen Gegend sicherlich ganz anders sein.

    Pilze sammele ich seit Tschernobyl nicht mehr, da sie wohl immer noch belastet sein sollen. Das ist mir zu riskant. Aber ich kenne auch nur wenige Sorten sicher.

    https://www.welt.de/regionales/bayern/article154639428/Bayerns-Pilze-und-Wildschweine-strahlen-immer-noch.html

    Ups, Waldhonig? Sind das nicht die Ausscheidungen der Blattläuse? Das ist auch kein sehr angenehmer Gedanke für mich. 😉

    Der Wald sieht jedenfalls toll aus, richtig märchenhaft! Mit dem herrlichen Moos! Muß doch auch bald mal in den Wald gehen. Denn Pilze fotografiere ich natürlich immer noch gern.

    Liebe Grüße
    Sara

  20. immerhin – wald! irgendwann kennt ihr auch die pilzstellen 🙂 und schön ist der wald allemal!
    wir waren schon 2x in den pilzen, direkt vor der haustür. beim 2.x fiel ein ganzes blech zum trocknen ab – feine suppeneinlage für den winter!
    waldesgrüsse! xxxx

  21. So ein schöner Birkenpilz. Mein Vater hat ihn immer gerne gesammelt 🙂 Und das Körbchen hat sich auch sonst noch schön gefüllt. Wie esst ihr die Pilze denn? Ich mag sie am liebsten in der Pfanne angebraten mit Rühreiern.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

  22. Hallo Sigrun,
    unsere Pilzausbeute war ungefähr so wie die Eure, also nicht sehr viel. Lecker waren sie dennoch und wir werden die nächsten Tage nochmals losziehen. Meine Söhne liebten die Geschichten von Janosch, ich habe seinerzeit etliche Janosch-Motive, nicht nur die Tigerente, auf Handtücher, Turnbeutel, Kissen etc. gestickt.
    Seit einigen Monaten schaue ich einem Imker regelmäßig über die Schulter, er versucht möglichst natürlich zu imkern, der Honig schmeckt einfach wunderbar.
    herzlich Margot

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