Unterwegs im Norden 3 – Zehdenick, Himmelpfort, Wendorf

Heute möchte ich euch zwei Gärten und einen kleinen Park vorstellen, die ich auf unserer Radtour entdeckt habe.
Es war fast wie eine Gartenreise – das geht auch in Deutschland…..
Als erstes die Kräuterei vom Ziegelhof in Zehdenick.
Ziegelhof in Zehdenick

   Morgens beim Frühstück habe ich mir immer die Route des Tages auf der
Radkarte angeschaut und fand bei Zehdenick den Hinweis auf ein Kloster.
Da Kloster meist auch Klostergarten bedeutet, wollte ich unbedingt dort vorbei.
Es kam dann so, das unser Jüngster eine Toilette suchte und ich war mir sicher, die im Kloster-Cafe zu finden. Aber dort war nichts dergleichen. Ich machte also schnell Fotos von dem schönen Gebäude aus dem Jahr 1250 und wir bewegten uns in Richtung Markt.
Dort sollte es ein wunderschönes Cafe mit Garten geben.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich fand dort, was ich beim Kloster gesucht hatte,
den  Ziegelhof , eine Vinothek und Kräuterei.
Da so schönes Wetter war, nahmen wir sofort im Garten unter den Weinranken Platz – mit Blick auf die ganze Pracht.
Ich habe einen Cappuccino bestellt, aber ich kam kaum dazu, ihn zu trinken und das will was heißen, bei mir….
Vom Garten in Richtung Ziegelhof
Überall kleine Kräuterpflanzen, Stauden-Jungpflanzen, Keramik und Gartendeko in unendlicher Vielfalt.
Bloß gut, das ich mit dem Fahrrad unterwegs war und nicht mit dem Auto, sonst hätte ich gar nicht gewusst, was ich als erstes hätte kaufen sollen.
Man kann, laut Flyer, dort über 100 verschiedene Küchenkräuter, Heil- und Duftpflanzen kaufen. Ebenso eine Auswahl an Zimmerpflanzen und Sukkulenten, frostfeste Gartenkeramik, vieles aus Italien.
Kommt mit auf meinen kleinen Rundgang

Die Wege waren natürlich alle mit den, aus der Gegend kommenden, gelblichen Ziegeln verlegt

Der Eingang
Der Verkaufsstand und unten die Römische Kamille im Beet
Auf kleinstem Raum war alles liebevoll arrangiert
Rechts im Topf, das sieht aus wie eine Mispel
und überall herrliche Stock-Malven
Vom Federmohn musste ich unbedingt ein Foto machen, da ich mir gerade einen Ableger von meinem Schwiegervater ausgegraben habe – eine Art Monsterpflanze
Als nächstes machten wir in dem Ort Himmelpfort Pause. Diesmal teilte sich unsere Familie. Die Kinder verschwanden am See, der Mann versuchte die Zeit mit Kaffee und Kuchen zu überbrücken und ich verschwand im Klostergarten.
Ein schöner , sonnig gelegener Naturgarten –  auch hier mit Verkaufsstand.
Ein riesiges Insektenhotel

eine Kräuterschnecke

und eine Reihe mit Hexenkräutern,
wie Kermesbeere
oder der Blaue Eisenhut
Kermesbeere Mitte links

Ich hätte ja noch Stunden dort verbringen können, aber wir mussten weiter. Und der Akku vom Fotoapparat war längst leer. Blieb nur noch das IPad, aber das sieht immer echt peinlich aus, damit Fotos zu machen….
Für uns gab es noch schnell ein Stück Kuchen auf die Hand und mein Sohn schaute sich mit Freude die Wohnung vom Weihnachtsmann an.
 
Weihnachtsstube in Himmelpfort
Der letzte Garteneindruck kommt aus Wendorf, wo wir ein tolles Schloss, zwar ohne Restaurant, dafür aber mit riesigem Park fanden. (Privatbesitz eines Vereins)
 Das Rondell hatte es mir angetan
Dort rankte echter Wein und der ganze Park war so romantisch – im vorderen Bereich gab es viele Herbstanemonen
An der Seite des Schlosses eroberte eine blühende Kletterhortensie das Obergeschoss 
Ich bin gespannt, wann meine mal blüht. Sie ist jetzt 4 Jahre alt – auch aus dem „Schwiegergarten“
Da es hier kein Restaurant gab, machten wir an anderer Stelle noch mal Pause. Es fand sich ein Imbiss-Stand mit einem „Katzen-Mann“. So wurde er jedenfalls genannt, der kleine Schmusekater.
Das nächste Mal dann wieder Neues aus meinem Garten. 
LG Sigrun

Unterwegs im Norden 2 – Schloss Oranienburg

Es war schon Abend, als wir am zweiten Tag in Oranienburg ankamen. Allerdings war ich total begeistert, das es einen Zeltplatz direkt neben dem wunderschönen Schlosspark gab. Eigentlich überwiegend für Wassersportler auf der Havel gedacht, aber auch für Radler – gab es einen idyllischen Platz im Hafen mit der Nutzung der sanitären Anlagen der großen Blumenhalle. Da es am nächsten Morgen geregnet hatte, war der trockene Frühstücksplatz in der Halle ein großes Glück.

Da ich ja ein großer Gartenfan bin und mir auch gerne Parks oder
Botanische Gärten anschaue, hatte ich mir den Besuch des Schlossgartens
unbedingt gewünscht. 10 Minuten vor 18 Uhr raste ich zum Eingang und
durfte tatsächlich noch in den Garten. Eintritt ist für
Zeltplatzbesucher frei. Man kann so lange im Garten bleiben, bis es
dunkel wird.
Bewaffnet mit dem Schlossplan und meinem Fotoapparat raste ich durch den Garten. Denn der Park ist riesig und ich wollte möglichst noch viel sehen. 
Meine Fotos sind menschenleer, da ich fast die einzige war, die noch im Park unterwegs war.
Schloss und Park sind speziell für die Landesgartenschau Brandenburg 2009 renoviert bzw. umgestaltet worden.
Eigentlich bin ich früher kein Fan von Gartenschauen gewesen, aber inzwischen gibt es da große Unterschiede.
In Oranienburg hat man den Park zur Nachnutzung erhalten. 
Erstmalig stammt die Anlage aus dem Jahr
1650. Nach einem Ausritt  Kurfürst Friedrichs schenkte er das Anwesen
seiner Frau Kurfürstin Louise Henriette, die ihre Heimat in Holland
hatte. 
Luises Oranienburg, wie sich das Wasserschloss dann nannte, war ein Bau reinster holländischer Prägung. 
Wer gerne mehr erfahren möchte, kann im Internet auf die Seite Oranienburg erleben gehen.

Obwohl es doch sehr heiß war Anfang August, war der Park absolut gepflegt und die vielen Stauden und Sommerblumen sahen aus, als wenn die Havel einmal täglich durchs Beet fließen würde.
Das Wasser spielte überall eine große Rolle. Es gab Wassergräben mit naturnaher Gestaltung und einen Badeteich für Kinder. Aber auch die Beete hatten den Schwung eines Flusses.
Es gibt insgesamt 15 Quadratische Gartenzimmer von jeweils 900 qm Größe.
 Jedes dieser Gartenzimmer setzt einen Aspekt von  Louise Henriettes
Leben und Träumen in Bilder aus Blumen, Pflanzen und Objekten um. Sie
thematisieren ihre Liebe, ihre Familie und ihren festen Glauben,
illustrieren ihr Verhältnis zum Luxus und ihre Sehnsucht nach der
vermissten Heimat.
 Aufgrund des Zeitmangels musste ich mich auf den vorderen Parkabschnitt beschränken. Den riesigen Parkabschnitt um die Orangerie konnte ich nicht besuchen und auch die vielen Gartenzimmer hätten einen ganzen Tag in Anspruch genommen.
Spalierbäume sollen die Gartenräume unterteilen.
 Ganz besonders gestaltet ist die Spiellandschaft.
Hier hat der Gartenarchitekt Elemente eines Gemäldes von Pieter Brueghel entnommen, das im Kunsthistorischen Museum Wien besichtigt werden kann.
Gelbes Spielhaus und Gartenzwerge
Die Gartenzwerge sind ein besonderer Blickfang. Gestaltet hat sie ein Bildhauer, der Gesichter seiner Verwandten und Bekannten modelliert hat. Die Figuren sind richtig groß.
Die große Blumenhalle am Ende war voller Kübelpflanzen
Es gab Oleander und Schmucklilien, unzählige Jasmintöpfe, Zitrus- und Feigenbäumchen
Und einen uralten Olivenbaum
Dort blühte der rote Oleander so, wie ich es mir immer von meinem zu Hause wünsche
Die gastronomische Einrichtung war natürlich längst geschlossen
Auf dem Rückweg bin ich dann noch an exotischen Bäumen und vielen Sonnenhüten vorbeigekommen
Nach dem Park-Schnelldurchlauf ging es zum 
Lehnitzsee auf der anderen Stadtseite zum Abkühlen
Das Piratenschiff stand im Hafen (Havel)
Der nächste Teil bringt Einblicke in einen Kräutergarten in Zehdenick und einen Klostergarten in Himmelpfort (genau….wo der Weihnachtsmann wohnt)

Unterwegs im Norden 1

Unser Urlaub führte uns dieses Jahr von Berlin nach Warnemünde auf dem Radfernweg Berlin – Kopenhagen. Die Strecke von der Insel Moen nach Kopenhagen haben wir vor 5 Jahren schon mit Freunden zurückgelegt.
Überwiegend sind wir durch wunderschöne Landschaft, teilweise riesige Naturschutzgebiete, geradelt. Davon heute ein erster Eindruck.
Wir haben insgesamt ca. 400 km mit dem Rad zurückgelegt.
Übernachtet wurde im Zelt

Gestartet sind wir bei einer Freundin in Berlin und ca. 2 Stunden bis zum Brandenburger Tor geradelt. Dort startet offiziell der Radfernweg Berlin-Kopenhagen.
Am Anfang folgten wir gleichzeitig dem Mauerradweg und verfolgten ein Stück Deutsche Geschichte.
In Brandenburg war der Radweg super asphaltiert und immer gut ausgeschildert, in Mecklenburg kämpften wir mit Sandwegen und Kopfsteinpflastern aus vergangenen Zeiten.
Meinem Sohn machte das Füttern der Enten mit altem Brot besonderen Spaß. Vor den Schwänen mit ihren noch grauen Jungtieren hielt er aber respektvoll Abstand.
Einmal sind uns sogar Wildgänse begegnet.
Das Wasser war immer unser Begleiter – riesige Seen, die Havel und zum Schluss die Ostsee.
Es gab idyllische Zeltplätze an Seen – Baden war immer gesichert.
Nur die Mücken waren in der Überzahl und wir waren ziemlich gepunktet.
Am Abend unseres Touren-Starts (6.August)
gab es ein heftiges Unwetter im Gebiet Obere Havel. Reihenweise
umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Als wir einen Tag später dort
ankamen, war zum Glück das meiste schon an den Rand geräumt und zersägt.
Wir durften auch mal mit der Draisine auf 4 Rädern fahren
Die Wiesen, durch die der Radweg ging, waren voll mit bunten Blumen, die ich gar nicht alle kenne.
Einfach waren noch die folgenden:
Königskerze
Nachtkerze
Wegwarte
An der Havel
Auf dem nächsten Bild wird es schon schwieriger
Schafgarbe mit Schmetterling
und eine Skabiose
Die anderen kenne ich nicht
Es gab wunderschöne Wasserlandschaften im Müritz-Nationalpark mit Mooren –
Schwarzes Moor
wir haben aber auch mal eine künstlich angelegte Wasserlandschaft entdeckt.
Dort wuchs die Wasserminze ganz üppig.
Hier blüht der Froschlöffel, den ich im Mini-Teich gepflanzt habe, in freier Natur
Blühender Froschlöffel
Auf den Strommasten nisteten Fischadler
in einer Landschaft mit üppigem Wasserdost
Die Blüten sehen wirklich aus, wie riesiger Oregano
Der Name Dost ist schon ganz treffend
Die Sonnenblumen waren unser häufiger Begleiter
Auch Sanddorn wächst reichlich im Mecklenburger Sandboden
Einmal stand unser Zelt direkt an einem Gasthof. in Güstrow.
Hier gab es Tiere in Hülle und Fülle. Mein Sohn war begeistert und fütterte die ganze Zeit Hasen und Meerschweinchen.
Es gab aber auch Papageien
und die in Deutschland heimische Sumpfschildkröte
Die lässt sich nicht so gut füttern, denn sie mag lieber Fisch – Hackepeter geht auch
Mit Finger reinhalten sollte man vorsichtig sein
Einmal stand unser Zelt direkt neben einer Hortensie, die ein Dauercamper zurückgelassen hat
Am Ende sind wir ein wenig von der Hauptroute abgewichen, da wir noch an der Ostsee auf dem Ostseeradweg fahren wollten.
Im Ostseebad Rerik sind wir an der Ostsee angekommen.
Kurz davor gibt es eine Holländer Mühle zum besichtigen.
Die Heckensrose ist für mich der Granatapfel der Ostsee
An einem Strauch gibt es Blüten und die roten Hagebutten gleichzeitig
Alles romantisch, nur etwas kälter, als im Süden Europas
An der Ostsee
Der Ostseeradweg endete für uns in Warnemünde
Im Hafen tummeln sich riesige Möwen
Leider fielen meine gebackenen Calamaris  einem Möwenangriff zum Opfer
und wir begingen damit eine Ordnungswidrigkeit
Von dort ging es nach Rostock und schließlich mit dem Zug zurück nach Berlin.
Das nächste Mal folgt ein Bericht vom Schloßpark Oranienburg, der auf dem Weg lag.

Buchempfehlung – Erste Hilfe im Garten für intelligente Faule

Karl Ploberger kennen sicher inzwischen viele aus seiner
Gartensendung „Natur im Garten“.Er hat schon einige Bücher veröffentlicht und gibt Tipps zum biologischen Gärtnern in einigen Gartenzeitschriften. Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das ich mir als ebook in der Bibliothek ausgeliehen hatte.

Erste Hilfe im Garten für intelligente Faule
von Karl Ploberger

Zunächst ein kurzer Blick in das Inhaltsverzeichnis:

Das
Buch ist voller Tipps zum biologischen und naturnahen Gärtnern. Mit
Tipps für den Ziergarten und für alle Probleme rund ums Garteln, wie
Schädlinge, Krankheiten, Kompost, Unkrautprobleme uvm.

Karl Ploberger im oberen Bild

Falls euch das Buch neugierig gemacht hat, sind hier die Bestelldaten:

Presseempfehlung

Erste Hilfe im Garten für intelligente Faule
von Karl Ploberger
ISBN: 978-3-8404-7501-6
eISBN 978-3-8404-6513-0
9,99 EUR

Ernte im August

Der Topfgarten hat unsere Urlaubszeit überlebt – ein Dank an unsere Nachbarn. 
Ich bin begeistert, wie sich schon wieder alles verändert hat, auch wenn wir nur knapp 2 Wochen nicht zu Hause waren. Ich hoffe, es war  nicht allzu anstrengend, unseren Garten zu wässern, da es doch hin und wieder geregnet hat.
Als erstes musste ich Wasser in unserem Mini-Teich nachfüllen, denn ein drittel Wasser war verdunstet.
Der Rasen muss erst mal bis nächste Woche warten. Aber einige Sachen mussten dringend geerntet werden und zum Essen haben wir gleich unsere Nachbarn zum gemütlichen Grillabend eingeladen.
Eine Reihe mit gelben Busch-Bohnen ergab ca. 700g
und die wurden gleich zu einem leckeren Bohnensalat umgewandelt

Zucchini und die Buschbohnen wachsen nebeneinander. 
Vorne gibt es zwei Reihen mit Erdbeeren.
Die Zucchini wurden in einen mediterrranen Nudelsalat versenkt, kurz angeröstet mit Zwiebeln und Champignons, dazu Tomaten, Basilikum (aus unserem Topf) und Mozarella.
Neben den Bohnen wächst eine Reihe Mohrrüben  in einem erhöhten Kasten, da in dem steinigen Boden sonst kein Wurzel-Gemüse wachsen kann

Der Kasten sieht im Moment ziemlich chaotisch aus.
Da wachsen verschiedene Kräuter, ein Maisexperiment für unseren Sohn, Mohrrüben,
 mehrjähriger Rukola und jetzt das eingepflanzte Basilikum.
Mein Lieblings-Asia-Kraut, der Koriander darf blühen, da er sich immer wieder neu aussät und man den selten kaufen kann.

Hinter dem Haus ist der Gemüsegarten leicht außer Kontrolle geraten.

Ich finde kaum noch die grünen Buschbohnen vor lauter Kartoffelgrün und Hokkaido-Ranken
Der Hokkaido wuchert vor sich hin, aber es gibt schon ein stolzes Exemplar außen und zwei im Inneren des Kastens
Daneben kommt aus dem Kompost eine Tomate gewachsen, die sich selber dort ausgesät hat….
Die Feuerbohnen sind ganz schön dicht geworden und eine Ranke versucht sich beim benachbarten Sonnenhut
Eine erste grüne Bohne habe ich entdeckt
Die Brombeere wächst super – die Ranken für nächstes Jahr verwickeln sich fast mit dem Sonnenhut
Ich habe es fast nicht mehr geglaubt, aber die Brombeeren werden schwarz.
Nach 5 Jahren – aus einem kleinen Ableger – gibt es das erste Mal eine Ernte von unserer „Fränkischen Brombeere“
Die rote Stachelbeere ist auch reif und ein super Naschobst
Vor dem Urlaub hatte ich noch schnell versucht, unsere Beeren zu ernten, was mir nur zum Teil geglückt ist
Das war ein echtes Beerenjahr
Da wir keinen Froster haben, mussten sie sofort verarbeitet werden
Es gab Rote Grütze mit Vanilleeis bei einem gemütlichen Grillabend mit Freunden
Da wir nur die Hälfte geschafft haben, wurde der Rest doch in meinem kleinen Fach eingefroren.
Das nächste Mal gibt es ein paar Naturfotos von unserer Radtour Berlin – Rostock.
Sonnige Grüße
End of  Blog

Garten im Topf

So langsam bekomme ich einen Schreck, wie viele Töpfe inzwischen quer verteilt im Garten zu finden sind.

Im Moment gieße ich für die Nachbarn, die im Urlaub sind. Die Blumen und die Töpfe muss man ja jeden Tag gießen bei der Hitze. Aber kann man seinen Nachbaren so einen Topfgarten zumuten, den ich bei mir gefunden habe?

 Gerade die mediterranen Kübel blühen doch so toll und sind im August in
Höchstform, wenn im Garten die Blühfreude nachlässt und vieles hitzegeschädigt ums Überleben ringt.

Nachdem
wir gestern zwei neue Planzen geschenkt bekommen haben und eine nicht
winterhart war, habe ich gleich meine selbstgezogene Dipladenia
verschenkt. Dort weiß ich, dass die Pflanze glücklich aufgehoben ist.

Vor
drei Jahren habe ich einen kleinen Ableger von einem Hibiskus aus
Spanien mitgenommen. Inzwischen ist er zu einer stattlichen Größe
herangewachsen. Er fühlt sich in der sonnigen Terrassenecke wohl,
braucht aber viel Wasser.


Neben dem Hibiskus steht eine Dipladenia, eine Margerite, ein Olivenbaum, die Schokoladenblume, Der große Bambus und der Kräuterkorb.

Auf der Terrasse wechseln wir je nach Sonnenstand die Plätze. Hinter der Garage ist es schön schattig, aber vor der Hauswand ist eigentlich der schönere Platz mit Sicht auf den ganzen Garten.

Der Bambus dient als Sichtschutz. Im Winter hat er schön eingehüllt in der geschützten Ecke überlebt.
Bei der Dipladenia kann es passieren, das sie im Winter alle Blätter verliert. Sie treibt dann im Frühling wieder aus. Ein sonniger, warmer Standort ist ideal, zu viel Wasser verträgt sie nicht.

Dipladenia – Mandevilla
Auf der Terrasse steht auch unser größter „Topf“ – das halbierte Weinfass –  als Miniteich umfunktioniert.

Hier kann man mehr darüber lesen

Miniteich im Fass

Im Moment blüht der Froschlöffel – das sieht ganz witzig aus. Ich hatte mich schon über den Namen gewundert, aber die abgeblühten Samenstände sehen aus, wie viele kleine Löffel.
Blühender Froschlöffel
Im Schatten steht der Topf-Kindergarten – meine selbstgezogenen Exemplare…
3 Töpfe Basilikum
Ein Tablet selbstgezogene Kartäusernelken…hilfe….zwei konnte ich schon verschenken
Unten eine Blauraute aus dem Garten meines Schwiegervaters

Ja, auch der Klee steht leider im Topf
An der Sichtschutzwand hängen zwei Töpfe
Petunie und Solanum
Das Kaminholzregal bietet sich so wunderbar an, Töpfe anzuhängen….

Diese Beutel – Planting Bags –  mag ich besonders. Sie sind innen mit Folie ausgekleidet und man kann einen gekauften Topf sofort reinstellen. Auch Gartenutensilien kann man darin verstauen.
Endlich mal ein Topf, den man nicht zu gießen braucht…..

Nachdem wir schon beschlossen haben, die Oleander wegzugeben, da sie bei uns noch nie ordentlich geblüht haben, wird es wohl anders kommen.
Ich glaube sie haben das gehört und geben dieses Jahr 200 Prozent, damit wir es uns anders überlegen….
Hier nur ein Ausschnitt. Der rosa Oleander blüht über und über.
Der rote ist noch etwas zurückhaltend, den haben wir aus Locarno vom Lago Maggiore
(ca.10 Jahre alt)

Kälte und Nässe von oben mögen Oleander ja überhaupt nicht, aber im Moment ist das Wetter, wie in Spanien, also Kübelpflanzen-Wetter

Wir haben dieses Jahr den Idealstandort gefunden. Sonnig und geschützt durch die Holz-Wand der Fassade

Hier steht auch der Plumbago (Bleiwurz), den meine Schwester aus einem kleinen Steckling gezogen hat
Im August ist die Hauptblütezeit des Plumbago – Bleiwurz – den man in mediterranen Ländern oft an Pergolas vorfindet. Er wird hell und kühl überwintert und im Frühjahr ordentlich gestutzt, da er an den einjährigen Spitzen der Seitentriebe blüht
Plumbago
Daneben steht die Schmucklilie (Agapanthus), die dieses Jahr zwei Blüten getrieben hat.
Sie braucht einen Kältereiz im Winter zum Blühen, also nicht zu warm überwintern
Im Kiesbeet steht noch ein Topf mit Lavendel
Den hatte ich für 1 EUR im Baumarkt erstanden, als Restware

Im Kiesbeet steht ein Einwanderer

An der Terrasse dann noch der Hängekorb mit Verbene und Schneeflockenblume an der Pergola  und eine Zinnie im Topf
Gestern haben wir eine neue Rose geschenkt bekommen, nachdem ich glücklich war, endlich die andere Rose verpflanzt zu haben…und dafür gibt es nun wieder keinen Platz im Beet

Direkt von der Forster Rosengartenschau – eine Duftrose
Forster Rosentraum
Züchter Meilland 2012

Eine Duftrose der Provence, die morgens einen schweren Duft verströmt, der im Laufe des Tages zitroniger wird

Hier geht es zum Forster Rosengarten
Forster Rosengarten 

Forster Rosentraum
Ein weiteres Geschenk- leider nur bedingt frosthart – die Glanzmispel –
daneben der noch nicht gepflanzte Japanische Ahorn
Ja, auch der Kaktus war leider ein Geschenk vom Juli
Zwei Kamelien sind in der Sommerfrische draußen
Unten im Bild links ist ein Bäumchen, das ich aus einem Kern von Spanien gezogen habe (mit den gefiederten Blättern)
An dem Baum schneide ich ständig herum, damit er im Zimmer nicht zu groß wird
Hinter dem Haus
Auch selbst gezogen aus Spanien ist diese Palme

Seitlich am Haus steht die 20 Jahre alte Dattelpalme

Jetzt wäre ich gerne fertig, aber es gibt noch Töpfe mit Essbarem

Direkt aus China eingeflogen 
Eine chinesiche Dattel
Im Winter war der obere Teil abgefroren. Dann haben wir gelesen, das sie Schutz braucht, so lange sie noch klein ist. Rechts hat ein wilder Trieb unterhalb der Veredelungsstelle ausgetrieben, den ich demnächst abschneiden werde.

Wir haben zwar auch Reihen mit Erdbeeren,
aber im Topf gibt es die mehrmals tragende Klettererdbeere

Der Chili ist im Topf, falls das Wetter schlechter wird, 
3 Tomaten im Topf, auch geschützt, falls es regnet
Basilikum unter dem Kaminholzdach geschützt
Rosmarin auf dem Tisch
Knobigras in der Tomate
Ja, jetzt bin ich schon am zweifeln, ob das normal ist…..
Diese Blume ist zum Glück ein Blumenstrauß

Ab sofort gibt es bei mir die Leseecke mit interessanter Gartenliteratur

Hokkaido ohne Ende

Dieses Jahr hatte ich nicht so viel Glück mit meinem eigenen Komposthaufen. Die Nässe im Frühjahr hatte ihm arg zugesetzt. Die Erde ließ sich nicht sieben, so nass und verklebt war sie und der Holz-Komposter war auch ein Opfer des Wassers geworden – alles morsch.
Irgendwie war es schade um die gute Erde, also kaufte ich einen neuen, schicken Komposter, füllte die Erde um und setzte zwei kleine selbst gezogene Hokkaido-Pflänzchen drauf, natürlich mit Schneckenkragen…..
Nach ziemlicher kurzer Zeit startete der Kürbis durch und zeigte die ersten Blüten.

Oben auf den Kompost kam noch eine Schicht Stroh, damit der Kürbis später nicht auf der nassen Erde liegen muss. Das lockte nun leider wieder die Schnecken an. Aber die Kragen waren sehr hilfreich und der Hokkaido wuchs so schnell, das die Plagegeister ihm nichts anhaben konnten. Bei der Hitze hat der Kompost jeden Tag eine Kanne Wasser bekommen und jetzt bin ich total erschrocken, was in so kurzer Zeit aus den kleinen Pflänzchen geworden ist.


Der Hokkaido rankt von allen Seiten aus dem Kompost-Hochbeet heraus.
Hilfe, ……..wohin mit den Ranken?
 Weiß jemand, ob man Hokkaido-Ranken auch einkürzen muss, wenn sie zu lang werden?
Ich kenne mich mit solchen Monstern noch nicht aus.
An der Seite baumelt schon ein stattliches Exemplar
Gleich daneben wächst dieses Jahr die dornenlose (aber sehr leckere)
Brombeere fast so gut, wie vorher im sonnigen Franken. Von dort haben
wir sie mit umgezogen.
Ich bin gespannt, ob wir dieses Jahr mal reife Brombeeren hinbekommen.Leider sind die Früchte noch sehr weit unten, da letztes Jahr im Frühjahr die Ranken von einer Läuseplage befallen waren.

Leider noch Grün

Auf der anderen Seite gibt es gleich noch eine Monsterpflanze. Ich weiß gar nicht genau, was das ist. Vielleicht ein riesiger gefüllter Sonnenhut. Es ist mir schon schwer gefallen eine Blüte zu fotografieren, da die Blüten überwiegend in einer Höhe von 2 m stecken.


Ergänzung 07.10.2013
Bei den herbstlichen Aufräumarbeiten habe ich das Sortenschild gefunden
Es ist Rudbeckia laciniata ‚Goldquelle‘

Im Beet daneben wachsen grüne Buschbohnen und eine Reihe Kartoffeln.

Für das äußere Büschel Bohnen hatte ich noch einen Schneckenkragen übrig und konnte so die schon abgeknabberten Pflänzchen retten.

Die Feuer-Bohnen habe ich in Töpfen vorgezogen. damit sie schon etwas größer an den Start gingen.
Vor zwei Wochen – und jetzt
Für die Stangen-Bohnen borgte ich mir das Gerüst von unserem Indianer-Tipi aus…
In die Mitte habe ich einen Ziegelstein gehangen, damit das Gerüst nicht umfällt.
Die Bohnen sind oben angekommen und blühen
Mit der Zucchini-Pflanze hatte ich bisher auch Glück. Ich konnte schon drei Stück ernten.
Seit dem das Wetter schlechter ist, sagt sie nichts mehr, aber ich denke das wird normal sein.
Ich habe noch mal ein wenig von meinem Horsit-Biodünger in die Erde gegeben und warte jetzt mal ab. Letztes Jahr war an der Stelle noch Wiese – das ist ja nicht so gut für den Gemüse-Anbau.

Zum Schluss noch ein kleiner Aussaaterfolg von diesem Jahr
Leider sind die meisten Samen nicht gekeimt und so blieben zwei Pflänzchen übrig, die jetzt im Kräuterbeet neben dem Lavendel stehen.
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Wandertag im Garten

Letzte Woche hatte ich den Auftrag, eine Flügelmutter für unser Paddelboot im Baumarkt zu besorgen. Die Mutter war schnell gefunden  – also noch Zeit, um nach anderen Dingen zu schauen. Der Weg führte geradewegs nach draußen und ich wurde von einem ziemlich reichhaltigen Angebot an Blumen und Pflanzen überrascht – der Baumarkt ist nicht so gut besucht. Natürlich bin ich da schwach geworden….und nicht nur mit der Flügelmutter nach Hause gefahren.

Das Ergebnis war, das ich am Nachmittag schweißüberströmt bei über 30°C das gelbe Beet umgestaltet habe. Leider musste ich meine Nachbarin um ihre wohlverdiente Ruhe auf der Terrasse bringen, da ja bei uns jede Bodenbearbeitung enormen Krach verursacht….wegen der vielen Steine im Boden….

Einige Pflänzchen mussten an einen anderen Platz wandern und andere wanderten ins Beet, bis die Gärtnerin endlich mit dem Gesamtbild zufrieden war…bis zum nächsten Mal….es war Wandertag im Garten.

 Das Gelbe Beet

Als erstes gefiel mir das Mittagsgold, auch wenn es leider
nicht winterhart ist, da die Pflanze ihre Heimat in Afrika hat. Ich
dachte, bei diesen Temperaturen fühlt sie sich auch bei uns wohl…..

Dafür wurde das gelbe Sonnenröschen massiv eingekürzt. Es verbreitet sich sehr schnell und wächst sehr schnell flächig, eigentlich ideal für den Steingarten.
Eine kleine zartgelbe Rose blüht jetzt vor der etwas sparrigen Zaubernuss. Es ist eine Castle Strauchrose, die nicht so groß wird und laut Sortenschild üppig den ganzen Sommer blüht.
Die Lupine (2 verschiedene) hatte ich schon vor einem Monat daneben eingepflanzt.
Zur Auflockerung zwischen Sonnenröschen und dem Fingerstrauch wanderte eine Orange-Segge – Carex ‚Prairie Fire‘ –  ins Beet, die sich im Herbst mit besonderer Färbung von der Umgebung abheben soll.
Vor dem ganzen Grün der verblühten Nelkenwurze und Trollblumen wurde eine Sommermargerite zum Leuchtpunkt. 
Weiter außen blüht gerade der Weiße Sonnenhut um die Wette mit den Mädchenaugen. Der gelbe Sonnenhut fängt an, aufzublühen.
Der weiße Sonnenhut
Zwei Sorten Mädchenauge
Der Gelbe Sonnenhut fühlt sich total wohl in dem Beet und wächst ungebremst
Das Mittagsgold braucht wirklich volle Sonne. Abends rollt es die Blätter ein und im Schatten kann es gar nicht blühen.
Gazania rigens
Eine Sonnenbraut wurde aus dem Beet verbannt, da das Blühergebnis so merkwürdig aussah. Vielleicht hat sie sich mit den Beetpartnern nicht verstanden. Jetzt ist sie hinter das Haus gewandert zur Beobachtung. Vielleicht wird es ja doch noch was.
Und so sieht das Gesamtergebnis aus:
Das Gelbe Beet
Gegenüber blüht das Kanadische Johanniskraut, ein kleiner Blütenstrauch, mit gelben Blüten neben dem Teufelsstrauch
Hypericum kalmiamum ‚Gemo‘

 Sichtschutz

Für die Sichtschutzwand zum anderen Nachbarn hatte ich noch ein schöne Clematis gefunden, mit kleineren, Lavendelblauen Blüten. Die musste unbedingt mit.
Clematis neben Samt-Hortensie

Das Terrassenbeet – Rosenbeet

Auch die vor einem Monat erworbene ADR-Rose ‚Sommersonne‘ hat jetzt ihren Platz neben den üppig blühenden Taglilien im Rosen-Terrassenbeet bekommen.
Die Rose Sommersonne
Daneben blüht zum zweiten Mal die Buschrose Novalis
Die kleine Zwergdahlie hatte sich im gelben Beet verirrt und steht nun neben der neu gepflanzten Herbstanemone ‚Andrea Atkinson‘ und der Fuchsie im Topf
Eine Neuanschaffung waren die beiden Herbstastern.
Herbstanemone ‚Andrea Atkinson‘
Ganz begeistert waren wir, die erste Blüte am Blauregen – nach 5 Jahren – zu entdecken
Erste Blüte
 Und nun noch, wie versprochen, die Fotos von Nachbars-Kater Carlos, der immer wieder durch unseren Garten wandert, besonders wenn der Gartenschlauch an ist…
Manchmal schleicht er auch um die Katzenminze herum oder spielt mit den Wedeln der Gräser 
Carlos
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Gartentiere beim Frühstück

Im Moment ist es so heiß, dass ich gleich vor dem Frühstück in den Garten eile, um die neu gepflanzten Stauden und die Gemüsepflänzchen mit Wasser zu versorgen. Wegen den Nacktschnecken gieße ich abends nur die ungefährdeten Beete.

Es ist ein einziges Summen und Schwirren im Garten – die Insekten und Vögel sind schon längst beim Frühstücken….

Als erstes hat mich heute die Amsel besucht, die ihr reichhaltiges Regenwurm-Frühstück auf der Obstwiese am Hang hinter dem Haus findet.

Am Fuß des Apfelbaums wachsen Sommer-Blumen, Wollziest und Kapuzinerkresse.
In den Beeten mit Lavendel, Katzenminze und Wollziest kann man die Hummeln kaum einfangen, so schnell fliegen sie von Blüte zu Blüte.
Im Gemüsebeet, das letztes Jahr ein Kartoffel-Acker war, wächst jetzt am Rand der Gründünger ‚Bienenfreund (Phazelia)‘ und wird von den Schwebfliegen umschwirrt
Katzenminze und Lavendel/ Oben links Phazelia mit Schwebfliegen

Am liebsten mag ich im Moment das Beet mit Rispenhortensie, Veronica, Knautie und Pompon-Dahlien.
In der Veronica halten die Hummeln länger still und ich kann sie besser fotografieren.
Die Veronica sind ein richtiges Insektenparadies.
Knautie und Veronica

Eine Mohnblume hat sich von alleine im Garten eingefunden und wird von den Schwebfliegen besucht

Auf dem Terrassentisch steht immer noch der schöne Sommerblumen-Strauß mit der wilden Möhre
Schwebfliegenparadies Wilde Möhre

Im Mini-Teich sind im Moment einige Schnecken, die abgestorbene Pflanzen und Algen wegfuttern.
Die Posthorn-Schnecke habe ich geschenkt bekommen – die anderen Schnecken waren wohl an den Wasserpflanzen dran.
Gegen die Mückenlarven muss ich leider immer selbst ein Hilfs-Mittelchen reingießen – da fehlt uns noch ein Fisch…
Schnecken im Mini-Teich
Jeden Morgen begrüßt mich eine Spinne an der gleichen Stelle. Dort, wo das Solar-Panel für den Mini-Teich befestigt ist. 

Da darf man nicht abergläubisch sein: 

Unten links zeigt das Kräuterbeet der Sonnenhungrigen


Im Kräuterbeet wächst 

Oregano
Minze (Marokkanische u. Schokoladen-Minze)



Lavendel

Indianernessel
Salbei
verschiedener Thymian
Bergbohnenkraut
Mehrmals-tragende Erdbeeren
und die weiße Pfingstrose

Die
Kräuter lieben diesen sonnigen Platz. Im Winter drückt der Schnee den
Thymian leider platt und er gerät aus der Form. Dann muss er zum
„Friseur“.
Die Hummeln lieben das Geißblatt, was an der Rückseite der Garage rankt.
Obwohl es gar nicht riecht und die Blüten so schwierig zu erreichen sind, versuchen sie in das Innere der Blüte zu gelangen und es gelingt….

Leider gibt es ja nicht nur nützliche Tiere im Garten. Mein ärgster Feind ist die spanische Wegschnecke. Obwohl ich schon viele Gegenmaßnahmen, wie Schneckenzaun und Schneckenkragen oder Schneckenkorn einsetzte, bleibt mir mir der eine oder andere Verlust nicht erspart.
Der Island-Mohn im Steingarten war besonders leckeres Futter….


Dazu habe ich in einem Gartenbuch den treffenden Spruch von J.W. v. Goethe, dem Dichter und leidenschaftlichen Gärtner,  gefunden:

Sprich, wie werd ich die Sperlinge los, so sagt der Gärtner,
Und die Raupen dazu, ferner das Käfergeschlecht,
Maulwurf , Erdfloh, Wespe, die Würmer, das Teufelsgeschlecht?
Lass sie nur alle, so frisst einer den anderen auf.
Bei den Nacktschnecken hilft der Spruch leider nicht, aber die gab es ja zu Goethes Zeiten noch nicht bei uns….
Erfahrung habe ich mit den Blattläusen am Apfelbaum gemacht. Als es schon ganz schlimm war mit den Läusen, wollte ich den Wasserschlauch holen und die Läuse ab spritzen, als ich unzählige komische Tiere auf den Blättern entdeckte, die ich noch nie vorher gesehen habe. Sie rannten hin und her.
Feind oder Freund?
 Apfelbaum ‚Topaz‘

Nachdem ich das Tier in keinem Gartenbuch gefunden habe, bin ich zufällig beim googeln auf den Marienkäfer gekommen und tatsächlich handelt es sich um die Larve des Marienkäfers. Der Gartenschlauch war also nicht nötig.
Und gestern habe ich schon wieder einen komischen Käfer auf den Brombeerblättern entdeckt, genau neben den Blattläusen an diesem Zweig. 

Diesmal habe ich nicht so lange suchen müssen und etwas über die Entwicklungsstadien des zugewanderten Marienkäfers gefunden,
Marienkäfer Harmonia axyridis,  Japanischer Marienkäfer

Am Apfelbaum hängt ein Insektenhotel und eine Ohrwurmbehausung und seit gestern steht das Schmetterlingshaus neben dem neu gepflanzten Schmetterlings-Flieder.

Sonnige Blumengrüße

 

Als erstes gibt es heute eine Auswahl an Blumensträußen, die uns am Wochenende zugelaufen sind und die so schön waren, das ich sie fotografieren müsste….









Im Garten sind die Lilien in voller Pracht aufgeblüht

Die Fackellilie blüht das erste Jahr. Bestimmt ist sie schon drei Jahre im Garten.




Wenn man bei den Feuerlilien im Frühling fleißig die roten Lilienhähnchen absammelt, dann werden das echte Prachtstücke. Im ersten Jahr habe ich das nicht gewußt und die Lilien waren ein Elend, zerfressen und voller ekeliger Larven an der Blattunterseite.

Rote Taglilien mit Sommer-Margerite ‚Eisstern‘ (Leucanthemum x superbum)

Heute sind die Taglilien aufgeblüht – hier die ersten Blüten

Hemerocallis x cultorum ‚Ed Murray‘



Im nächsten Beet wachsen rote Pompondahlien mit Veronica und einer Rispen-Hortensie zusammen im 
Beet. Die Verbene hängt im Topf.

Ein Feuerwerk im Beet

 

Veronica mit Rispenhortensie


An der Terrasse blüht immer noch die Schokoladenblume 
Und nun im gelben Beet. Dort blüht gerade die Kokardenblume im Topf und verdeckt die abgestorbenen Narzissen.

Die Kokardenblume im Topf

Gelbes Beet

Ja, endlich ist Sommer – ich genieße es und komme kaum noch zum Schreiben…

Ein Tip für alle, denen es ähnlich geht:
Mit selbstgemachtem Erdbeereis und Früchten aus dem Garten: