Buch und Kunst

Manchmal haben kleinere Städte Dinge, die man in großen gar nicht mehr findet. So unser kleiner Buchladen, der vor einem Jahr in einem ganz besonderen Stil – ein Lesecafe – entstanden ist.
Eher modern und ungewöhnlich in der sonst so mittelalterlichen Kleinstadt, aber es ist mein Lieblingsplatz zum Bücherkauf geworden. Man kann gemütlich einen Café der Rösterei Schreyögg aus dem Südtiroler Vinschgau trinken, in Zeitschriften  und in Büchern blättern, so lange man lustig ist. Eine große Couch gibt es, eine Kinderecke, Kuchen im Glas (!), Müsli im Becher und viele andere witzige Dinge. Gleich vorne begrüßt eine Wand mit den drei Bestsellern der Stadt….und es gibt einen Hotspot.



Ja, warum schreibe ich im Gartenblog darüber?
Weil  es dort so eine tolle Auswahl an Gartenbüchern gibt.
An der Wand hängt im Moment eine ganz besondere Kunst, die von den „Vier Jahreszeiten“ erzählt.

Den Untergrund jeder „Jahreszeit“ bildet bemalte Seide und darauf ist auf besonderem geknitterten Papier ein zur Jahreszeit passendes Gedicht aufgeschrieben. Alle vier Bilder hängen nebeneinander an der Wand bei  den Café-Tischen. Die möchte ich euch heute mal zeigen. Der (Hobby-)Künstler ist mir nicht bekannt.

Frühling

Spatzen schimpfen laut…

Sommer

Hitze….

Herbst

Letzte warme Sonne…

 

Winter

 
Silberfäden gleich…

Und das sind die Bücher, die unbedingt mit mussten….

Eine Handvoll Kräuter

Anregende Ideen für den Kräutergarten,
Dekoration und leckere Rezepte

Pflanzensamen

Sammeln, Trocknen, tauschen

Ganz toll finde ich auch das folgende Buch. Es ist humorvoll erzählt und man kann unheimlich viel daraus lernen, wenn man eigenes Gemüse/ Kräuter anbauen möchte. Storl geht vor allem auf Pflanzen für rauere Gegenden ein, die u.a. im Allgäu auf 1000 m Höhe wachsen. Auch wenn wir mit unserem Stadtgarten nicht zum Selbstversorger werden können….

Der Selbstversorger 

Wolf-Dieter Storl

Ein wenig eigene Kunst ….noch zum Schluss…
Mit diesem wunderschönen Papier vom Grätz Verlag habe ich meine Garten-Kiste beklebt. Hier hebe ich die Pflanz-Etiketten von den Gartenpflanzen auf, damit ich am Ende noch weiß, welche Pflanze in meinem Garten stehen. Ich habe sie nach Beeten geordnet in Klarsichtfolien aufbewahrt.

Geschenkpapier Grätz Verlag
Da war mal ein Modem drin….

 

Pflanzen-Etiketten nach Beeten sortiert

PS: Leider ist das Bücher-Cafe seit 2014 geschlossen

Blütenpower im Juli

Die Pflanzen scheinen jetzt alles nachholen zu wollen, was im Frühling nicht möglich war. Man könnte ständig mit dem Fotoapparat durch den Garten jagen. Ich hoffe, die Nachbarn halten mich nicht für verrückt.
Die Schokoladenblume mag ich sehr….leider nicht frosthart – oder hat jemand andere Erfahrung damit gemacht?


Zu einem Blütenfeuerwerk ist vor allem die Rote Weigelie an zwei Stellen im Garten explodiert.
Der Mai(?)blumenstrauch (Deutzie), auch Sternchenstrauch genannt, bietet das Gegenstück in Weiß. Er hat schon eine beachtliche Höhe erreicht (mdst. 2m hoch).
Deutzia scabra `Plena‘ und Weigelie ‚Eva Rathke‘

Hinter dem Haus schmückt sich der Perückenstrauch mit Blüten und „Perücken“.
Der Strauch wächst etwas sparrig und verträgt keinen Schnee. Die Äste brechen dann sehr schnell ab. Aber das war kein Problem. Er treibt sofort wieder üppig aus. Die Anordnung der Blätter ist schon etwas besonderes. Leider fliegen die Perücken irgendwann im Garten herum…..

Perückenstrauch ‚Cotinus coggygria‘

In Weiß blüht auch der Duftjasmin ‚Erectus‘ im Beet neben der Eule. Er wird nicht so groß, nur 1,5 m und macht damit nicht so viel Schatten.

Die Schneeflockenblume hat sich vom gruseligen Frühjahrswetter erholt und macht ihrem Namen alle Ehre.
Im trockenen „Fichtenbeet“ blüht es in Blau und Weiß. Bei mir gibt es die Weiße Spornblume, obwohl mir die rote Variante auch sehr gut gefällt.

Duftjasmin an der Terrasse

Jetzt ist die Farbe Blau dran.

 An einem, bei uns noch seltenen, halbschattigen Plätzchen wächst die
Dreimasterblume, die mir aus meinem ehemaligen Garten gefolgt ist. Diese
Blume kann man nicht mehr los werden, da sie sich rasant über
Wurzelausläufer vermehrt. Also mit Vorsicht zu genießen….

Lavendel gibt es in verschiedenen Sorten. Vor allem der ‚Hidcote Blue‘ hat es mir angetan. Seine Blätter sind leicht gräulich und er duftet herrlich.

Hidcote Blue im Kräuterkorb und überall im Garten…..

Im Kräuterbeet blüht der Echte Salbei, im Garten macht sich der Salvia nemorosa breit. Kaum habe ich ihn irgendwo umgesiedelt, wächst er an der alten Stelle wieder neu. Überall leuchten die blauen Spitzen.

Knäuelglockenblume

Einen wunderbaren Sichtschutz bildet der Teufelsstrauch ‚Diabolo‘ neben einem weißbunten Hartriegel Cornus alba. Beide wachsen rasant.
Der Teufelsstrauch blüht zuerst mit weißen Dolden und daraus werden diese roten Samenstände.

Teufelsstrauch ‚Physocarpus opulifolius‘

Zwischen den beiden Sträuchern hatte ich eine Rose gepflanzt, aber die hatte keine Chance, so schnell mitzuwachsen…. sie leidet in der Mitte.
 Im Herbst braucht sie unbedingt ein neues Plätzchen. Jetzt hat sie uns mit 3 Blüten gezeigt, dass es lohnt, sie aufzuheben.

Red Eden Rose ‚Var. Maidrason
Züchter MEILLAND (2002)
Großblumige Edelbuschrose
kann 2 m groß werden

müht sich zwischen den Sträuchern durch…..Var. Meidrason

Und die Rose „True Love“ sieht jetzt doch so aus, wie auf dem Etikett.
Sie blüht nur am Anfang leicht Rosa.

Edelbuschrose „True Love“ neben Clematis „President“

In der „Vertikalen“ blühen im Moment das Geissblatt brownii (ohne Duft) und das Echte Geißblatt, was uns mit seinem Duft am Eingang begrüßt.
Der Storchschnabel umrahmt den Fuß von der Trompetenwinde, die erst im August blüht.

Lonicera Caprifolium duftet und lockt Nachtfalter an

Im Naschgarten fängt die Johannisbeerenernte an und man sieht häufig kleine und große Naschkatzen in der Nähe……

Zuerst sind die Roten reif…..Lecker

Einen Dank noch an den Gartenblog vom Hillsidegarden. Dort werden Hostas sogar mit der Kettensäge geteilt. Ich habe mir daraufhin getraut, eine größere Hosta noch im Juni zu teilen und der Versuch ist geglückt. Aber besser ist schon, man teilt sie, wenn die Spitzen kommen.

Nun ist die verbliebene riesige Hosta trotzdem noch zu groß und ich rupfe ständig Blätter ab… Aber sie eignen sich echt gut für die Vase.

Die Pfingstrosen-Geschichte und andere Rosen

Als wir vor gut 5 Jahren eingezogen sind, war ich deprimiert, an einem neuen Ort wieder von vorne mit einem Garten anfangen zu müssen. Nur wenige Lieblings-Pflanzen konnte ich mit umziehen lassen. Ich war umgeben von spärlich auskeimendem Grassamen und einer Stadt, die mir überhaupt nicht gefiel und in einem Klima, das ebensowenig erträglich für mich war.

Nach einem Jahr harter Gartenarbeit entdeckte ich auf einmal ein seltsames Blatt, was sich aus dem inzwischen gut gewachsenen Gras hervormühte.

Es sah ganz anders aus, als die Löwenzähne und wilden Möhren, die so reichlich vorhanden waren. Ich steckte einen kleinen Stock an die Stelle, um das Blatt zu beobachten und nicht aus Versehen abzumähen. Leider war es irgendwann doch passiert und das Blatt beim Rasenmähen vom Kabel umgeknickt und danach verwelkte es völlig. Den Stock ließ ich vorsichtshalber stecken.

Im nächsten Jahr kamen zwei Blätter an der selben Stelle. Irgendwann verglich ich die Blätter mit Nachbars Gartenpflanzen und kam zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Pfingstrose handeln musste. Die Pflanze wuchs vor dem Fenster auf der Südseite – eigentlich ein idealer Platz für ein Blumenbeet, dachte ich und grub rings um die Pfingstrose die Rasensoden ab. Zunächst grub ich noch eine Dahlie  und eine Indianernessel (Monarde) ein, damit die Stelle nicht so kahl aussieht.

Vor zwei Jahren blühte die Pfingstrose zum ersten Mal und es stellte sich heraus, dass es eine weiße Sorte war. Letztes Jahr hatte sie 3-4 Blüten, aber dieses Jahr…..

Die Pfingstrose hat riesige Blüten und ca. 20 Knospen. In der Mitte ist ein Hauch von einer roten Sorte und sie duftet.
Man sollte Pfingstrosen möglichst nicht umpflanzen, da sie das nicht allzusehr mögen. Inzwischen habe ich an dieser Stelle noch ein Kräuterbeet mit allem, was die Sonne liebt.

Das schönste ist, dass man sie vom Wohnzimmer aus sehen kann. Sie wächst genau vor unserem niedrigen Fenster.

Beim googeln habe ich folgende Sorte gefunden, die passen würde:

(F Miellez 1851). Große, reinweiße Blüte, die durch einige rote Flecken
belebt werden. Langstielige gefüllte Schnittsorte, duftend. Blütezeit:
Anfang Mai, Höhe: 110 cm

Ebenso prächtig blüht dieses Jahr die rote Pfingstrose, die ich ganz normal gekauft hatte.

Peonia Lactif. – ‚Louis v. Houtte‘
Paeonia lactifl. ‚Louis v. Houtte‘
Halbgefüllte, kirschrote Blüten. Frühblühend (o.k. Pfingsten ist schon eine ganze Weile vorbei)

Pfingstrosen neben Weigelie „Eva Rathke“

Nachdem es letzten Donnerstag einen Hagelsturm gab und seit gestern Sintflutartige Regenfälle vom Himmel kamen, kämpfen die Pfingstrosen ums Überleben. Aber es gibt ja noch die Rosen.

Meine Vorliebe für Beetstäbe hatte wieder Auswirkungen…Auf dem Forster Rosenfest kam ich an dieser Eule nicht vorbei. Sie steckt jetzt im Beet an der Terrasse, wo ich öfters meine Gartenbücher und Zeitschriften wälze. Im Feng Shui steht die Eule symbolisch für „Weisheit“  und ich hoffe, mir kommen dort noch viele kreative Gartenideen.

Und nun zu den Rosen.

Es gibt zwei Rosen, die jetzt schon 3-4 Jahre bei uns wachsen. Dieses Jahr scheint ein Rosenjahr zu sein. Der viele Regen tut ihnen richtig gut.

Neben der Buchsbaumkugel wächst die rote Beetrose „Gruß an Bayern“. In diesem Beet kommen alle rot und rosa bzw. Weiß-Töne unter. Am Terrassenrand wachsen meine Lieblings-Hauswurze.

„Gruß an Bayern“

Die zweite Rose ist eine duftende Edelrose – Sorte unbekannt.

Hier gibt es die Farben Rot-Rosa-Lila, Blau, Silber und Weiß. Als Kombination zu den Rosen gibt es in dem Beet Wollziest, Katzenminze, Sandglöckchen, Skabiose, dunkelrote Taglilien, Hohe Glockenblumen, Frauenmantel, Salbei, Purpurglöckchen, Lavendel und ein paar Hauswurzarten. Wenn der Frauenmantel so riesig blüht, ist das der einzige (hell)-gelbe Kontrast in diesem Beet.
Die neu gepflanzte Duftrose hatte auch schon eine Blüte:
Duftrose „Novalis“ – Märchenrosen von Odendahl (Züchter Kordes) 
ADR Beetrose „Sommersonne (Züchter Kordes)
Edelbuschrose „True Love“
Die Sommersonne braucht noch einen Platz im Garten.
„True Love habe ich vor einem Monat zusammen mit der „Novalis“ eingepflanzt – siehe im Mai-Blog: Zwei neue Rosen
Eigentlich sollte sie laut Etikett Weiß mit einem Schimmer Gelb sein. War wohl ein Druckfehler. Man sollte Rosen lieber doch mit Blüte kaufen….
Das Kiesbeet ist fast fertig. Es fehlt nur noch die oberste Kieselsteinschicht. Beschreibung folgt….
Kiesbeet

Und zum Schluss noch ein Dankeschön an alle, die am Montag an mich gedacht haben…..

Schokoladenblume, Prachtkerze und Fetthenne mit Sonnenglas
Kusudama im Sonnenglas

www.sonnenglas.net

Rosengarten Forst – 100jähriges Jubiläum

 Herzlich willkommen im „Schönsten Garten Deutschlands“ – ausgezeichnet 2009…..
Am letzten Sonntag stand ein Besuch des Rosenfestes in Forst auf dem Programm. Die historische Parkanlage feiert dieses Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. „Mein schöner Garten“ hat dem Ereignis im Juni-Heft 2013 einen Artikel gewidmet.

1913 wurde erstmals eine Rosen- und Gartenbauaustellung angelegt und erhielt danach vom „Verein Deutscher Rosenfreunde“ die Bezeichnung „Ostdeutscher Rosengarten“.
Es gibt verschiedene Themengärten, Wasserspiele und Pergolenhöfe sowie zahlreiche gestaltete Sitzgruppen zum Verweilen und Betrachten der Rosenpracht.
Der Garten ist im Stil englischer Landschaftsparks angelegt. Mich hat besonders der „Garten der prämierten Schönheiten“ interessiert, wo unzählige ADR-Sorten gezeigt werden.

Wunderschön fanden wir alle den gestalteten Rosenpavillion. Die Rosen werden in der nächsten Zeit zur vollen Pracht aufblühen und die weiße Clematis sieht man jetzt schon. In der Mitte könnte man gemütlich sitzen, wenn er im eigenen Garten stehen würde.

Hier kommt eine kleine Auswahl der „Prämierten Schönheiten“:

Links Rouge Meilove, Rechts Goethe Rose
Yellow Meilove – Beetrose Meilland 2007

Es gab auch Rosen, die nach berühmten Personen benannt sind, wie die Goetherose, Queen Elizabeth oder Angela Merkel (habe ich nicht gefunden).
Die Heidi Klum-Rose – sehr pompös im Aussehen, aber kaum Duft.

Sehr schön finde ich die Tradition, bei Geburt eines Forster Babys eine Rose zu pflanzen und so gibt es den Garten der „Babyrosen“.

Rondell mit Kletterrosenzelt

Falls man sich auf dem Oder-Neiße-Fernradweg befindet, sollte man unbedingt einen Abstecher in den Forster Rosengarten machen. Er liegt direkt an der Neiße.

Feng Shui -Gelbes Beet blüht auf

In einem Feng Shui Gartenbuch habe ich ein gelbes Beet entdeckt und fand die Idee toll, gelbe Blüten in einem extra Beet zu pflanzen. Ich wollte keine Beete mehr, in denen alles kunterbunt nebeneinander wächst , Rot neben Gelb, Weiß und Blau.
Gelb steht im Feng Shui für die Himmelsrichtung Südwesten bzw. Nordosten. Bei uns ist das Beet hauptsächlich von Südwesten beeinflusst, Im Sommer auch vom Nordosten. Zufälligerweise haben die Nachbarn (wir haben keinen Zaun) auch lauter gelbe Sachen an dieser Stelle gepflanzt.

Hier blüht jetzt der Ranunkelstrauch, Potentilla -Großblütiges Fingerkraut, Sonnenbraut, Sonnenröschen und ein im Garten gefundenes Veilchen.

Weitere Pflanzen im Beet sind:
Taglilien
Sonnenhut (Rudbeckia „Goldsturm), Weißer Sonnenhut
Sonnenbraut
Sonnenröschen 
Narzissen
Lilie (orange)
Zaubernuss
Niedrige Glockenhasel
Iris Barbata „Tulip Festival“ Gelb/Weiß
Stauden-Lupine
Nelkenwurz

Am Rand der Fichte stand eine gelb-weißlich blühende Azalee, die dieses Jahr kaum Blüten angesetzt hat. Der Standort war einfach viel zu trocken. Sie hat jetzt auch einen Platz im Gelben Beet bekommen. Nächstes Jahr wird sie hoffentlich wieder besser blühen. Ich hatte gelesen, dass Azaleen ein Pflanzloch von ca. 40 cm Tiefe benötigen. Das war natürlich wieder Schwerstarbeit bei unserem Boden.

Gelbes Beet mit Blick zum Nachbargarten (Garage und Terrasse)
Umgepflanzte Azalee mit wenigen Blüten
Duftende Azalee

So traurig sah es nach dem Wochenendgewittern aus – Nebel im Juni…..hoffentlich wird jetzt endlich Sommer!

Nebel am Morgen im Juni

Vom Hochwasser verschont

Endlich haben wir gestern wieder blauen Himmel gesehen nach fast 2 Wochen Dauerregen. Wir waren diesmal froh, nicht im Tal, sondern etwas erhöht zu wohnen. Die Kinder hatten 3 Tage Schulfrei und haben sich ziemlich gelangweilt. Im benachbarten Dresden sieht es dagengen nicht gut aus – der Pegel soll heute seinen Höchststand erreichen und liegt im Moment bei 8,75 m.

Endlich blauer Himmel über der Fichte

 
Bei solchem Wetter blühen überall die Rhododendren in unvorstellbarer Pracht. So sieht es in einem Barockgarten aus:

Barockgarten Lichtenwalde

Und so sieht unsere Rhododendron Miniausgabe aus:

Einige Topfblumen konnte ich vor den Wassermassen unter das Dach retten. Der Hängekorb mit der Schneeflockenblume muss sich erstmal vom Wasserschock erholen. Gestern habe ich dann noch zwei Töpfe neu bepflanzt und hoffe auf sonnige Tage..

Links im Topf eine Zinnie mit Elfenspiegel und rechts eine Aster mit Zauberglöckchen, Purpurglöckchen und einer Schokoladenblume, die noch Knospen hat.

Der kleine Weidenkorb hat dieses Jahr keine Blumen bekommen – er ist zum Kräuterkorb geworden. Der Bambus im Hintergrund hatte den Winter gut überstanden und dient uns als Sichtschutz an der Terrasse.

Bambus Fargesia
Zitronengras, Lavendel, Rosmarin und Zitronenmelisse

Die erste Sonne am Tag heben wir gleich zum Laden unseres Moduls für den Solar-Springbrunnen genutzt und er plätschert jetzt leise vor sich hin.

Die Schwimmpflanzen fanden den Regen auch nicht gut und sehen miserabel aus. Das betrifft die wärmeliebende Wasserhyazinthe und den Wassersalat. Der Rest scheint robust zu sein.

Regen-Impressionen

In einer kurzen Regenpause bin ich heute morgen doch noch auf regenrobuste Blüten gestoßen. Die Bluebells sind mir im Garten zugelaufen.

Hornveilchen und California Bluebells

Am schönsten ist der Frauenmantel nach dem Regen.

Von der Küchenschelle bleiben wunderschöne Samenstände übrig und die Lauchkugeln sind eine Pracht.
Rhododendron und Azalee blühen unermüdlich. Nur der Garten-Hibiskus (Mitte) tut sich schwer, bei der Kälte auszutreiben.

Entenbesuch

Kaum ist der Mini-Teich fertig, da kommen schon die ersten Gäste. Leider ungeeignet für eine Entenmama mit 10 Küken. Ich habe keine Ahnung, wie die Entenmama so weit laufen konnte, mit diesen kleinen Küken. Das ist ja ganz schön gefährlich in der Stadt. Ich hoffe nur, ihr ist nichts passiert und sie hat wieder einen Teich gefunden, wo sie bleiben konnte. Ist ja in der Stadt nicht ganz einfach und der Stadtpark mit Teich ist eine viertel Stunde zu Laufen, schon für einen Menschen.

10 Küken unter dem Flügel
Nichts wie weg hier…

Miniteich im Fass


Neue Nutzung eines Rotweinfasses – En Barrique Rouge

So ein leichtes Plätschern auf der Terrasse wäre schön und etwas Wasser im Garten könnte ich mir gut vorstellen, aber bei so einem Boden eine Grube für einen Teich ausheben? Nein….! Lieber nicht. Dann kam mir die Idee mit dem leeren Weinfass und ein Anbieter von solchen Kübeln war schnell gefunden. Mit unserem Auto sind wir bei dem Händler vorbeigefahren und durften uns ein Fass aussuchen. Für alle, die ähnliches vorhaben, kommt jetzt die Beschreibung, wie man damit einen Mini-Teich anlegen kann.

August 2013

 

Wässern des Fasses 

 

Zuerst
wässert man das Fass ca. 2 Wochen, bis das Wasser klar wird und der
Weinstein sich von den Rändern gelöst hat. Man erhält beim ersten Mal
Wässern fast Rotwein.
Das Fass sollte nicht in der prallen Sonne stehen, da es sich später sonst zu sehr erwärmt und die Algenbildung überhand nimmt.

 

Weinfass 70 cm Durchmesser

 

 

Spülen der Kieselsteine

 

Wenn man gekaufte Marmorkiesel verwendet, müssen die Steine erst gespült werden, bis das Wasser klar wird. Bei uns waren mehrere Spülgänge erforderlich. Kindern macht so etwas am meisten Spaß.
Marmor-Kieselsteine spülen


Einsetzen der Pumpe

 

In die Mitte des Fasses wird die Pumpe gestellt.Wenn man Strom hat, geht ein Modell mit Kabel, aber es gibt auch schöne Solar-Springbrunnen.

Nachtrag 07.06.2013: Wir haben uns doch für ein kleineres Solarmodell entschieden, da das abgebildete zu laut geplätschert hat und die Pumpe auch laut war – und eher für einen richtigen Teich gedacht war. 

Teichpumpe mit Aufsatz

 

Einfüllen der Kieselsteine

 

Pflanzen einsetzen

  

Zunächst setzt man verschiedene Steine in den Teich, damit man unterschiedliche „Mini-Teichzonen“ erhält. Danach werden die Pflanzen in Teich-Pflanzkörben eingesetzt. Ich habe die Körbe mit Vlies ausgekleidet und obendrauf kleine Kiesel-Steine gelegt, damit die Erde nicht ausgeschwemmt wird. Danach lässt man langsam Wasser in das Fass laufen. Am besten verwendet man natürlich Regenwasser.

Diese Pflanzen werde ich ausprobieren – ich vermute, es sind zu viele:

Zone 2: Feuchtzone (0-10 cm)

Blaubinse (Juncus inflexus)
Schwertlilie, blau (Iris kaempferi)


Zone 3: Sumpfzone (10-30 cm)

Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
Gemeiner Froschlöffel Alisma plantago-aquatica)
Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
Nadelkraut (Crassula recurva)


Zone 4:Seerosenzone (30-50 cm)

Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis)

Zone 5: Schwimmpflanzen (50+)

Gemeiner Schwimmfarn (Salvinia Natans)
Wassersalat (Pistia Stratiotes) – nicht winterhart
Dickstielige Wasserhyazinthe (Eichhornia Crassipes) -nicht winterhart
Fass mit unterschiedlichen Etagen
Am Schluss setzt man ein paar Schwimmpflanzen (Zone 5) oben drauf. Für gemütliche Abende schwimmt noch eine Solarleuchte auf dem Wasser.

Mini-Teich fertig bepflanzt

 

Stand Juli 2013

Die Solar-Leuchte hatte leider kein romantisches Licht, eher grell.
Jetzt
habe ich eine kleine Glasschüssel mit einem Maxi-Teelicht darin und das
ist wirklich gemütlich. Wenn es regnet, geht sie leider unter, also
möglichst vorher rausnehmen. 
Manchmal schwimmt eine Solar-Kugel drin, die eher oranges, warmes Licht gibt

 

Im Juli sah der Fass-Teich dann so aus

 

Schnecken im Teich

Eine Posthornschnecke habe ich geschenkt bekommen, aber inzwischen gibt es ganz viele
andere, ich würde sagen, es sind Spitzhornschnecken,

Von der gepunkteten Schnecke kenne ich den Namen nicht.

Die Schneckenbewohner kommen von ganz alleine über die gekauften Wasserpflanzen in den Teich

Wir haben ganz klares Wasser, vielleicht auch dank der Schnecken – nichts muffelt.

Sorgen bereitet mir der Froschlöffel

Er hat im Juli wunderschön geblüht

Seine verblühten Blütenstände sehen aus, wie kleine Löffel

Inzwischen habe ich den Froschlöffel sogar im Naturpark Mecklenburger Heide entdeckt,
er ist also heimisch bei uns

Inzwischen werden seine Blätter zunehmend braun und ich befürchte, das er mein Fass nicht so mag.

Oder es war die falsche Teichzone und ich muss ihn etwas höher setzten

Blühender Froschlöffel

Stand Anfang September 2013

Die Pflanzen sind wunderbar gewachsen und haben sich unheimlich vermehrt

Schachtelhalm

Die Schwimmpflanzen, wie Wassersalat und Wasserhyazinthe haben sich vermehrt

 

Wassersalat
Wasserhyazinthe

 
Überall schauen Tannenwedel heraus und auch der Schwimmfarn hat fast alles dicht gemacht

Tannenwedel

 

Schwimmfarn

Das Wasser ist immer noch klar

Es gibt viele Baby-Spitzhornschnecken an den Blättern – das muss ich im Auge behalten…

aber Algen sehe ich keine im Teich

In der Mitte sieht man unsere Solar-Pumpe (verschiedene Aufsätze möglich)

Ich würde sagen, das Experiment Mini-Teich ist geglückt.

Jetzt fehlt nur noch die Wintererfahrung, die im kommenden Winter auf mich zukommt.

Davon dann zu gegebener Zeit mehr.

Danke für die vielen Tips, die ich schon erhalten habe.

Viele Grüße aus dem steinigen Garten!

Zwei neue Rosen

Bei Außentemperaturen um die 6°C macht es keinen Spaß mehr draußen zu sein. Sind das jetzt die zweiten Eisheiligen?

Im Terrassenbeet hat sich aufgrund der Schneelasten der letzten Jahre ein kleines Japanisches Ahorn verabschiedet und nun ist wieder Platz. Da dort schon zwei Rosen stehen und gut wachsen, kommt jetzt noch die Rose ‚Novalis‘  dazu. Der lehmige sehr regenwurmreiche Boden scheint ideal zu sein. Leider war das Ausbuddeln der Steine wieder eine sehr mühselige Angelegenheit.

Steinhaufen aus diesem Loch

…die Rose wartet schon seit einer Stunde….

endlich geschafft

Gleich daneben gab es den Versuch, eine Kletterrose am Obelisk ranken zu lassen, aber leider war diese Rose schon letztes Jahr dem Frost zum Opfer gefallen. Im Sommer sah dann die ebenfalls dort wachsende Clematis aus, wie von der Welke befallen. Aber es gab wohl noch unterirdische Knospen, aus denen sie nun wieder treibt. Also ein neuer Versuch mit dem Beet. Der eigentlich im Kreis gepflanzte Lavendel war teilweise hinüber. Zwei Pflanzen wanderten zu der neuen Rose und ein Teil konnte bleiben. Bei mir gibt es immer Lavendel am Fuß der Rosen und mit Blattläusen hatten wir noch keine Probleme. Nur mit den Raupen der Rosenblatt-Rollwespe, die man schnell im Frühling ab sammeln muss. Ein paar Lieblings-Hornveilchen dazu und fertig war das Rosenbeet zwei. Jetzt nur noch auf die Blüten warten….

Buschrose mit Clematis, Lavendel und Hornveilchen

Der Zierlauch kam als Pflanze in den Garten.

Die vor drei Jahren gepflanzte Kugelrobinie ist sehr gut gewachsen. Dieses Jahr habe ich wegen des langen Winters verpasst, sie zu schneiden. Ich hoffe, die Kugel wird nicht zu riesig. Jetzt ist noch ein halbrunder Bogen mit kleinen Buchsbäumen dazugekommen.

ROBINIA ps. ‚Umbraculifera‘ – Kugelrobinie

Rechts daneben steht ein Flieder-Hochstamm in Weiß, der gerade anfängt, zu blühen.

Am Rand einer großen Blaufichte, die auf der Ecke des Grundstücks im Westen steht, gibt es ein schwieriges Beet, was durch die Fichte immer sehr trocken ist und im Halbschatten liegt. Dort wächst ein Rhododendron und zwei Azaleen. Die weiß-gelbliche duftende Azalee lässt sich noch Zeit, aber die rote blüht schon. Alles muss immer viel gegossen werden, sonst ist es zu trocken dort.

Rote Azalee
Rhododendron „Alfred“
Günsel als Bodendecker
Steinsame mit Phlox im sonnigen Beet um die Ecke

Es gibt vier Hosta im Garten….dieses Jahr kommen sie in voller Pracht zur Geltung, denn ich kann keine Nacktschnecken im Garten finden. Der spanischen Wegschnecke ist es wohl noch zu kalt…..
Nur ein Loch…