Spendenaufruf Hof Mahlitzsch (Demeter)

Heute schreibe ich mal über ein Thema, was nur ganz entfernt mit meinem Garten zu tun hat.
Ich bin entsetzt, was meinem Ökokisten-Lieferanten wiederfahren ist. Ausgerechnet jetzt, wo die Ernte vieler Gemüsesorten ansteht, stellte sich heraus, dass der benachbarte konventionelle Bauer durch falsche Anwendung eines Herbizids die Ernte des Demeter-Hofs „Mahlitzsch“ kontaminiert und damit unbrauchbar gemacht hat. Ungefähr 3,5 ha Land sind von dem Schaden betroffen.

Was bedeutet das für einen kleinen Familienbetrieb?

„Folgende Kulturen werden wir aus oben genannten Gründen
vernichten müssen:

Porree, Sellerie, Zwiebeln, einen Teil der Kürbisernte, einen
Satz Radieschen, sowie  Teile unserer noch nicht eingebrachten
Kartoffel- und Möhrenernte. Was das in Euros
bedeutet, haben wir noch nicht ermittelt, auf eine zügige Abwicklung durch die
Versicherungen sind wir dringend angewiesen.

Ob und wann es zu einer
Schadensregulierung kommen wird, ist noch ungewiss – von
Biobetrieben, denen Ähnliches widerfahren ist, wissen wir, dass es oft mehrere
Jahre gedauert hat.“ (Hof Mhlitzsch)

Mich stimmt das alles sehr traurig. Der Hof Mahlitzsch liefert Obst und Gemüse in ausgezeichneter frischer Qualität. Da in meinem steinigen Gartenboden im Moment noch wenig Gemüse wächst, bin ich immer glücklich, wenn ich die grüne Kiste auspacken darf.

Durch die Möglichkeit der Online-Bestellung kann ich mir genau das bestellen, was ich wirklich möchte. Es gibt nicht den Überraschungseffekt, wie bei vielen anderen Öko-Kisten und damit auch nicht jede Woche Möhren, Kohl und Kürbis. Ein Abo ist möglich, aber nicht notwendig. Ich bestelle einfach, wenn ich Lust drauf habe. Es gibt ebenfalls Milch von glücklichen Kühen und Brot aus der hauseigenen Bäckerei. Hier kann man sich über den Online-Shop informieren.

Das Ziel der Spende ist u.a., einen Kredit zu erhalten, die Verluste der Ernteausfälle zu mildern und später die Anbauflächen auf eine hofnahe Fläche, in ausreichender Entfernung zu konventioneller Landwirtschaft zu verlegen.

Ich hoffe, dass ganz viele vom Spendenaufruf erfahren und vielleicht sogar einige aus dem Raum Dresden, damit alle weiter ihre grüne Kiste in Empfang nehmen können. Deshalb gebe ich den an mich gerichteten Spendenaufruf einfach mal an die Öffentlichkeit weiter.

 Hier geht es zum Spendenaufruf  Hof Mahlitzsch

Fotos  Hof Mahlitzsch

10 Antworten auf „Spendenaufruf Hof Mahlitzsch (Demeter)“

  1. Sowas von ärgerlich! Das kann eine ganze Existenz vernichten. Oh mann! Das tut mir echt leid!
    Und Ähnliches hört man immer einmal, wie auch diese wie auch diese Sachen mit den Bienen und Gen-Maispollen … da kann man bald nirgends mehr sicher sein. Mir kommen dann gleich filmreife Visionen … 😉
    Ich hoffe sehr, daß diesem Hof geholfen werden kann!

    Liebe Grüße
    Sara

  2. Sehr schlimm und man hört es so oft, wie gedankenlos mit dem Zeug umgegangen wird – auch bei Bauern. Hier spritzt ein Kartoffelbauer 10 Tage vor der Ernte das Laub weg, mit was, könnt ihr euch denken. Damit er es bei der Ernte leichter hat. Dazu fehlen mir die Worte – und dann kauft man die Kartoffeln direkt am Hof.
    Ich wünsche dem Demeterhof sehr, dass sich alles zum Guten regeln läßt!

    Sigrun

  3. Na das ist ja der Hammer. Hoffentlich kommt der Bauer nicht einfach so davon, der müsste doch echt bestraft werden, aber er verkauft sein Zeugs fröhlich weiter. Und Versicherungen – ein abendfüllendes Thema. Viel Glück und Erfolg und Hilfe.
    Wir haben hier das Hofgut Podemus als Versorger. Liebe Grüße

  4. Das ist wirklich schlimm!!!!!! Ich denke, hier wird immer noch viel zu leicht mit hochgiftigen Substanzen umgegangen! Ich habe vor einigen Jahren mal meine Rosen gegen Mehltau gespritzt und habe dummerweise etwas von dem Mittel auf die Haut bekommen! Ich bekam einen derartigen Ausschlag, dass es unglaublich war!!! Seitdem lebe ich lieber mit Rosen, die Mehltau haben….
    Ich hoffe, dass der Hof alle mögliche Hilfe erfährt!!!
    Viele Grüße von
    Margit

  5. Ich hoffe wirklich, dass der Verursacher saftig dafür zahlen muss! Ich kaufe auch am liebsten Bio-Gemüse aus der Region, weil das oft kleine Familienbetriebe sind, also viel sympathischer. Außerdem tut man so ganz direkt etwas für die Umwelt in seiner Nähe.
    VG
    Elke

  6. Oje, liebe Sigrun,
    ist schon schlimm. Aber hier auf dem Dorf merkt man
    am Besten, dass leider keiner unter einer Käseglocke lebt.
    Wenn auf den Feldern Gift gesprüht wird – rieche ich das bis
    zu unserem Haus. In feinsten Partikeln kommt es einfach überall
    an – man sollte das endlich verbieten! Aber da steht unser Staat
    und die Düngemittel und Chemieindustrie davor!
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir die Urte

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