Stachelig – Bunt ist die Welt #38

Stachelig mag ich normalerweise gar nicht. Im Haus kann man das ganz gut verhindern, indem man sich keinen Kaktus zulegt und hofft, auch keinen geschenkt zu bekommen.
Lotta sammelt heute aber stachelige Fotos für ‚Bunt ist die Welt‘ und im Garten ließ sich doch einiges finden.

Ganz überrascht war ich Anfang August über die Blüte der Wilden Karde, die von mir ganz unbemerkt auf der Rückseite eines Strauches gewachsen ist. Sehr stachelig…damit können nur die Bienen umgehen.

Die Karde ist zweijährig und ist daher letztes Jahr schon von mir übersehen worden. Daneben durfte sich in der wilden Gartenecke gleichzeitig noch eine (auch zweijährige) Wilde Möhre ausbreiten, die bei vielen Insekten beliebt ist. 

Die Wilde Karde nennt man auch Weberkarde, da die stacheligen Blütenköpfe früher von den Webern  zum Bürsten der Wollstoffe benutzt wurden.
Laut Wikipedia stammt die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. 
„Die Wilde Karde ist in wärmeren Gebieten insbesondere auf Überschwemmungsflächen, an Ufern, Wegen, auf Weiden und in Ruinen sowohl in den Niederungen als auch im Hügelland zwischen Juli und Oktober anzutreffen.“

Außer der Jahreszeit kann ich jetzt nicht viele Gemeinsamkeiten finden, da wir nicht in einer warmen Gegend wohnen….allerdings gab es 2m weiter ganz früher mal einen Bach (Münzbach), der jetzt durch eine Röhre an anderer Stelle langfließt. Vielleicht trifft dann eher das Hügelland zu.
Typisch für die Karde sind die kreisförmig aufblühenden lila Einzelblüten.
Die Karde taucht auch als Heilpflanze auf. Umstritten ist, ob die Kardenwurzel-Tinktur, Borreliose heilen kann, was man in Büchern von Ethnobotaniker Wolf Dieter Storl nachlesen kann.
Als wichtige einheimische Wildpflanze für den Naturgarten findet man die Wilde Karde im Logo des Naturgarten e.V. Deutschland.
Ebenfalls als Sämling in den Garten gekommen ist die blaue Kugeldistel, die im Juli blühte. Hier noch mal das sehr stachelige Exemplar der Nachbarin-Pflanze, zu der man möglichst  Abstand hält.
Obwohl es eine Zierdistel ist, kann sie sich wohl auch sehr hartnäckig ausbreiten….
Eine Rose gibt es heute doch für den stacheligen Post. Die Louis Odier hat im September noch mal Blüten angesetzt im gleichen Herbst-Farbton der benachbarten Hortensie Limelight.
Diesen Sommer hatten wir oft Besuch vom Igel, wenn wir abends auf der Terrasse gesessen haben. Vielleicht war er ja auch schon die letzten Jahre da, aber da gab es nicht ganz so viele warme Abende….
Das Foto stammt allerdings vom Frühjahr, als sich der Igel am Tag im Garten blicken ließ.
Noch mehr Stacheliges gibt es hier bei Lotta

26 Antworten auf „Stachelig – Bunt ist die Welt #38“

  1. Eine Karde habe ich bisher nie wahrgenommen. Ist eine sehr hübsche Pflanze mit dem ringförmigen Aufblühen.
    Die Kugeldistel gefällt mir ebenso sehr gut.
    Es ist bezaubernd wenn man sichtbar den Garten mit solchen süssen stacheligen Gesellen teilen darf. Einfach herrlich.
    Wünsche dir einen schönen Sonntag
    Ganz liebe Grüessli
    Julia

  2. Lustig, dass die Karde in Überschwemmungsgebieten wachsen soll! In meiner Ursprungsheimat wuchs ( und wächst sie immer noch ) weit entfernt von jeglichem Wasser in den steinigen, trockenen Feldrainen. Na, ja.
    In d einem Garten scheint ja allerhand los zu sein!
    LG
    Astrid

  3. Liebe Sigrun,

    das Stachlige ist immer mit Vorsicht zu genießen. Wer lässt sich schon gerne pieken. Aber schön sehen ja solche Sachen trotzdem aus und man muss wirklich die Bienen und Hummeln bewundern, die sich dort das ganze Jahr über tummeln und sich den Nektar holen.
    Ein paar Disteln habe ich auch im Garten und da wird dann nur mit dicken Handschuhen gearbeitet.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Jutta

  4. Da hast Du ja einiges zusammen getragen, sehr schön und informativ. An die Kugeldistel in meinem Garten habe ich gar nicht gedacht. Sie wächst dort, wo nichts anderes wachsen will, an einer total trockenen Stelle unter einem Strauch. Beim Igel würde ich 'stachliges' gern in Kauf nehmen. Als wir einen Teich hatten, war er auch unser Gast. Einen schönen Sonntag und liebe Grüße Edith

  5. Hallo,
    seit einigen Jahren kenne ich die Karde und finde sie immer wieder faszinierend. Aber auch die Eselsdistel ist wunderhübsch. Hatte ich mal am Makromontag vorgestellt.
    Wunderbar und putzig der kleine Igel, ich habe schon lange keinen mehr gesehen.

    Lieben Gruß Eva

  6. …die Karden wachsen bei uns an der Schnellstraße, liebe Sigrun,
    dort habe ich mir auch eine für die Fensterbank geholt (und habe tatsächlich einen Gartenhandschuh mitgenommen, um sie überhaupt anfassen zu können)…ich würde sie im Garten auch gerne wachsen lassen, wenn sie käme, ich mag sie…meine Kugeldistel hat gerade nochmal neue Blütenkugeln bekommen…wie schön, dass ihr Igelbesuch im Garten habt,

    lieber Gruß Birgitt

  7. Lieeb Sigrun,
    wie schön es noch in Deinem Agrten blüht! Die Karden mag ich auch sehr ! Die würde mir auch gefallen in meinem Gärtchen … ein schönes Bild von Igelchen! unserer kommt jetzt auch wieder, aber jedesmal, wenn er da war, hate cih die Kamera nicht zur Hand ……aber, ich bin glücklich, daß er wieder da ist, ob mit oder ohne Bilder ;O)
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine wunderschöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  8. ich mag all deine stachligen gesellen! karde und kugeldistel sind bei mir im garten heimisch und es ist im sommer ein tägliches vergnügen, das gewimmel und gesummsel an ihnen zu beobachten. ich hoffe, dein sämling beschert dir dann nächstes jahr ebensolche freude!
    liebe grüße, mano

  9. Ein interesanter Post, liebe Sigrun. Das Blühverhalten der Karde kannte ich noch nicht. In meinen Gärten wuchs sie freilich auch noch nie.

    Und auch daß Du stachlig nicht magst, da ja auch Rosen Stacheln tragen. Früher hatte ich mal Kakteen. Zimmerpflanzen hatte ich aber irgendwann deutlich reduziert, da ich im Haus das Gießen eher vergesse … schade um die Pflanzen – in nseren Häusern gediehen meist nur Sukkulenten gut.

    Hübsch, die passende Blütenfarbe zur Hortensie! Ein ganz kleines Igelchen begegnee mir gestern auch und unser Garten wird ebenfalls von einem Igel durchstöbert.

    Eine schöne neue Woche wünsch' ich Dir.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara, die Rosen mache ich eine Ausnahme…die mag ich trotzdem, auch mit Stacheln….obwohl ich es toll finden würde, wenn man sie ohne züchten könnte, wie bei Brombeeren. Aber eigentlich sind es ja Dornen bei den Rosen und sie gehören gar nicht in diesen Post…:-))) LG Sigrun

  10. Hallo Sigrun, die stacheligen Pflanzen gefallen mir ausgesprochen gut. Die Infos über die Karde finde ich sehr interessant. Ich informiere mich auch gern über Pflanzen. Deine Rose passt ja perfekt zur Hortensie.
    Liebe Grüße, Rosi

  11. Liebe Sigrun,
    ganz besonders süss ist natürlich der kleine stachelige Vierbeiner! 🙂 Wir haben seit Wochen auch einen zu Gast bei uns, der lässt sich aber nie bei Tageslicht sehen. Ein zuckersüsses Bild ist Dir da gelungen!
    Die stacheligen Blumen gefallen mir auch sehr gut – optisch. Bei mir wächst auch dies und das mit Stacheln bzw. Dornen, das ich vor allem den Bienen und Hummeln zuliebe gepflanzt habe. Aber jedesmal, wenn ich beim Jäten dran hängenbleibe und mir einen Faden aus dem Shirt ziehe oder einen Kratzer im Gesicht hole, bin ich kurz davor, die Gartenschere bzw. die Schaufel zu holen… 😉
    Einen schönen Nachmittag und liebe Grüsse,
    Nadia

  12. Hallo Sigrun,
    schön, dass du die wilde Karde als stacheliges Beispiel ausgesucht hast. Sie wächst hier überall wild und ich mag sie sehr.
    Sie blüht hübsch, Insekten mögen sie und sie lässt sich gut für herbstliche Gestecke trocknen.
    Liebe Grüße,
    Anette

  13. Sehr interessant! Da hast Du ja einige stachelige Schönheiten gefunden – den Igel finde ich besonders süß. Venedig solltet Ihr Euch unbedingt mal ansehen, das ist eine tolle Stadt, wenn auch mit etwas morbiden Charakter, aber gerade der macht das Flair aus.

    lg kathrin

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