Eine Botschaft der Holländischen Bio-Blumenzüchter

Letzten Samstag klingelte beim größten Schneetreiben der Postbote mit einem kleinen Paket in der Hand. Ich hatte doch gar nichts bestellt? Aus Holland….das konnten nur die Blumenzwiebeln sein, die ich bei Elke/ Günstig Gärtnern gewonnen hatte. 

3 Tüten Blumenzwiebeln von Natural Bulbs waren in dem Päckchen und natürlich eine Anleitung, dass man auch im Dezember noch ganz unbesorgt Blumenzwiebeln pflanzen kann, solange der Boden nicht gefroren ist. Den Frost brauchen die Zwiebeln allerdings unbedingt, um blühen zu können.

Heute war so ein milder, sonniger Spätherbsttag, dass ich gleich die Chance genutzt habe, um die Zwiebeln einzugraben und mal wieder ein paar Steine aus dem Boden zu holen….:-)))
Im Paket waren diese 3 Sorten (v. li.)
Tulipa Lalibela (7) blüht orange rot; stabile und lange Stiele
Crocus Grand Maitre (5): violett blaue Blüten;
blüht, trotz Schnee im Frühjahr; bei Bienen sehr beliebt
Tulipa Siesta 100% Bio (7) – Fein gefranste Blüten

Die Zwiebeln haben im Beet links vom Glockenhasel-Strauch noch einen freien Platz gefunden. 
Hinten die langstieligen orange-roten Tulpen, vorne links die gefransten Tulpen und vorne rechts die Krokusse.
******
Gerne gebe ich die Botschaft der Bio-Blumenzüchter aus Holland weiter:
„Wir von Natural Bulbs haben eine Mission: eine Zukunft für mutige Bauern schaffen, die ihre Blumenzwiebeln ökologisch anbauen wollen, ohne der Natur zu schaden. Sie brauchen Ihre Unterstützung! Die Bauern arbeiten hart dafür, um Ihnen wunderschöne und nachhaltig angebaute Blumen zur Verfügung zu stellen, die Sie in Ihrem Garten genießen können.


In Zusammenarbeit mit der Natur“

Zwiebellasagne 2

Nein, ich bin jetzt nicht unter die Kochblogs geraten…aber es gab noch eine Menge Blumen-Zwiebeln bei mir, die dringend in die Erde mussten. Zunächst mal die Zwiebeln von der Zwiebellasagne 1 vom letzten Jahr und dann die neu gekauften. Da ich nicht alle im Garten vergraben wollte, ist ein großer Teil in Blumentöpfe gewandert.

Der erste Zwiebeltopf ist auch gleich der Größte. Letztes Jahr hatte ich den Fehler gemacht und zu viele Zwiebeln in einen kleinen Topf gesteckt. Auch die Gartenerde war nicht wirklich brauchbar. Der Boden ist einfach zu hart und steinig bei uns. Also ist Blumenerde die bessere Wahl. Nur die Tulpen hatten es geschafft, sich rauszuwühlen. Hier das Aprilfoto:

Die untersten zwei Lagen im neuen Korb haben die Narzissen (Narcissus poeticus) – oder Tulpenzwiebeln eingenommen (so genau konnte ich das nicht mehr unterscheiden…), die nächste Lage Tulipa turkestanica (kleine rote Zwiebeln).
Die oberste Schicht besteht links aus den Krokussen vom letzten Jahr, hinten rechts Schneeglöckchen und vorne rechts Schachbrettblumen.

 Damit alles nicht so kahl aussieht, kam noch eine herbstliche Bepflanzung obendrauf und der Korb sieht jetzt aus, wie auf dem ersten Foto.

Da immer noch zu viele Zwiebeln in der Kiste waren, habe ich noch zwei weitere Töpfe gefüllt. Der Zwiebeltopf 1 erhielt unten Tulipa turkestanica und oben die Schneeglöckchen, also nur noch zwei Schichten für einen Topf mit Durchmesser 24 cm und Höhe 20cm.

Der zweite Zwiebeltopf besteht unten aus einer Schicht Wildtulpen ‚Lilac Wonder‘ und oben aus einer Schicht Crocus ‚Blue Perl‘.

Das war aber noch nicht alles für heute. Beim neuen Hochbeet wird auch fleißig eine Schicht nach der anderen eingestapelt. Nachdem ich schon tagelang Schubkarre für Schubkarre an Ästen und Grünschnitt dort einfülle, war heute die Lasagneschicht Rasensoden dran.

Die kamen vom neuen Schmetterlingsbeet, das 4 m x 2,5 m vom Rasen wegnimmt. Dabei musste ich leider hunderte von Regenwürmern beim Abendessen stören. Ich hoffe, das sie jetzt nicht von den Amseln zum Abendessen verpeist wurden. Ein großer Teil ist aber gleich mit ins Hochbeet gewandert und kümmert sich schon mal um gute Hochbeeterde.

So schlecht ist unser Boden gar nicht, mal von den Steinen abgesehen….

Herbstfreuden

Wenn auch das Herbstwetter dieses Jahr sehr bescheiden ausfällt, gibt es doch vieles am Herbst, was trotzdem Freude macht. Jeden Tag gehe ich an den schon seit August blühenden Herbst-Anemonen vorbei, die ja eigentlich die weiße ‚Andrea Atkinson‘ sein sollten.

Daneben hat sich die weiße Hortensie ‚Endless Summer‘ nun doch noch entschlossen, weiße Blütenbälle zu bringen, nachdem die erste Serie ziemlich rosa war. Ich hatte sie im Frühjahr erst umgepflanzt, weil sie zu trocken stand und kaum noch geblüht hatte.

Die Rosenfotos gehören schon wieder zum Archiv….der Regen hat ihnen arg zugesetzt, aber einige blühen noch. Die Waldgartenrose von Sara/ Mein Waldgarten hat sich gut eingelebt und hat gleich zwei Monate nach dem Einpflanzen gezeigt, was sie kann….Daneben steht ein Spierstrauch und die Edenrose.

Für das geplante Schmetterlingsbeet habe ich schon ein paar neue Pflanzen gefunden, u.a. die Schmetterlingshortensie…leider bin ich auch am Zwiebelregal vorbeigekommen….
Von einem Herbstausflug sind wir schwer beladen nach Hause gekommen….
Alles für 1 EUR…an solchen Ständen kann ich nicht vorbeigehen, ohne etwas mitzunehmen
Bis unser Apfelbaum abgeerntet werden kann, dauert es aber nicht mehr lange

Gartenträume im Zwiebeltopf

Wer im Moment Zeit findet, um vielleicht nach Weihnachtsdeko oder Winterschutz im Gartencenter Ausschau zu halten, dem geht es vielleicht wie mir……Gleich am Eingang ein riesiges gefülltes Regal mit der kompletten Auswahl an Frühjahrsblumen-Zwiebeln und dann noch zum halben Preis.
Die Beete sind schon voll und bei der Kälte hat man ja auch keine Lust mehr, mühselig  tiefe Löcher zu graben. Dafür war ein goßer Terrakottatopf gerade frei geworden.

Ich hatte so einen Zwiebel-Topf schon mal, als es im Garten zu wenig Beete gab. Die Idee ist mir dann beim Blättern in der Herbstausgabe der Zeitschrift Gartenträume wieder eingefallen. In der Serie Gartenpraxis mit Lucenz & Bender geht es um Tulpen in Töpfen, die besonders üppig blühen, weil sie in zwei Lagen in den Topf gelegt wurden. Die unterste Lage bei 20 cm und die oberste bei ca. 8 cm. Es gibt sogar ein Foto mit Zollstock…..(für die Perfektionisten)
So genau habe ich das nicht gemacht. Eher nach Gefühl und Größe der Zwiebeln. Gut fand ich aber den Tipp, das man normale Gartenerde und nicht gekaufte Blumenerde oder Kompost nehmen soll, da sonst die Zwiebeln schnell faulen können.
Bei mir gibt es den 3-Etagen-Zwiebeltopf. 
Zu unterst sollte, wie immer, eine Drainageschicht in den Topf. Dann mit Erde auffüllen und in einer Höhe von ca. 15 cm die Narzissen legen.
Eine dünne Schicht Erde und in die Zwischenräume die Tulpenzwiebeln legen
In die oberste Etage kommen die Krokusse mit ca. 5 cm Pflanztiefe, Erde drauf, fertig.
Das Ergebnis habt ihr schon beim letzten Mal gesehen. Der Topf muss dann nur noch an geschützter Stelle auf den Frühling warten. Bei Frost abdecken.
Und falls der Winter wieder so lange  dauert und von Frühjahrsblühern jede Spur fehlt, dann wird der Schnee von dem Topf geschaufelt und in die Sonne gestellt.
Erst mal träume ich….träumen die Zwiebeln vom Frühling…..

Im Zwiebelfieber

Anfang der Woche wälzte ich abends auf dem Sofa den Katalog eines Gartenversandes. Das Frühlingsbild unseres Gartens ist mir noch gut in Erinnerung. Es gibt reichlich Wildkrokusse, zwei Wildtulpen, Traubenhyazinthen, ein paar rote Tulpen und gelbe Narzissen. Vom Zierlauch hatte ich mir zwei recht teure Pflanzen gekauft, da ich keine Zwiebeln im Herbst gesteckt hatte.
Daran sollte sich jetzt was ändern. Und zwar sofort. Also nicht beim Versand bestellt, sondern das Gartencenter aufgesucht….

Ich habe es noch nie geschafft, zur richtigen Zeit im Gartencenter zu sein. Meistens gab es nur noch wenig Auswahl, wenn ich endlich akzeptiert habe, das der Sommer schon längst vorbei ist und auch fast der Herbst. 
Diesmal war ich so zeitig, das die Regale voll bis obenhin mit Frühjahrsblühern waren….und dann packte mich das Zwiebelfieber.
Das Fieber ließ mich kurzzeitig vergessen, das unser Boden überwiegend aus Steinen besteht und es ziemlich mühselig werden würde, über 100 Zwiebeln zu versenken.
Aber die mussten einfach mit
30 Schneeglöckchen
15 Winterlinge
10 Schachbrettblumen
15 Allium
ca. 40 Tulpen
Damit nicht genug. Ich lief noch an den losen Zwiebeln vorbei und fand eine besondere weiße Sorte.
Davon hüpften auch noch 5 Stck. in den Wagen
An der Kasse meinte die Verkäuferin nur „Na, dann kann der Frühling ja kommen…..“
Ja, vielleicht wird der Winter diesmal kürzer…..
Zwei Tage später fuhr ich in ein anderes Gartencenter, wo ich eigentlich nur einen Winterschutz für den Bambus kaufen wollte. 
Aber da gab es so tolle Pflanzen…
 
den Winterschutz habe ich aber auch gefunden
 
Die Folge war, das ich meine Sommertöpfe geräumt habe.
 
Die Zinnie wanderte ins Beet, da noch Blüten dran sind.
 
In die Schale kamen
Kalmus-Gras
Niedrige Fetthenne – Sedum reflexum ‚Chocolate Ball‘
Rote Fetthenne – Sedum ‚Garnet Brokade‘
Heide und Aster
– alles winterhart –
 
 
Der Lavendeltopf war ein Sommer-Schnäppchen für 1 EUR
Da kam jetzt die Liriope rein, eine Traubenlilie als Lavendel-Ersatz
Dann blieben nur noch die Zwiebeln für die ich neuen Platz schaffen muss
Vor dem Hibiskus habe ich die Wiese ein wenig abgetragen. Dort sollen ein paar Zwiebeln rein und eine Rose, die ich aus einem anderen Beet umpflanzen muss.
Unser Garten heißt wirklich zu Recht 
Steiniger Garten
Die Zwiebeln sind noch in der Tüte – dafür warte ich doch noch mal bis es richtig Herbst ist.
Viele Grüße aus dem schon etwas herbstlich 
gewordenen
steinigen Garten!