100 kreative Gartenprojekte von Malena Skote

Bei der großen Trockenheit im Juni hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Pflanzen immer mit Trinkwasser gieße. Besser wäre, wenn man das Wasser, das in der Fränkischen Wüste nur spärlich vom Himmel kommt, wenigstens auch auffangen könnte. Nur, die Kunststoff-Regentonnen der Baumärkte finde ich alle ziemlich grässlich und nicht tauglich, um sie hier, für alle sichtbar an der Terrasse aufzustellen.
Eine andere Möglichkeit wäre, einen Wünschelrutengänger zu engagieren und eine Wasserader für einem Brunnen zu finden….gibt es ja wirklich, solche begabten Menschen …:-) Aber die sind immer ausgebucht.
Dann fiel mir ein Buch in meinem Bücherschrank ins Auge.
100 kreative Gartenprojekte….war da nicht auch was mit Regentonnen drin?

Schnell durchgeblättert und tatsächlich fand sich dort eine Bauanleitung zur Verkleidung häßlicher Plastiktonnen. 
Die dürfte nun sogar Blau oder Grün sein. Hinter dem Holzkleid versteckt, könnte sie die perfekte Schwester des Mini-Fassteichs werden.

Für die Umrandung braucht es nur wenige Materialien und ein bisschen Lust auf DIY-Projekte.
So sind alle Projekte im Buch auch einfach und schnell durchführbar ohne dass man die Maurer- oder Schreinerlehre besucht hat.
Die schwedische Autorin, Malena Skote, ist von Beruf Architektin und verwendet viele preiswerte Materialien ihrer Branche, wie Lochbänder, Bewehrungsmatten oder Bewehrungseisen. Es gibt aber auch etliche Projekte aus Holz oder Weidenruten.
Schnell gemacht sind die Nisthilfen für Wildbienen und auch an die Hummeln wird gedacht. Weniger gut ist nur, dass unten Links die Bohrlöcher ins Stirnholz gebohrt werden. Das führt schnell zu Rissen im Stamm. Damit kann Feuchtigkeit eindringen und Fäulnis ins Innere der Röhren dringen.
Eine Seite weiter gibt es sogar eine Bauanleitung für einen Schmetterlingskasten.

In meiner Lieblings-Staudengärtnerei gibt es eine große Auswahl an (sehr teuren) ehemaligen Futtertrögen der fränkischen Bauern. Wunderschön aus Sandstein und ideal zum Bepflanzen für Semperviven.
Kann man aber fast genau so auch selber machen….:-)
Hypertufa heißt das Zauberwort und das Rezept dazu gibt es im Buch. Das Ergebnis der DIY Tröge ähnelt absolut dem porigen, löcherigen Kalkstein. Muss ich unbedingt ausprobieren…..
Braucht die eine oder andere Kletterpflanze noch ein Rankgerüst, und hat man vielleicht auch noch so riesige Haselbüsche im Garten, wie ich hier, die dringend mal geschnitten werden müssen, dann schnell ans Werk. Als Rankleiter oder Obelisk sind die biegsamen Ruten eine ansehnliche Lösung.

Im Buch findet ihr außerdem Sichtschutzelemente, Pergolas, Mosaikgestaltung, Bemaltes und sogar Gehäkeltes. Auch die Vögel im Winter kommen nicht zu kurz.
Die meisten Fotos stammen von Malena Skote selbst und als Architektin hat sie auch ihre zeichnerischen Fähigkeiten mit eingebracht.
Ich werde dieses Buch sicher noch öfters zur Hand nehmen. Es ist nicht nur ein Anleitungsbuch sondern vor allem auch ein Buch, in dem man sich Anregungen für den eigenen Garten holen kann.
Vor zwei Jahren hatte ich das Buch  auf der Leipziger Buchmesse am Stand des LV-Verlags entdeckt. Beim durchblättern gefiel es mir so gut, dass ich mir vorgenommen hatte, es als Rezensionsexemplar zu bestellen. 
Vielen Dank an Buchkontakt für das Zusenden dieses kreativen Gartenbuchs.

100 kreative Gartenprojekte von Malena Skote
Einfache Projekte von Hochbeet bis Herbstkranz

Landwirtschaftsverlag

Hardcover, 19, 95 EUR

ISBN 9783-3-7843-5351-7

DIY – Schnelle Samentüten

Ich bin ein Samensammler. Wenn ich unterwegs bin und tolle Blumen sehe, die über einen Gartenzaun ragen, muss ich dran zupfen. Ganz schlimm wird die Sache nach dem Besuch eines Botanischen Gartens und dann kommen noch Samen von Gartenfreundinnen und aus meinem eigenen Garten dazu. Wohin mit all den Samen?

Wenn ich zu Hause angekommen bin, freue ich mich erstmal, wenn mein Erinnerungsvermögen noch funktioniert hat. Manchmal weiß ich noch, welche Blume es sein müsste, aber die Farbe?

In Zukunft möchte ich öfter mal Samen mit anderen tauschen. Dafür habe ich mir jetzt besonders Mühe gegeben, um das Chaos in meiner Samensammlung zu ordnen.

In meinem Lieblings-Samenbuch (siehe im Blog unten rechts) fand ich eine tolle Anleitung für Samentüten, die wirklich schnell gemacht sind.

Für ganz schnelle Erfolge reicht wirklich ein Blatt Papier aus dem Drucker

Ich verwende A4-Blätter und teile sie in zwei Hälften. Der Rest ist ziemlich einfach.
Optisch finde ich Packpapier sehr passend.
Zum Schluss druckt man einfach ein Foto aus…davon haben wir Blogger ja immer reichlich zur Auswahl.
Selber malen geht natürlich auch.
Meine ersten Samentüten gingen an Sara/ Waldgarten und das war auch der erste Samentausch. Von ihr erhielt ich u.a. Stockrosensamen in drei Farben, die nun schon darauf warten, nächstes Jahr zu blühen.
Das Grunny habe ich gerade erst gelernt, aber es geht wirklich sehr schnell…..nur das Modell ‚Kornblume‘ passt nicht ganz. Vielleicht kann man ja die passende Blume zum Samen häkeln? Da muss ich noch üben.
Hier warten nun noch einige auf ihre Hülle…
O.K. Eukalyptus war nur ein Spaß aus Portugal, weil ich die Samen so toll fand.
Warum müssen die Handtaschen von Frauen nur so viele Fächer haben? Und jetzt hat meine Fototasche auch noch so viele….

PS: Für langfristiges Lagern sind die Tüten nicht gedacht. Dann müssen sie in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden.

*****
Heute wandern meine Samentüten mal zum Blog ‚creadienstag‘, der bei der letzten Auflage 383 (!!!) Verlinkungen hatte. Eine tolle Sache, finde ich.

DIY – Anzuchttöpfe selbst gemacht – Buchempfehlung Spaß im Garten

Sichher ist das jetzt nicht die Zeit, in der man Anzuchttöpfe benötigt. Das nächste Frühjahr ist auch noch nicht in Sicht….also könnte das Thema warten. Nicht warten kann aber mein fast 10jähriger Sohn. Ich habe das Gefühl, wenn man 10 wird, befindet man sich an einem entscheidenden Wendepunkt im Leben.

Mein Sohn auf jeden Fall!!!!

Es fing damit an, dass er vor zwei Wochen sämtliche Kinderbücher aus seinem Regal aussortierte und mich mit dem Stapel vor vollendete Tatsachen setzte. Dann ging es weiter mit seinen Kassetten und T-Shirts. Schließlich gab es noch ein paar Playmobil-Sachen, die vom Thema nicht mehr seins waren. Die gefährlichen Sachen durften natürlich bleiben, wie Polizei, Agenten oder Piraten. Als nächstes war das Hochbett dran. O.K, das war kein Problem, schließlich konnte man den unteren Teil abschrauben und alles in ein Couchähnliches Möbelstück, wie beim großen Bruder, verwandeln. Als nächstes überraschte er mich damit, dass er seine Junior-Zahnpasta nun wirklich nicht mehr braucht und rannte mit brennendem Mund beim Zähneputzen durch die Gegend. Daran war die Zahnpasta des großen Bruders Schuld. Und nicht zuletzt muss man mit fast 10 Jahren doch unbedingt eine eigene Pflanze im Zimmer haben. So eine hat er auch schon beim großen Bruder bewundert, der sich vor einigen Jahren eine Litschi aus einem Kern gezogen hat.

Bis zum Frühjahr kann man damit aber nicht warten, denn der 10. Geburtstag ist schon am Sonntag!!!

Ich habe dieses lustiges Buch im Schrank gefunden, das ich letztes Jahr in unserem Presse-Shop entdeckt hatte. Wenn man die Tageszeitung im Urlaub abbestellt und spendet, bekommt man einen Gutschein, den man für Bücher einlösen kann.

Es heißt „Spaß im Garten“ und wurde im DORLING KINDERSLEY Verlag veröffentlicht.

Im Buch geht es darum, den Spaß, den Kinder ohnehin am Gärtnern haben, mit kreativen Ideen zu unterstützen. Es wird erklärt, wie man mit Samen umgeht, damit er keimt, es werden Tipps für einen Bio-Garten gegeben und es wird auf preiswerte Recycling-Ideen eingegangen. Richtig zum Fürchten sieht die gruselige Vogelscheuche aus alten Konservendosen aus.

 
Da Kinder ja bekanntlich sehr ungeduldig sind, werden 10 anspruchlose und schnell blühende Blumen vorgestellt, wie Kapuzinerkresse oder Bechermalve. Dabei kommen ungewöhnliche Pflanzgefäße, wie ausrangierte Körbe oder alte Farbdosen auch zu einem neuen Auftritt.

Mohnblumen könnten wir nächstes Jahr probieren. Ich bin schon beim Samen sammeln.

Für dieses Jahr ist die Zeit für Gartenblumen leider vorbei.  In meiner Samenkiste habe ich noch Samen von einer blauen Passionsblume (Passiflora caerulea) gefunden, die ich schon längst mal aussäen wollte. Denn blühen sollte die Pflanze auch noch, sonst hätte der Sohn auch den Affenbrotbaum (Geldbaum/ Crassula) zum Vermehren genommen.

Im Buch gibt es eine Anleitung, wie man schnell und kostenfrei zu einem Anzuchttopf mit Bewässerung kommt. Aber wie es bei mir mit allen Rezepten ist, wurde die Ausführung etwas abgewandelt.
 

Dafür halbiert man zuerst eine Wasserflasche und macht in den Deckel einen Schlitz (1). Ich habe mit dem Handbohrer ein kleines Loch durchgebohrt und einen Wollfaden durchgeschoben (Stoffstreifen wird empfohlen). Danach sollte eigentlich der Deckel aufgeschraubt werden und alles verkehrt herum in den unteren Teil gesteckt werden. Bei uns hat das nicht funktioniert, da die Flasche oben zu schmal war und durchgerutscht ist. Sie sollte also oben dicker sein, als unten.

Zum Glück hatten wir noch eine Verpackung von  leckeren Cherrytomaten übrig. Der untere Teil der Wasserflasche passte perfekt auf den Tomatenbehälter. Also noch mal ein Loch in den Boden gebohrt, Wollfaden durchgesteckt und mit Aussaaterde gefüllt (2).

Dann durfte der Sohn die Samenkörner ins Gefäß legen, dünn mit Erde bedecken und vorsichtig Angießen. Obendrauf kam der Deckel, der schon zwei Belüftungs-Schlitze hat. In den unteren Teil kommt der Wasservorrat, der über den Wolldocht den Topf immer feucht hält. Ein kleines Mini-Anzuchttöpchen ist fertig, um das man sich kaum noch kümmern muss. 

Natürlich wird das jetzt nichts mehr zum 10. Geburtstag, aber das Gefühl, einer eigenen Pflanze beim Wachsen zuschauen zu können, ist wahrscheinlich erst mal ausreichend. Hoffentlich ist das eine Pflanze, die schnell keimt….

Schafwollsocken für die Wanderschäferei

Mit Liebe gemacht #8
Im Dezember habe ich mich auf die Suche nach einer Sockenwolle gemacht, um ein paar Männersocken als Weihnachtsgeschenk selber zu stricken. Nachdem ich das ganze Sockenwollregal durchgeschaut hatte, fiel mir eine Wolle ganz besonders auf. Glückliche Schafe schauten mich vom Wollplakat daneben an. Es gab verschiedene Farben, nur keine Männerfarbe. Ich wollte mich schon von der Idee verabschieden, aber dann fand die Verkäuferin ein letztes männertaugliches Knäuel ganz hinten.

Die Wolle heißt Opal Schafpate 5 7257 Fausto und die Wolle stammt von Merinoschafen einer süddeutschen Wanderschäferei  zum Erhalt der Landschaft ‚Wacholderheide‘ im UNESCO Biosphärengebiet Schwäbischen Alb. Ich freue mich, das ich ein wenig dazu beitragen kann, auch wenn ich kein Schafpate bin.
 Die Socken sind relativ einfach gehalten, da sich das Muster schon aus der Wolle ergibt:
Zuerst werden 64 M mit dem Nadelspiel angeschlagen, dann im Rippenmuster 2M re, 2 M li. insgesamt 14 cm gestrickt.
Die Ferse wird glatt rechts gestrickt. Ich verwende die Bumerangferse bzw. schräge Ferse.
Der Fußteil wird an der Oberseite bis zum Ende der Spitze im Rippenmuster gestrickt und die Sohle glatt rechts. 
Was ich nicht beachtet habe: Man muss, wenn man zwei gleich gemusterte paar Socken haben will bei der zweiten Socke auch mit der gleichen Farbe wieder anfangen.
Und da nicht nur der Mann des Hauses manchmal kalte Füße hat, hoffe ich, ein zweites paar Socken mit der Wölkchen-Wolle auch noch fertig zu bekommen. Im Moment ist es ja nicht ganz so dringend bei den frühlingshaften Temperaturen.
Annika/ Im Grünen Himmel sammelt heute wieder Projekte zum Thema 

Gestempelte Weihnachtsgrüße

Für diejenigen, die jetzt noch neugierig sind, was denn in den Adventskalendertüten drin gesteckt hat, verrate ich heute ausnahmsweise mal die Nr.1. Dort war nämlich ein Stempel drin, mit dem man etwas selber herstellen kann. Nicht die Weihnachtskarten……sondern Kekse.
Der Keksstempel war gleichzeitig das Versprechen für einen gemeinsamen Backnachmittag.

Ohne weiter drüber nachzudenken, habe ich einen ganz normalen Mürbeteig gemacht, den wir sonst auch für die Ausstechformen nehmen. Nach einer Stunde im Kühlschrank wurde der Teig ausgerollt, mit einem kleinen Glas runde Formen in der Stempelgröße ausgestochen und dann der Stempel aufgedrückt….

 Eigentlich hatte ich mir das ideal für Kinderhände vorgestellt, aber es erwies sich als ziemlich kompliziert. Wenn man zu sehr drückt, ist der Keks natürlich hinüber. Wenn man aber nur leicht drückt, ist das Muster nicht zu erkennen.
Nach ein paar Fehlversuchen hatte mein Sohn keine Lust mehr drauf und nahm die Standard-Ausstecher…..und es gab Monde, Sterne, Tannenbäume und sogar Delfine…so wie jedes Jahr.
Ich habe mich mit dem restlichen Teig abgemüht und war schon ganz froh, das man den Schriftzug halbwegs erkennen konnte. Nach dem Backen war davon nicht mehr viel zu erkennen.
Mit einem neuen dunklen Teig wollte ich es besser machen und habe ihn ziemlich gut gekühlt….aber es passierte fast das gleiche. Der Teig blieb manchmal auch in den Ritzen des Stempels kleben.
Bis mein Blick auf das entfernte Schild fiel. Beim Aufklappen kam eine perfekte Anleitung für den Teig und den Umgang mit dem Stempel zum Vorschein….
Zum Glück waren wenigstens ein paar Kekse halbwegs gelungen. Einen neuen Teig gibt es aber erst nächstes Jahr wieder. 
Für alle, die auch gerne mal Kekse stempeln möchten (oder einfach ausstechen) kommt hier das Rezept:
Für 14 Weihnachtskekse
  • 250g Mehl
  • 150g Butter
  • 100g Marzipan-Rohmasse
  • 50g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
Alle Zutaten verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Mindestens 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vorheizen, Arbeitsfläche und Stempel (!) mit etwas Mehl bestreuen.
Aus dem Teig golfballgroße Stücke formen und mit dem Handballen leicht platt drücken. Kekse stempeln, auf Backpapier legen und 12-15 Minuten backen.
Abkühlen lassen und verschenken – oder (die nicht gelungenen) selber genießen….
Heute ist Freitag und Zeit, um bei  Annika/ Im grünen Himmel zu schauen, welche Dinge sich bei ihrem Fotoprojekt ‚Mit Liebe gemacht #5‘ eingefunden haben.
Einen schönen 4. Advent!
Keksstempel: ars edition