Keukenhof im April

Es gibt sie in fast allen Farben und Größen, auf kurzen und langen Stängeln, gestreift, bunt oder einfarbig, mit Zacken und ohne, gefüllt oder wie Pfingstrosen oder Lilien aussehend, nur in Blau gibt es sie nicht.  Eine Farbe, die bei den Tulpen nicht vorkommt, auch wenn einige das Blau im Namen tragen, wie Blue Diamond oder Blue Parrot. Trotzdem vermisst man diese Farbe nicht im Keukenhof, denn die Holländischen Gartendesigner haben den Park so gestaltet, dass auch andere Frühjahrsblüher, wie Hyazinthen und Anemonen einen Platz in den Beeten finden. 
In der schattigen Japan-Ecke weiße Narzissen, wie Bridal Crown, neben Traubenhyazinthen, blühendem Bärlauch und Frühlings-Anemonen inmitten von Hostas und Waldsteinie.
An dieser Stelle gelingt auch ein Blick nach nebenan – noch mehr Blau…ein Hyazinthenfeld. So habe ich mir Holland immer vorgestellt. Riesige bunte Felder. Überrascht war ich von Tulpen, die nicht nur in Reihe wachsen, sondern unter schattigen Bäumen in einem alten Park.
Im Park blühten letzte Woche gerade die Zierkirschen und sorgten für zusätzliche Farbe 
Auffällig viele gefranste Tulpen, die aussehen, als hätten sie Frost bekommen, wie ‚Curly Sue‘ oder hier im Bild die ‚New Santana‘
Im Herbst werden im Keukenhof jedes Jahr aufs neue ungefähr 7 Millionen Zwiebeln von den Parkgärtnern per Hand in die Erde gesetzt. Und nach der Blüte auch wieder aus der Erde geholt. Auch die Rasenflächen müssen immer wieder neu angelegt werden, da das Gras unter den hohen Bäumen nur schlecht wachsen würde. Was für ein Aufwand. Ich habe mir nicht mal die Mühe gemacht, meine Zwiebeln im Garten auszugraben, da sie doch so unproblematisch jedes Jahr wieder erschienen sind.
Für Höhe in den Beeten sorgen Kaiserkronen – Frittilaria persica und Frittilaria imperialis
Schachbrettblumen neben Hyazinthen im Kasten….im Hintergrund die beliebte Windmühle. Wofür die Bambusstäbe gedacht waren….keine Ahnung. Vielleicht sind in den Kästen ja noch Bohnensamen versteckt…..
Damit es von Ende März bis in den Mai durchblüht, werden die Zwiebeln wie eine Lasagne übereinander gepflanzt und verschiedene Sorten von früh bis spätblühend kombiniert. Im Topf habe ich das ja auch schon mal ausprobiert. Beim genauen Hinschauen entdeckt man tatsächlich noch Tulpenknospen. Teilweise sind ganze Beete noch grün.
 
In der Tulpomania, einer der Ausstellungshallen, erfährt man, wie die Tulpe ihren Weg von der ursprünglichen Heimat Vorderasien, Persien und der Türkei nach Holland gefunden hat. Das Wort Tulipan bedeutete auf persisch ‚Turban‘ und wurde damit Namensgeber der begehrten Zwiebeln, da sie der männlichen Kopfbedeckung so sehr ähnelten.
Ein Botschafter nahm ein Tulpengeschenk mit nach Wien und von dort gelangten sie 1593 durch den Botaniker Carolus Clusius in den ‚Hortus Botanicus‘, den Botanischen Garten der Holländischen Universität in Leiden. 

Die Tulpenzwiebeln haben also bereits ein paar Jahrhunderte an Zuchthistorie hinter sich, was leider oft dazu führt, dass die Blühfreudigkeit schon nach einem Jahr wieder nachlässt. Zu den zuverlässig wiedererscheinenden Züchtungen gehören überwiegend die Darwintulpen, die häufig einfach nur Rot und Gelb blühen. Robust sollen aber auch die Viridiflora-Sorten sein. Die Springgreen mag ich ja auch sehr….es gibt sie sogar mit roten Streifen als Flaming Springgreen.
Nun muss ich mich aber erstmal bis zum Herbst gedulden, um vielleicht nach dieser Sorte Ausschau zu halten.
Im Park habe ich längst nicht alles gesehen und ich hoffe, dass uns das Fahrradfreundliche Holland nochmal in die Gegend locken kann….:-))
Der Keukenhof hat 2017 noch bis zum 21. Mai täglich ab 8 Uhr geöffnet. 
In den Blumenhallen kann man nicht nur Tulpen bewundern….für Sigrun-Hillsidegarden habe ich einen Blick auf die geliebte Sagae mitgebracht. Bei ihr hat sie leider ein Virus ereilt.

Botanischer Garten Erlangen – März

Ganz spontan und aus Anlass des herrlichen Frühlingswetters nahm ich am Freitag den Weg quer durch den Schlossgarten Erlangen. Die Wiesen leuchteten schon von weitem in  Lila….ein riesiger Blütenteppich mit Elfenkrokussen…vereinzelt auch mit weißen Wildkrokussen. 

Nun war ich doch neugierig geworden und schaute noch im benachbarten Botanischen Garten vorbei.
Rechts und links des ersten Weges blühten reichlich Schneeglöckchen, aber auch schon erste Pulsatilla – Kuhschellen. Eigentlich wollte ich gar nicht fotografieren und hatte auch nur das Handy dabei….
Dann leuchtete es in Blau und Lila,
so eine Vielfalt an verschiedenen Iris reticulata – Netzblattiris, hatte ich noch nicht gesehen.
Und während ich noch versuchte, ein Schild mit der Sortenbezeichnung Iris reticulata ‚cantab‘ zu entziffern, offensichtlich eine zarte hellblaue Variante, wackelte es merkwürdig an einer Blüte…..
toll, eine Biene, die nicht gleich wegflog….
Beim genauen Hinsehen waren es sogar zwei Wildbienen im rostrotem Pelzmantel bei der Familienplanung. 
Die ließen sich gar nicht stören von mir….schade nur, dass ich die ordentliche Kamera nicht dabei hatte.
Da ich mich mit Wildbienen nicht so auskenne, hab ich zu Hause erstmal in Elkes Buch ‚Mein Bienengarten‘  geschaut….das scheint die gehörnte Mauerbiene – Osmia cornuta -zu sein.
Wer sich für Wildbienen interessiert, kann auch mal hier reinschauen…die Seite finde ich sehr informativ:
Noch ein paar Eindrücke….
Helleborus in vielen Varianten, aber ohne Sortenbezeichnung.
Es folgt ein Suchbild mit Hummel…..sie flog in jede Blüte rein und verschwand natürlich sofort….
Primel mit Lungenkraut und im Hintergrund Buschwindröschen
Lungenkraut inmitten von Frühlingsgedenkemein
Buschwindröschen
Eine Kahle Scheinhasel, die recht groß werden kann….auch sie wurde von einer dicken Hummel besucht, aber ich war zu langsam….
 Der Strauch erinnerte mich sehr an die Glockenhasel in meinem Garten, die sich auch gut für kleinere Gärten eignet.
Viburnum bodnantense ‚Dawn‘ , ein herrlich duftender Winterschneeball
Es gab auch noch die weiße Variante….
Links Duftschneeball in der Zaubernussecke…mit Winterlingen und Krokussen
Jetzt aber noch eine ganz seltsame Pflanze zum Schluss….sieht sie nicht etwas merkwürdig aus?
Tatsächlich habe ich über folgende Stichworte:
herausgefunden, was es ist….
Der Staudengarten Gross Potrems hat schon mal darüber berichtet.
Es ist ein Asiatischer Pestwurz – Pestasites japonicus und was man jetzt sieht, ist nur die Blüte.

Lotta ist auch gerade auf der Suche nach dem Frühling…schaut doch mal vorbei. 

Endlich Frühling

Nachdem ich dem Frühling auf so wunderbare Weise letzte Woche am Bodensee begegnet bin und hier bei meiner Ankunft doch glatt die Schneehaufen vom 1. April entdecken musste, hat das Wetter nun doch auch ein Einsehen mit der kalten Erzgebirgsvorland-Region gehabt.
Seit dem Wochenende kann man wieder ohne Jacke auf der Terrasse sitzen und den Garten genießen.
Was natürlich prompt das Gärtner-Gen in mir geweckt hat und gestern einen Gang zur heimischen Gärtnerei auslöste. Ich habe allerdings ganz vorsichtig das ausgewählt, was ich mir für meinen Naturgarten noch gut vorstellen könnte…die Lücken  werden sich schon finden. Ich bin da auch rigoros…wenn etwas nicht wachsen will oder für den hiesigen Standort einfach nicht geeignet ist, dann fliegt es auf den Kompost.

Hier also ein paar Frühlingseindrücke aus dem Garten.
Als erstes der Wildkrokus ‚Prinz Claus‘ heute für CU bei Siglinde in einer Perspektive, die ich inzwischen sehr mag. Damit kann man das Licht oft viel besser einfangen, auch wenn es manchmal etwas sportlich…oder auch peinlich (für meinen Sohn) aussieht.
Die meisten Wildkrokusse sind schon wieder verblüht, aber Prinz Claus ist noch da und strahlt unter dem Fliederbaum.
Das Lungenkraut scheint sich nicht zu vermehren. Es wächst unterhalb der Buchenhecke…dort wächst nicht wirklich irgendetwas gut….ich schätze, es ist einfach zu trocken und steinig dort.
Faszinierend, wie es seine Farbe von Pink nach Blau ändert.
So ist mir offenbar auch die Sternmagnolie vor der Buchenhecke eingegangen. Da ich sie aber liebe und sie hier auch sehr gut wächst, starte ich einen zweiten Versuch. 
Jetzt bekommt sie einen freien und sonnigen Standort, dann sollte es gelingen.
morgens noch geschlossen, die Sternmagnolie
Elkes Buch der ‚Heimischen Pflanzen für den Garten‚ hat erste Auswirkungen….
Es gibt jetzt eine hängende Sal-Weide, auch Kätzchen-Weide (Salix caprea ‚Pendula‘)  genannt, bei mir.
Ich gehe jetzt möglichst nur noch mit Elkes Buch in der Tasche zur Freiberger Gärtnerei. 
Leider haben die dort nicht alles, was ich gerne hätte, so dass dann doch teilweise nur der Online-Versand bleibt.
Inzwischen hat der liebe Mann das Hochbeet neu gefüllt. Da wir hier die, vom ehemaligen Silbererz-Bergbau, belastete und auch viel zu steinige Gartenerde nicht zum Gemüseanbau verwenden können, ist es grundsätzlich schwierig an Erde heranzukommen. Alleine mit Sackerde kann man so ein riesiges Hochbeet bei den Preisen unmöglich befüllen….:-)
Jetzt stecken dort unten die Fichtenstämme von der traurigen Fällaktion des Nachbarn drin. Er hat einige für mich auf 50 cm zusägen lassen. 
Die Aktion fand aber ohne Fotos statt…da ich beim Wollefärbekurs war…:-)
Die Folie hat dreifachen Nutzen….
letzten Sommer als wasserdichte Unterlage unter dem Zelt,
jetzt als Aufwärmung der Beeterde
 und sie verhindert, dass das liebste Katzenklo noch mehr gedüngt wird…
Demnächst kommt dort ein Gemüseschutznetz darüber, da es hier ohne einfach nicht geht. 
Viel zu viele Kohlweißlinge, die auch an meinem Lavendel herumflattern….lassen von Kohlrabiblättern absolut nichts übrig. 
Ich liebe Schmetterlinge über alles, aber die Raupen wollen eben auch fressen…:-)
Das nächste Projekt, für das ich nun auch noch Erde brauche, ist der ehemalige Sandkasten des Sohnes, der nun Square Foot Gardening Experiment wird.
Im Moment eingefüllt ist Kompost vom Schwiegervater und seine Maulwurfshügel-Erde.
Zum Schluss noch ein Blick ins Frühlings-Gelbe-Beet.
Die Osterglocken läuten endlich seit dem Wochenende und ein Gamswurz ist gestern dazugekommen. Rechts daneben die verblühten Primeln aus dem Topfgarten.
Die Glockenhasel fängt gerade an, zu blühen.
Überall stehen Akeleibüschel…das wird bald herrlich aussehen.
Leider ist meine Perspektive oft mehr, als schwierig
…ich bin vollständig von Häusern umgeben….
Ja, und hier sitze ich im Moment richtig gerne…das Wetter könnte ewig so bleiben.
Die Pflanzen kommen später auch ins Beet.
Meine Wildtulpentöpfe gibt es dann das nächste mal….die haben morgens geschlossene Veranstaltung…:-)

Frühlingsspaziergang auf der Insel Mainau (I)

In unseren Osterferien sind wir für ein paar Tage in den Süden geflüchtet….und sind damit von dem sehr unfreundlichen Ferienwetter hier verschont worden.
Der Süden war gerade noch per Auto erreichbar…wenn auch mit vielen Stunden Autobahnfahrt. Wenn ich nicht am Steuer saß, konnte ich wenigstens an meiner Alpakadecke stricken, die nun ein ganzes Stück größer geworden ist. Auch das fehlende WLAN im Urlaub hat dazu beigetragen….:-)
Heute sammelt Lotta Frühlingsspaziergänge und weil uns der Frühling am Bodensee in so üppiger Form begegnet ist, kommt heute eine kleine Fotoauswahl unserer Tour zur Insel Mainau.
Wir ließen unser Auto meistens stehen und waren per Drahtesel unterwegs. Von der Unterkunft in Unteruhldingen waren wir schnell bei der Autofähre in Meersburg, die uns auf die gegenüberliegende Seite brachte. Bis zur Insel Mainau war es dann nicht mehr weit. Zunächst ging es an den Lieblingstieren vorbei…die Lämmer wie immer am neugierigsten….den Eltern war das Fressen wichtiger.

Wunderschön ist die Platanenallee, die zur Insel führt, aber nur für diejenigen, die zu Fuß oder per Fahrrad kommen…
…die Platane kommt hier sehr häufig vor. Meistens gestutzt und in Form geschnitten, aber hier mal ganz frei wachsend.
Am Fuß der Platanen ein Meer aus Buschwindröschen abwechselnd mit dem Gelb des Scharbockskrauts.
Vom Park war ich dann sehr überrascht.
Wir sind mit Absicht nicht am Ostermontag, sondern einen Tag später dort hingefahren, so dass der Park nicht so voll war, wie wir ihn schon mal zur Pfingstzeit erlebt hatten. 
Auch die Gestaltung des Parks hat sich ganz angenehm verändert.
Es ist nicht mehr alles in Reih und Glied angepflanzt, wie auf manchen Gartenausstellungen….es überwiegen eher die kreativen und naturnahen Anpflanzungen.
Mein erster Besuch liegt 20 Jahre zurück. 1994 war ich ehrlich enttäuscht von den langweiligen altmodischen Blumenbeeten und den Menschenmassen.

Vielen Dank auf diesem Weg an die beiden Geschäftsführer der Insel Mainau Bettina Gräfin Bernadotte und Björn Graf Bernadotte, die in der fünften Generation seit der Parkgründung für die Gestaltung verantwortlich sind.
Hier weht seit 2007 ein merklich  frischer Wind, der nicht nur durch den Wind vom See her kommt.
Auch die Webseite ist wunderschön gestaltet und lohnt einen Besuch…:-) 

Die Natur hat das Scharbockskraut allerdings selber auf die Baumwurzel gepflanzt…:-)
Unten rechts ein Eichhörnchensuchbild.
Das Wetter hat es wirklich sehr gut mit uns gemeint, so dass die Blütenteppiche in allen Farben in der Sonne leuchteten. Mal war alles Blau….
Oder Weiß….
oder Narzissen-Gelb…
ganz besonders viel Gelb auf der Narzissen-Wiese an der Treppe….dort wird mit Sicherheit kein Rasen gemäht…:-)
An Lila fehlt es auch nicht….das große Rondell vor dem Schmetterlingshaus war lückenlos bepflanzt.
Im Küchengarten dann eher in Reih und Glied, dafür aber abwechselnd mit Salat.
Küchengarten Mainau 
Gelb mit Lila in wunderbarer Kombination…Himmelsschlüsselchen zusammen mit Anemone blanda.
Auch sehr frühlingsbunt die Wiese vor dem Schloss
Tulpen gab es auch schon…immer eine Sorte in riesengroßen Holzkästen. Hinter einem dieser Kästen liegt unser Student in der Sonne…:-)……
Aber auch in der Wiese blühten sie schon zusammen mit Hyazinthen.
Hyazinthen  in Weidenkörben vor dem Küchengarten
Bepflanzte Vasen am Italienischen Rosengarten
Ich hab natürlich eine ganze Bilderflut auf Mainau fotografiert…Fortsetzung folgt.

Wir hatten am Donnerstag 24 Grad in Konstanz.

Was uns hier zu Hause erwartete, traue ich mir kaum zu sagen…
Schnee…..wenn auch nicht viel.
 Blühende Osterglocken gibt es noch nicht im Garten, dafür aber Krokusse, Anemonen, Blausternchen und Sternhyazinthen (Chionodoxa) im Schmetterlingsbeet.

Noch mehr Frühlingsspaziergänge könnt ihr bei
Heute macht der Himmel blau anschauen.
Bunt ist die Welt #66.
Die herrlichen alten Baumriesen..es kommen noch mehr dazu….schicke ich zu Ghislanas ‚
Mein Freund der Baum

Ein trauriger Tag für meinen Garten

So eng liegen Freud und Leid immer zusammen…das ist kaum zum Aushalten. Erst gestern habe ich mich noch so über eure lieben Kommentare bei Lottas Kaffeeplausch gefreut. 
Heute morgen, ich komme gerade vom Sohn-zur-Schule-bringen zurück, da steht Nachbars Auto von links bei Nachbar von rechts in der Einfahrt. Kurze Zeit später wird ein riesiger Container in den Hof gestellt. Jetzt ahne ich, was Sache ist. 

Unser Nachbar hatte letztes Jahr schon davon gesprochen, dass ihm die Fichten am Ende seines Grundstücks Angst machen. Inzwischen haben wir einige Stürme hinter uns gebracht und ich vermute, er hat jedes mal mitgelitten, ob die Bäume dem Ansturm gewachsen sind. Immerhin würden sie auf unser Grundstück und unser Haus fallen, wenn es dumm kommt. Ehrlich gesagt, ist mir gerade zum Heulen. 
Hier unser Topaz, der gerade Bestandteil des Natur-Beobachtungsprojekts
meines Sohnmanns im Biologie-Unterricht ist. 
Das erste Februar-Foto also noch mit Natur….das nächste dann ohne.

Ich versuche mich also abzulenken und tue nicht das, was ich tun müsste, sondern zeige euch meine Abschiedsfotos vom Wald, den ich aus meinem Küchenfenster und aus der ganzen Wohnung sehe.

Letzter grüner Blick aus dem Fenster
Wir haben neben den Küchenfensterscheiben weitere sehr große Scheiben, wie bei einem Wintergarten. Allerdings werde ich gleich flüchten müssen, weil ich den Anblick und die Motorsägen nicht länger ertrage.

Einziger Trost ist wohl, dass mein Schmetterlingsbeet nun mehr Licht bekommt…die Sonne ist ohnehin auf der anderen Seite. Ich werde einen Kastanien-Staketenzaun hinter das Beet stellen und meine Wicken aus der Samenkiste aussäen. Es soll wieder eine Freude sein, aus dem Küchenfenster zu schauen.
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Leider ist am letzten Samstag auch noch dieser schöne Baum, den wir vom Schlafzimmerfenster aus sahen, gefällt worden. Vielleicht versteht ihr meine schwarze Stimmung.

Auch hier weiß ich sehr gut, dass es notwendig war. Der Münzbach fließt in diesem Bereich durch eine unterirdische Röhre und die Bäume auf diesem Grundstück mussten schon reihenweise weichen, weil die Wurzeln eine Gefahr waren.
Wie schön wäre es doch, wenn der Münzbach auch an dieser Stelle noch zu sehen wäre…dann hätte ich einen Bach hinterm Haus. Kaum auszudenken. So muss ich mich eben mit meinem kleinen Miniteich im Weinfass trösten….
Hat jemand eine Ahnung, was das für ein Baum gewesen sein könnte? Ich hab nie aus der Nähe geschaut. 

Um nicht den ganzen Tag schlechte Laune zu haben, versuche ich, mich an den schönen Dingen in meinem Garten zu freuen. 
Das Ergebnis meiner Foto-Gartenrunde folgt und ich schicke die Cam Underfoot  Fotos gerne zu Sieglinde
Ist der Helleborus nicht eine Freude, wie er so senkrecht da steht und als Model in die Kamera strahlt? Die alten Blätter waren hässlich…ich hab sie vor einer Weile entfernt auf Anraten erfahrener Gärtner.
Im Topf rechts seht ihr….ich weiß es nicht…
Aber in der Mitte wächst meine Topf-Kastanie vom letzten Jahr.
Ich hab schon als Kind Kastanien im Sandkasten gezüchtet….eine davon lebt sogar noch.
Links Hellebores or. ‚Joy‘
Hier Helleborus or. ‚Red‘, der sich Nachbar von dem Gelben nennen darf.
Nachdem er den Winter unterm Topf verbracht hat, geht es ihm ganz gut.
Hellebores or. ‚Red‘
Ein weiterer Helleborus…leider ein namenloser Hybride aus dem Gartencenter…..
Er ist ziemlich hübsch und kam einfach mit Fichtenreisig über den Winter.
Ich freue mich natürlich riesig an den ersten Frühlingsboten, nachdem gestern der Garten ganz weiß war.
Ich entdecke auf der Münzbach-Wiese ein wunderschönes Schneeglöckchen. Vielleicht sollte ich mir das Ausbuddeln, bevor der Rasenmäher-Traktor von den anderen Häusern dort drüber fährt?
Ich freue mich an meinen eigenen Schneeglöckchen, wie sie kurzzeitig in der Sonne leuchten

und an den Winterlingen, die sich noch nicht öffnen wollen. Sie frieren noch.
Ich denke nach über die ersten Wildkrokusse, die immer noch am falschen Platz wachsen,
die aber immer sehr von den den ersten Bienen geliebt werden.
Ich staune über die kleinen Stockrosen-Pflänzchen im Kräuter-Kasten, die den Winter unbeschadet überlebt haben.
Der Samen stammte noch von Sara/ Waldgarten.
Ich kann es kaum erwarten, in welcher Farbe sie blühen werden, denn meine Schilder vom Herbst 2014 (!) sind verloren gegangen. Sie sind somit dreijährig.
Ich freue mich, dass ich inzwischen die Fingerhut-Rosetten von denen der Königskerzen unterscheiden kann.
Nur hat sich dieser wunderschöner Sämling seinen eigenen Platz gesucht.
Ich weiß nicht, was ich machen soll…der Platz ist nicht gut, so unter der Kugelrobinie.
Vielleicht geht umpflanzen, was meint ihr?
Ich fürchte, das geht nicht, bei unserem steinigen Boden.
Königskerze gestern
Königskerze heute

Ich verstehe gar nicht, was ich hier letztes Jahr ausgesät habe…ihr?
Auf meiner Gartenrunde entdecke ich erste Blüten an den Steinbrech/ Saxifraga…hoppla?
Eine Bergblume, der die Kälte nichts ausmacht?
Ich bin begeistert.
 Ich muss immer an die Vögel denken, die nun ihren Schutz verlieren, obwohl die Nächte gerade noch so kalt sind. Wie viele Nester werden wohl in diesen Bäumen sein. Dabei war ich so glücklich, dass sich die Vögel zum ersten mal dieses Jahr an meinen Futterplätzen durchgefressen haben. Sonst sind sie im Winter immer zu anderen Gärten weitergezogen.

Ich hoffe, dass ich auch weiterhin für diese armen Tiere ein Zuhause bieten kann. Dass sie immer noch vorbeischauen, um meine Schädlinge vom Apfelbaum oder von den Rosenblättern zu picken.
Inzwischen habe ich einmal mehr das Gefühl, auf einer einsamen grünen Insel, inmitten eines Häusermeers, zu wohnen. 
Erste Wild-Krokusse ‚Prinz Claus‘
Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, auf dem Weg zu einem Naturgarten die Ideen von Markus Gastl umzusetzen. Seit diesem Jahr ist mein Garten im Hortus-Netzwerk und nennt sich 
Hortus floridus montis…….Bergblumengarten. Siehe rechte Navigationsleiste…..
Daher kommt der neuer Name auch auf G+., der sicher nun einige verwirrt….
Der Blogname wird allerdings nicht verändert. 
Es ist und bleibt ein steiniger Garten.


P.S. Jetzt geht auch noch ein Schneesturm über allem nieder…ich dachte schon, heute wird schönes Gartenwetter.


Am Ende des Monats verlinke ich meine Bäume noch zu Ghislanas ‚Mein Freund der Baum‘.