Streuobstwiesenobst ausgestellt im Botanischen Garten Erlangen

Diese Woche jagt eine Schreckensmeldung die nächste.  Studien zum Insektensterben und Studien über ein Abnahme der Vögel. Das eine zieht ja zwangsläufig das andere nach sich.

Nun ist man dabei, massiv auf die Ursachen zu schauen. Wir haben dieses Jahr kaum einen Apfel vom Apfelbaum im Garten ernten können. Natürlich war der Spätfrost Schuld und obwohl der Baum nicht alle Blüten verloren hat, wie der Walnussbaum, war es doch viel zu kalt und die Bienen sind ausgeblieben. Ohne Bienen kein Obst. Das ist eine Tatsache, die einem dann so richtig bewusst wird. Durch die weitgehend gestreute Versorgung unserer Supermärkte müssen wir trotzdem nicht auf Äpfel verzichten. Aber muss es denn der Apfel vom Bodensee sein, wenn man in Franken die Streuobstbäume aufsuchen kann? Dort findet man eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und ich habe es längst aufgegeben, mir die unzähligen Namen alle zu merken.
Anfang des Monats gab es eine Apfelsortenausstellung in der Winterhalle des Botanischen Garten Erlangen. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Freundeskreises Botanischer Garten Erlangen klärte mich über die Herkunft der Äpfel dort auf.  Ein Großteil der Ausstellung stammte von der Streuobstwiese Atzelsberg aus dem Landkreis Erlangen. Kosten durfte man auch ein paar Sorten, natürlich nicht alle, sonst hätte es ja keine Ausstellung sein können und alle Äpfel wäre in kürzester Zeit vernascht gewesen.
Überwiegend ging es um die Vielfalt der alten historischen Apfelsorten der Region. Man konnte sich aber auch darüber informieren, welche resistenten Neuzüchtungen gut geeignet für den Hausgarten sind. Denn nicht jeder kann sich eine Streuobstwiese leisten. Im kleinen Reihenhausgarten von Erlangen ist meistens nur Platz für einen Säulenapfelbaum….:-))
Ganz so eng hat man das Thema dann auch nicht genommen. Es gab zusätzlich wunderschöne Birnen zu bestaunen. Eine Menge dieser Sorten kamen mir bekannt vor. Im Garten in Leipzig hatten wir früher so viele verschiedene Birnbäume, dass die Vorratsgläser im Keller nie ausgingen. In meiner Kindheit gab es ja noch Kompott als Nachtisch…;-)) Meine Lieblingsbirne ist seitdem die Williams Christ…sie schmeckt eben nach dem Garten, in dem ich als Kind glücklich war.
Am 03.10. war der Pomologe Friedrich Renner vor Ort und man konnte eigene Apfelsorten bestimmen lassen.
Quelle Erlanger Nachrichten, Ausstellung im BoGa ER
Innerhalb des BUND für Naturschutz in Bayern e.V. gibt es die Kreisgruppe Erlangen mit der Arbeitsgemeinschaft ‚Streuobstwiese Atzelsberg‘, die diese Ausstellung möglich machte.
Die Räumlichkeiten stellte der Botanische Garten Erlangen zur Verfügung auf Initiative des Freundeskreises Botanischer Garten.

Und so sieht das nun aus, wenn ich Äpfel im Nachbardorf Hemhofen kaufen gehe. Dort gibt es den kleinen Biolandhof Seeberger, ein Direktvermarkter für Eier, Kartoffeln, Weintrauben….nur, was gerade Saison hat…
Leckere Weintrauben und Kartoffeln
Biolandhof Seeberger Hemhofen
Marktstand verlinkt zum Fotothema ‚Streifen‘ bei ‚Bunt ist die Welt‘ #133
ANL #22 bei Rostrose/ über sinnvolles und nachhaltiges Konsumieren

Immer der Nase nach im Aromagarten Erlangen

Einmal im  Jahr lädt der Botanische Garten der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zum Aromagartenfest in den duftenden Kräutergarten an der Schwabach ein. Es gibt einige interessante Führungen zu verschiedenen Themen durch den Garten, u.a. von Katrin Simon, Dr. Elke Puchtler und dem Schmetterlingsexperten Stefan Mümmler
Pflanzen können an einem kleinen Kräuterverkaufsstand erworben werden und einige Kräuter können kreativ zu Duftkissen oder Eßbarem verarbeitet werden. 

Es gab eine Zeit, als ich öfters an dem Garten vorbei geradelt bin, wenn ich auf dem Weg in die Stadt unterwegs war. Das ist aber inzwischen fast 10 Jahre her und ich war doch neugierig, was sich dort inzwischen verändert hat. Einen Foto-Vergleich habe ich nicht mehr, aber ein Garten wird meistens mit der Zeit immer schöner, wenn er eingewachsen ist und so ist es auch mit diesem herrlichen Duftgarten. Dazu kommt vielleicht, dass ich inzwischen mehr Pflanzen kenne, als das früher der Fall war. Dann geht man doch mit anderen Augen durch die Kräuterlandschaft.

Zu den Aromapflanzen zählen Kräuter, die Ätherische Öle, schwefelhaltige Aromavorstufen in Lauch-Gewächsen, Senföle in Kreuzblütlern, Bitterstoffe oder Scharfstoffe enthalten. Sie können als Arznei, Gewürz und für Kosmetik verwendet werden. So ist das Naschen an einem Wermut-Blatt nicht unbedingt ein angenehmes Geschmackserlebnis, aber Kosten an bekannten Blättern ist hier erlaubt. Man sollte sich aber auskennen…..
Seit der Eröffnung des Gartens 1981 entstand hier eine Vielfalt von ca. 120 heimischen und auch exotischen Arten, die mit ihrem Duft die Nase verwöhnen. Ganz besonders natürlich jetzt im Juni. 
Ursprünglich wurde der Garten zu Forschungszwecken angelegt und diente dem Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie als Experimentierfläche.

Die eigentlich riesige gelbe Königskerze wird an einer Stelle noch vom Medizinalrhabarber (Rheuma palmatum), einer uralten Heilpflanze,  übertrumpft (oben rechts).

Inzwischen für Besucher offen, fühlt man sich entlang der Kalkschotterwege und der kleinen Hügel ein bisschen wie im Urlaub in Italien oder Südfrankreich. 
Der rote Klatschmohn hat sich vermutlich von alleine eingefunden, genau wie die Königskerzen. In meinem Garten ist das gerade ähnlich….hier darf aber bleiben, was auch den Insekten und dem Auge gefällt. 
Zusammen mit Wimper-Perlgras lassen Färberkamille, Schafgarbe und Kartäusernelken ein Bild entstehen, wie von der Natur geschaffen. Die meisten Pflanzen samen sich aus und müssen dann doch im Zaum gehalten werden, damit es immer noch ansprechend aussieht und nicht verwildert.
In der Ecke für die Salbeiarten ist der Muskatellersalbei der König unter den Pflanzen….ich habe ihn gerade im Garten und freue mich täglich an dieser stattlichen Staude mit dem besonderen Duft.
Natürlich dürfen duftende Rosen in so einem Aromagarten nicht fehlen. 
Schon von weitem wird man von einem Duft im Moment ganz besonders angezogen. Er lockt die Bienen in Scharen an…..und die Pflanze hat fast meine Höhe. Es ist also auch im stehen möglich, daran zu schnuppern…..
Da der Garten zum Botanischen Garten gehört, sind an den Pflanzen Schilder angebracht. Sonst hätte ich es nicht gewusst.
Es handelt sich um die Seidenpflanze, Asclepias syriaca, auch Wild Cotton.
Sie steht jetzt auf meiner Wunschliste ganz oben….:-)
Nun gehen wir noch zum Kräuterstand, der sich ganz passend neben der Blumenwiese befand, so dass sich die Bienen gleich über den dort angebotenen Bienenpflanzennektar hermachen konnten.
Bei den Teepflanzen aus dem Koffer reiste dann eine weißblühende Melisse zu mir nach Hause, die ihr Aroma auch nach dem Trocknen noch behalten soll.
Der Vortrag von Stefan Mümmler zur Entwicklung eines Distelfalters war ziemlich interessant, da er sogar Distelfalterraupen, Eier, Puppen und gerade geschlüpfte Falter zum Freilassen in die Natur dabei hatte.
Diesen Aromagarten, den Botanischen Garten Erlangen und noch 35 andere Kräutergärten in Bayern findet ihr auch im Buch
Bayerns schönste Kräutergärten von Marion Reinhardt, eine Kräuterexpertin, die ich ehrlich gesagt um die Recherche zu diesem Buch beneide…..:-)) 
Heilpflanzen, Gewürze und Wildkräuter entdecken
aus dem volk.verlag Bayern, Hardcover, 24,90 EUR
Es ist eins meiner Lieblingsbücher im Moment und ich habe mich riesig gefreut über dieses Geschenk von ihr, die mich ursprünglich zum Bloggen inspiriert hat……..
Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe

Botanischer Garten Leipzig – I

Der Botanische Garten meiner Lieblingsstadt Leipzig ist der ältesten Botanischen Garten Deutschlands und zählt sogar zu den ältesten Botanischen Gärten der Welt.
Obwohl ich ja Leipzigerin bin, kannte ich den Garten noch nicht und er stand schon länger auf meiner Wunschliste. Endlich gab es mal etwas freie Zeit und zusammen mit der Schwester und einer Freundin erkundete ich am Pfingstmontag den herrlichen Garten.

Taglilien zusammen mit Zierlauch und der essbaren Winterheckenzwiebel in einem Beet

Viele Geranium-Arten blühten gerade
Sehr hübsch der Pyrenäen-Reiherschnabel
Üppig, Geranium cantabrigiense ‚Kamina‘, der Cambridge Storchschnabel in Weiß

Rechts ein sehr stacheliges Beet mit Morina, die ich nun auch im Garten habe…aber nur einmal


Ebenfalls stachlig, die Wilde Karde
Man nennt sie auch Zisternenpflanze, weil die Blätter ein trichterförmiges Wassersammelbecken bilden, was bei dem feuchten Pfingstwetter gut zu erkennen war.

Die Mariendisteln blühten

Bartfaden mit Hummelbesuch
Noch eine Hummelpflanze, der Wollige Fingerhut
Um was es sich bei dem weißen Blütenmeer handelte, konnte ich leider nicht herausfinden.
Daneben die verblühten Samenstände von Pulsatilla.

Geschichtliches

In den 5 Jahrhunderten seines Bestehens wechselte der Botanische Garten viermal den Standort. 1539 entstand erstmalig die Idee, einen Medizinalpflanzengarten, den Hortus medicus, anzulegen. Ermöglicht wurde das durch die Schenkung des Dominikanerklosters St. Pauli durch Herzog Moritz von Sachsen an die Universität Leipzig. Ab 1543 befand sich der Pflanzengarten auf dem Gelände dieses Klosters.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Garten verwüstet und es entstand ca. 200 m entfernt im Jahr 1653 auf dem Gelände der heutigen Grimmaschen Straße ein neuer Botanischer Garten, der dort über 150 Jahre Bestand hatte.
1806 erhielt der Botanische Garten ein neues Areal nahe dem Gelände des heutigen Reichsgerichtsgebäudes. Obwohl dort ungünstige Bodenverhätnisse herrschten – es gab zwei Seen und einige Sümpfe – gab es 1857 bereits mehr als 10 000 Pflanzenarten, darunter eine aus 607 Arten bestehende Farnsammlung.
Aufgrund der Baupläne des Reichsgerichtsgebäudes musste der Garten 1876/ 77 erneut umziehen und auf diesem inzwischen mehrfach erweiterten Gelände befindet er sich auch heute noch.

Schwere Rückschläge gab es durch die Zerstörung des Institutsgebäudes, Gewächshäusern und Teilen der Außenfläche im 2. Weltkrieg. Die Überreste des Botanischen Instituts wurden abgerissen, der Keller verfüllt und dort ein asiatisches Steppenbiotop angelegt. Die Pflanzen in den zerstörten Gewächshäusern wurden Opfer der Kälte. Nur 26 Kalthauspflanzen konnten gerettet werden, wie der Erdbeerbaum, Zylinderputzer und Granatapfel.

Bereits 1954 waren die Schauhäuser wiederhergestellt. Neue Pflanzen stammten aus anderen nicht zerstörten Botanischen Gärten der DDR. Während der DDR-Zeit wurden wichtige Renovierungsarbeiten versäumt, so dass in den 80iger Jahren einige Gewächshäuser geschlossen werden mussten.
Das ist sicher auch ein Grund, warum ich den Garten noch nicht kenne. Er war einfach überhaupt kein lohnenswertes Ausflugsziel mehr.
Ganz anders heute. Seit 1999/2000 entstanden fünf neu gebaute Gewächshäuser, u.a. auch ein Schmetterlingshaus. Der Botanische Garten ist wichtige Ausbildung- und Forschungsstätte. Die Pflanzensammlungen bieten Ausbildungsmaterial für verschiedene Studienrichtungen, wie Biologie,, Pharmazie und Veterinärmedizin.
* * * * * *
Das nächste mal dann einen Blick in den sonnigen Steppengarten mit vielen Brandkräutern und einem besonderen Strauch, der von der Blauen Holzbiene  umschwärmt wurde

Keukenhof im April

Es gibt sie in fast allen Farben und Größen, auf kurzen und langen Stängeln, gestreift, bunt oder einfarbig, mit Zacken und ohne, gefüllt oder wie Pfingstrosen oder Lilien aussehend, nur in Blau gibt es sie nicht.  Eine Farbe, die bei den Tulpen nicht vorkommt, auch wenn einige das Blau im Namen tragen, wie Blue Diamond oder Blue Parrot. Trotzdem vermisst man diese Farbe nicht im Keukenhof, denn die Holländischen Gartendesigner haben den Park so gestaltet, dass auch andere Frühjahrsblüher, wie Hyazinthen und Anemonen einen Platz in den Beeten finden. 
 

„Keukenhof im April“ weiterlesen

Hortulus des Walahfried

Fencheltee beruhigt den Magen und die Nerven, Zitronenmelisse schmeckt erfrischend in kalten Sommertees, Salbei und Thymian bewähren sich bestens bei der aktuellen Erkältungswelle.
Gut, wenn man das alles selber aus dem Garten ernten kann. Deshalb finde ich, ein Kräuterbeet muss sein. Oder auch mehrere, wenn der Platz da ist. Und wenn nicht, dann gibt es immer noch Töpfe oder Körbe.
Und wenn man die Kräuter nicht erntet, dann blühen sie für die Insektenwelt und für Schmetterlinge. Gerade Lavendel, Salbei und Oregano möchte ich daher gar nicht mehr missen.

Bevor ich aber mit dem Gärtnern loslegen kann, schaue ich mir erstmal den schönen Kräutergarten an, den ich letztes Frühjahr auf der Insel Reichenau entdeckt habe.

Dort befindet sich neben dem Münster St. Maria und Markus der originalgetreue Nachbau des Kräutergartens des Abtes Walahfried Strabo, aus dem 9. Jahrhundert. Also noch vor der Zeit von Hildegard von Bingen.

Strabo schrieb über seine Pflanzen das Lehrgedicht „De cultura hortorum“, auch ‚Hortulus‘ (Gärtchen) genannt. Das müsste übersetzt soviel heißen, wie ‚Über die Pflege der Gärten’….
Mit seinen 24 Versen beschrieb er in gereimter Form 24 Heilkräuter, Küchen- und Zierpflanzen und die Inspiration dazu kam natürlich aus seinem Klostergarten.
 Man könnte auch sagen, sein gereimter Pflanzenratgeber ist das erste deutsche Gartenbuch. 
Quelle/ Eine Abbildung des Kräutergarten St.Gallen
Im Klostergarten gibt es 24 Kastenbeete und zu jedem Kasten eine Infotafel, die auch einen Auszug des ‚Hortulus‘ enthält. 
Viele der hier wachsenden Pflanzen findet man auch heute noch in den Gärten. 
Auch wenn die Melone oder der Flaschenkürbis sicher das milde Bodenseeklima benötigen, um auch in unseren Breiten Ernteerfolge zu bringen.

Mein erstaunter Blick viel auf die Katzenminze, die heute weniger als Heilpflanze bekannt ist. In meinem Garten diente sie eher den Katzen als Rauschmittel.
‚Denn mit dem Öl der Rose vermischt, gibt ihr Saft eine Salbe…die Schrammen verwundeten Fleisches beseitigt..‘

Es war Ende März und die Gärtner hatten gerade mit dem Einpflanzen der einjährigen Kräuter zu tun. Die mehrjährigen waren bereits zurückgeschnitten.
Die Poleiminze wurde großzügig  auf dem Kastenbeet verteilt.
Im Mittelalter eine bekannte Heilpflanze, aber sie enthält einen Giftstoff, das Pulegon, und ist daher nur mit Vorsicht für innere Zwecke zu verwenden.
‚Glaube mir mein Freund, der Poleientee wird dir heilen,
Sei es als Trank oder Umschlag, den stockenden Gang der Verdauung…‘



Die Iris (Deutsche Schwertlilie) beschrieb der Walahfried nicht als Heilkraut, aber nützlich war sie schon:
‚Du gibst dem Walker das Mittel, mit dem er das Leinengewebe
glänzend und steif appretiert und ihm Duft, wie von Blumen verleiht….‘

Der Schlafmohn wird heute durch eine Zierform ersetzt. Der offizielle Anbau ist wegen Missbrauch (Opium- und Heroingewinnung) verboten. Da macht man auch keine Ausnahme, wenn es um den originalgetreuen Nachbau geht….
Der Weiße Andorn ist mir noch gar nicht bekannt gewesen
‚doch vermag er zu lindern arge Beklemmung der Brust.
Geschluckt als bitteres Tränklein.‘
Im nächsten Bild wächst vorne der Muskatellersalbei.
Schade, dass ich den Garten nicht im blühenden Zustand gesehen habe.
Die Klostermauern schützen den Garten noch zusätzlich. Die Bank lädt zum Verweilen ein.
Das nächste Mal komme ich im Sommer……
Der Besuch des Münsters St. Maria und Markus, der ältesten Kirche der Insel,  lohnt auf jeden Fall auch.
Münster verlinkt zu Lottas #Gebäuden

Frühlingsspaziergang auf der Insel Mainau (2)

Auf der Insel Mainau gibt es den Platanenweg 5
Ein sehr treffender Name, da der Baum dort auch im Park sehr häufig vorkommt, genau, wie in der ganzen Bodenseeregion.
Gegenüber vom Schmetterlingshaus findet man einen kleinen Garten mit Blau-Weißem Häuschen, das sofort auffällt….vor allem im Frühling sticht es sehr hervor in dieser Farbe..
Hier befindet sich ein kleiner Schaugarten für Hobbygärtner. Auch wenn die Bepflanzung zu dieser Jahreszeit noch nichts hergibt, fand ich doch den Sitzplatz neben dem Häuschen sehr gelungen.
Ist sicher Geschmacksache. Aber ich finde die Idee, Holz, wie Kaminholz aufzustapeln und als Sichtschutz zu verwenden, einfach genial.
Ich habe mich auch mal ganz in Ruhe dort auf die Bank gesetzt und die Atmosphäre genossen.
Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, um sich im Garten wohlzufühlen.
Mit wenigen Mitteln kann man sich diesen Sitzplatz leicht nachbauen. Ich denke, dafür ist es auch gedacht.
Gerade in kleinen Schrebergärten hat man ja oft das Problem, auf dem Präsentierteller zu sitzen. 
Und diese verkleidete Pergola schafft einen ganz eigenen Gartenraum, bei dem der Nachbar nicht mitbekommt, ob man gut Kuchen backen kann oder nicht.
Selber kann man sich die Ausblicke so gestalten, wie man möchte.
Sogar Blumenkästen waren aus einfachen Brettern vorgesehen.
Rechts aus dem Fenster sieht man das Gewächshaus. Dieser kleine Schaugarten hatte eigentlich alles, was das Herz (mein Herz) begehrt….:-)
Sogar an die Beschattung von oben war gedacht. Der Sitzplatz kann mit einem Sonnensegel vor Sonne geschützt werden.
Die angrenzenden Beete waren in Form von Kies-Hochbeeten gestaltet, die einmal bewachsen ebenfalls Sichtschutz bieten.
Daneben gab es noch eine wunderschöne Pergola, unter der man auch gemütlich sitzen kann, wenn die zugehörige Pflanze erwacht…vielleicht eine Trompetenwinde…? .
Einen kleinen Teich gibt es auch und im Häuschen ist während der Hauptsaison das ‚Grüne Telefon‘ angesiedelt.
Dort geben die Mainau-Gärtner Auskunft zu botanischen Fragen. 
Wir haben auch Fragen gehabt…dafür gab es einen netten Gärtner im Rosengarten,, aber dazu später mehr.
Da ich das ganze ausgiebig genossen und fotografiert habe, musste ich mich erstmal auf die Suche nach dem Rest der Familie begeben.
Die Jugend hatte ihren Spaß am Wasserspielplatz und der GG saß mehr oder weniger geduldig im Biergarten am See…..:-)))
Zu dieser Jahreszeit findet man noch ohne Probleme freie Plätze am See….:-)
Und für tierischen Besuch ist auch gesorgt.
Fortsetzung folgt….
Zum Teil 1 des Frühlingsspaziergangs geht es hier entlang
Weil es heute so gut passt, schicke ich das Holz noch zu Lottas ‚Bunt ist die Welt‘ #68

Frühlingsspaziergang auf der Insel Mainau (I)

In unseren Osterferien sind wir für ein paar Tage in den Süden geflüchtet….und sind damit von dem sehr unfreundlichen Ferienwetter hier verschont worden.
Der Süden war gerade noch per Auto erreichbar…wenn auch mit vielen Stunden Autobahnfahrt. Wenn ich nicht am Steuer saß, konnte ich wenigstens an meiner Alpakadecke stricken, die nun ein ganzes Stück größer geworden ist. Auch das fehlende WLAN im Urlaub hat dazu beigetragen….:-)
Heute sammelt Lotta Frühlingsspaziergänge und weil uns der Frühling am Bodensee in so üppiger Form begegnet ist, kommt heute eine kleine Fotoauswahl unserer Tour zur Insel Mainau.
Wir ließen unser Auto meistens stehen und waren per Drahtesel unterwegs. Von der Unterkunft in Unteruhldingen waren wir schnell bei der Autofähre in Meersburg, die uns auf die gegenüberliegende Seite brachte. Bis zur Insel Mainau war es dann nicht mehr weit. Zunächst ging es an den Lieblingstieren vorbei…die Lämmer wie immer am neugierigsten….den Eltern war das Fressen wichtiger.

Wunderschön ist die Platanenallee, die zur Insel führt, aber nur für diejenigen, die zu Fuß oder per Fahrrad kommen…
…die Platane kommt hier sehr häufig vor. Meistens gestutzt und in Form geschnitten, aber hier mal ganz frei wachsend.
Am Fuß der Platanen ein Meer aus Buschwindröschen abwechselnd mit dem Gelb des Scharbockskrauts.
Vom Park war ich dann sehr überrascht.
Wir sind mit Absicht nicht am Ostermontag, sondern einen Tag später dort hingefahren, so dass der Park nicht so voll war, wie wir ihn schon mal zur Pfingstzeit erlebt hatten. 
Auch die Gestaltung des Parks hat sich ganz angenehm verändert.
Es ist nicht mehr alles in Reih und Glied angepflanzt, wie auf manchen Gartenausstellungen….es überwiegen eher die kreativen und naturnahen Anpflanzungen.
Mein erster Besuch liegt 20 Jahre zurück. 1994 war ich ehrlich enttäuscht von den langweiligen altmodischen Blumenbeeten und den Menschenmassen.

Vielen Dank auf diesem Weg an die beiden Geschäftsführer der Insel Mainau Bettina Gräfin Bernadotte und Björn Graf Bernadotte, die in der fünften Generation seit der Parkgründung für die Gestaltung verantwortlich sind.
Hier weht seit 2007 ein merklich  frischer Wind, der nicht nur durch den Wind vom See her kommt.
Auch die Webseite ist wunderschön gestaltet und lohnt einen Besuch…:-) 

Die Natur hat das Scharbockskraut allerdings selber auf die Baumwurzel gepflanzt…:-)
Unten rechts ein Eichhörnchensuchbild.
Das Wetter hat es wirklich sehr gut mit uns gemeint, so dass die Blütenteppiche in allen Farben in der Sonne leuchteten. Mal war alles Blau….
Oder Weiß….
oder Narzissen-Gelb…
ganz besonders viel Gelb auf der Narzissen-Wiese an der Treppe….dort wird mit Sicherheit kein Rasen gemäht…:-)
An Lila fehlt es auch nicht….das große Rondell vor dem Schmetterlingshaus war lückenlos bepflanzt.
Im Küchengarten dann eher in Reih und Glied, dafür aber abwechselnd mit Salat.
Küchengarten Mainau 
Gelb mit Lila in wunderbarer Kombination…Himmelsschlüsselchen zusammen mit Anemone blanda.
Auch sehr frühlingsbunt die Wiese vor dem Schloss
Tulpen gab es auch schon…immer eine Sorte in riesengroßen Holzkästen. Hinter einem dieser Kästen liegt unser Student in der Sonne…:-)……
Aber auch in der Wiese blühten sie schon zusammen mit Hyazinthen.
Hyazinthen  in Weidenkörben vor dem Küchengarten
Bepflanzte Vasen am Italienischen Rosengarten
Ich hab natürlich eine ganze Bilderflut auf Mainau fotografiert…Fortsetzung folgt.

Wir hatten am Donnerstag 24 Grad in Konstanz.

Was uns hier zu Hause erwartete, traue ich mir kaum zu sagen…
Schnee…..wenn auch nicht viel.
 Blühende Osterglocken gibt es noch nicht im Garten, dafür aber Krokusse, Anemonen, Blausternchen und Sternhyazinthen (Chionodoxa) im Schmetterlingsbeet.

Noch mehr Frühlingsspaziergänge könnt ihr bei
Heute macht der Himmel blau anschauen.
Bunt ist die Welt #66.
Die herrlichen alten Baumriesen..es kommen noch mehr dazu….schicke ich zu Ghislanas ‚
Mein Freund der Baum