Vögel Füttern – aber richtig von Peter Berthold und Gabriele Mohr

# Rezension./

Kommen wir zum Buch 2 in der Woche der Gartenbücher hier auf dem Blog.

Viele werden dieses Buch kennen, aber wahrscheinlich im Outfit der vorhergehenden Auflage mit Rotkehlchen vor gelbem Hintergrund. Der Kosmos Verlag hat den beliebten Klassiker

‚Vögel füttern – aber richtig’von Peter Berthold  und Gabriele Mohr

komplett neu herausgegeben. Inzwischen in der 4. Auflage (2017).

Nun weiß ich durch das Lesen auf verschiedenen anderen Blogs und Social Media Kanälen, dass das Vogel füttern eines der umstrittensten Themen überhaupt ist. Während die einen betonen, dass sie das Vogel füttern jetzt im März einstellen, erwähnen andere, dass Vögel gar nicht gefüttert zu werden brauchen oder nur bei Schnee und Eis und auch nicht, wenn das Angebot an Beeren im Garten noch so groß sei. „Vögel Füttern – aber richtig von Peter Berthold und Gabriele Mohr“ weiterlesen

Obstgehölzschnitt – Die richtigen Techniken von Martin Stangl

#Rezension

In meinem Bücherregal warten noch einige Gartenbücher sehnsüchtig darauf, endlich hier auf den Blog zu wandern. Nun habe ich mir überlegt, anlässlich der freudigen Erwartung der Leipziger Buchmesse am nächsten Wochenende hier eine Woche der Gartenbücher zu starten. 

Fangen wir mal mit einem dünnen Buch an, was aber nicht heißt, das es leichte Kost ist. Gerade ganz neu im BLV Verlag erschienen ist das Buch Obstgehölzschnitt – Die richtigen Techniken – von Martin Stangl.  „Obstgehölzschnitt – Die richtigen Techniken von Martin Stangl“ weiterlesen

Genießen statt Gießen von Annette Lepple

Mein Garten liegt zwar nicht in der Nähe der Fränkischen Trockenplatte von Unterfranken, wo der Regen grundsätzlich schon ringsum in den Mittelgebirgen abregnet, aber auch hier in der Sandachse Franken machen die Regengebiete oft einen Bogen um den Garten. Wenn es dann im Sommer doch mal regnet, verschwindet das Wasser  ziemlich schnell in tieferen Schichten im Boden. Da die neu gepflanzten Stauden noch nicht so tiefe Wurzeln haben, war letztes Jahr an heißen Tagen das Kannenschleppen mein abendliches Fitnessprogramm.  „Genießen statt Gießen von Annette Lepple“ weiterlesen

Mein ungezähmter Garten von Norbert Griebl

Mein ungezähmter Garten

Einmal im Monat nehme ich mir Zeit für eins meiner liebsten Hobbys…..nach neuen Gartenbüchern stöbern. In der obersten Etage meiner Buchhandlung vor Ort gibt es die Rubrik Garten und Naturbücher. Zuerst werden die stolz auf den Büchertischen präsentierten Ausgaben inspiziert. Oft kenne ich die meisten aber schon und dann darf auch mal das Regal herhalten. Hier sortieren die Buchhändlerinnen alles ein, was zwar neu und lesenswert ist, aber nicht unbedingt der ganz große Kassenreißer.

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Der schneckenfeste Garten. Buchempfehlung und die Nöte einer GärtnerIn

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu.
Die letzten Freilandtomaten sind vor der Krautfäule gerettet. Noch Grün hinter den Ohren, träumen sie vom mexikanischen Sommer. Sie sind neidisch auf die immer noch Frischluft genießenden gestreiften Zebras, die sich in der Pfanne bei der Gärtnerin beliebt machen. Dabei waren gerade die Zucchinis von Anfang an die Sorgenkinder im Beet.  Bereits die ersten Blätter sahen aus, wie mit Mehl bestäubt. Also wurden sie täglich (erfolglos) mit verdünnter Milch eingesprüht. Dem Wetter war das egal. Es regnete fast immer sofort, nachdem die Blätter die Milchdusche erhalten hatten.
Der Mehltau blieb. Die Gurken gingen, ohne Abschied. Einfach so waren alle Blätter Gelb.

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Schmetterlinge, die Tagfalter Deutschlands – Rezension

Falls ihr noch ein gutes Bestimmungsbuch für Tagfalter sucht, kann ich das Buch Schmetterlinge, die Tagfalter Deutschlands, erschienen im Ulmer Verlag, sehr empfehlen.
Dort gibt es am Ende des Buches über 700 Abbildungen der verschiedenen Arten von heimischen, außeralpinen Tagfaltern mit genauen Beschreibungen, auf welche Merkmale zur Unterscheidung zu achten sind. Ergänzt immer durch eine Abbildung der zugehörigen Raupe und der Eier. Von jedem Schmetterling gibt es eine Abbildung von Ober- und Unterseite und die Unterscheidung in männlich oder weiblich.

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Schmetterlinge entdecken und verstehen – Rainer Ulrich

Die Liebe zu den Schmetterlingen hat sich bei mir erst mit dem Entstehen des ersten eigenen Gartens entwickelt. Davor konnte ich eigentlich nur das Tagpfauenauge sicher bestimmen. Über den Unterschied zwischen Fuchs  und Admiral habe ich mir wenig Gedanken gemacht und ob ich von der Existenz eines Distelfalters wusste, weiß ich heute gar nicht mehr.
 Er rannte schon als kleiner Junge den bunten Faltern auf der Wiese hinterher und notierte mit 14 bereits von jeder einzelnen Tagfalterart besondere Funde und Beobachtungen.

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100 kreative Gartenprojekte von Malena Skote

Bei der großen Trockenheit im Juni hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Pflanzen immer mit Trinkwasser gieße. Besser wäre, wenn man das Wasser, das in der Fränkischen Wüste nur spärlich vom Himmel kommt, wenigstens auch auffangen könnte. Nur, die Kunststoff-Regentonnen der Baumärkte finde ich alle ziemlich grässlich und nicht tauglich, um sie hier, für alle sichtbar an der Terrasse aufzustellen.
Eine andere Möglichkeit wäre, einen Wünschelrutengänger zu engagieren und eine Wasserader für einem Brunnen zu finden….gibt es ja wirklich, solche begabten Menschen …:-) Aber die sind immer ausgebucht.
Dann fiel mir ein Buch in meinem Bücherschrank ins Auge.
100 kreative Gartenprojekte….war da nicht auch was mit Regentonnen drin?

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Immer der Nase nach im Aromagarten Erlangen

Einmal im  Jahr lädt der Botanische Garten der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zum Aromagartenfest in den duftenden Kräutergarten an der Schwabach ein. Es gibt einige interessante Führungen zu verschiedenen Themen durch den Garten, u.a. von Katrin Simon, Dr. Elke Puchtler und dem Schmetterlingsexperten Stefan Mümmler
Pflanzen können an einem kleinen Kräuterverkaufsstand erworben werden und einige Kräuter können kreativ zu Duftkissen oder Eßbarem verarbeitet werden. 

Es gab eine Zeit, als ich öfters an dem Garten vorbei geradelt bin, wenn ich auf dem Weg in die Stadt unterwegs war. Das ist aber inzwischen fast 10 Jahre her und ich war doch neugierig, was sich dort inzwischen verändert hat. Einen Foto-Vergleich habe ich nicht mehr, aber ein Garten wird meistens mit der Zeit immer schöner, wenn er eingewachsen ist und so ist es auch mit diesem herrlichen Duftgarten. Dazu kommt vielleicht, dass ich inzwischen mehr Pflanzen kenne, als das früher der Fall war. Dann geht man doch mit anderen Augen durch die Kräuterlandschaft.

Zu den Aromapflanzen zählen Kräuter, die Ätherische Öle, schwefelhaltige Aromavorstufen in Lauch-Gewächsen, Senföle in Kreuzblütlern, Bitterstoffe oder Scharfstoffe enthalten. Sie können als Arznei, Gewürz und für Kosmetik verwendet werden. So ist das Naschen an einem Wermut-Blatt nicht unbedingt ein angenehmes Geschmackserlebnis, aber Kosten an bekannten Blättern ist hier erlaubt. Man sollte sich aber auskennen…..
Seit der Eröffnung des Gartens 1981 entstand hier eine Vielfalt von ca. 120 heimischen und auch exotischen Arten, die mit ihrem Duft die Nase verwöhnen. Ganz besonders natürlich jetzt im Juni. 
Ursprünglich wurde der Garten zu Forschungszwecken angelegt und diente dem Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie als Experimentierfläche.

Die eigentlich riesige gelbe Königskerze wird an einer Stelle noch vom Medizinalrhabarber (Rheuma palmatum), einer uralten Heilpflanze,  übertrumpft (oben rechts).

Inzwischen für Besucher offen, fühlt man sich entlang der Kalkschotterwege und der kleinen Hügel ein bisschen wie im Urlaub in Italien oder Südfrankreich. 
Der rote Klatschmohn hat sich vermutlich von alleine eingefunden, genau wie die Königskerzen. In meinem Garten ist das gerade ähnlich….hier darf aber bleiben, was auch den Insekten und dem Auge gefällt. 
Zusammen mit Wimper-Perlgras lassen Färberkamille, Schafgarbe und Kartäusernelken ein Bild entstehen, wie von der Natur geschaffen. Die meisten Pflanzen samen sich aus und müssen dann doch im Zaum gehalten werden, damit es immer noch ansprechend aussieht und nicht verwildert.
In der Ecke für die Salbeiarten ist der Muskatellersalbei der König unter den Pflanzen….ich habe ihn gerade im Garten und freue mich täglich an dieser stattlichen Staude mit dem besonderen Duft.
Natürlich dürfen duftende Rosen in so einem Aromagarten nicht fehlen. 
Schon von weitem wird man von einem Duft im Moment ganz besonders angezogen. Er lockt die Bienen in Scharen an…..und die Pflanze hat fast meine Höhe. Es ist also auch im stehen möglich, daran zu schnuppern…..
Da der Garten zum Botanischen Garten gehört, sind an den Pflanzen Schilder angebracht. Sonst hätte ich es nicht gewusst.
Es handelt sich um die Seidenpflanze, Asclepias syriaca, auch Wild Cotton.
Sie steht jetzt auf meiner Wunschliste ganz oben….:-)
Nun gehen wir noch zum Kräuterstand, der sich ganz passend neben der Blumenwiese befand, so dass sich die Bienen gleich über den dort angebotenen Bienenpflanzennektar hermachen konnten.
Bei den Teepflanzen aus dem Koffer reiste dann eine weißblühende Melisse zu mir nach Hause, die ihr Aroma auch nach dem Trocknen noch behalten soll.
Der Vortrag von Stefan Mümmler zur Entwicklung eines Distelfalters war ziemlich interessant, da er sogar Distelfalterraupen, Eier, Puppen und gerade geschlüpfte Falter zum Freilassen in die Natur dabei hatte.
Diesen Aromagarten, den Botanischen Garten Erlangen und noch 35 andere Kräutergärten in Bayern findet ihr auch im Buch
Bayerns schönste Kräutergärten von Marion Reinhardt, eine Kräuterexpertin, die ich ehrlich gesagt um die Recherche zu diesem Buch beneide…..:-)) 
Heilpflanzen, Gewürze und Wildkräuter entdecken
aus dem volk.verlag Bayern, Hardcover, 24,90 EUR
Es ist eins meiner Lieblingsbücher im Moment und ich habe mich riesig gefreut über dieses Geschenk von ihr, die mich ursprünglich zum Bloggen inspiriert hat……..
Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe