Neue Spuren

Nachdem der steinige Stadtgarten verlassen werden musste, um den es hier bisher im Blog ging, gab es noch nichts aus der neuen fränkischen Gegend zu lesen. Nun will ich Lottas Januarthema bei ‚Bunt ist die Welt‘ nutzen, um euch ein paar Eindrücke der Umgebung zu zeigen, in der sich der neue Garten befindet….der sich natürlich noch entwickeln muss. Den Blognamen werde ich erstmal nicht ändern, aber vielleicht wird es irgendwann ein Bergblumengarten…..?

Der kleine Ort befindet sich in einer Weihergegend, denn eine Fränkische Spezialität ist der gebackene Karpfen, der hier von September bis April in den Restaurants verspeist wird….von mir eher nicht.  Der kleine Bach versorgt die Weiher mit Wasser, die nun bei den frostigen Temperaturen alle eingefroren sind und auch der Bach hat inzwischen eine Eisschicht.

Der Schnee taut bei der Kälte nicht weg…..natürlich kein Vergleich zu den Schneemengen, mit denen man gerade in Freiberg kämpft. Dort wird der Schnee mal wieder aus der Stadt gefahren und die Müllabfuhr fährt nur noch die Hauptstraßen an….

Läuft man an den Enten vorbei, kommen sie sofort aus dem Wasser gestürzt….sie sind es wohl gewohnt, gefüttert zu werden. Bei den zugefrorenen Weihern kommt man auch schnell zu der Meinung, dass die Enten das benötigen. Wenn man einige Regeln beim Füttern beachtet, scheint es den Enten auch nicht zu schaden, wie man u.a. auf der Webseite des LBV (Landesverband für Vogelschutz Bayern) nachlesen kann. 
Nur ganz wenig Brot füttern, besser sind Obst oder Haferflocken, 
Nur an Land füttern, damit Brot nicht im Wasser verbleibt und dort das Gewässer verunreinigt
Futter zerkleinern,
und natürlich kein verschimmeltes Futter…das schadet auch den Tieren

Auf der Bank mit Weiherblick würde ich gerne mal im Sommer sitzen, aber sie hat schon bessere Zeiten gesehen….

Die ersten Weidenkätzchen sind schon da…ansonsten sieht der Wald ganz ähnlich aus, wie in Ghislana’s Brandenburgischer Heimat….Kiefern und Birken auf Sandboden.  Ghislana sammelt einmal im Monat die Baumfreunde.

Eine Spur aus dem Garten, die ich bisher nicht kannte. Aber lange brauchte ich nicht zu überlegen. Das konnte nur….

vom Eichhörnchen sein,  was hier schon seit dem Herbst durch den Garten rennt und nun garantiert seine Nussverstecke aufsucht. 5 Zehen an den großen Hinterpfoten und 4 Zehen an den kleinen. Beim Hoppeln landen die Hinterpfoten vor den Vorderpfoten. Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe. In den ca. 2 wachen Stunden täglich, suchen sie dann ihre Nahrung.

Der Garten ist von einer eingewachsenen, gemischten Hecke, darunter einigen Haselnuss-Sträuchern umgeben, also schon mal nicht ganz kahl.
Und ein ganz klein wenig wächst dort auch schon…ein paar ‚Umzugspflanzen‘ aus dem alten Garten.
Der große ‚Hausbaum‘ ist eine Platane.

Ganz gerne hinterlasse ich aber im Winter auch diese Ski-Spuren, für die wir nun etwas weiter fahren müssen. Anfang Januar in Klingenthal/ Vogtland. So macht Januar Spaß….ein paar Minusgrade weniger wären mir aber schon lieber. Ständig unter -10 Grad, da hört bei mir der Spaß auf…

Hier geht es zu Lottas ‚Januarzauber‘.
und zu Astrids Wintersammlung

An dieser Stelle auch noch ein herzliches Dankeschön für alle Wünsche, die hier in der letzten Zeit eingegangen sind und auch teilweise per Post von Ghislana, Gretel, Birgitt, Mano, Claudia und Margit eintrafen. 

Unter alten Platanen…

Am letzten Freitag wurde der Palaisommer, das Openair Kulturfestival im Dresdner Palaigarten, eröffnet. Den ganzen August findet hier unter den zwei uralten Platanen Kultur und Kunst statt. 
Eintritt wird für die Veranstaltungen nicht verlangt, eine kleine Spende ist aber erwünscht.
Nach langer Parkplatzsuche….immer ein Problem als Nicht-Dresdner….trafen wir etwas verspätet auf der großen Wiese zwischen Elbe und Japanischem Palais ein. Eugene Mursky, ein usbekischer Pianist, spielte bereits auf dem erhöht stehenden Flügel und wir suchten uns einen Platz in der Nähe der beiden riesigen Platanen mit Blick in Richtung Semperoper.
Ursprünglich wurde der Palaigarten 1715 als Barockgarten angelegt und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in einen Nutzgarten der Hofgärtnerei umgewandelt.
Die beiden Platanen im Palaigarten wurden in dieser Zeit um 1770/80 angepflanzt. 
2013 muss eine der Platanen gebrannt haben, aber ich konnte nur zwei ziemlich gut aussehende Bäume entdecken….
Auch die Pilzkrankheit im Frühjahr des letzten Jahres schien ihnen nichts ausgemacht zu haben. Dann wirft eine Platane schon kurz nach dem Neuaustrieb ihre Blätter wieder ab, treibt dann aber meistens wieder neu aus.
Mursky spielte eine Stunde lang durch und es wurde langsam dunkel. In der Pause konnte man den Blick in Richtung Frauenkirche genießen…
…und die Kunstausstellung Pleinair besichtigen, Openair ausgestellte Kunst im großen Rundbogen vor dem Palais.
Zwei Bäume….die Platanen?
Viele Elbblicke, wie das Hochwasser von 2013 im folgenden, als die Brücke kaum noch zu sehen war.
Nachtschwärmer
Nach der Pause wurde im Dunkeln weitergespielt. Noch mal eine Stunde und Zugabe….
Es war eine traumhafte Stimmung bei herrlicher Musik.
Am Schluss noch mal an der angestrahlten Platane vorbei…was für ein Blätterdach!
Einen ganz kurzen musikalischen Eindruck habe ich noch für euch aufgenommen…..nur 1 Minute.
Die Platanen schicke ich zu Ghislanas Baumfreunden

Mein Freund der Baum

Noch kein Jahr ist mir das so aufgefallen, wie dieses Jahr. Die Ahornbäume scheinen sich gerade zu übertreffen mit ihrer gelben Blüte. Schön, wenn dann noch der blaue Himmel dazukommt. 
Nicht so oft im Moment, denn das Aprilwetter setzt uns ziemlich arg zu. 
Gerade mal 5 Grad hatte es heute…seit letzten Sonntag hagelt es ständig im Wechsel mit Regen oder Sonne.
Da Ghislana am Ende des Monats die Baumfreunde sammelt, schicke ich heute die Freiberger Ahornriesen zu ihr. 
Ahorn No.1 steht zwischen Stadtmauer und Kornhaus im Innenhof. 
Gestern hatte ich diesen Ausblick mit kurzzeitig blauem Himmel aus dem Fenster der Kornhaus-Bibliothek.
Petriblick aus dem Kornhaus
Ich hatte es mir gemütlich gemacht mit ein paar Zeitschriften und einem Kaffee zum Aufwärmen…:-)
Erst seitdem die Bibliothek ins Kornhaus umgezogen ist, macht mir das so richtig Spaß. 
Die Zeitschriften und Bücher sind eigentlich die gleichen geblieben…da sieht man, was das richtige Umfeld mental bewirkt.
Ich sage nur Feng Shui….:-)
Hier noch mal der alte Ahorn, der eigentlich aus 4 Stämmen besteht
Links vor einer Woche, rechts gestern
Das Gelb der aufgeschlagene Seite der aktuellen Land***Zeitschrift passte wunderbar dazu,
auch wenn ich gegen die Raps-Monokultur bin…aber das ist ein anderes Thema.
In der Vase sieht es super aus. 
Ob dann wohl die ganze Wohnung gelb ist, wenn die Blüten abfallen?
An einer anderen Stelle in der Turnerstraße gibt es viele alte Villen.
Im Hof entdeckte ich einen ebenso prächtig blühenden Ahorn.
Als wir vor 8 Jahren nach Freiberg ziehen mussten, schauten wir uns eine Wohnung im Erdgeschoss dieser Villa an. 
Leider war sie viel zu teuer für den umrenovierten Zustand. 
Vielleicht ist die Wohnung jetzt in Ordnung, wer weiß…:-)
Bei einem Baum wusste ich nicht, was es sein könnte…der folgende mit den senkrechten Blütenständen.
Mein Blick geht dann auf den Boden, auf der Suche nach alten Blättern.
Aus dem Gemisch bin ich aber nicht schlauer geworden.
Bloß gut, dass manchmal kleine Sämlinge zu sehen sind…so war der Ahorn wenigstens eindeutig bestimmt.
Um die rechte Pflanze zu erklären, muss ich erstmal meine Kräuterwanderung am Samstag abwarten. Da werde ich sicher einiges lernen.
Ich tippe auf Knoblauchsrauke…?
Aus dem Garten habe ich noch ein Foto für Ghislana, die letztens staunend vor meiner unbekannten Überraschungspflanze stand.
Ein weißes Silberblatt?
Ja, tatsächlich Weiß. 
Ich hatte es im Topf ausgesät, aber keine Ahnung woher ich den Samen habe.
An anderen Stellen blüht er überall in Lila.
In der Silberstadt mit berühmten Silbermannorgeln und dem Silbermannhaus kann man ja auch mal besonderes Silber im Garten haben…:-)
Traubenhyazinthen sind eine wichtige Nektarquelle im Frühjahr für die Insektenwelt,
genau wie das zeitig blühende Ahorn…ich vermute mal, dass es sich um das Spitz-Ahorn handelt, ein wichtiger heimischer Baum für die städtische Bepflanzung, der schon sehr zeitig ab Anfang April blüht.
Verlinkt zu Ghislana/ Jahreszeitenbriefe Mein Freund der Baum #38

Monatscollage, Puhdys-Eiche und der 12tel Blick

Heute mal ein alles-in einem-Post, denn am Wochenende werde ich nicht die nötige Zeit haben, hier jeden Beitrag einzeln zu bringen.
Am letzten Donnerstag im Monat sammelt Birgitt vom Blog Erfreulichkeiten wunderschöne Monatscollagen
Wenn ich es schaffe, werde ich die Collagen dieses Jahr auch per Hand erstellen und die schönsten Momente auf diesem Weg festhalten.

Auf der Suche nach meinen Stiften für das Samentütencover kam mir mein altes Aquarellpapier entgegen, das schon länger ungenutzt auf seine Verwendung wartet. Nun darf die Monatscollage dort ihren Platz finden und wenn ich durchhalte, gibt es am Ende des Jahres ein selbstgestaltetes Monatscollagenbuch.
Es gab diesen Monat ein paar sehr hübsche Eintrittskarten, die mir eigentlich zu schade zum Wegwerfen sind. 
Das neue Jahr begann mit einem Besuch bei der Himmelsscheibe in Nebra. Über das Schloss Goseck hatte ich ja schon bei den Winterbäumen berichtet.
Wir haben das Freiberger Theater besucht und über mein Heimat-Kabarett, die Akademixer Leipzig, herrlich gelacht.  Bei der Internetbuchung einer Reise nach Borneo gab es einen kleinen Tippfehler. Das Leipziger Ehepaar musste daraufhin in Borna (bei Leipzig) anstelle des indonesischen Borneo Urlaub machen.
Einer Freundin habe ich zu Weihnachten Kinokarten für einen gemeinsamen Besuch von Hape Kerkelings Film ‚Ich bin dann mal weg‘ geschenkt….und damit auch mir selber eine Freude gemacht.
Ich wollte mir unbedingt den Spruch merken, den Hape zum Thema Heimat losgelassen hat, denn diese Frage habe ich mir diesen Monat mehrmals gestellt. Ich glaube, er sagte:
‚Heimat ist dort, wo man sich zu Hause fühlt.‘

und das kann eben auch mal mitten auf dem Jakobsweg passieren.
Im Archäologiemuseum smac lohnt sich unbedingt ein Besuch. Alleine das ehemalige Schocken-Kaufhaus, das erst vor kurzem renoviert wurde, überzeugt durch seine Architektur.
Der 2 EUR-Gutschein hat etwas mit der deutschen Toilettenkultur zu tun. Erhalten in der Altmarktgalerie Dresden, war der Gutschein dann leider in keinem Shop einlösbar, also wird er hier gepinnt.
Das Häkelblümchen schickte mir Ghislana mit einer ihrer selbstgedruckten Tannenbaumkarten und ihrer Handschrift-Übung…und dem Jahrbuch 2016 des Naturpark Dahme-Heidesee (NABU). 
Schön, dass wir uns nun persönlich hier kennenlernen durften.
*****
Als nächstes kommt eine Papierarbeit vom Sohn, der eine Holzcollage für seinen Werken-Unterricht anfertigen sollte. 
Ziel, war eine Collage über Verwendungsmöglichkeiten von Holz.
Sie wurde von der Lehrerin für gut befunden. Eine 1 gab es nicht, weil sie wollte, dass alle Bilder einzeln aufgeklebt sein müssten…..nur so wäre es eine Collage. 
Hat sie evtl. gedacht, mein Sohn hat dieses als komplettes Bild aus dem Internet heruntergeladen???
Ich glaube, da muss ich mal mit ihr reden.
Dabei hatte er sogar selber überlegt, welche Dinge sich gut für so etwas eignen würde und wir haben dann gemeinschaftlich alle Fotos einzeln ausgesucht, die man kostenlos laden durfte und versucht, sie irgendwie hübsch anzuordnen……
Für Birgitt kommt jetzt noch eine besondere Collage, weil ich nicht genau weiß, wann sie mal nach Freiberg kommen kann….
Ich denke, die Fotos muss ich nicht weiter kommentieren. Das Abschlusskonzert letztes Jahr im Herbst war ausverkauft. Ich bin allerdings kein Puhdys-Fan…ist wirklich für Birgitt.
Toll finde ich aber, dass die Puhdys hier anlässlich ihres Bühnenjubiläums 1994 eine 25-jährige Eiche gepflanzt haben….. ihren legendären Songtext ‚Alt wie ein Baum‘ kennt sicher jeder.
Diesen Baum schicke ich noch zu Ghislanas Baumfreunden am Sonntag.
Gegenüber ein herrlich alter Baum (Coll. rechts in der Mitte) mit rostigem Zaun. 
Dass es das Ballhaus Tivoli aus dem Jahre 1902 überhaupt noch oder wieder gibt, ist dem Engagement des SolarWord-Unternehmers Frank Asbeck zu verdanken.
Hier gehts zur Geschichte des Ballhauses.
2004 wurde es wiedereröffnet.
Ähnliche Aktivitäten würde ich mir gerne von Sabine Ebert wünschen, die diese Stadt lange Zeit als Wahlheimat hatte und durch die Geschichte von Freiberg sehr profitiert hat.
6 Hebammenbücher, Blut und Silber…Knaur Verlag.
Inzwischen lebt sie in Leipzig und schreibt Historienromane über die Völkerschlacht.
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Zum Schluss für heute kommt mein neuer 12tel Blick
Er ist anders, als die beiden Jahre zuvor. 
Hier wurde Ende 2009 der neugestaltete Busbahnhof (Wernerplatz) eingeweiht. 
In den Ansätzen finde ich die Idee sehr gut, Bänke zu errichten, um Wartezeiten zu verkürzen. Dennoch habe ich beobachtet, dass sich hier offenbar keiner wohl fühlt. Der Platz ist kahl….ein paar mickrige Schlinger, denen wohl die Pflege fehlt, wachsen einfach kaum in die Höhe.
Wenn man sich dort hinsetzt, ist es nicht gemütlich…die Busse fahren hinter dem Rücken. 
Vielleicht stehen die Bänke falsch herum? Der Weg wird stark von Fußgängern benutzt. 
Ich denke, ein Feng-Shui-Berater wüsste, was hier nicht funktioniert…..
Wenn es mir gelingt, möchte ich an diesem Platz ein wenig Guerilla Gardening ausprobieren, Samenkugeln selber basteln und an den Pfosten verteilen. Ich komme dort häufig vorbei, so dass es nicht schwierig wäre, auch mal eine Wassergabe zu spendieren.
Ich möchte es wenigstens ein bisschen bunter machen.
Heute ist der Schnee zwar weg…dennoch nehme ich dieses Winterbild als Einstiegsfoto…war ja erst am Wochenende ganz verschneit dort.
12tel Blick bei Tabea