Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?

Brennnesseln und Schmetterlingsraupen

In der meisten Literatur über Naturgärten findet man den Ratschlag, dass Brennnesseln in einer wilden Gartenecke stehen gelassen werden sollen, weil sie den Raupen einiger Falterarten  als Futterpflanze dienen.

Die Biologen sind da allerdings anderer Meinung und erwähnen, dass es für den Artenschutz der Falter nicht erforderlich ist, die Brennnesseln im Garten wachsen zu lassen, da es eine sehr häufig vorkommende Pflanze in der Natur ist. Sie wird nicht durch ständiges Mähen der Wiesen zurückgedrängt, da sie oft entlang von Feld- oder Waldwegen wächst. Das bedeutet, dass  auch die Falter nicht gefährdet sind, deren Raupen auf Brennnesseln stehen. Man findet sie daher nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. „Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?“ weiterlesen

Wird das was oder kann das weg?

Was wächst denn da?

Nachdem der hoffentlich letzte Schnee für dieses Frühjahr nun weggetaut ist, zeigt sich überraschend viel Grünes in den Beeten und Töpfen. Das stammt natürlich nicht nur von Frühjahrsblühern, die vergeblich auf wärmeres Wetter gehofft hatten oder von Stauden, die aus dem Winterschlaf erwacht sind. 

Den Titel von dem beliebten Gartenbuch aus dem Kosmos Verlag ‚Wird das was oder kann das weg?‘ kennt ihr sicher.   Diesmal aber keine Rezension. 

Auch wenn ich das Buch von Bärbel Oftring schon oft in den Händen hielt, steht es noch nicht im Bücherregal, denn ich versuche erstmal,  meine eigenen Gartenstudien zu den Unkräutern im Garten zu betreiben, die man liebevoll ja auch Beikräuter oder Wildstauden nennt. Klingt doch gleich viel sympathischer, oder? „Wird das was oder kann das weg?“ weiterlesen

Mein Naturgarten – wie er mir gefällt von Natalie Fassmann

Der Countdown läuft….morgen beginnt die Leipziger Buchmesse 2018. Hier auf dem Blog gibt es aus diesem Anlass das 3. Buch in der Woche der Gartenbücher.

Heute stelle ich euch ein Buch vor, dass gut zu meinem Stil des Gärtnerns passt.

Mein Naturgarten – wie er mir gefällt von Natalie Fassmann, erschien dieses Jahr im Ulmer Verlag und ist damit das 4. Buch aus der Reihe Mein ……Garten, wie er mir gefällt. Herausgekommen sind bereits Mein Obstgarten, Mein Kräutergarten und Mein Blumengarten.  „Mein Naturgarten – wie er mir gefällt von Natalie Fassmann“ weiterlesen

Gartentherapie – alles im grünen Bereich im Laafer Gärtla

Alle Gartenverrückten kennen sicher den entspannenden oder manchmal sogar meditativen Effekt des Gärtnerns, den sich Gartenlose wiederum gar nicht vorstellen können, denn oft wird als erstes nur an Unkraut jäten, Rasenmähen oder andere lästige Gartenarbeiten gedacht. Mir macht Gärtnern aber vor allem auch wegen der erholsamen und von lästigen Alltagsdingen ablenkender Arbeit Spaß. Der Quecke geht es garantiert besonders sorgfältig an den Kragen, wenn es den Tag über Ärger gab. 

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Genießen statt Gießen von Annette Lepple

Mein Garten liegt zwar nicht in der Nähe der Fränkischen Trockenplatte von Unterfranken, wo der Regen grundsätzlich schon ringsum in den Mittelgebirgen abregnet, aber auch hier in der Sandachse Franken machen die Regengebiete oft einen Bogen um den Garten. Wenn es dann im Sommer doch mal regnet, verschwindet das Wasser  ziemlich schnell in tieferen Schichten im Boden. Da die neu gepflanzten Stauden noch nicht so tiefe Wurzeln haben, war letztes Jahr an heißen Tagen das Kannenschleppen mein abendliches Fitnessprogramm.  „Genießen statt Gießen von Annette Lepple“ weiterlesen

Mit dem Taschengarten durchs Jahr 2018

In Zeiten, wo der Zahnarztermin des Sohnes, der nächste Theaterbesuch oder der Geburtstag der besten Freundin online auf allen elektronischen Geräten Alarmsignale sendet, verpenne ich regelmäßig den richten Zeitpunkt, in meine Samenkiste zu greifen. Kaum ist Weihnachten vorbei, ist auch schon wieder Ostern und die Chilisamen ruhen ein weiteres Jahr in der Kiste. Nur letztes Jahr war es beabsichtigt, da ich Platz für die vielen Malven und Agastachen brauchte.  „Mit dem Taschengarten durchs Jahr 2018“ weiterlesen

Mein ungezähmter Garten von Norbert Griebl

Mein ungezähmter Garten

Einmal im Monat nehme ich mir Zeit für eins meiner liebsten Hobbys…..nach neuen Gartenbüchern stöbern. In der obersten Etage meiner Buchhandlung vor Ort gibt es die Rubrik Garten und Naturbücher. Zuerst werden die stolz auf den Büchertischen präsentierten Ausgaben inspiziert. Oft kenne ich die meisten aber schon und dann darf auch mal das Regal herhalten. Hier sortieren die Buchhändlerinnen alles ein, was zwar neu und lesenswert ist, aber nicht unbedingt der ganz große Kassenreißer.

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Capucchino im Garten – der Miniteich mit Sahnehaube

Miniteich im Winter

Jedes Jahr stehe ich aufs Neue vor der Entscheidung…..was mache ich mit dem Mini-Teich im Winter? Lasse ich vielleicht doch mal die Pflanzen einfach im Holzfass und schaue, ob der Winter harmlos wird? Vielleicht hat Väterlichen Frost ja kein Interesse an einem Garten in Mittelfranken? Schließlich wächst doch auch Wein hier oder bei manchen stehen sogar Olivenbäume im Garten?

Das war mir aber doch zu riskant. Also habe ich in alter Manier bei eisigen Temperaturen meinen Körper mit einer Kneippbehandlung abgehärtet und versucht zu retten, was zu retten war. Weil der schwarze Mörtelkübel – Made in China –  aber so hässlich aussieht, habe ich mit den Fotos gewartet, bis man nicht mehr so viel davon sieht. Letzte Woche schneite es erfreulicherweise in Unmengen und nun ist auch der Garten wieder für die breite Öffentlichkeit vorzeigbar…:-))

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Färberkamille – einer der letzten Blüten im Garten

Nachdem hier schon der erste Frost um die Ecke geschaut hat, kann man trotzdem Ende November noch einige, wenn auch winzige Blüten entdecken.
Eine besondere Freude ist die Färberkamille, Anthemis tinctoria.
Ich hatte sie als Ritzenblümchen außerhalb des Botanischen Garten Erlangen in meinen Garten importiert. Nun hoffe ich, dass sie ihrem Ruf als aussaatfreudig gerecht wird und im nächsten Jahr irgendwo als Überraschungsgast erscheint. Denn sie ist leider auch kurzlebig, was so viel heißt, wie eventuell nur ein Jahr im Garten. Aber ich bin da mal ganz positiv gestimmt, da ich nicht ständig mit der Unkrauthacke durch die Beete jage.
Ein Blackbox Garten ist einfach viel spannender.

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Endspurt im Herbstgarten mit Astern, Malven und Sedum

Auch wenn die Hauptblütezeit der meisten Stauden und Sommerblumen nun vorbei ist, gibt es doch noch ausreichend Grund zur Freude, den herbstlichen Garten zu bewundern.
Mir geht es dieses Jahr ganz besonders so, da der letzte Herbst für mich ohne diese Freude in den Winter überging. Einen Umzug muss man erstmal verkraften. Während die meisten Pflanzen ohne mich im alten Garten blühten, waren die umgezogenen so weit zurückgeschnitten, dass sie möglichst anwachsen. Obendrein war der Boden so hart, dass ich keine Lust verspürte, dort auch noch Blumenzwiebeln für das Frühjahr zu versenken. Ich hatte also so eine Art ‚Gartendepression’…die zum Glück im Frühjahr spurlos verschwand. Seitdem ist die Lust zum Gärtnern zurück und es wird jetzt nicht mehr dem alten nachgetrauert….na ja, so ganz gelingt es noch nicht…;-)

Eine große Freude ist gerade diese Herbstaster, eine Raublattaster, deren Namen ich nicht kenne…

Ich hatte sie als Mini-Pflanze für 1 € auf einem Pflanzentauschmarkt in Erlangen erstanden. Sie ist der absolute Bienen und Schmetterlingsmagnet, sobald die Sonne scheint.
In meinen mitgenommenen Blumenkästen erschienen im Frühjahr klitzekleine Triebe der lila Aster…auch namenlos… Sie wanderte auf die linke Seite des Schmetterlingsbeetes und blüht mit Saras (Waldgarten)  Sedum um die Wette. Inzwischen ist schon wieder ein Herbstpaket von Sara eingetroffen, u.a. mit einer Mozartrose.

Dann gibt es ganz neu am Zaun eine riesige Wolke weißer Astern, die ich letztens von 
Fiona/ naturetoprint geschenkt bekommen habe. Durch das Regenwetter brauchte ich sie trotz diesen Umzugs kaum gießen. 

Das ganze Beet von der linken Seite aus…..

Die dritte Aster dort in der Runde war im Frühjahr in der Lieblingsstaudengärtnerei (Augustin) mitgewandert…die Raublattaster #Nachtauge in schwarzviolett.  Sie blühte recht spät, was aber auch an dem furchtbaren Wetter liegen kann.

Nachtauge und Verbena bonariensis neben Lupine…selber ausgesät

Lupinensamen aus dem alten Garten

Mein buntes Sammelsurium vor der Terrasse…rechts die 1 €-Aster und links eine Mini-Aster erst später gekauft. neben einer geschenkten Feige. Im Hintergrund der Bambus, der nicht mehr aus dem Topf will.

Und überall blühen noch die Malven in fast allen Beeten, denn die hatte ich auch im Frühjahr selber ausgesät. Die Samen stammen aus einem Blumenkasten vor meinem Freiberger Lieblingscafe Momo.
Überall immer noch Feuerwanzen in allen Größen, denn sie lieben die Malven und knabbern an den Samen.

Oben links die immer noch in Bodennähe blühende Kletterrose ‚Manita’….ein erfreulicher Anblick mit so einer späten Blüte.
Erwähnenswert wären die vielen Sedum, die alles geben, um die Bienen anzulocken. An der Terrasse in Dunkelrot #Matrona neben Bergminze, die unaufhörlich durchblüht. 

Bergminze
Und als nächstes wird das sonnige Herbstwochenendwetter genutzt und Blumenzwiebeln fürs Frühjahr eingebuddelt….;-)

verlinkt zu gartenwonne.com
Herbstliche Impressionen bei Heute macht der Himmel Blau