Capucchino im Garten – der Miniteich mit Sahnehaube

Miniteich im Winter

Jedes Jahr stehe ich aufs Neue vor der Entscheidung…..was mache ich mit dem Mini-Teich im Winter? Lasse ich vielleicht doch mal die Pflanzen einfach im Holzfass und schaue, ob der Winter harmlos wird? Vielleicht hat Väterlichen Frost ja kein Interesse an einem Garten in Mittelfranken? Schließlich wächst doch auch Wein hier oder bei manchen stehen sogar Olivenbäume im Garten?

Das war mir aber doch zu riskant. Also habe ich in alter Manier bei eisigen Temperaturen meinen Körper mit einer Kneippbehandlung abgehärtet und versucht zu retten, was zu retten war. Weil der schwarze Mörtelkübel – Made in China –  aber so hässlich aussieht, habe ich mit den Fotos gewartet, bis man nicht mehr so viel davon sieht. Letzte Woche schneite es erfreulicherweise in Unmengen und nun ist auch der Garten wieder für die breite Öffentlichkeit vorzeigbar…:-))

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Färberkamille – einer der letzten Blüten im Garten

Nachdem hier schon der erste Frost um die Ecke geschaut hat, kann man trotzdem Ende November noch einige, wenn auch winzige Blüten entdecken.
Eine besondere Freude ist die Färberkamille, Anthemis tinctoria.
Ich hatte sie als Ritzenblümchen außerhalb des Botanischen Garten Erlangen in meinen Garten importiert. Nun hoffe ich, dass sie ihrem Ruf als aussaatfreudig gerecht wird und im nächsten Jahr irgendwo als Überraschungsgast erscheint. Denn sie ist leider auch kurzlebig, was so viel heißt, wie eventuell nur ein Jahr im Garten. Aber ich bin da mal ganz positiv gestimmt, da ich nicht ständig mit der Unkrauthacke durch die Beete jage.
Ein Blackbox Garten ist einfach viel spannender.

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Endspurt im Herbstgarten mit Astern, Malven und Sedum

Auch wenn die Hauptblütezeit der meisten Stauden und Sommerblumen nun vorbei ist, gibt es doch noch ausreichend Grund zur Freude, den herbstlichen Garten zu bewundern.
Mir geht es dieses Jahr ganz besonders so, da der letzte Herbst für mich ohne diese Freude in den Winter überging. Einen Umzug muss man erstmal verkraften. Während die meisten Pflanzen ohne mich im alten Garten blühten, waren die umgezogenen so weit zurückgeschnitten, dass sie möglichst anwachsen. Obendrein war der Boden so hart, dass ich keine Lust verspürte, dort auch noch Blumenzwiebeln für das Frühjahr zu versenken. Ich hatte also so eine Art ‚Gartendepression’…die zum Glück im Frühjahr spurlos verschwand. Seitdem ist die Lust zum Gärtnern zurück und es wird jetzt nicht mehr dem alten nachgetrauert….na ja, so ganz gelingt es noch nicht…;-)

Eine große Freude ist gerade diese Herbstaster, eine Raublattaster, deren Namen ich nicht kenne…

Ich hatte sie als Mini-Pflanze für 1 € auf einem Pflanzentauschmarkt in Erlangen erstanden. Sie ist der absolute Bienen und Schmetterlingsmagnet, sobald die Sonne scheint.
In meinen mitgenommenen Blumenkästen erschienen im Frühjahr klitzekleine Triebe der lila Aster…auch namenlos… Sie wanderte auf die linke Seite des Schmetterlingsbeetes und blüht mit Saras (Waldgarten)  Sedum um die Wette. Inzwischen ist schon wieder ein Herbstpaket von Sara eingetroffen, u.a. mit einer Mozartrose.

Dann gibt es ganz neu am Zaun eine riesige Wolke weißer Astern, die ich letztens von 
Fiona/ naturetoprint geschenkt bekommen habe. Durch das Regenwetter brauchte ich sie trotz diesen Umzugs kaum gießen. 

Das ganze Beet von der linken Seite aus…..

Die dritte Aster dort in der Runde war im Frühjahr in der Lieblingsstaudengärtnerei (Augustin) mitgewandert…die Raublattaster #Nachtauge in schwarzviolett.  Sie blühte recht spät, was aber auch an dem furchtbaren Wetter liegen kann.

Nachtauge und Verbena bonariensis neben Lupine…selber ausgesät

Lupinensamen aus dem alten Garten

Mein buntes Sammelsurium vor der Terrasse…rechts die 1 €-Aster und links eine Mini-Aster erst später gekauft. neben einer geschenkten Feige. Im Hintergrund der Bambus, der nicht mehr aus dem Topf will.

Und überall blühen noch die Malven in fast allen Beeten, denn die hatte ich auch im Frühjahr selber ausgesät. Die Samen stammen aus einem Blumenkasten vor meinem Freiberger Lieblingscafe Momo.
Überall immer noch Feuerwanzen in allen Größen, denn sie lieben die Malven und knabbern an den Samen.

Oben links die immer noch in Bodennähe blühende Kletterrose ‚Manita’….ein erfreulicher Anblick mit so einer späten Blüte.
Erwähnenswert wären die vielen Sedum, die alles geben, um die Bienen anzulocken. An der Terrasse in Dunkelrot #Matrona neben Bergminze, die unaufhörlich durchblüht. 

Bergminze
Und als nächstes wird das sonnige Herbstwochenendwetter genutzt und Blumenzwiebeln fürs Frühjahr eingebuddelt….;-)

verlinkt zu gartenwonne.com
Herbstliche Impressionen bei Heute macht der Himmel Blau

Ein trauriger Tag für meinen Garten

So eng liegen Freud und Leid immer zusammen…das ist kaum zum Aushalten. Erst gestern habe ich mich noch so über eure lieben Kommentare bei Lottas Kaffeeplausch gefreut. 
Heute morgen, ich komme gerade vom Sohn-zur-Schule-bringen zurück, da steht Nachbars Auto von links bei Nachbar von rechts in der Einfahrt. Kurze Zeit später wird ein riesiger Container in den Hof gestellt. Jetzt ahne ich, was Sache ist. 

Unser Nachbar hatte letztes Jahr schon davon gesprochen, dass ihm die Fichten am Ende seines Grundstücks Angst machen. Inzwischen haben wir einige Stürme hinter uns gebracht und ich vermute, er hat jedes mal mitgelitten, ob die Bäume dem Ansturm gewachsen sind. Immerhin würden sie auf unser Grundstück und unser Haus fallen, wenn es dumm kommt. Ehrlich gesagt, ist mir gerade zum Heulen. 
Hier unser Topaz, der gerade Bestandteil des Natur-Beobachtungsprojekts
meines Sohnmanns im Biologie-Unterricht ist. 
Das erste Februar-Foto also noch mit Natur….das nächste dann ohne.

Ich versuche mich also abzulenken und tue nicht das, was ich tun müsste, sondern zeige euch meine Abschiedsfotos vom Wald, den ich aus meinem Küchenfenster und aus der ganzen Wohnung sehe.

Letzter grüner Blick aus dem Fenster
Wir haben neben den Küchenfensterscheiben weitere sehr große Scheiben, wie bei einem Wintergarten. Allerdings werde ich gleich flüchten müssen, weil ich den Anblick und die Motorsägen nicht länger ertrage.

Einziger Trost ist wohl, dass mein Schmetterlingsbeet nun mehr Licht bekommt…die Sonne ist ohnehin auf der anderen Seite. Ich werde einen Kastanien-Staketenzaun hinter das Beet stellen und meine Wicken aus der Samenkiste aussäen. Es soll wieder eine Freude sein, aus dem Küchenfenster zu schauen.
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Leider ist am letzten Samstag auch noch dieser schöne Baum, den wir vom Schlafzimmerfenster aus sahen, gefällt worden. Vielleicht versteht ihr meine schwarze Stimmung.

Auch hier weiß ich sehr gut, dass es notwendig war. Der Münzbach fließt in diesem Bereich durch eine unterirdische Röhre und die Bäume auf diesem Grundstück mussten schon reihenweise weichen, weil die Wurzeln eine Gefahr waren.
Wie schön wäre es doch, wenn der Münzbach auch an dieser Stelle noch zu sehen wäre…dann hätte ich einen Bach hinterm Haus. Kaum auszudenken. So muss ich mich eben mit meinem kleinen Miniteich im Weinfass trösten….
Hat jemand eine Ahnung, was das für ein Baum gewesen sein könnte? Ich hab nie aus der Nähe geschaut. 

Um nicht den ganzen Tag schlechte Laune zu haben, versuche ich, mich an den schönen Dingen in meinem Garten zu freuen. 
Das Ergebnis meiner Foto-Gartenrunde folgt und ich schicke die Cam Underfoot  Fotos gerne zu Sieglinde
Ist der Helleborus nicht eine Freude, wie er so senkrecht da steht und als Model in die Kamera strahlt? Die alten Blätter waren hässlich…ich hab sie vor einer Weile entfernt auf Anraten erfahrener Gärtner.
Im Topf rechts seht ihr….ich weiß es nicht…
Aber in der Mitte wächst meine Topf-Kastanie vom letzten Jahr.
Ich hab schon als Kind Kastanien im Sandkasten gezüchtet….eine davon lebt sogar noch.
Links Hellebores or. ‚Joy‘
Hier Helleborus or. ‚Red‘, der sich Nachbar von dem Gelben nennen darf.
Nachdem er den Winter unterm Topf verbracht hat, geht es ihm ganz gut.
Hellebores or. ‚Red‘
Ein weiterer Helleborus…leider ein namenloser Hybride aus dem Gartencenter…..
Er ist ziemlich hübsch und kam einfach mit Fichtenreisig über den Winter.
Ich freue mich natürlich riesig an den ersten Frühlingsboten, nachdem gestern der Garten ganz weiß war.
Ich entdecke auf der Münzbach-Wiese ein wunderschönes Schneeglöckchen. Vielleicht sollte ich mir das Ausbuddeln, bevor der Rasenmäher-Traktor von den anderen Häusern dort drüber fährt?
Ich freue mich an meinen eigenen Schneeglöckchen, wie sie kurzzeitig in der Sonne leuchten

und an den Winterlingen, die sich noch nicht öffnen wollen. Sie frieren noch.
Ich denke nach über die ersten Wildkrokusse, die immer noch am falschen Platz wachsen,
die aber immer sehr von den den ersten Bienen geliebt werden.
Ich staune über die kleinen Stockrosen-Pflänzchen im Kräuter-Kasten, die den Winter unbeschadet überlebt haben.
Der Samen stammte noch von Sara/ Waldgarten.
Ich kann es kaum erwarten, in welcher Farbe sie blühen werden, denn meine Schilder vom Herbst 2014 (!) sind verloren gegangen. Sie sind somit dreijährig.
Ich freue mich, dass ich inzwischen die Fingerhut-Rosetten von denen der Königskerzen unterscheiden kann.
Nur hat sich dieser wunderschöner Sämling seinen eigenen Platz gesucht.
Ich weiß nicht, was ich machen soll…der Platz ist nicht gut, so unter der Kugelrobinie.
Vielleicht geht umpflanzen, was meint ihr?
Ich fürchte, das geht nicht, bei unserem steinigen Boden.
Königskerze gestern
Königskerze heute

Ich verstehe gar nicht, was ich hier letztes Jahr ausgesät habe…ihr?
Auf meiner Gartenrunde entdecke ich erste Blüten an den Steinbrech/ Saxifraga…hoppla?
Eine Bergblume, der die Kälte nichts ausmacht?
Ich bin begeistert.
 Ich muss immer an die Vögel denken, die nun ihren Schutz verlieren, obwohl die Nächte gerade noch so kalt sind. Wie viele Nester werden wohl in diesen Bäumen sein. Dabei war ich so glücklich, dass sich die Vögel zum ersten mal dieses Jahr an meinen Futterplätzen durchgefressen haben. Sonst sind sie im Winter immer zu anderen Gärten weitergezogen.

Ich hoffe, dass ich auch weiterhin für diese armen Tiere ein Zuhause bieten kann. Dass sie immer noch vorbeischauen, um meine Schädlinge vom Apfelbaum oder von den Rosenblättern zu picken.
Inzwischen habe ich einmal mehr das Gefühl, auf einer einsamen grünen Insel, inmitten eines Häusermeers, zu wohnen. 
Erste Wild-Krokusse ‚Prinz Claus‘
Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, auf dem Weg zu einem Naturgarten die Ideen von Markus Gastl umzusetzen. Seit diesem Jahr ist mein Garten im Hortus-Netzwerk und nennt sich 
Hortus floridus montis…….Bergblumengarten. Siehe rechte Navigationsleiste…..
Daher kommt der neuer Name auch auf G+., der sicher nun einige verwirrt….
Der Blogname wird allerdings nicht verändert. 
Es ist und bleibt ein steiniger Garten.


P.S. Jetzt geht auch noch ein Schneesturm über allem nieder…ich dachte schon, heute wird schönes Gartenwetter.


Am Ende des Monats verlinke ich meine Bäume noch zu Ghislanas ‚Mein Freund der Baum‘.

(M)ein Wilder Garten im Januar

Hier sollte jetzt eigentlich der Jahresrückblick Teil 2 kommen, aber mir ist der ‚Wilde Garten‘ von Ghislana dazwischengekommen.

Da der Schnee seit gestern gerade am Wegtauen war, und weiterer Schneefall sich angekündigt hat, bin ich gleich auf Motivsuche durch den Garten geeilt und habe überlegt, an welchen Stellen ich denn einen wilden Garten habe. Im Januar muss ich gar nicht lange suchen, denn aufgeräumt ist er jetzt auf gar keinen Fall.

Im Rasen (oder sollte ich lieber von Wiese reden) sind die letzten Gänseblümchen vom Schnee gefaltet. Der Dezember hatte noch dieses tolle Foto geliefert.

Aber nicht nur um Ordnung geht es beim Thema ‚Wilder Garten‘. Viel mehr darum, ob es im eigenen Garten gelingt, einen naturnahen Garten zu schaffen mit Lebensraum für Vögel und Insekten, Schmetterlinge, Eidechsen, Amphibien. Ob man jedes Unkraut herauszupft oder sich in Gelassenheit übt und sich bewusst macht, dass auch Schmetterlinge Nahrung brauchen, wenn sie noch als Raupe durchs Leben kriechen. Und, dass man auch mal Schädlingen seine geliebte Pflanzen überlässt, wenn man auf Chemie verzichten möchte.

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Mein Kräuterbeet verdient die Bezeichnung ‚Wilder Garten‘ am meisten. Koriander, Borretsch, Pimpinelle, Fenchel und Kapuzinerkresse blühten noch bis November. Brennnesseln sprießen neben den Erdbeeren.

Ich finde es traurig, dass der Lebensraum für Vögel in der Stadt immer kleiner wird. Es ist nun sechs Jahre her, dass durch unseren Neubau die Natur durcheinander geraten ist. Seit dem kann ich selber mit beobachten, wie Kräuterwiesen verschwunden sind, alte Ebereschen und Linden gefällt werden mussten und wie gemischte Blüten- und Beerenhecken von ‚ordentlichen‘ Buchenhecken ersetzt wurden. Fast habe ich ein schlechtes Gewissen, weil man unsere Buchenhecke als Vorbild nimmt. Es war für uns die schnellste Lösung, Hunde vom Grundstücksbesuch abzuhalten, da Zäune bauen hier nicht üblich ist. Sohnemann wird vor allem den Blasenstrauch vermissen mit seinen riesengroßen Knallschoten.

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An unserem Apfelbaum ‚Topaz‘ dürfen die letzten zu klein geraten Äpfelchen immer hängen bleiben.

Im Lavendelbeet ahnt man noch den Sommer. Erst im Frühjahr wird hier alles zurecht gestutzt.

Fetthennen sind beides, Raupenfutterpflanze und Nektar für Schmetterlinge. Daher sehen die Blätter im Sommer bei mir immer ziemlich unansehnlich aus.
Daneben wächst schon eine Weile ein Sämling….ich hoffe, es wird ein Fingerhut…?
Die Königskerze haben die Vögel vorbeigebracht….sie wächst, wo sonst nichts wächst. Auf dem staubtrockenen Boden unter der Fichte. Sie hat so toll geblüht.
Die Vögel haben auch die Sonnenblumen gebracht. Ich hab sie nicht gesät und was Schneckenattacken überlebt, darf wachsen und wird den Vögeln vorgesetzt.
Und da ich oft gefragt werde, wie ich denn das Kiesbeet so sauber halte und so aufgeräumt….
Ich muss euch leider enttäuschen. Gerade jetzt sieht es hier sehr wild aus. 
Dafür hatte ich im Sommer eine Pracht an Astern. Über die Sämlinge war ich selbst überrascht.
Daneben wächst der Frauenmantel. 
Alchemilla-Laub ist im Winter der beste Lebensraum zur Überwinterung von Marienkäfern. Im Frühjahr muss ich immer aufpassen, sie nicht zu zeitig aufzuwecken.
Dieser kleine hier krabbelte schon im Februar herum.
Ich freue mich schon auf ein neues, auch mal wildes Gartenjahr.
2015 wird die Kamera nicht nur die Gartenschönheiten festhalten.
Bei Ghislana gibt es ab sofort am letzten Tag des Monats Neues aus ihrem wilden Garten im Naturpark Dahme-Heideseen in Brandenburg.
Ein Naturgarten in der Stadt…..ist das Ziel.

Es wäre so toll, wenn im Postleitzahlenbereich 0….. mehr Gärten im Netzwerk Hortus Insektorum entstehen würden. Bisher habe ich nur 2 gefunden. Am vorherigen Wohnort Erlangen dagegen sofort einen, die Lilien-Arche.

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