Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?

Brennnesseln und Schmetterlingsraupen

In der meisten Literatur über Naturgärten findet man den Ratschlag, dass Brennnesseln in einer wilden Gartenecke stehen gelassen werden sollen, weil sie den Raupen einiger Falterarten  als Futterpflanze dienen.

Die Biologen sind da allerdings anderer Meinung und erwähnen, dass es für den Artenschutz der Falter nicht erforderlich ist, die Brennnesseln im Garten wachsen zu lassen, da es eine sehr häufig vorkommende Pflanze in der Natur ist. Sie wird nicht durch ständiges Mähen der Wiesen zurückgedrängt, da sie oft entlang von Feld- oder Waldwegen wächst. Das bedeutet, dass  auch die Falter nicht gefährdet sind, deren Raupen auf Brennnesseln stehen. Man findet sie daher nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. „Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?“ weiterlesen

Makro Fotografie al dente von Andreas Kolossa – Rezension

Seitdem ich 2013 meinen Gartenblog gestartet habe , sind mir Social Networks, wie Google+ kein Fremdbegriff mehr. Dort ist mir vor einiger Zeit ein Schmetterlingsfotograf aufgefallen, nachdem ich ganz gezielt nach dem Begriff ‚Schmetterlinge‘ gesucht hatte. Andreas Kolossa, ein Meister der Makrofotografie von Schmetterlingen. Manchmal teile ich seine Fotos auf meinem Account, weil mir selber nie so perfekte Fotos gelingen. Oder geht das vielleicht doch? Vielleicht ein ganz klein wenig? „Makro Fotografie al dente von Andreas Kolossa – Rezension“ weiterlesen

Schmetterlinge, die Tagfalter Deutschlands – Rezension

Falls ihr noch ein gutes Bestimmungsbuch für Tagfalter sucht, kann ich das Buch Schmetterlinge, die Tagfalter Deutschlands, erschienen im Ulmer Verlag, sehr empfehlen.
Dort gibt es am Ende des Buches über 700 Abbildungen der verschiedenen Arten von heimischen, außeralpinen Tagfaltern mit genauen Beschreibungen, auf welche Merkmale zur Unterscheidung zu achten sind. Ergänzt immer durch eine Abbildung der zugehörigen Raupe und der Eier. Von jedem Schmetterling gibt es eine Abbildung von Ober- und Unterseite und die Unterscheidung in männlich oder weiblich.

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Ein neues Haustier und Buchempfehlung

Es ist ziemlich klein, das neue Haustier und wird auch nicht mehr größer. Es saß fast den ganzen sonnigen Nachmittag mit auf der Terrasse. Farbe Rotbraun.
Nein, ich bin jetzt nicht auf den Hund gekommen und leider ist es weder Katze noch Hase.
Seit einiger Zeit steht eine neue Rispenhortensie mit dem Namen ‚Honiggruß‘ auf meiner Terrasse. Zum Einpflanzen hatte ich noch keine Lust und so kann ich viel besser beobachten, ob es stimmt, dass mit den Blüten Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten gelockt werden können. Ihre champagnerweißen Blüten versprühen einen süßlichen Duft.

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Aus dem Tal der Wiesent zum Pfaffenstein

Noch einmal wollten wir das schöne Juliwetter nutzen und nach einem ausgiebigen Gewitterguss der vorhergehenden Nacht einen Wanderweg nehmen, den wir schon oft gegangen sind. Das erste mal zwei Tage vor dem schrecklichen Datum 9/11, dem Dienstag, an dem der große Sohn seinen ersten Schultag hatte. Das prägt sich besonders ein, denn sonst könnte ich das nicht mehr sagen, da ich noch nie ein Tagebuch geführt habe. 
Wir starten in Behringersmühle, am Gasthof und überqueren die Wiesent, auf der ein Paddler nach dem anderen vorbeikommt. Es ist noch sehr feucht am Morgen und der Schatten im Wald ist wunderbar, denn der Anstieg zum Pfaffenstein ist nicht so leichtfüßig zu bewältigen. 

Wir lassen also das Tal der Wiesent unter uns und steigen erst an Wasserdost und vielen Schnecken aller Art vorbei,

bis wir die Hohe der Frankenjura erreichen. Oben scheint auch wieder die Sonne und da es Juli ist – ich hatte es ja sehr gehofft – flattern die Schmetterlinge wild herum. 
Hier muss ich jetzt wieder sagen, es sind keine sehr hochwertigen Fotos, aber mir ist es wichtiger, wenigstens den Falter so zu fotografieren, dass man das Muster erkennen kann, damit ich zu Hause dann nachschauen kann, welcher Falter es ist. Ich glaube, das nächste mal werde ich aber trotzdem die große Kamera mit Zoomobjektiv mitnehmen. Denn die Falter mögen es gar nicht, wenn man so dicht heran geht. Und digitaler Zoom ist nur eine Notlösung.

Als erstes entdecke ich einen (weiblichen) Kaisermantel, der sich schließlich auf den Blüten des Wilden Dost Origanum vulgare/ niederlässt. Ein großer Schmetterlingsmagnet auch im Garten. Also….ich hab ihn und weiß, dass er sich bei vielen Bloggern fleißig vermehrt…:-)

Die folgenden lila Blüten sind zwar ähnlich, gehören aber nicht zum Dost. Kennt ihr sie?

Blütenreichtum wird immer belohnt…..
Entlang des sonnigen Weges blüht es auch gelb und es ist nicht das Habichtskraut, sondern der Raue Alant….würde ich sagen.

Noch mal ein abgeknicktes Blümchen aus der Nähe….
Da ich inzwischen zwar ein Schmetterlingsbestimmungsbuch habe, aber keins für Pflanzen, helfe ich mir meistens mit den Zeichnungen, die Wikipedia auswirft. Die sind sehr anschaulich. Man muss dann aber schon eine Vermutung haben, sonst nützt es nichts.

Auf dem letzten steilen Anstieg zum Pfaffenstein, sonnst sich auf den Steinen ganz oben ein Kleiner Perlmuttfalter. 
Manchmal möchte man auch lieber fliegen können…..:-)
Dann steigen wir wieder herunter, nachdem wir den 5-Täler-Blick nur ahnen konnten….oben waren riesige Haselnussbüsche gewachsen.
Der sonnige Weg, geht nun nicht mehr am Waldrand entlang. Er führt geradewegs zum Dorf Moritz, wo uns der schattige Biergarten erwartet. Davor kommen aber noch ein paar Streuobstwiesen und zwischen Weg und Obstbäumen blüht es wunderbar. 
Hier tummeln sich gleich mehrere Arten von Faltern.
Der C-Falter
Schornsteinfeger oder Brauner Waldvogel
Ein Bläuling am gelben Hornklee. Falls ihr ihn kennt, bitte sagen, welche Sorte es ist. Ich habe gerade nicht so viel Zeit, um ihn zu suchen.
Und ein Bläuling auch mal aufgeklappt…

Ergänzung: Es ist mit Sicherheit ein Feuerfalter, der zu den Bläulingen gehört.
Nur welcher….
Arti hat herausgefunden, dass es der Braune Feuerfalter (männlich) sein müsste.

Und hier eine Sache, die mir ganz sehr aufgefallen ist. So sieht der Original-Schauplatz der Falterversammlung aus. Sonnige Böschung mit Blüten und ungemähter Wiese.
Gegenüber der erste Garten im Dorf. Durchaus sehr blütenreich, aber ich sehe dort keinen einzigen Schmetterling, nicht mal am Sommerflieder.
Ganz klar, was die Leibspeise der Falter ist….sie mögen es bevorzugt einheimisch, wenn sie die Wahl haben.
Blütenreich, aber trotzdem Falterlos
Nach einer Stärkung geht es wieder bergab in Richtung Behringersmühle und wir genießen noch mal die Aussicht von ganz oben. 
Da ist der kleine Bläuling wohl gleich mitgewandert….oder besser mitgeflogen…überall am Dost flattert es.
Die Witwenblumen haben heute mehr Hummelbesuch…
Dann fliegt noch ein seltener Gast zum Saugen an die Kratzdistel, das Landkärtchen der Sommergeneration.
Diesmal warten die Männer (noch) geduldig auf der Bank am Häuschen
Die Wiesen dort oben sind einfach  Wohlfühloasen für Falter.
Ochsenauge an der Flockenblume

Am Ende der Wanderung gönnen wir uns noch ein Eis im Café an der Wiesent.
Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe

Sommer…..Sonne…..Juligarten

Beim momentanen Monsoon-Wetter vergisst man ganz schnell, dass der Juli (hier) ein sonniger und heißer Sommermonat war. In der Region hat es selten geregnet und meistens waren die Temperaturen so, dass man den Garten lieber im Schatten von der Terrasse aus betrachten wollte, dabei einen Eiscafé schlürfend und von einem Garten träumend, in dem alles von alleine wächst und sich automatisch bewässert….:-)

Sommertechnik……

Eiscafé ist gelungen…aber Gießkannenschleppen blieb mir nicht erspart. Auch das Wasser im Miniteich verdunstete oder versickerte regelmäßig. Die ehemalige Solarpumpe hatte den Geist aufgegeben und bei der neuen funktionierte der Akku erstmal nicht…ging zum Glück auch ohne.

Sommerterrassenträume……

Dafür gab es erste Ernteerfolge in Form einer gestreiften Zucchini, die ich aber nicht selber gezogen habe, weil mein Mini-Gewächshaus überfüllt war mit Goldlack, Agastachen und Malven in Weiß, Rosa und Lila.

Sommergemüse…..

Die Beerenernte ließ noch zu wünschen übrig, aber das braucht eben wieder seine Zeit, Dafür gab es einen erntereifen Pflaumenbaum und schon den ersten ‚Zwetschgendatschi‘ (fränkisch Pflaumenkuchen ohne Streusel), weil nicht in jeder Pflaume eine Made wohnte. Ich denke, die Ausbeute lässt sich noch steigern.

Sommerobst…..

Das Beet konnte nicht ganz bepflanzt werden, weil die Schafgarbe einfach wachsen durfte, wie sie wollte und nun kann ich sie doch nicht mehr wegmachen…:-)

Die Gurken wachsen fast so schnell, dass man zuschauen kann. Ich musste sie schon von der Schafgarbe entranken und in die Höhe leiten, da in die Breite ja nicht geht.

Sommerchaosgarten….

Die Beete blühten  prima vor sich hin und haben mich selber erstaunt, wie viel nach einem Jahr im Garten wieder möglich ist. Der Anblick der grünen Wiese im letzten August hatte Gartendepressionen bei mir ausgelöst.

Sommersonnenbeete…..

Schnelle Erfolge hat man mit Prachtscharten, die man als Zwiebeln einfach in großen Mengen im Frühjahr in die Erde legt. Leider hat dieses Beet manchmal Sumpfeigenschaften, wenn es längere Zeit heftig regnet, wie jetzt gerade…. Sicher ist verdichteter Boden durch den Hausbau die Ursache. Vielleicht sollte ich dort lieber einen Teich anlegen….:-)
Jetzt hoffe ich, dass die Rose Louis Odier noch einmal zum Blühen ausholt. Geranium Rozanne lässt sich aber durch nichts abhalten…
Die Farbe der Taglilie ist leicht überbelichtet. Normalerweise ist sie ganz Dunkel.

Sommerblumen….

Ja, und dann die Freude über die endlich blühenden selbstgezogenen einjährigen Malven.

Die mauretanische Malve heißt bei mir Momo-Malve, weil der Samen aus dem Blumenkasten meines  Lieblingscafes in Freiberg stammt.

Sommermalven……

Die Weißen aus meinem Garten haben es auch geschafft.

Eine rosa Buschmalve, weil ich nächstes Jahr sicher keine Lust mehr auf die Malvenzucht habe….:-)

Eigentlich wollte ich sie gar nicht kaufen, aber sie musste gerettet werden. Eine fast verendete Stauden-Clematis Arabella.

Agastachen gibt es in allen Beeten, weil ich zusätzlich zu den selber gezogenen in der Staudengärtnerei noch andere hübsche Sorten entdeckt hatte.

Agastache mexicana ‚Summer love‘

Nur über die weniger gewordenen Schmetterlinge habe ich mich gewundert, denn Agastachen sind normalerweise magisch anziehend für Falter.
Trotzdem kamen einige im Garten vorbei…jetzt kann ich mich den Raupenfutterpflanzen widmen.
Oh, der Distelfalter war ja doch hier.

Sommerfaltergarten….

Distelfalter am Sommerflieder

Auf den neuen Steinen der Kräuterspirale sonnen sich schon die Falter.  Ich hoffe, dass auch bald Eidechsen hier ein neues Zuhause finden.

Die Kräuter stehen in der Warteschleife und warten nun auf die Fertigstellung.

Sommerkräuter…..

Es summte und brummte reichlich. Der hohe Muskatellersalbei  und die hohe Katzenminze hatte ebenso hohen Besuch von Frau Holzbiene, die ich aber kaum scharf stellen konnte….sie ist hyperaktiv.

Sommerinsekten….

Ich war so froh, dass ich die Terrassenmöhren vor dem Rasenmäher retten konnte….

Wilde Möhre

Das Vogelfutter hat sich reichlich ausgesamt. Die erste Sonnenblume blüht und denkt jetzt bestimmt, sie hat sich im Monat geirrt….

Sommersonnenblumen…

Ganz liebe Sommerpost von Claudia, BirgittMano und  Ghislana (v. l.) hat mich auch erreicht und die musste ich jetzt vor dem Regenfenster fotografieren. Nun muss ich aber auch mal schreiben.

Sommerregenpost…

Eine Collage zum Abschluss

Sommerfaltergarten….

um welche Falter es sich dabe handelt, könnt ihr in den letzten Juli-Posts nachlesen

Verlinkt zu Birgitts Monatscollagen
Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe
Sommer bei Lotta/ Bunt ist die Welt

Schmetterlingsmagnet im Juli

Letzte Woche hatte ich mich gefragt, wo denn die Schmetterlinge im Garten sind, denn nicht mal am sonst heißgeliebten Sommerflieder war das Getümmel zu erkennen.  Das Tagpfauenauge war neben Distelfalter, Admiral und Kleinen Fuchs  der häufigste Gast im alten Garten. Die Sonnenhüte waren voll davon, auch die Margeriten und ganz neidisch schaute ich immer zu den Agastachen im Nachbargarten.
Jetzt habe ich auch einen Garten voller, sogar selbst gezogener Agastachen, aber auch da tummelt sich nichts und die Blüten des Oregano werden kaum besucht.

Admiral an Witwenblume Knautia macedonica

Das Problem der zu wenig vorhandenen Raupen-Futterpflanzen und des zu häufigen Mähen der Wiesen ist mir natürlich bewusst. Dass es gerade hier so sein soll, verstehe ich nicht. Sogar mein Nachbargarten hat riesige Brennnesseln, viele verwilderte Ecken, aber ohne jegliche Raupe.
Wo sollen sie auch herkommen, wenn kaum Tagpfauenaugen fliegen….ein Kreislauf.
Hier mal der seltene Gast…

Aber es gibt ja auch die Wanderfalter, wie den Distelfalter. Er schien zwar nach Freiberg ‚gewandert‘ zu sein, aber den Weg hierher scheint er nicht geschafft zu haben. Im Aromagarten Erlangen war er aber sehr häufig zu sehen gewesen. Meine vielen Disteln im Garten dienen dann wenigstens den Wildbienen als Nektar.

Trotzdem war eine ganz andere Blüte hier der Schmetterlingsmagnet Nr. 1. , die eigentlich zweijährig ist, aber von der ich ganz viele Ableger aus dem alten Garten mitgenommen hatte.
Die Kronen-Lichtnelke, die im Beet an der Terrasse blüht. Ihre tiefen Trichterblüten scheinen wie für die Schmetterlinge gemacht zu sein. Ganz seltener Gast….der Schwalbenschwanz.

Schwalbenschwanz an Kronen-Lichtnelke

Schwalbenschwänze benötigen Dill, Fenchel, Petersilie oder ähnliche Doldenblüter als Raupen-Futterpflanze. Wie viele Pflanzen so eine Schwalbenschwanzraupe vertilgt, könnt ihr gerade bei Miuh auf dem Blog verfolgen…:-)
Bei mir gibt es Fenchel und ganz viele Wilde Möhren im Garten.

Bevorzugt angeflogen werden offenbar violette (besser noch einheimische) Blüten…siehe Schwalbenschwanz am Blaukissen.

Viel häufiger war der Zitronenfalter an den Kronen-Lichtnelken zu finden.

Ungefähr in der Mitte und damit gegenüber dem Schmetterlingsbeet befindet sich das sonnige Terrassenbeet mit Margeriten, Ehrenpreis und Kronen-Lichtnelken.

Fast schien dieses Beet eher den Namen Schmetterlingsbeet verdient zu haben….
Ochsenauge an der Margerite
Manchmal genügt aber auch schon ein Wiesenblumenstrauß mit heimischen Wildblumenblüten. Die sind um einiges beliebter bei den Faltern.
Tagpfauenauge an Wiesenskabiose
Welchen seltenen Falter hatte ich wohl hier zu Besuch?

Nachtrag
Ich habe es doch noch herausgefunden
Es ist der Mauerfuchs

Mauerfuchs am Sommerflieder

Für alle, die erst seit dem fränkischen Garten bei  mir lesen und mehr über den Blognamen erfahren möchten, klickt einfach mal ‚About‚….:-)

Schmetterlingswiese Fränkische Schweiz

Im Garten entsteht gerade eine Kräuterspirale. Bisher hatte ich nie Platz für so ein Teil, obwohl ich ja Steine mehr als genug zur Verfügung hatte. Die dunkleren Gneissteine gefielen mir aber auch nicht so gut, wie die hellen Kalksteine, die es in der fränkischen Gegend gibt. 
Im Gartenboden hier lagern sie leider nur in Mini-Format. Für große Steine müssen wir das Auto nehmen und zu einem Steinbruch in der Fränkischen Schweiz fahren. Dort sind die Steine dann gleich noch mit Muster aus alten versteinerten Schnecken, also Ammoniten,  versehen…..
Spiralen für die Spirale. 

Oberhalb dieses Steinbruchs gibt es einen Acker am Waldrand und daneben eine Schmetterlingsblumenwiese.
Und hier möchte ich extra mal betonen…
….nicht nur Nektarpflanzen, auch Raupen-Futterpflanzen finden sich dort in großer Anzahl. Nur den Fotoapparat hatte ich mal wieder zu Hause vergessen.
Egal….während die Männer also nach Fossilien des Urmeers in den Steinen suchten, 
rannte ich (mal wieder) Schmetterlingen hinterher. 
Vielleicht seht ihr es ja auch…in der Wiese oben leuchtet es Gelb und das gehört zum gewöhnlichen Hornklee, der die wichtigste Raupennahrung für den Gemeinen Bläuling (Polyommatus icarus) bietet. Ebenso Rotklee, der in großen Mengen vorhanden war. 
Einem Bläuling  bin ich zwar nicht begegnet, dafür aber…..
….winzig klein auf der Kamille einem Braunen Waldvogel. der sich komischerweise auch Schornsteinfeger nennt. Denn er ist Braun und nicht Schwarz.
Die Falter saugen gerne an Blüten der Kratzdistel, Wald-Witwenblume, Brombeerblüten, Dost oder Bärenklau. Die Raupen ernähren sich überwiegend von Gräsern aller Art, so dass der Schornsteinfeger recht häufig vorkommt. In den Gärten wird man ihn wohl weniger antreffen, da der Englische Rasen doch sehr beliebt ist. Es gibt allerdings auch hübsche Gräser für den Herbstgarten, die man ja erst im folgenden Frühjahr schneidet. Das wäre dann sicher gut für diesen Falter.
Ja….dann habe ich ihn auch schon an seinen Lieblingsblüten erwischt….an der Acker-Kratzdistel. 
Als nächstes stellt sich der Dickkopffalter ein. Eine häufige Art ist der Schwarzköpfige Dickkopffalter (Thymelicus linoeola), der sich mit vielen Blüten zufrieden gibt. Gerne mag er die Acker-Witwenblume, Hornklee. Auch hier benötigen die Raupen Gräser zum Futtern.
Dickkopffalter an der Luzerne
Es wird also ganz deutlich, dass man die Falter fördern kann, wenn Gräser vom Sommer (Eiablage) bis zum nächsten Frühjahr nicht gemäht werden und an blütenreiche Flächen angrenzen.

Das Waldvögelchen schwärmt gerne zusammen mit dem Ochsenauge herum. Das konnte ich hier auch beobachten. An den Skabiosen-Flockenblumen ließ es sich ganz oft nieder.
Überhaupt…die ganze Wiese war voller Flockenblumen…ein faszinierender Anblick. Ich musste dann doch gleich mal Samen einkassieren, denn einige der Blüten waren schon verblüht.
Sehr oft habe ich diesen Sommer schon den Schachbrettfalter (Melanargia galanthea) entdecken können. Das ist sehr erfreulich.
Die Schachbrettfalter lieben Skabiosen, Flockenblumen und Disteln. Kein Wunder also….
Sehr interessant ist hier die Eiablage. Die Schmetterlingsweibchen lassen die Eier über den Wiesen ungezielt fallen. Die Eier sind besonders groß, da die vor dem Winter geschlüpften Raupen ohne Nährstoffaufnahme überwintern.  Die Raupen benötigen verschiedene Gräser während ihrer Entwicklung und wechseln zwischendurch sogar den Standort.
Disteln gibt es dort reichlich in allen Größen.
Zum Abschluss noch eine lila blühende Steinbruchpflanze…ähnelt etwas dem Wilden Thymian ???

Nachtrag:
Dank meiner kräuterkundigen Anne aus Dresden wurde hier der 
erkannt. 
Die roten Widderchen gab es auch in der Wiese, aber sie wollten sich gar nicht setzen, also leider ohne Foto…..nur der Vollständigkeit halber soll es hier erwähnt werden.
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Ich verlinke ab sofort eine Seite in der Leiste rechts, die hilft, Unkräuter zu erkennen.
Damit kann man überlegen, welche Raupenfutterpflanzen oder Nektarpflanzen man vielleicht im Garten in wilden Ecken stehen lassen kann.
Naturdonnertag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe 

Wo sind die Schmetterlinge

Fast ein Jahr ist es nun schon wieder her, seit ich hier das erste mal den Spaten geschnappt habe und das erste Stück Wiese für ein neues Schmetterlingsbeet entfernt habe. Erst nur mit den Ablegern aus dem alten Garten bestückt. Ein selber gezogener Sommerflieder, Stockrosen, Kugeldistel, Spornblumen, Purpur-Sonnenhüte und ein rotblättriger Salbei.
Im Frühjahr war ich erstmal froh, dass alles überlebt hat, obwohl ich den Purpur-Salbei schon fast entsorgt hätte, weil er lange Zeit nur als Gerippe dastand. Inzwischen hat er sich sogar verdoppelt. 
In den Saatschalen tummelten sich Agastachen und Malven in allen Varianten.
Aber ich war wirklich ungeduldig und wollte, dass es dort unbedingt dieses Jahr noch genau so blüht, wie im alten Garten. Wie das Schmetterlingsbeet aussehen sollte, hatte ich schon längst im Kopf, also blieb nur noch der Gang zur Lieblings-Staudengärtnerei und das natürlich nicht nur einmal…:-)
Jetzt sitze ich schon fast (denn ganz ist man ja nie) zufrieden auf der Terrasse und habe dann den Blick auf das sonnige Beet….nur wo sind die Schmetterlinge?
Mit den Pflanzen, die ich so ähnlich auch in Freiberg gepflanzt hatte, müsste es hier bei den vielen heißen Tagen, die der Sommer schon gebracht hat, eigentlich nur so wimmeln von Schmetterlingen.
Ich bin natürlich begeistert, dass es zahlreiche Bienen und Hummeln in den Garten geschafft haben. Nun hoffe ich nur, dass es die Falter auch irgendwann in größerer Zahl schaffen.
Links ein Zitronenfalter an der Hohen Katzenminze und rechts am neu erworbenen Sommerflieder.
Ein Rotbraunes Ochsenauge sitzt auf den nicht blühenden Ablegern der rosa Flockenblume/ Centaurea dealbata
Der folgende Blick ist auf den rechten Teil des Beetes gerichtet aus Richtung Süden. 
Zu sehen sind hier im Moment die zwei verschiedenen Monarden, Schafgarbe, Tauben-Skabiose, Salvia nemorosa , Trommelstocklauch, Phlox und Hohe Katzenminze. Auf die speziellen Sorten gehe ich heute mal nicht ein, sonst wird es zu viel.
Hier das ganze Beet im Vordergrund mit Muskateller-Salbei, Prachtscharten, die ich für 0,99 Cent die Tüte  im Frühjahr erstanden hatte.
Die Sonnenhüte blühen seit letzter Woche und die Agastachen sind richtige Turbo-Pflanzen, allerdings noch nicht meine selber gezogenen.
Endlich gibt es nun auch die tollen, über den Beeten schwebenden Blüten des Argentinischen Eisenkrauts, Verbena bonariensis.
Lavendel zog erst vor kurzem ein und ebenfalls ein Kaukasus-Gamander. Inzwischen gibt es kaum noch Lücken im Beet. 
Es gab allerdings manchmal besonderen Besuch und der war gar nicht im Schmetterlingsbeet zu finden. Als ich die Kiesfläche für den Mini-Teich fertig hatte, leckte natürlich das Weinfass. Die oberen Latten hatten kleine Lücken und bis ich den Wasserhahn zudrehen konnte, waren schon einige Liter im Kies verschwunden. Und plötzlich saß da etwas schwarzes…..ich hielt den Atem an, schnappte hektisch den Fotoapparat, aber er hatte es gar nicht eilig.
Ein durstiger Großer Schillerfalter…..
Erst nur schwarz mit dem weißen Muster, aber wenn er sich in die Sonne dreht, fängt er ganz wunderbar an, Blau zu schimmern. Ganz anders dagegen die Unterseiten in Braun.
2011 war er der Schmetterling des Jahres und ich habe ihn noch nie vorher gesehen. Er lebt gerne in naturnahen Mischwäldern und die Sal-Weide ist die Raupen-Futterpflanze. Davon gibt es in der Nähe einige. Er gehört zu den wenigen Faltern, die sich nicht vom Blütennektar ernähren. Also verständlich, dass er meine Schmetterlingsblüten nicht besucht hat. Wer sich dafür interessiert, was er mag, kann es hier nachlesen. Aber nicht erschrecken……er ist kein Vegetarier.
Der folgende Falter setzte sich abends auf den Wäscheständer und schien erstmal keine Blüten zu mögen. Ich nehme an, das ist ein Nachtfalter, aber ich kenne ihn nicht.
Ihr vielleicht?

Nachtrag:
Eva hat ihn herausgefunden…es ist ein Malven-Dickkopffalter und damit gar kein Nachtfalter.

Arten-Porträt auf www. schmetterling-raupe.de

Das nächste mal dann mehr über die Schmetterlingsbesuche im Garten.

Landkärtchen, Glückliche Hühner, Pommersfelden

Heute radeln wir mal etwas weiter, als bis zur Obstwiese und lassen auch die Blumenwiese links liegen. Auch der Neuhauser Bierkeller im Wald wird nicht angesteuert, zumindest nicht auf dem Hinweg, denn Pommersfelden und die ‚Faszination Garten‘ im Schloss Weissenstein ist das Ziel.
Trotzdem muss ich schnell anhalten, um das Landkärtchen zu erwischen. Es scheint ein Falter der Frühjahrsgeneration zu sein. Aber er huschte von Blüte zu Blüte und wollte sich nicht mit geöffneten Flügeln niederlassen. Viel Zeit hat man ja immer nicht, wenn die anderen schon längst vorne weg geradelt sind.

Falls es sich bei dieser weißen Dolde um den Wiesen-Kerbel handelt (?), dann ist es auf jeden Fall ein Insektenmagnet. Kaum zu übersehen war der rote Käfer im Pyjama-Look, der sich ganz treffend Streifenwanze nennt.
Hier hatten wir kurz mal einen nicht befahrbaren Waldweg eingeschlagen und da saß ER und war ziemlich erschrocken über die ungewohnte Zivilisation….leider habe ich nur noch die Ohren erwischt.
Noch mal tierisches….das Hühnermobil, in dem die Hühner sich wie die Holländer im Urlaub fühlen dürfen. Sie ziehen per Wohnwagen von einer Wiese zur nächsten. Und genießen dabei die schönsten Ausblicke…
Im nächsten Dorf, in Bösenbechhofen, einem OT von Höchstadt/ Aisch, gab es die leckeren Eier von den glücklichen Hühnern zu kaufen. Lecker…weil wir sie auf dem Rückweg mitgenommen und schon gekostet haben. 
Das Ziel ist erreicht…Pommersfelden mit dem barocken Schloss Weissenstein, dass von einem wunderschönen Park umgeben ist. Idealer Platz für eine Gartenausstellung. Ziel war nicht unbedingt, etwas mitzunehmen, denn mit Fahrrad geht ohnehin nicht viel. Den Pflanzen wollte ich so ein längeres Gerüttel bei 30 Grad jedenfalls ersparen und habe sie alle nur bewundert….:-) Auch Samen habe ich mehr, als ich jemals aussäen kann.
Fotografieren ist bei solchen Ausstellungen ja eher nicht erwünscht, da keiner seine Kunstobjekte kopiert haben möchte. Also nur am Rande….
Natürlich gab es viele herrlich duftende oder auch von Bienen umschwärmte Rosen, wie diese, die sich Wild Rover Strauchrose nennt. Dickson 2007 mauve
Nur geschaut….
Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe
Tierisches für Bunt ist die Welt