Lila-Rosa lockt im Schmetterlingsgarten

Der Monat Mai hatte bisher wettertechnisch einiges zu bieten. Von Starkregen über Hagel und Gewitter schaute die Sonne manchmal schon so heftig vorbei, dass im nahegelegenen Weiher erstes Baden angesagt war. Bei Temperaturen nahe an 30 Grad fühlen sich auch sie Schmetterlinge am wohlsten und honorieren die kleinsten Bemühungen, sie mit Nektar zu locken.
Wenn das Grün des Rasens noch die vorherrschende Farbe ist, dann werde ich sogar vom kräftigem Lila magisch angezogen. Sonst wäre er mir garantiert entgangen….der Besuch des Schwalbenschwanzes auf dem Blaukissen ‚Kitte‘, dass hier die äußerste Ecke des neuen Schmetterlingsbeetes füllt.
Mein erstes Schmetterlingsbeet im alten Garten lockte zwar auch Schmetterlinge in großer Zahl, aber meistens erst in den Monaten Juli-August. Lag es daran, dass es ein Stadtgarten war oder war es im Frühjahr einfach noch nicht warm genug für Schmetterlinge?
Ein erstes Plus ist hier der Nachbargarten, der noch nicht angelegt ist und viel Wildwuchs und freie Sandflächen bietet. So findet man es in Städten kaum noch. Alles wird ständig neu gebaut und Brachflächen sind eher rar. 
Der Schwalbenschwanz benötigt zur Eiablage Doldenblütler, wie Wilde Möhre, Bärwurz, Kleine Bibernelle und die Wiesensilge.  Im Garten kann man Dill, Fenchel oder Möhren aussäen.
Nektar saugen die Schwalbenschwänze gerne an rosa Blüten, wie Kratzdisteln, Kartäusernelke oder Rotklee…..und wenn nichts anderes da ist, auch mal am exotischen Blaukissen.
Das Lila lockte wenig später auch den Zitronenfalter, der aber bei weitem nicht so wählerisch war und alle lila und rosa Blüten reihum in Beschlag nahm.
Die Taubenskabiosen sind sehr beliebt obwohl sich die Blüte gerade erst öffnen wollte.
Die andere Skabiose hatte schon mehr zu bieten…
Die Weißlinge konnte ich immer am Lavendel beobachten, aber Blau ist zur Zeit noch rar. Sie besetzten überwiegend die winzig kleinen Blüten, wie hier beim Kleinen Storchschnabel
Ein anderer nagte an den Überresten vom Ackerstiefmütterchen.
Das Viola arvensis ist eine wichtige Nahrungspflanze für Raupen vom Kleinen Perlmuttfalter. Die Eier werden entweder direkt an die Pflanze oder im Herbst an trockener Pflanzensubstanz an Stellen abgelegt, wo im Frühjahr Sämlinge von Veilchen wachsen werden. Ganz schön raffiniert, oder? 
Das Tagpfauenauge überwintert genau, wie die Zitronenfalter. Dieses Exemplar sah schon etwas zerfleddert aus und lag lieber faul in der Sonne herum. 
Ganz neu war mich ein Besuch vom Kleinen Feuerfalter, der hektisch umherflatterte und ich ihm durch den ganzen Garten hinterherrennen musste, bis er sich mal setzte. Zum Glück viel er mit seiner roten Farbe auf. Ich glaube, er fand einfach noch nicht seine Leibspeise.
Im Schmetterlingsbeet Nr. 2 wächst es erfreulicherweise recht schnell….Mitte Mai…
und nun Ende Mai sieht es schon üppiger aus.
Ein Pflanzplan folgt an anderer Stelle….
Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Das Schmetterlingsbeet im Juli

Im zweiten Sommer blüht es üppig im Schmetterlingsbeet und einige Stauden haben sich sogar schon vermehrt. 
Wo das Beet sich befindet, könnt ihr auf meinem gezeichneten Gartenplan sehen. 
Es folgt dann noch mal ein genauer Plan von diesem Beet, damit man es bei Gefallen nachpflanzen kann. 

Im Juli blühen hier Schafgarbe, weißer Lavendel, eine weiße Rose, Kronenlichtnelke, Salbei,
die ersten Sonnenhüte, Indianernessel  und das Geranium ‚Rozanne‘. Demnächst auch der Schmetterlingsflieder.
Die Kronenlichtnelke hat sich bereits überall ausgesamt und für Nachwuchs gesorgt…da muss wohl einiges ausgegraben werden.
Vor der verblühten Deutzie hat sich eine riesige Wilde Karde eingefunden (ca. 1,80 m hoch)….letztes Jahr hatte ich sie im Nachbarbeet. Die Zufallspflanzen finde ich immer besonders spannend.
Anfassen ist nicht ratsam, dafür aber bewundern….:-)
Ganz neu im Garten ist der lila Mohn im Nachbarbeet, den ich ständig vergesse, zu fotografieren.
 Die letzten beiden Tage war hier eher gruseliges, kaltes Regenwetter. Na, wenigstens kein Schnee, wie auf der Zugspitze….:-)
Birgitt hatte mir letztes Jahr ein Samentütchen geschenkt…vielleicht ist er ja davon…
bei ihr gibt es gerade den lila Mohn zu bewundern.
Die Schmetterlinge fehlen im Moment noch auf den Fotos…meistens kommen sie aber ab Juli zahlreicher vorbei.
Dafür gefällt es den Bienen und Hummeln dort sehr gut.

Wenn ich es schaffe, möchte ich, wenn die Sonne wieder scheint, 
eine Freiberger Schmetterlingswiese besuchen.
Mehr über das Projekt ‚Sächsische Puppenstuben gesucht‘ kann man hier nachlesen.

Letzte Herbstblüten

Die Wetterprognosen für das nächste Wochenende sehen nicht gut aus….nach den sommerlichen Temperaturen vom Anfang November soll es jetzt in den Minusbereich gehen.
Das heißt, Abschied nehmen von den letzten Blüten im Garten.
Nach dem ersten Frost vom Anfang Oktober waren noch die Astern erhalten geblieben.
Die Raublatt-Aster ‚Herbstflieder‘ hatte ich letztes Jahr ins Schmetterlingsbeet gepflanzt und sie blühte erst üppig ab Ende Oktober bis Anfang November. 
Eine Riesenstaude, die ca. 1,50 m hoch ist.

Sie lockte zwar keine Schmetterlinge mehr an, dafür um so mehr Bienen, als es vor zwei Wochen fast sommerliche Temperaturen hatte. 
Leider kenne ich mich mit Wildbienen noch nicht so aus, aber eine war wohl auch zu Besuch….

Die letzten Blüher im Schmetterlingsbeet sind Astern,  
Salvia nemorosa ‚Amethyst‘ und Dauerblüher Goldlack
 Im Nachbarbeet Gräser mit Astern 
und eine letzte Blüte der überall erscheinenden Glockenblume….
Borretsch blüht pausenlos,
Monats-Erdbeere und Frühlings-Gedenkemein haben sich wohl in der Jahreszeit geirrt.
Ich hoffe, der angekündigte Schnee fällt irgendwo anders vom Himmel….:-))

Sommeranfang – das Schmetterlingsbeet im Juni mit viel Zierlauch

Schon längere Zeit ist es hier etwas ruhig gewesen. Dabei wollte ich schon lange mal wieder das Schmetterlingsbeet festhalten.
Es ist bisher ganz gut gelungen, dass immer etwas im Beet blüht, auch wenn sich noch keine Schmetterlinge eingefunden haben. Wahrscheinlich ist es so, wie jedes Jahr, dass die ersten Falter mit dem blühenden Lavendel in den Garten flattern.
Im Moment schweben im Beet noch riesige Zierlauchkugeln und auch einige Zierlauch-Wildarten. Sie sind auf jeden Fall ein großer Insektenmagnet.

Auf dem ersten Bild sieht man noch die ungemähte Gänseblümchenwiese….es war so feucht die letzte Zeit, dass der Rasen gerade so am letzten Samstag gemäht werden konnte. Aber jetzt soll ja wieder Sommer werden.
Ganz im Hintergrund ein Teil unserer riesigen Fichte, der leider in den unteren Etagen massiv von der Sitka-Fichtenlaus befallen ist. Ich hoffe, dass wir den Baum nicht verlieren, denn er ist ein super Sichtschutz zu einigen Nachbarhäusern.
Hier das Beet noch mal von vorne. Die Deutzie blüht gerade ganz üppig und viel mehr, als letztes Jahr. Der Rasen dahinter gehört schon zum Nachbargarten, so dass es eigentlich ein Inselbeet ist. 
Neben der Deutzie wächst eine Kugel-Distel, die von schwarzen Läusen befallen ist und eine gesteckte Dahlie wird täglich von den Nacktschnecken befallen. 
Der vordere Bereich hat noch kahle Stellen…und Katzenminze gibt es zu viel, nachdem ich an anderer Stelle gesehen habe, wie schnell diese Staude riesig wird.
Im Moment blühen Katzenminze, Goldlack, Geranium Rozanne, rotblättriger Holunder und der Zierlauch in allen Varianten.
Die Iris stammt noch vom Anfang Juni und die letzte Blüte hat sich vor einer Woche verabschiedet. 
Ich glaube, in diesem Beet ist im Moment einiges etwas später dran, als normal. Ansonsten ist hier im Garten aber auch Rosenzeit….
Das Geranium Rozanne zeigt sich schon jetzt als Dauerblüher, obwohl es noch so winzig ist. 
Eine letzte hohe Anemone mit Katzenminze
Die Anemone mit Prärielilien Ende Mai/ Anfang Juni
Die erste Schafgarbe fängt an, zu blühen. Ein Exemplar hatte ich letztes Jahr von Sara/ Waldgarten extra für das Beet geschickt bekommen. Diese Blüte gehört zur Schafgarbe 
 Achillea millefolium ‚Pretty Belinda‘
Diese Lauch-Blüte biegt sich auf ganz dünnen Stängeln, aber ich finde kein Namensschild im Beet mehr
Allium multibulbosum nigrum
Der weiß blühende Zierlauch blüht wirklich sehr spät und bringt herrliche weiße Blütenkugeln im Juni und Juli. 
Der Sternkugellauch Allium atropurpureum bildet weinrote, halbkugelige Dolden und eignet sich gut für sonnige, trockene Beete, da er aus Südeuropa stammt. 
Die Kugeln sollen sich sehr gut zum Trocknen eignen.
Die Riesenkugeln gehören zum Sternkugellauch Allium christophii und Allium abopilosum. Ich war schon sehr überrascht über diese Größe und es gibt im Moment eigentlich zu viele Kugeln im Beet. Sie sind aber, genau wie der Goldlack und Katzenminze ständig von Bienen und Hummeln umschwärmt.
Der Goldlack ist ein herrlicher Dauerblüher schon seit Mai
An der rechten Seite der rotblättrige Holunder mit rosa Blütendolden
Sehr schön finde ich die Farbe von Salvia nemorosa ‚Amethyst‘, dem Steppen-Salbei. An anderen Stellen im Garten gibt es bisher nur den blau-blühenden Salbei.
Im Nachbarbeet wächst der Zierlauch Allium amplectens, eine weiße Wildart, die ganz niedrig bleibt und in jedem Beet Platz findet.

Frühlingsgarten – Bunt ist die Welt #19

Heute nach längerer Pause mal wieder ein Beitrag aus dem Garten zu Lottas Fotoprojekt ‚Bunt ist die Welt‘ zum Thema frühlingshafte Gärten oder Parkanlagen.
Der erste Blick fällt auf das Schmetterlingsbeet. Hier gibt es im Moment noch sehr viele Tulpen. Die dunklen sind erst sehr spät gekommen. 

Links vor den Tulpen blüht der Goldlack. Er ist zweijährig, kann sich aber durch Selbstaussaat vermehren, wenn man die Schoten nach dem Blühen dran lässt.

Ganz vorne  die Frühlingsanemonen, die im Tulpentopf nun schon verblüht sind. Da der Standort ideal zu sein scheint, werde ich die anderen Anemonen dort mit dazu pflanzen. 
Das Beet hat Nachmittags Sonne und ist halbschattig.
An anderer Stelle wächst eine späte Pfingstrose. Die Vergissmeinnicht haben von ganz alleine in den Garten gefunden und werden jedes Jahr mehr. 
Auch im benachbarten Beet beim Hibiskus sind sie nun zu finden….ich hatte etwas nachgeholfen und ein paar verblühte Samenstände dort liegen lassen…
Dahinter hat sich gerade das tränende Herz entfaltet
Die helle Spring Green Tulpe ist farblich eine Abwechslung im Beet.
Hier ein paar an der Terrasse
Eine Papageientulpe, von der ich schon geglaubt hatte, sie ist verschwunden. Man erkennt sie daran, dass sie am Anfang ganz grün ist.
Ein Traum ist die Apfelbaumblüte dieses Jahr….das können unmöglich alles Äpfel werden.

Apfelbaum Topaz, der im Moment zu sehr in die Breite wächst