Stunde der Wintervögel

Seid ihr auch dabei? Am kommenden Wochenende rufen NABU und LBV zum sechsten Mal zur Stunde der Wintervögel auf. Bei der Aktion kann jeder mitmachen, der Lust hat, ob nun mit Garten oder ohne. Auch in Parks kann man wunderbare  Beobachtungen machen. Gerade heute stand in unserer Presse ein Artikel über heimisch gewordene Sittiche in einem Kurpark im Wiesbaden.

Quelle: CCO Pixabay Wolfgang_Vogt

Zur Vogelbestimmung der 35 am häufigsten vorkommenden Singvögel findet man auf der NABU-Seite eine schöne Übersicht. Für seltenere Vögel empfiehlt es sich natürlich, ein Foto zu schießen, damit man später herausfinden kann, um welche Art es sich gehandelt hat.

Da bei mir im Garten eigentlich fast nur so bekannte Vögel, wie Amsel, Sperling, Meisen, Eichelhäher und Elstern vorbeikommen, stand ich bei dem folgenden Vogel schon mal vor einem Rätsel.

Der seltene Gast stellte sich später als Wacholderdrossel heraus.

Mein Sohn behauptet ständig, er hätte einen Zaunkönig entdeckt…dabei haben wir gar keinen Zaun, sondern viele Meter Buchenhecke…:-)) Aber weil der Vogel auf seinem Bestimmungsbogen drauf ist, muss es den ja auch im Garten geben…logisch oder?

Die Hecke hat dieses Jahr wahrscheinlich ein paar Amselkindern ein neues Zuhause gegeben…ich hoffe ganz sehr, dass die Katze von Nachbars dort nicht rangekommen ist.

Am liebsten ist mir ja, wenn sie auf unserem Sofa kuschelt und nicht den Vögeln auflauert, sonst kann ich mir die Vogelbeobachtung am Wochenende komplett sparen.

Ich hoffe, dass meine Vorräte noch bis dahin reichen. Vorsichtshalber habe ich noch mal Nachschub gemacht…auch wenn das Herz schon verschenkt ist für diesen herrlichen Garten.von Ghislana…:-))

Ergänzung: Für alle, die noch unsicher sind, wie man denn nun die Vögel zählt, weil manche ja auch mehrfach die gleiche Futterstelle aufsuchen….gibt es hier beim Nabu die Anleitung.


Es sollte pro Beobachtungs-Stunde von jeder beobachteten Art nur die höchste Anzahl der gleichzeitig an der Futterstelle zu beobachtenden Vögel gezählt werden.





12tel Blick November

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und das vorletzte Bild für 2014 ist heute an der Reihe.

Das Wetter hat sich diese Woche endlich mal so verhalten, wie man das von einem Novemberwetter gewohnt ist. Nebelig, Grau, dauernieselnd und bei max. 4 °C am Tag. Die Wiese hätte noch mal gedüngt werden müssen, der Herbstdünger steht in der Garage. Vor lauter Pflanzerei hab ich das immer nach hinten geschoben und nun….ist es wohl zu spät!

Es blüht immer noch im Garten. Die Margerite im Herbstbeet sieht inzwischen aus, wie ein UFO.
Aber heute geht es ja um das Kiesbeet. Dort blüht nur noch die einzige Blüte von Clematis ‚Präsident‘ und links im Beet die dunkelrote Duftrose (namenlos) in Augenhöhe. Wenn ich die Gaura (Prachtkerze) nicht doch abgeschnitten hätte, würde sie immer noch blühen.

Einen lieben Dank noch mal an Sara/ Waldgarten, die mir eine selbstgemachte Steinblume geschenkt hat. Das war eine Überraschung…ein Weihnachtspäckchen im November mit ganz vielen Samentüten, Holzsternchen, ein Baby-Boo….hat alles schon seinen Platz gefunden.

Alchemilla wurde mehrfach geteilt und die Einzelstücke wieder eingepflanzt. Die feuerroten Blätter von dem Miniatur-Bäumchen im Topf gehören zum Kugel-Amberbaum ‚Gum Ball‘.
Ein Gummiball….?

Die Samenstände von Echinacea werden von den Meisen besucht. Wunderschön finde ich die blühenden Gräser, die ich von unserem Wohnzimmerfenster aus sehen kann.

Davor, das Birkenfutterhäuschen, das inzwischen auf der Terrasse steht. Es ist schwer zu sehen (mangels Zoomobjektiv), aber es sitzt gerade eine Meise drin. Sie mögen kein Fotoshooting und man wird sofort hinter der Scheibe bemerkt….

Wenn die (Nachbars-)Katze nicht da ist, kommen  reichlich Vögel vorbei. Ich habe einige stachlige Fichtenzweige unten reingesteckt. Das soll angeblich Katzen abwehren (ich denke, am besten wäre Blaufichte). Habt ihr Erfahrung mit so etwas?
Es wirkt im unteren Bereich wie ein Regendach und so bleibt wenigstens das Amselfutter trocken.
Ja, der aufgespießte Apfel ist eigentlich nur Deko….wer sich so etwas ausgedacht hat! Amseln können doch nicht dort hoch fliegen….

Zum Schluss noch mein UFO im Herbstbeet

Noch mehr November 12tel Blicke findet ihr, wie immer, bei Tabea
 
Meine 12tel Blicke kann man hier zusammenfassend anschauen. 
Im Dezember gibt es dann alle 12tel Blicke noch mal in einem Post als Rückblick.

Vogelpost – Jahr der Blaumeise

Bei mir wollen die Vögel nicht so, wie ich will. Da setze ich ihnen ein 5-Gänge-Menü vor die Nase, hänge die allerbesten, technisch ausgefeilten, Futtersäulen an den Baum. Bei Kälte gibt es das Wellnesshotel zum Übernachten. Kein Vogel in Sicht. Wen interessiert denn Vogelfutter, wenn sich die Katzen im Garten tägliche Schlachten liefern!

Dieses Jahr ist das „Jahr der Blaumeise“. Wenn ich das nicht zufällig in meinem Katalog gelesen hätte, würde ich nichts davon mitbekommen. Nicht mal die Amseln, die sonst immer zuverlässig nach dem Rasenmähen vorbeikamen, wollen in Anbetracht der Felltiger noch Regenwürmer zum Frühstück.

Auch der aufgespießte ‚Topaz‘ von unserem einzigen Apfelbaum wurde noch verschmäht
 Am Futterhäuschen lässt sich kein Vogel blicken

Ein hart umkämpftes Gebiet ist mein Garten geworden, wo gleich vier Kater und eine Katze der Meinung sind, es wäre ihr Garten.

„Also, liebe Vögel, überlegt es euch….ich war kurz davor, auf dem Leipziger Herbstmarkt eine neue Vogelvilla für euch einzukaufen, aber da ich keinen von euch sehe, hab ich es dann doch gelassen….“

In der Vogelpension habe ich allerdings ein Nest gefunden, also manchmal scheint doch ein Vogel vorbeizukommen und ich merke das gar nicht…
sehr praktisch ist bei diesem Modell, dass man die seitliche Klappe hochschieben kann……für ganz neugierige (wie mich)
 Das, was dort unten dran baumelt, nennt sich Bird Lounge und soll den Vögeln in der Nacht oder auch im Winter Schutz bieten.
Ganz begeistert war ich, von meiner neuen Futtersäule.
Ich hatte vorher so ein komisches Baumarkt-Modell, in dem das Futter zusammenpappte und nach kurzer Zeit schimmelte. Das wanderte ziemlich schnell in den Müll.

Ganz anders das neue Modell. Die Säule lässt sich kinderleicht per ‚Click & Go-System‘ öffnen und komplett auseinander bauen, so dass die Reinigung kein Problem ist und das Futter ganz leicht von oben nachgefüllt werden kann. 
Hier noch mal ein paar Fotos vom letzten Jahr, als die Spatzen noch zahlreich da waren.
Für mich ist es wichtig, dass das Futter auch vor Schnee geschützt ist und dafür ist diese Futtersäule optimal.
*****
Ja, und jetzt bin ich selbst überrascht. Kaum hab ich diesen Post verfasst, da sind sie wieder da meine Vögel…trotz der Katzen! Alles voller Meisen an allen Futterstellen und auch an den Stauden.
Vielleicht gibts dann nächstes Jahr doch noch die Grüezi-Villa?
Jetzt kann ich nur keine schönen Fotos machen, weil mein neuer Fotoapparat noch kein Zoom-Objektiv hat. Dafür hab ich aber auch schon eine Lösung. Es gibt doch solche Futterhäuschen, die man an die Fenster-Scheibe machen kann….
Da kommt auch der Haustiger nicht ran

Und für alle, die wie ich, grundsätzlich zu viel Futter einkaufen, hab ich noch einen Recycling-Tipp:

Wer seinen Rasen düngt, sollte den Eimer aufheben. Hier passt eine ganze Menge an Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und anderen Vogelleckereien rein und keine Maus kommt ran.
(Aber die haben wir ja auch nicht mehr….wegen der Katze)

Praktische Vogelfutteraufbewahrung

Vogelfutter selber machen

Das Leben eines Stadtvogels ist nicht einfach. Immer mehr Häuser entstehen und Bäume verschwinden, die vielleicht als Nistplatz oder Futterquelle gedient haben.

Damit sich die Vögel trotzdem in unserem Garten heimisch fühlen, werden sie von mir rundum verwöhnt. Inzwischen bekommen sie schon im Herbst Futter, damit sie sich an die Futterplätze gewöhnen. Ich freue mich immer, wenn die Vogelrestaurants im Garten eröffnet werden können.

Es macht Spaß, am Frühstückstisch in unsere kahle
Kugel-Robinie zu schauen, wo sich die Meisen und Spatzen sammeln und
dann entscheiden, welche Futterstelle sie aufsuchen.

In die kleinen Meisenknödelhalter passen 3 Knödel rein. In der Mitte war ein Knödel mit einer Erdnussmischung, der obere mit Insekten.
Hier ist deutlich zu sehen, welche Sorte Meisenknödel im Moment lieber auf dem Speiseplan stehen. 

Vorher – Nachher

Der große Energiekuchen wird auch schon fleißig angeknabbert. Das Zoom hat eine Blaumeise ausgespuckt.
 Unter der Kugel-Robinie liegt ein Apfel. Herr Amsel poste heute für dieses Foto und ließ sich überhaupt nicht stören, weder vom Orkan, noch von mir

Diesmal war bei meiner Bestellung eine große Packung Energiekuchen-Mischung dabei, um Vogelfutter selber herzustellen.

Es fand sich eine alte leere Kokosnuss. Der Maxiblock-Halter sollte einen
neuen Energiekuchen bekommen, eine alte Sandkastenform kam zum Einsatz und ein paar Kiefernzapfen.


Energiekuchen-Rezept
für 1 Energiekuchen

Zutaten: 30g ungesalzenes Rindertalg oder Frittierfett (z.B. Kokosfett)
90g Energiekuchenmischung
(Vogelfutter mit Fett im Verhältnis 3:1)

Zubereitung: das Fett schmelzen, die Energiekuchenmischung zufügen, in eine wärmebeständige Form gießen, abkühlen


Für die Zapfen habe ich die restliche Mischung erkalten lassen und dann
ganz kurz wenig erhitzt. So ließ sie sich ganz leicht mit einem kleinen
Löffel in die Öffnungen streichen.

Dann in den Garten hängen und am Anblick der schlemmenden Vögeln erfreuen!

Oder als Weihnachtsgeschenk verpacken…..

Die Anhänger sind eigentlich Druckvorlagen für selbstgebackene Kekse und findet man hier.

LG und einen schönen 2.Advent

Das Gartentier des Jahres – die Amsel

In der letzten Zeit war ein ziemlicher Andrang an den Vogel-Futterstellen im Garten. Sogar um die Reste einer Mini-Sonnenblume stritten sich die Kohl-Meisen. Die Amseln picken am Boden auf, was die Spatzen aus dem Futterhäuschen geworfen haben.
 

 

Ein Blick in die fast leeren Futtereimer in der Garage….es war höchste Zeit sie aufzufüllen.

 Am liebsten blättere ich im Vivara-Katalog, um die vielen
Vögel zu bestaunen, die es in meinem Garten nicht gibt. In der Hoffnung
auf ebensolche Vogelbilder fällt meine Bestellung dann meist etwas
größer aus, als die Piepmätze vertilgen können. Oft verschwinden sie
völlig, sobald die erste Schneeflocke vom Himmel fällt.

Heute habe ich im Katalog entdeckt, das das Gartentier des Jahres 2013 die Amsel geworden ist. Zusammen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung wird jedes Jahr von Vivara zur Abstimmung aufgerufen.

Neben Kohlmeise und Sperling ist die Amsel auch bei uns ganz oft zu Gast. Ganz zuverlässig hüpft die ganze Familie nach dem Rasenmähen oder bei Regenwetter über die Wiese und zupft die Regenwürmer raus. Im Sommer singt das Amsel-Männchen von der höchsten Fichte aus ihr Abend-Lied.
 

Ihre Vorliebe für Beeren fand ich früher gar nicht so toll. Als ich nur einen kleinen Garten hatte, war ich über den Amsel-Besuch in den Erdbeeren und Blaubeeren gar nicht begeistert. Erstaunt sah ich aber auch, das sie die roten, giftigen Eibenbeeren mit Genuss vertilgt haben. Es macht ihnen nichts aus, da sie die Kerne wieder ausscheiden.

Da wir hier so viele Katzen haben, stelle ich keine Futterschale auf Amselhöhe. Alles hängt im Baum oder an der Pergola.
Hier ist unser neuer gefährlicher Nachbartiger….

Ich habe ein paar Mini-Äpfel am Topaz dran gelassen. Aber ich hatte ja schon befürchtet….meine Männer pflücken sie Stück für Stück ab….

Vielleicht klappt es ja dieses Jahr mal im Winter mit den Vögeln.
Hier ist mein neuster Versuch, das Futter winterfreundlich anzubieten

Viele Grüße
Sigrun