Tomaten jetzt vermehren

Ein Grund für mich, samenfestes Saatgut und nicht das häufig in Gartencentern angebotene F1 -Saatgut zu kaufen, ist die kinderleichte Vermehrung. 
Natürlich kann man auch Saatgut einer Pflanze mit F1 Hintergrund vermehren, aber dann wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr die gleiche Pflanze wie die Mutterpflanze herauskommen.
Sehr negativ finde ich auch, dass mit F1 Hybriden in ärmeren Ländern Saatgut immer wieder nachgekauft werden muss. Sehr viel einfacher und preiswerter ist es also immer, den eigenen samenfesten Samen weiter zu vermehren.

Schön ist auch, dass durch die Saatgutvermehrung Samen mit anderen gartenbegeisterten Menschen getauscht werden kann und sich zum Bespiel seltene Tomatensorten aus Bayern auch mal an die Ostsee verirren.
Letztens habe ich eine Freundin besucht, mit der ich schon öfters meine Pflanzen tausche und diesmal schenkte sie mir zwei ihrer Tomaten. Nein, nicht zum essen waren die gedacht. Ich möchte sie nächstes Jahr auch bei mir im Garten wachsen lassen.
Dafür nimmt man einfach die vollreifen Tomaten, schneidet sie vorsichtig auf und streicht das Fruchtfleisch samt Samen auf ein Butterbrotpapier. Dann lässt man das ganze ordentlich trocknen und  kratzt später den Samen von dem Papier und bewahrt es so bis zum nächsten Frühjahr auf. Ihr werdet staunen, wie viel Samen man aus nur einer Tomate gewinnen kann und wie viele Menschen man damit glücklich machen kann.
Hier trocknet nun gerade die Sorte Czech’s Bush und die Cherrytomate ‚Sweetie‘.
Ja, und dann war ich letzten Samstag noch auf einer Gartenausstellung in meiner Nähe, die Faszination Garten auf Schloss Weingartsgreuth.
Dort entdeckte ich einen Stand, an dem ich gar nicht vorbei gehen konnte. Nach ausführlicher Beratung, welche Sorten denn günstig fürs Freiland wären, erstand ich dort für 1,80 EUR/ Tüte drei ganz besondere Tomatensorten (aus über 500 Tomatensorten), die man in keinem Gartencenter kaufen kann. 
Also…ich hab den Link gerade nicht zur Hand, aber Googeln lohnt sich…:-))

23 Antworten auf „Tomaten jetzt vermehren“

  1. Liebe Sigrun,
    mein Vater macht das auch so mit besonderen Tomaten, dass er von denen die Samen für nächstes Jahr aufbewahrt. Er kauft aber auch immer wieder neue dazu, weil er so ein riesen Tomatenfan ist. Jahr für Jahr hat er eine regelrechte Tomatenschwemme… 😉
    Liebe Grüsse,
    Nadia

  2. Super! Ich sehe es wie du, leider gehen bei uns ohne Gewächshaus Tomaten nicht. Ich freue mich schon jetzt auf deinen nächstjährigen Bericht. Viele nehmen den Samen so wie du und tauschen. Bei uns wird nur Samen von Stauden oder zweijährigen gesammelt.

    Sigrun

  3. Liebe Sigrun,
    einmal habe ich es auch schon versucht. Da ist es aber leider nichts geworden. Irgendwie habe ich nicht das Händchen dafür. Ich besorge mir aber immer von anderen Tomatenpflanzen.

    Liebe Grüße
    Jutta

  4. …ich habe noch nie Samen aus den Tomaten selber gewonnen, liebe Sigrun,
    kannte ich bisher nur von Physalis…wenn das aber genau so einfach ist, sollte ich das doch mal machen…allerdings habe ich dieses Jahr Pflanzen gekauft und weiß nicht, was dann dabei raus kommt…versuchen kann ich das ja trotzdem,

    liebe Grüße Birgitt

  5. Von meiner Mama (Gott hab sie selig) kenne ich es nicht anders. Gemüse wird selbst nachgezogen.
    Jetzt habe ich noch nicht die Möglichkeit, das zu tun. Wir wohnen ja nicht fest am Haff und können nicht so oft dort sein. In der Übergangswohnung ist nur ein klitzekleiner Vorgarten mit viel Schatten.
    Auch in der MdR Gartensendung (die ich sehr gerne sehe) sprachen sie von samenfest und kernecht. Ich versuche ein Pfirsichbäumchen aus Kernen vom Nachbarn zu ziehen. Sein Bäumchen hat keine Kräuselkrankheit. Das ist mir wichtig.
    Der Vater von ihm hatte sein Bäumchen selbst gezogen. Die schmecken so wie ich sie von meiner Mama in Erinnerung habe, leicht herb. Davon koche ich mir Marmelade. Die schmeckt mmm.
    Sie hatte auch immer Pfisichbäumchen selbst gezogen. Leider hat es nicht geklappt bei mir. Ich dachte die vom Nachbarn müssen doch kernecht sein. So lange wie der Baum schon steht.
    Vielleicht hast Du einen Tip. Du scheinst Dich gut auszukennen mit Gemüse- und Obstselbstzucht.
    Also wie erkenne ich das auf der Packung: samenfest?
    LG lykka

  6. Liebe Sigrun,
    ja, von dieser Art der Vermehrung bei Tomaten hab ich auch schon gelesen und wollte es immer mal ausprobieren…danke für's wieder dran erinnern!
    Die Ausstellung war sicher toll, da gibt es immer soviel zu entdecken und die Auswahl der Tomatensorten klingt himmlisch! Ich bin schon gespannt, was Du im nächsten Jahr davon berichten wirst!
    Hab einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

  7. wir werden die tomaten wieder aufgeben – zu schattig und zu feucht trotz dach.
    aber da wir ja in einer -wenn nicht gar DER – klassischen gartenbau-gegend leben gibt es hier viele tolle gärtnereien und hobbygärtner die wunderbare tomaten für kleines geld verkaufen……
    hab ich mehr platz für gemüse welches unser regenwald-klima mag 🙂
    xxxxx

  8. Hallo Sigrun,
    so hatten wir das vor Jahren auch versucht, aber mangels Geduld, der ständig und regelmäßigen Wassergaben, Urlaubsvertretung etc. haben wir es dann aufgegeben und da waren ja auch noch die Tomaten vom Schwieva. 😉 Doch die gibt es schon lange nicht mehr und trotzdem starte ich keinen neuen Versuch. Ich kann mir schon vorstellen, wie klasse es ist, Tomaten aus dem eigenen Garten direkt auf den Tisch zu bringen.
    Lieben Gruß, Marita

  9. Liebe Sigrun,
    manchmal bin ich dann doch erstaunt, auf was man heute alles achten muss. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Samen kannte ich noch gar nicht.
    Wir haben auch schon mehrmals versucht, Tomaten anzupflanzen, haben bisher aber noch nie Glück damit gehabt und inzwischen haben wir es ganz aufgegeben.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  10. Schön dass du das ansprichst mit dem Saatgut und dem Teilen und selbst vermehren. Das ist leider viel zu wenigen Menschen bekannt oder wichtig. Und es ist ja so toll von den Firmen mit dem F1 Saatgut gelobt und umschwänzelt zu werden als Blogger dass da jeder gedankenlos sofort aufspringt. Ich habe nur Samenechtes aus Prinzip auch wenn ich nicht alles selbst vermehre und jedes Jahr wieder viele Samen kaufe. Etliches habe ich aber aus eigenen Samen.
    Viele Grüße Achim

  11. Liebe Sigrun, ich habe das heuer auch gemacht. Wir waren bei einem Tomatenbauern in der Südsteiermark und ich habe mir von dort ein paar tolle Sorten mitgebracht. Werde dazu auch demnächst einen Beitrag veröffentlichen. Auf die erworbenen Tomatensorten bin ich schon richtig gespannt, es sind einige Fleischtomaten darunter.

    LG Kathrin

  12. So habe ich das mit meinen Tomaten früher auch gemacht, als wir noch einen Garten mit Sandboden hatten. Ich bedaure es sehr, dass bei uns die Tomaten immer an Braunfäule erkrankten. Aber die Bedingungen sind nicht die besten, wenn sie völlig frei ohne Überdachung bei Regen und Wind im Topf stehen müssen, daher habe ich es inzwischen aufgegeben. Besitze sogar noch ein Buch, dass sich um die Vermehrung aus eigenen Samen dreht. Hatte ich auch schon sehr lange nicht mehr in der Hand. 😉
    Einige Samen ernte ich ja doch immer noch, z.B. die der Malven …

    Liebe Grüße
    Sara

  13. Normalerweise mache ich das mit den Tomaten auch immer so, aber dieses Jahr hat mir leider die Braunfäule einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem die Tomaten zunächst ganz gesund waren, und üppig voller Früchte, hat nach ein paar heftigen Regentagen die Braunfäule schneller zugeschlagen als ich ernten konnte. Für nächstes Jahr muss ich mir unbedingt eine Überdachung einfallen lassen….
    Liebe Grüße, Monika

    http://www.monikas.country-living-in-the-city.de/

  14. Liebe Sigrun,
    toll, ich bin neugierig, ob du nächstes Jahr dann tolle Ernte machen wirst! Eine Kollegin, die derzeit allerdings in einem längeren Krankenstand ist, hat für mich auch Tomatensamen aus eigenen Pflänzchen zur Seite gelegt; jedenfalls hat sie mir das per SMS mitgeteilt… Frühere Versuche mit gekauftem Saatgut sind zwar durchaus etwas geworden, aber mir gingen die vielen Babypflanzen in meiner Küche damals im Frühjahr etwas auf die Nerven [und meinem Mann noch mehr, der mag nämlich keine Paradeiser ;-)] Aber was soll's dafür ist derselbe Platz bei uns jetzt mit Essiggläsern vollgestellt, das ist halt das Schicksal als Partner einer experimentierfreudigen Naturfreundin ;)) Heuer hatten wir eine reich bestückte Kirschtomatenpflanze vom Gärtner, mal sehen, was es nächstes Jahr wird… Ich wünsche dir jedenfalls gute Erfolge mit deinen Eigenbaupflänzchen. Achja – und vielleicht hast du Lust, deinen Post bei ANL und EINaB zu verlinken? Er passt zu beiden Linkups prima dazu!
    ANL: http://rostrose.blogspot.co.at/2017/09/anl-21-thema-mikroplastik-infos-und.html
    EINaB: https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.co.at/2017/09/einab-23-umweltfreundliches.html
    Herzliche Rostrosengrüße und ein schönes Wochenende!
    Traude
    PS: Und jetzt flitz ich noch zu den Seychellen! 🙂

  15. Hallo Sigrun,
    du nimmst also auch Papier zum Samentrocknen. Ich finde das einfacher und viel appetitlicher als die Gär-Methode im Glas, die immer empfohlen wird. Die Samen keimen auch ohne diese Glibbergeschichte. Meine Samensammelkiste ist jetzt vollständig bestückt!
    VG
    Elke

  16. Hallo Sigrun,
    ich mache das mit den Tomatensamen auch immer so. Außerdem vermehren sich bei mir einige auch wild in den Beeten – und die sind oft die besten Pflanzen, weil sie meines Erachtens sehr widerstandsfähig sind. Aber auch Chili, Paprika, Gurke &Co vermehre ich so.
    Ich habe schon von allen Sorten Samen genommen und für nächstes Jahr einsortiert.
    LG Marie

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