Unterwegs im Norden 1

Unser Urlaub führte uns dieses Jahr von Berlin nach Warnemünde auf dem Radfernweg Berlin – Kopenhagen. Die Strecke von der Insel Moen nach Kopenhagen haben wir vor 5 Jahren schon mit Freunden zurückgelegt.
Überwiegend sind wir durch wunderschöne Landschaft, teilweise riesige Naturschutzgebiete, geradelt. Davon heute ein erster Eindruck.
Wir haben insgesamt ca. 400 km mit dem Rad zurückgelegt.
Übernachtet wurde im Zelt

Gestartet sind wir bei einer Freundin in Berlin und ca. 2 Stunden bis zum Brandenburger Tor geradelt. Dort startet offiziell der Radfernweg Berlin-Kopenhagen.
Am Anfang folgten wir gleichzeitig dem Mauerradweg und verfolgten ein Stück Deutsche Geschichte.
In Brandenburg war der Radweg super asphaltiert und immer gut ausgeschildert, in Mecklenburg kämpften wir mit Sandwegen und Kopfsteinpflastern aus vergangenen Zeiten.
Meinem Sohn machte das Füttern der Enten mit altem Brot besonderen Spaß. Vor den Schwänen mit ihren noch grauen Jungtieren hielt er aber respektvoll Abstand.
Einmal sind uns sogar Wildgänse begegnet.
Das Wasser war immer unser Begleiter – riesige Seen, die Havel und zum Schluss die Ostsee.
Es gab idyllische Zeltplätze an Seen – Baden war immer gesichert.
Nur die Mücken waren in der Überzahl und wir waren ziemlich gepunktet.
Am Abend unseres Touren-Starts (6.August)
gab es ein heftiges Unwetter im Gebiet Obere Havel. Reihenweise
umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Als wir einen Tag später dort
ankamen, war zum Glück das meiste schon an den Rand geräumt und zersägt.
Wir durften auch mal mit der Draisine auf 4 Rädern fahren
Die Wiesen, durch die der Radweg ging, waren voll mit bunten Blumen, die ich gar nicht alle kenne.
Einfach waren noch die folgenden:
Königskerze
Nachtkerze
Wegwarte
An der Havel
Auf dem nächsten Bild wird es schon schwieriger
Schafgarbe mit Schmetterling
und eine Skabiose
Die anderen kenne ich nicht
Es gab wunderschöne Wasserlandschaften im Müritz-Nationalpark mit Mooren –
Schwarzes Moor
wir haben aber auch mal eine künstlich angelegte Wasserlandschaft entdeckt.
Dort wuchs die Wasserminze ganz üppig.
Hier blüht der Froschlöffel, den ich im Mini-Teich gepflanzt habe, in freier Natur
Blühender Froschlöffel
Auf den Strommasten nisteten Fischadler
in einer Landschaft mit üppigem Wasserdost
Die Blüten sehen wirklich aus, wie riesiger Oregano
Der Name Dost ist schon ganz treffend
Die Sonnenblumen waren unser häufiger Begleiter
Auch Sanddorn wächst reichlich im Mecklenburger Sandboden
Einmal stand unser Zelt direkt an einem Gasthof. in Güstrow.
Hier gab es Tiere in Hülle und Fülle. Mein Sohn war begeistert und fütterte die ganze Zeit Hasen und Meerschweinchen.
Es gab aber auch Papageien
und die in Deutschland heimische Sumpfschildkröte
Die lässt sich nicht so gut füttern, denn sie mag lieber Fisch – Hackepeter geht auch
Mit Finger reinhalten sollte man vorsichtig sein
Einmal stand unser Zelt direkt neben einer Hortensie, die ein Dauercamper zurückgelassen hat
Am Ende sind wir ein wenig von der Hauptroute abgewichen, da wir noch an der Ostsee auf dem Ostseeradweg fahren wollten.
Im Ostseebad Rerik sind wir an der Ostsee angekommen.
Kurz davor gibt es eine Holländer Mühle zum besichtigen.
Die Heckensrose ist für mich der Granatapfel der Ostsee
An einem Strauch gibt es Blüten und die roten Hagebutten gleichzeitig
Alles romantisch, nur etwas kälter, als im Süden Europas
An der Ostsee
Der Ostseeradweg endete für uns in Warnemünde
Im Hafen tummeln sich riesige Möwen
Leider fielen meine gebackenen Calamaris  einem Möwenangriff zum Opfer
und wir begingen damit eine Ordnungswidrigkeit
Von dort ging es nach Rostock und schließlich mit dem Zug zurück nach Berlin.
Das nächste Mal folgt ein Bericht vom Schloßpark Oranienburg, der auf dem Weg lag.

7 Antworten auf „Unterwegs im Norden 1“

  1. Da bist Du ja mutig, was das Zelten betrifft. Wow und 400 km radeln … Habt Ihr da eine spezielle Fahrradausrüstung? Mein Mann klagt immer, wenn er länger mit dem Rad unterwegs ist … Unsere Kinder zelten auch viel, sind Pfadfinder… Aber wir kannten das Zelten aus jungen Jahren nicht und heute macht auch der Rücken nicht mehr mit. Eigentlich schade …
    Aber es ist schön, so nah an der Natur zu sein und da anzuhalten, wo es einem gefällt. Ein Verwandter verreiste immer mit einem Wohnmobil.
    Schöne Eindrücke! Und Granatapfel der Ostsee, DA-RAUF muß man erst einmal kommen!:-)
    Aber ich denke mal, daß es dort etwas kühler war, war beim Zelten nicht so verkehrt, oder? Erinnere mich nur, daß ich mal für kurze Zeit bei großer Hitze vor Jahren in einem Mini-Zelt wenige Tage verbrachte, das war kaum auszuhalten.
    Dann bin ich schon gespannt auf Deinen nächsten Bericht. Bin z.Zt. leider immer nur sporadisch hier. Gleich kommt Besuch und am Wochenende auch wieder. Volles Haus also … Erst im September haben wir immer alle Geburtstage weitgehend hinter uns …

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Es war vor allem abends und morgens beim Frühstücken echt kalt und windig. Am schönsten war es deshalb, bei dem Gasthof zu zelten. Dort konnten wir abends lange innen sitzen und morgens gab es Frühstück vom Buffet.
      Gegen Kälte im Zelt kann man ja was tun, da hilft der warme Schlafsack, bei Hitze hilft nichts, das stimmt.
      Bis bald! LG Sigrun

  2. Danke für den Besuch meines ersten Beitrages überhaupt. Ich bekomme alle Kommentare per Mail, das funktioniert. Habe noch was geantwortet.
    Ach so, wir haben normale Trekkingräder, einen Fahrradanhänger für Zelt und Matten und wasserdichte Fahrradtaschen, da wir häufig Zelten. Wir waren schon oft Paddeln und da braucht man ein Grundausstattung an wasserdichten Hüllen etc. Und jedes Jahr zu Pfingsten gibt es eine 3-tägige Radtour auf einem Flüsse-Radweg, aber dann mit Übernachtung in der Pension.
    LG Sigrun

  3. Hallo Sigrun,

    habe mir diesen schönen Beitrag mal gespeichert und werde mir morgen deine Reiseroute nochmal genauer anschauen. Die Fotos siond so wunderschön. Ich überlege gerade, ob das nicht für uns auch mal eine schöne Tour wäre.

    Auf der einen CVollage über der Wegwarte (rechts, oben) das müsste Natternkraut sein, oder?

    Bei deiner Collage aus "Unbekannten" meine ich, dass es links unten das Seifgenkraut ist. Das findest du auch in unserem (noch sehr überschaubarem) Pflanzenlexikon.

    Habe dir bei mir im Blog noch geantwortet, wegen den 12 Schritten.

    Liebe Grüße,
    Annika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.