Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?

Brennnesseln und Schmetterlingsraupen

In der meisten Literatur über Naturgärten findet man den Ratschlag, dass Brennnesseln in einer wilden Gartenecke stehen gelassen werden sollen, weil sie den Raupen einiger Falterarten  als Futterpflanze dienen.

Die Biologen sind da allerdings anderer Meinung und erwähnen, dass es für den Artenschutz der Falter nicht erforderlich ist, die Brennnesseln im Garten wachsen zu lassen, da es eine sehr häufig vorkommende Pflanze in der Natur ist. Sie wird nicht durch ständiges Mähen der Wiesen zurückgedrängt, da sie oft entlang von Feld- oder Waldwegen wächst. Das bedeutet, dass  auch die Falter nicht gefährdet sind, deren Raupen auf Brennnesseln stehen. Man findet sie daher nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Hier habe ich schon mal Fotos in der Natur gemacht und das Foto hier rein kopiert. 

Ich denke,  jeder sollte für sich entscheiden, welche Raupen er im eigenen Garten beobachten möchte oder welche Falter überhaupt in der Gegend vorkommen.

Die Brennnessel dient als Raupenfutterpflanze für  Falterarten, wie Admiral, Kleiner Fuchs, Landkärtchen oder  Tagpfauenauge.   Kleinvögel, wie  Stieglitze (Distelfinken) fressen gerne die Samen der Brennesseln.

Alarmzeichen Bestandszuwachs der Brennesseln

Während Schmetterlingslebensräume, wie wenig gemähte Blumenwiesen, durch industrielle Landwirtschaft und zunehmende Bebauung abnehmen und Schmetterlingsarten verschwinden, ist leider ein anderer Trend zu bemerken. Der positive Bestand von Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs, den ihr sicher auch im Garten beobachten könnt, ist Anlass zur Sorge.

                            „……. Beide Arten profitieren von der Ausbreitung der Brennnessel, die ihren Raupen als Nahrungspflanze dient. Landwirtschaft, Industrie und Verkehr sorgen durch ihre Emissionen für verstärkten Stickstoffeintrag aus der Luft. Der fördert den Wuchs von Brennnesseln auf Kosten von Pflanzen, die an nähstoffarme Standorte angepasst sind. Mit diesen verschwinden heimlich still und leise auch die spezialisierten Schmetterlingsarten.“   Quelle NABU NRW

Dieser Artikel bestätigt eigentlich, was ich  zum Thema ‚Brennesseln im Garten‘  erfahren konnte.

Raupenfutterpflanzen für seltene Falterarten

Raupen haben natürlich unterschiedliche Leibspeisen und nicht alle bevorzugen Brennnesseln. Hier kannst du  überlegen, welche Falterarten geschützt werden können und dann diese Futterpflanzen in den wilden Ecken des Gartens stehen lassen. 

So liebt der Schwalbenschwanz die wilde Möhre und dieser Falter ist schon seltener geworden. Seine Raupen sind durch zu häufiges Mähen der Wiesen sehr gefährdet.

Der seltene ‚Schwarze Apollofalter‘ nutzt den Lerchensporn als Raupenfutterpflanze. 

Schwalbenschwanz am Blaukissen

Brennnesseln im Naturgarten, besonders wenn er sehr klein ist, sind  also nicht unbedingt erforderlich.

Man kann Brennesseln  ohne Probleme  jäten ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und dafür mehr andere Wildstauden stehen lassen.

Für Naturbeobachtungen, ganz speziell auch für Kinder, kann es spannend sein, direkt im Garten zu beobachten, wie sich Raupen durch die Brennnesseln fressen, bevor sie zum Schmetterling werden. Man kann ja auch mal Brennnesseln in den Topf pflanzen, dann fallen die Wurzelausläufer weg. Samen bilden sich natürlich trotzdem.

Brennesseln als Wildkraut

Hast du doch schon zu viele Brennnesseln im Garten und möchtest sie dort nicht haben, kannst du sie  als Wildkraut wie Spinat zubereiten. Dann nützen sie aber den Raupen nichts mehr (falls das doch dein Anliegen sein sollte).

Ich kenne eine Bäckerin, die Brennesselsamen zum Brotbacken nimmt und selber den Brennesselsamen als Stärkungsmittel nutzt. Es wird als heimisches Superfood immer beliebter. Man kann die Pflanzen und Samen natürlich auch in der freien Natur sammeln gehen. 

Heimische Wildstauden im Garten ansiedeln

Der Tierwelt zuliebe kannst du versuchen, mehr heimische Wildstauden im Garten anzusiedeln. Die haben zwar nicht mehr diesen knalligen Wow-Effekt der züchterisch veränderten Stauden, aber ich bin mir sicher, dass man hier niemanden arbeitslos macht. Auch Staudengärtner vermehren Wildstauden.

Es gibt  Züchtungen, die nicht weit weg vom Original sind. Das findet man mit der Zeit heraus. Kritisch finde ich nur, wenn sich die Farbe verändert hat, da viele Insekten farbspezifisch unterwegs sind. Oder wenn die Pflanzen von nektarführend zu nektarlos gezüchtet werden. Das findet man sogar bei Sonnenblumen bzw. bei allen gefüllten Blüten.

Die Definition der heimischen Wildstauden ist nicht ganz einfach, aber man kann sich auf die Bezeichnung ‚Wildstaude‘ in den Gärtnereien verlassen. Oft erkennt man die Pflanzen, wenn hinter dem lateinischen Namen die ‚Sortenbezeichnung‘ fehlt. 

Im Buch von Norbert Griebl findest du eine prima Auswahl zu heimischen Wildstauden.

Im Sommer kannst du auf heimischen Wildblumenwiesen Samen sammeln und im Garten ausstreuen. So habe ich mir letztes Jahr einen Vorrat an Wiesen-Flockenblumen in der Fränkischen Schweiz zugelegt. 

 

Verlinkt zu Pfauenauge – Nützliches Unkraut

27 Kommentare bei „Kein Naturgarten ohne Brennnesseln?“

  1. Also ehrlich, da halte ich mich jetzt mal an die Biologen 🙂
    Eine weitere Ausbreitung von Brennnesseln im Garten brauche ich eigentlich nicht. Sonst darf bei mir Unkraut ja gerne mal wachsen wie es will.
    Liebe Grüße

  2. Liebe Sigrun,

    ich denke auch, dass es Brennnessel ohne Ende gibt. Ich lasse auch viel „Unkraut“ im Garten wachsen, aber Brennnesseln muss ich nicht haben. Ich habe jetzt auch vor einiger Zeit angefangen, bestimmte Wildpflanzen mir in den Garten zu holen. Außerdem habe ich auch immer Dill und Fenchel. Am Dill hatte ich vor zwei Jahren die Raupe des Schwalbenschwanzes, habe den Falter aber leider später nicht gesehen.

    Liebe Grüße
    Jutta

  3. Die Raupen sind ja toll fotografiert.
    Brennesseln hat hier keiner im Garten und wenn, dann rupfen die das raus.
    Aber ic h mag Brennessel als Gemüse ganz gerne zusammen mit Spinat, lecker. Allerdings nur Brennessel als Gemüse ist mir zu rezent. Aber da gibt es tolle Rezepte, also ich würde die im Garten stehen lassen und verspeisen.

    Lieben Gruß Eva
    die heute soviele Schmetterlinge gesehen hat.

  4. Ehrlich gesagt, Sigrun, ich habe gar keine Brennesseln im Garten oder zumindest nicht so viel, dass sie ein Problem wären. Aber nicht, weil ich sie regelmäßig ausrotte, sondern weil sie in unseren Garten gar nicht wachsen. Mögen die vielleicht den lehmigen Boden nicht?
    LG
    Sigrid

  5. Interessanter Beitrag ! Brennesseln vermehren sich rasend schnell und man wird sie dann nur noch schnell los. Bei mir im Garten gibt es einige wenige, die ich aber unter Kontrolle habe, ansonsten sehe ich sie in der NAtur auch reichlich.
    Herzliche Grüße, Birthe 🙂

  6. hier stehen die ganzen flussufer voll mit 2m hohen brennnesseln wegen der überdüngung der gewässer – hauptsächlich durch die landwirtschaft……. im garten hatten wir am anfang auch sehr viele – verwildertes grundstück halt. jetzt habe ich die nesseln halbwegs im griff und sie haben anderen wildstauden platz gemacht – die mich auch nicht dauernd zwicken ;-D
    xxxx

  7. Liebe Sigrun,
    bei mir im Garten sprießen sie schon wieder und werden bald aufgefuttert, und zwar von uns! 🙂 Na, nicht so ganz, aber doch täglich die jungen Blättchen und auch für Tee! Das ist ein wahrer Jung- und Gesundbrunnen, den ich jährlich niemals missen möchte!
    Wie lange habe ich nun schon darauf gewartet. Ich müßte erst bis zum nächsten Wald. Am Feldrand kann man die ja heutzutage gar nicht mehr guten Gewissens pflücken, außerdem wachsen hier ohnehin keine!

    Ich bin jedenfalls froh, Brennesseln im Garten zu haben, denn draußen weiß man schließlich nie, womit sie in Berührung kamen. Selbst im Wald oder am Waldrand, wie ich es schon erlebt habe! Wo per Flugzeug Gifte abgesprüht wurden und niemand hat es vorher gewusst!!! Kriminell zwar, geschieht aber leider! – Hätte ich keinen Garten mehr, wäre ich allerdings gezwungen, mir die Brennesseln von draußen zu holen. Doch auch nur nach intensiver Recherche und Versicherung der Zuständigen, um giftfreie Wildkräuter genießen zu können.

    Ich halte sie allerdings in Schach, d.h. sie dürfen sich nicht im gesamten Garten verbreiten, nur an bestimmten Stellen, aber doch so, dass wir ausreichend für Tee und zum Essen haben.

    Von nun an bereichern sie jedenfalls täglich unseren Speiseplan und reichen dann gerade so aus. Zum Glück wachsen die Blättchen immer recht schnell wieder nach. An 2 Stellen des Gartens, ganz hinten und unter der hohen Weide, lasse ich sie sehr gern wachsen. Ob es den Nachbarn gefällt oder nicht.

    So lange ich mich allerdings entsinnen kann, gab es bei uns in Niedersachsen immer unheimlich viele Brennesseln. Ich hatte nie so den Eindruck, dass bestimmte Schmetterlingsarten dadurch zurückgedrängt würden. Im Gegenteil, verschwinden sie mit zunehmenden Gifteinträgen in die Landwirtschaft, wie es mir heute vorkommt aber auch die Brennesseln haben bei uns seitdem abgenommen! Davon gab es früher eindeutig hier mehr!

    Zum Glück sind sie aber nicht auszurotten. Wäre auch ein Drama, denn es gibt nichts Besseres für die menschliche Gesundheit, neben Schafgarbe und einigen anderen Heilpflanzen!

    Die Wilde Möhre wächst bei uns an Feldrändern, ich mag nicht alles im Garten haben, dazu ist er auch zu klein. Lerchensporn habe ich aber sehr gern.Trotzdem wird der Apollofalter sich zu uns nach Südost-Niedersachsen kaum verirren, fürchte ich. Ich habe ihn hier jedenfalls noch niemals gesichtet.

    Und es stimmt, die Brennessel ist übrigens das beste blutbildende Mittel, das es gibt! Habe ich nach einer schweren OP mit größeren Blutverlust erlebt. Binnen kürzester Zeit war alles wieder o.k. einzig Dank der Brennessel! Und ich bin Vegetarier! Sie macht auch eine schöne Haut und hilft im Frühling bei den Ausscheidungsvorgängen.

    Was die Farben betrifft, würde ich auch nie eine rosafarbene Nachtkerze kaufen. Obwohl ich sie sehr hübsch finde, doch die Gefahr, daß sie sich womöglich mit der Echten vermischt, ist mir einfach zu groß. Ich will die Heilpflanze und keine Kulturform! Die ist zwar Gelb, doch das eher helle Gelb kann ich ganz gut tolerieren. Und sie duftet wunderbar, in der Dämmerung leuchtet sie so magisch, alles Pluspunkte.

    Wildstauden kaufe ich auch nur bei speziellen Anbietern, die ich schon vor dem Internet kannte, da kann ich sicher sein.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara, ich kann mich erinnern, dass du schon mal über die tolle Wirkung der Brennnessel geschrieben hast. Hier in der Gegend gibt es schon Ecken, wo ich sicher bin, dass niemand Gift gesprüht hat, denn im Garten wächst sie nicht. Für dich scheint es wirklich eine prima Lösung zu sein, Brennnesseln im Garten zu haben. LG Sigrun

  8. Hallo Sigrun,
    ich habe gestern ein halbes Kilo Brennnesseln aus den Beeten gerupft. Wer einen großen Garten hat, der kann die Brennnesseln ruhig anbieten und mal schauen, welche Raupen kommen. Im Reihenhausgarten aber möchte ich das eher nicht. Hat aber trotzdem was, wenn man den Lebensweg der Falter im eigenen Garten verfolgen kann, so wie man immer sagt, die Vogelfütterung wäre pädagogisch wertvoll. Vielleicht wird manches Kind dann später zum Schmetterlingsschützer?
    VG
    Elke

    1. Liebe Elke,
      Raupenbeobachtung ist auf jeden Fall interessant und das sehe ich ähnlich…die Vögel füttern wir ja auch. Mal sehen, ob die Brennesseln aus Nachbars Garten noch zu uns überspringen. Bis jetzt hab ich noch gar keine.
      LG Sigrun

  9. Liebe Sigrun, vielen Dank fürs Verlinken deines Beitrags, er passt ja perfekt zum Motto nützliches Unkraut! Du beleuchtest das mit den Brennesseln sehr differenziert und sprichst viele Aspekte an, die mir noch nicht bekannt waren. Nach dem, was du schreibst, ist es wirklich nicht notwendig, Brennesseln stehen zu lassen. Aber unser Garten ist groß genug, und so werde ich trotzdem ein paar stehen lassen, zumal ich auch vorhabe, mal einen Spinat oder anderes damit zuzubereiten.
    Ich achte auch darauf, ungefüllte Blüten zu nehmen, damit Insekten noch Nahrung finden.
    Ich weiß allerdings nicht, ob sich die anderen Stauden, die du schilderst (z.B. lerchensporn), in unserem lehmigen und offensichtlich auch stickstoffhaltigen Boden überhaupt ansiedeln würden. Das sogenannte Abmagern dauert ja sehr lang. Aber es ist auf jeden Fall ein guter Tipp, den ich bei Gelegenheit mal umsetzen möchte!
    Liebe Grüße!
    Amely

    1. Lerchensporn kann das ab, der brauchts feucht und schattig, und kommt sogar im Angeliter Lehmboden wild vor. Bloß zu verdichtet sollte der Boden nicht sein – einfach mal mit einem Pflänzchen ausprobieren, die Ameisen machen den Rest 😉
      Ich finde ja, Lerchensporn ist einer der hübschesten Frühlingboten, vor allem wenn er schon schöne Teppichen bildet 🙂

  10. Moin bisher verbannte ich auch die Brennessel aus meinem Garten, sie wächst von der Böschung aus in den den wilden Gartenteil und am Knickzum Nachbarn. Das reicht mir. Vor allem hat sie so ein Wurzelsystem, dass da nichts anderes wächst.
    WIr haben hier sehr viel Wildflächen wo Brennesseln zu finden sind.
    In diesem jahr werde ich noch Wildblumensaat auf den kahlen Flächen der Maulwurfhaufen und meinem ehemaligen Gemüsebeeten verteilen, die ich aus einem Spezialversand habe.

    Dann gibt es noch so viele andere Wurzelwildkräuter wie den Giersch , behersche mich nicht mehr Unkräuter zu sagen, die viel wüchsiger sind. Die dürfen auch unter den Gehölzen wachsen, da sie ein wunderbarer Bodendecker sind! Sie vertragen aber das Mähen nicht.
    Warum wird Brenn – nessel nicht mit 3 n geschrieben, wie Schifffahrt…

    1. Liebe Frauke,
      du hast Recht……sie schreibt sich wirklich mit 3 nnn….
      LG Sigrun

  11. Wegen den Schmetterlingen habe ich die letzten zwei Jahre die Brennnesseln stehen lassen. Jetzt aber muss ich ihnen Einhalt gebieten. Vielen Dank für die alternativen Pflanzen!
    Liebe Grüße
    Ingrid

  12. Hallo Sigrun,
    ich wohne direkt am Neckarufer und wenn ich sehe wie viel Brennnesseln da stehen – da kann ich wirklich mit bestem Gewissen bei mir jäten bis die Finger glühen. Lieber dafür ein bisschen Abwechslung ans Falter-Büffet bringen und Alternativen anbieten.
    Danke, dass Du eine weitere Garten-Mär „entlarvt“ hast :-).
    Hab eine tolle Woche.
    Viele Grüße,
    Krümel

  13. Hallo Sigrun,
    ich finde es wie immer schön bei dir einen Betrag zu lesen in dem du den Dingen auf den Grund gehst und dich nicht mit fertigen Meinungsbildern zufrieden gibst. Es ist absulut richtig das man mit Brennnesseln alleine keine Schmetterlinge rettet und es gibt genügend solcher „Stickstoffanzeiger“ am Rande der intensiven Landwirtschaftsflächen und Intensivwiesen wo die Gülle abgekippt wird. Dennoch habe ich meine kleine Brennnesselecke im Garten, schon weil ich mit Brennnesseljauche ganz gern mal die Blattläuse vertreibe oder dünge. Ist schon eine sehr vielfältige Pflanze. Aber es stimmt natürlich das die meisten Schmetterlingsraupen auf Pflanzen spezialisiert sind die nicht unbedingt im Garten gepflanzt werden. Ich lasse immer ein paar der angeflogenen „Wildlinge“ im Garten wachsen. Darunter auch Lerchensporn, Wasserdost, Wiesenschaumkraut, Acker-Stiefmütterchen, Sauerampfer, Gundermann und Knoblauchsrauke. Die letzten vier sind auch im Salat ganz lecker, da müssen die Raupen dann mit mir teilen. Ich finde man sollte auf möglichst große Vielfalt im Garten achten, dann ist für jeden etwas dabei und eine schöne historische Rose oder eine Staudensorte mit besonderer Blütenfarbe die mir gefällt geht dann trotzdem.
    Eine schöne Woche wünsche ich dir.
    Liebe Grüße
    Theresa

  14. Liebe Sigrun,
    das ist jetzt mal wirklich interessant! Bei uns an der Wandlichtung wachsen mehr als genug Brennnesseln, von daher muss ich keine Kultur im Garten betreiben. Den Platz nutze ich lieber für andere wertvolle Insektenunterstützer. Wenn ich dann doch mal welche sehe, werden sie zu Jauche verarbeitet. Ich kann Saras Aussage bestätigen, meiner Meinung nach gab es vor einigen Jahren noch deutlich mehr Brennnesseln in Niedersachsen.
    Liebe Grüße
    Karen

  15. Liebe Sigrun,
    das ist ein sehr interessanter Post. Wir konnten uns nie dazu durchringen, Brenneseln im Garten wachsen zu lassen und man findet sie bei uns auch wirklich sehr häufig am Wegesrand. Da holen wir dann die Brenneseln und machen daraus eine Sud, der die Pflanzen stärken soll.
    Bis jetzt war mir auch nicht bekannt, dass man Brenneseln essen kann. Vielleicht versuche ich das mal, wenn die so gesund sind.
    Ich wünsche Dir noch eine wundervolle Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  16. Liebe Sigrun,
    also, Brennesseln gut und schön, aber in unserem kleinen Gärtchen dürfen sie nur bedingt gedeihen, und nicht mitten im Beet ;O) Ich habe zu Brennesseln eh ein gespaltenes Verhältnis, als kleines Mädchen bin ich im Sommer mal reingefallen, das juckt heute noch, wenn ich dran denke ;O)#
    Neue Schmetterlingspflanzen habe ich letztes Jahr gepflanzt und hoffe, daß sie nun auch bald wieder austreiben!
    Ich wünsche Dir noch einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

  17. Liebe Sigrun,
    dann bin ich mal froh, dass ich erstens noch keine Brennnesseln in meinen Garten geholt habe (sie wachsen hier in der Umgebung ohnesdies recht schön – und da ernte ich dann auch immer für unseren Brennnesselspinat) – und dass sind vor ein paar Jahren Wilde Möhre in meinem Blumenbeet angesiedelt hat und ich sie einfach habe wachsen lassen (weil ich sie hübsch finde) 🙂
    Außerdem hab ich heuer ganz viele Wildblumensamen und Schmetterlings- sowie Bienenfutterpflanzen gekauft und hoffe, dass die alle schön aufgehen werden!
    Herzliche Rostrosengrüße, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2018/04/osterruckschau-inspirationen-und-dsvg.html

  18. Hochinteressant ☺! Zumal ich gerade einen Schmetterlingsgarten als Projekt in unserem Kleingartenverein gestalte. Ein spezielles Staudenbeet, eine Trockenmauer , eine Miniwiese und ein kleiner Schmetterlingsstrauchwald werden dort Elemente.
    Ich werde wohl dennoch einen kleinen Horst Brennesseln dort stehen lassen – auch weil es darum geht, überhaupt Nahrungsketten verständlich zu machen.

    liebe Grüße
    Corinna

  19. sehr interessant
    ich habe leider nur einen winzigen Garten und keine Brennnesseln
    dabei sind sie ja wirklich vielseitig nutzbar
    vor allem als Tee sehr geschätzt
    gegessen habe ich jetzt noch keine 😉

    (allerdings haben wir noch ein Riesengrundstück etwas weiter weg..dass seit ein paar Jahren verwildert..dort dürften sich genug Brennnesseln angesiedelt haben und sicher auch andere Wildkräuter.. 😉 leider graben ihn auch die Wildschweine gerne um und es ist ein steiler Nordhang )
    liebe Grüße
    Rosi

  20. wir müssen den brennnesseln hier am bach auch immer einhalt gebieten, aber ein paar dürfen immer stehenbleiben, platz ist ja dafür genug vorhanden. ich bin gespannt, ob meine selbstgesammelten, jetzt erst ausgesäten wildsamen aufgehen werden!
    liebe grüße
    mano

  21. Liebe Sigrun,
    ich habe hier eine Gehölzecke im Garten und da dürfen sie wuchern
    und kommen im Frühling und Frühsommer mit ins Gemüse 🙂
    Lecker!
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir die Urte

  22. Liebe Sigrun,
    jetzt bemerke ich, dass ich wirklich gleich nach Ostern aus dem Bloggerland ausgestiegen bin, denn diesen Pst von Dir habe ich eben erst bemerkt … ;-(

    Also brauche ich jetzt kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich die Brennessel in unserem Wildwuchsgarten mt auf die Liste der ‚Unkräuter‘ setze 🙂 Im letzten Jahr hatte ich keinen Nerv auf Garten und stellte dann im Frühjahr bei den Aufräumarbeiten nach Friederikes Besuch fest, dass wir reichlich Brennesseln haben. Wolfgang hatte sich dann wohl bald darauf etwas halbherzig in die Nesseln gesetzt und dabei einiges rausgerissen. Doch da ich mich in diesem Jahr mit der neuen Garten-Situation so gar nicht anfreunden konnte und der extrem heiße Sommer mich so gar nicht in den nun viel zu sonnigen Garten lockte, hatten sie nochmals einen Sommer lang Zeit sich zu entfalten. Vermutlich haben sie aber kaum Falter angelockt, denn bis auf einige Kohlweißlinge, einen Bläuling und ein Tagpfauenauge war unser Garten trotz diverser Blüten ziemlich falterlos. Aber das hat mich ja schon vor Jahren verwundert, dass anderorts die Welt diesbezüglich wohl noch in Ordnung war. Unsere Sommerflieder sind schon vor einigen Jahren schon fast alle eingegangen. Es waren blühfreudige starke Sträucher und trotzdem waren an ihnen schon damals ungewöhlich wenig Falter zu sehen. Damals schob ich es auf unseren Schattengarten. Aber sowohl bei uns, als auch im Garten meiner Mutter sind an den restlichen Sträuchern schon jahrelang kaum noch Schmetterlinge zu entdecken. Da wird es nun hoffentlch nichts ausmachen, wenn ich den ca. 2qm Brennesseln in unserem Wildwuchsgarten ab jetzt den Kampf ansage und sie zumindest auf den Hochwald-‚Kompst‘ befördere …
    LG Silke

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