Skabiosen-Flockenblume und andere Wiesenbewohner im Juni

Nach dem Post vom letzten mal bin ich nun Spezialist für Flockenblumen geworden und kann die  Skabiosen-Flockenblume von der Wiesen-Flockenblume unterscheiden und die im Garten gepflanzten Centaurea montana (Berg-Flockenblume) von der  Wilden aus dem Kaukasus, der Centaurea dealbata. Letztere will hier noch gar nicht blühen. 
Vielen Dank für eure Hilfe beim Mitbestimmen….:-) Bei dem ersten Foto handelt es sich um die Skabiosen-Flockenblume. 

Nun ist es ja meistens so, dass ich kaum Fotos machen kann, wenn ich per Rad unterwegs bin. Vor zwei Wochen aber bot sich die einmalige Gelegenheit, ganz in Ruhe zu schauen und haufenweise Fotos vom blumigen Wiesensaum zu schießen. Ich hatte einen richtig üblen Platten.
Natürlich nicht mal die Luftpumpe dabei und auch das Fahrradflickzeug lag zu Hause in der Garage. Ca. 5 km waren es bis dorthin…das kann man auch zu Fuß gehen. Wenn nur nicht fast 30 Grad gewesen wären und zu allem Überfluss die Sandalen, trotz Leder, Blasen an den Füßen verursachten. 
Während also der Rest der Familie Hilfe in Form von Flickzeug holte…machte ich mich mit dem platten Rad und Kamera bewaffnet auf den Heimweg….

Jedes Dorf ist hier von mindestens einem Weiher umgeben, oft mit Karpfen, manchmal aber auch ohne….einfach nur mit Froschkonzert, das wir hier abends oft auf der Terrasse hören können..

Schafgarbe in Kombination mit Esparsette, die nur noch selten anzutreffen ist. Früher soll Esparsette als Kraftfutter für die schwer auf dem Acker arbeitenden Pferde gedient haben, wird aber seit Einzug der Traktoren nun nicht mehr angepflanzt. 
Die Esparsetten diesen als Futterpflanzen für die Raupen des Esparsetten-Widderchen und sind auf alle Fälle auch bei den Bienen beliebt.
An einigen Stellen die roten Kugeln vom Wiesenknopf und die rosa Moschus-Malve (Malva moschata) , die ich gerade wieder versuche, im Garten anzusiedeln.
Den gelben Wundklee hatte ich erst vor kurzem auf einem anderen Blog entdeckt…kannte ich noch nicht.
Die röhrenförmigen Staubblätter dienen vor allem langrüsseligen Insekten, wie Hummeln und Schmetterlingen als Nahrungsquelle. Sieht schon recht ungewöhnlich aus…
Verschiedene Nelkenarten, wie die gefiederte Kuckucks-Lichtnelke, die ganz treffend nach der Blütezeit im Mai/ Juni und dem gleichzeitigen Rufen des Kuckucks benannt wurde.
Glockenblumen und in der Mitte, der gelbblühende Odermenning
Stattliche Disteln, die man lieber aus der Ferne betrachtet….:-)
Die Vogelwicke ist bei Faltern sehr beliebt……kommt bei mir im Garten ziemlich häufig vor….und ist bei Menschen meist ein unliebsames Unkraut. Die Samen fliegen 1-2 Meter weit und rollen dann auch noch weiter.
Wer hängt denn da kopfüber….? 
Dann kam endlich etwas Schatten und auch das Flickzeug. Nur der Reifen ließ sich nicht flicken. Nach zweimaligen Versuchen musste die Luftpumpe herhalten. Damit kam ich dann immer 500 Meter weit bis zum nächsten Aufpumpen. 
Inzwischen ist das Rad mit einem neuen Schlauch versehen und schon wieder unzählige Fotos im Kasten, die unbedingt auf den Blog wollen……
Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe

Wiesen-Flockenblume oder Skabiosen-Flockenblume

Der Monat Juni wird von mir zum fränkischen Wiesenblumenmonat erklärt. So viele verschiedene Blumenwiesen  sind mir bisher noch nicht begegnet, wie dieses Jahr. An den Straßenrändern und Radwegen…überall blüht es Bunt. 
Es scheint fast, als wenn hier der Gedanke angekommen ist, mehr für die Natur und die Insektenwelt tun zu müssen.  Das heißt aber auch, dass mir viele der Blüten unbekannt sind. Einige konnte ich teilweise schon auf anderen Blogs entdecken, wie den Wundklee oder die Bunte Kronenwicke. Unschlüssig bin ich bei der folgenden lila blühenden Wiesenblume.
Seitdem ich die Berg-Flockenblume im Garten habe, bin ich mir erstmal sicher, dass es sich um eine Flockenblume handelt….
Ist es die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea) oder die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ?

Die Skabiosen-Flockenblume blüht ab  Juni bis in den Herbst. Sie wird gerne von Tagfaltern besucht, und hat besondere Bedeutung für den kleinen Fuchs und einige Weißlingsarten.
Bei mir schwirrte gerade der Kleine Fuchs auf den Blüten herum. Es war allerdings kaum ein Herankommen, da ringsum alles stachelig war.

Ein schwarzer Käfer mit weißen Flecken tauchte kopfüber in der Blüte ein und zeigte nur sein Hinterteil. Laut Google scheint das ein Trauer-Rosenkäfer zu sein. Noch nie vorher gesehen…
Er steht auf der Roten Liste in Deutschland und ist in Bayern sogar vom Aussterben bedroht (Rote Liste Bayern 1).

Vielleicht kann man an den Blättern erkennen, dass es sich um eine Wiesen-Skabiose handelt….
Die Wiesenflockenblume soll höchstens einfach gefiederte Blätter haben. Hier sieht es aber fast ein bisschen aus, wie Rucola….:-)

Dann fiel mir beim Sortieren der Fotos auf, dass ich die Wiesen-Flockenblume wahrscheinlich auch fotografiert habe. Die Blütenknospen auf den unteren Fotos sehen jedenfalls anders aus. Die Blütenfarbe ist etwas heller und die Blätter scheinen auch nur einfach gefiedert zu sein.

Wer kennt diese Wiesenblumen?
Und es blühte noch so viel anderes in der Wiese…..
  
 verlinkt zu Bunt ist die Welt  #122 Blatt und Blüte

Blumenwiese am Feldrand und im Wald

Am Ortsrand  führt der Weg bergauf in den Wald an Feldern und einer kleinen Apfelplantage vorbei. Hier wurden auf der einen Seite alte Apfelbaum-Sorten gepflanzt. Am kleinen Tisch hat man einen schönen Blick auf den Ort, die Apfelbäume oder die Blumenwiese gegenüber. 
Kurzer Rückblick….das folgende Foto zeigt die blühenden Apfelbäume am 1. Mai, die in zwei Reihen wachsen. Hier geht es zu einem sehr beliebten fränkischen Bierkeller mitten im Wald…:-)
Wer hier per Fahrrad schnell vorbei radelt, glaubt wahrscheinlich, das trockene Gestrüpp gegenüber gehört zu einem vergessenen Acker. Es lohnt sich, dort mal abzusteigen und genauer hinzuschauen. Hier wurde eine Wildblumenwiese angelegt, bei der sich die Pflanzen durch Selbstaussaat erhalten und vermehren. 
Am auffälligsten sind die Samenstände der wilden Karde.
Hier blüht im Moment der Wiesensalbei zusammen mit Wiesenmargeriten.
Mal sehen, was es dort die nächste Zeit noch zu entdecken gibt. Einiges war schon anhand der Blattrosetten zu erkennen, wie die Schafgarbe.
Ein paar Meter weiter geht es in den Wald….
….es blühen gerade Wolfsmilch, Günsel und der kleine blaue Gamander-Ehrenpreis an den Wegrändern.
Abseits der Hauptwege eine natürliche Blumenwiese mitten im Wald….
ich war überrascht…ein kleiner Waldgarten, in dem gegärtnert wird. In der Mitte wachsen Johannisbeeren und am Rand stehen Obstbäume…sogar eine Walnuss.
Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Wiesenblumen (2) und Stockrosenvorfreude

Heute aus der Cam-Underfoot-Perspektive noch mal Wiesenblumen aus meinem Garten. Ich bin froh, dass sich die Vögel in unserem Garten wohlfühlen. Eine Meise nistet im Kasten an der Fichte und auch Herr Amsel besucht täglich unsere Wiese, um seinen Kindern Frühstück zu bringen.
Sicher für einige ein grauenvoller Anblick…allerdings haben wir die Wiese vor einer Woche gemäht….im Moment wächst sie rasant, denn es regnet auch häufig.
Ich gestehe, dass mir die Natur wichtiger ist, als ein gepflegter Englischer Rasen, in dem kein einziges Kraut zu sehen ist. Nur Löwenzahn mag ich nicht in so riesiger Menge, aber  gegen den ist hier kaum gegen anzukommen. Ausstechen gelingt durch den steinigen Boden nie vollständig…da würde nur Chemie helfen und die wird in meinem Garten nicht eingesetzt.
Heute ist mir aufgefallen, dass trotz des feuchten Wetters fast nur Gehäuseschnecken unterwegs sind. die Nacktschnecken halten sich noch bedeckt. Jetzt muss ich meine Stangenbohnen beobachten, die immer leckeres Schneckenfutter sind.
Der Einsatz von Schneckenkorn bewirkt den sicheren Tod der Nacktschnecken, aber auch den aller anderen Schnecken, einschließlich Gehäuseschnecken, die eigentlich Igelfutter sind und auch der nützlichen Tigerschnegel.

An anderen Stellen gibt es den gelben Hahnenfuß, den wir meist als Butterblume kennen. 
Das Blaue ist der kleine Wiesen-Ehrenpreis. Hier ist der Boden am Hausrand sehr schlecht aus Gärtner-Sicht…Bauschuttboden, aber ideal für Kräuter. Deshalb ist daneben auch das mediterrane Kräuterbeet mit Salbei & Co. (ohne Foto).
Blütenvielfalt kann es nicht auf gedüngten Flächen geben, denn der Rasendünger fördert das Graswachstum und unterdrückt damit die meist unerwünschten Kräuter.
Nur ungedüngte Magerwiesen sind Lebensaraum und Nahrungsquelle für die Insektenwelt.
Im heimischen Garten gibt es diese Wiesen eigentlich nicht, es sei denn, man legt sie extra an, so wie Markus Gastl in seinem Hortus insectorum.
Für Sara/ Waldgarten heute mal einen Blick in mein Kräuterbeet. Dort wachsen die Stockrosen endlich los, die ich Ende 2014 aus ihren Samen ausgesät hatte. Die Farbe wird eine Überraschung.
Dort wachsen im Moment noch drei Zehen der Knoblauchriesen aus dem Erzgebirge…
Pimpinelle, Borretsch, der sich in Unmengen aussät, wenn man ihn einmal hatte und so einiges ist gerade in Arbeit. Bald ist das Beet wieder voller frischer Kräuter.
Eigentlich wollte ich das Beet ja Sara vor Ort zeigen, aber dann kam leider ein Bandscheibenproblem bei ihr dazwischen.

Eigentlich hatte ich noch ganz viele Fotos von Wiesenblumen übrig, die ich hier zeigen wollte. Jetzt  hat der Herr Ha versehentlich meine 8 GB SD-Karte zum Einscannen von den Dias seines Vaters verwendet….ich muss leider sagen…Totalverlust aller meiner dort gespeicherten Fotos der letzten Zeit.
Zum Glück hatte ich einen Großteil schon auf den Laptop geladen.
Zum Schluss nur noch mal einen Blick in die Wiese unseres Bürgergarten, die nur per Hand gesenst wird, da dort kein Stromanschluss existiert.
Milchsterne.

Verlinkt zu Cam Underfoot bei Siglinde 
A new life bei Traude/ Rostrose

Wiesenfreuden an der Weißen Elster

Unsere 3-Tage-Pfingstradtour führte uns dieses Jahr entlang der Weißen Elster von Gera nach Leipzig.
Der Elsterradweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung südlich von Halle und durchquert dabei die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Treffpunkt war für alle diesmal die Elster-Brücke, auf der man wunderbar im Café warten konnte. Der Kuchen war lecker, nur das Wetter zu kalt. Zum Glück gab es Fliesdecken zum Einhüllen.

Gleich hinter Gera führt der Radweg durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit wunderbaren Blumenwiesen entlang der Elster.

Aga-Elster-Tal und Zeitzer Forst 
Um die schöne Landschaft von oben zu genießen, gibt es an der Ländergrenze zu Sachsen-Anhalt ein Baumhaus zum Hochklettern.
Unten kann man am schwebenden Tisch sitzen.
Oft findet man in der Natur Wiesen, die von der Landwirtschaft genutzt werden. Auf diesen Grünflächen wachsen dann die typischen Futterpflanzen mit überwiegend Löwenzahn und Klee.
Blumenwiesen benötigen dagegen nicht so viele Nährstoffe und können sich erst entwickeln, wenn kein Dünger oder Pestizide das Wachstum hemmen und die Wiese nur selten gemäht wird.
Bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe gibt es einen interessanten Post über artenreiche Magerwiesen.
Der kleine rosa Storchschnabel begleitete uns die ganze Zeit.
Natürlich gab es noch viel mehr…
und wir hatten sogar einen Biologen dabei, der mir alles erklärt hat. Aber Fotos machen ist auf Radtouren ganz schwierig. In einer größeren Gruppe muss man schauen, nicht den Anschluss zu verlieren.
Immerhin blieb mir am Sonntag kurz Zeit, immer mal vom Fahrrad zu springen und schnell eine Blume abzupflücken…
mir war eingefallen, dass Lotta doch das Thema ‚Blumenwiesen bei ‚Bunt ist die Welt‘ hatte.
Am Ende ist ein großer Strauß zusammengekommen…ich hab mich nur gewundert, dass er nicht bei dem Sturm davongeflogen ist. Sogar einen üblen Regenguss hat er durchgehalten.
Dann schnell am Cospudener See nach Markkleeberg abgebogen und den Strauß bei Lotta abgeliefert. Leider kam ich komplett nass von oben bis unten bei ihr an….
Wir haben dann nach einer Gartenrunde durch ihren wunderbaren wildromantischen Rosengarten im Trockenen gesessen und Tee getrunken. Ich durfte Lottas Keramik und Bücherstapel bewundern und den frisch frisierten Hund kraulen. 
Da vergisst man doch gleich das schreckliche Pfingstwetter…:-)
Am Montag ging es dann durch meine Leipziger Heimat, den Leipziger Auenwald, saisonbedingt mit Bärlauchduft in der Nase.
Ist das nicht Wahnsinn…alles schneeweiß.
Den Wiesenblumenstrauß hab ich ja schon selber bei Lotta vorbeigebracht …hier geht es zu Bunt ist die Welt #72
Thema Blumenwiesen und Rasenflächen