Mit Fahrrad durch die Natur in Süd-Holland

Das Fahrrad ist die beste Art, um Holland zu entdecken. Damit erreicht man die schönsten Flecken, genießt die frische Luft und hat genug Zeit, um die Umgebung zu erkunden……So lautet jedenfalls die Empfehlung des gastfreundlichen Hollands und wirbt damit auf seiner Internetseite.
Natürlich hatten wir die Räder dabei und genossen die frische, wenn auch nach Ostern, eiskalte Luft von Südholland. Radwege gibt es wirklich überall und sie sind sogar nummeriert. Auch wenn die Zahlen nicht wirklich weiterhelfen, wenn man keine holländische Karte dabei hat. Heute ein paar Eindrücke von Hollands Natur per Rad auf der Route von Delft nach Rotterdam bis zu den Windmühlen von Kinderdijk.
Die Schafmama schaute erstmal nach, ob sie ordentlich frisiert war….

….während die Kinder nach den letzten Kräutern Ausschau hielten. Im Hintergrund (oben) ist die holländische Leidenschaft für Gewächshäuser gut erkennbar.


Normalerweise sind die Ufer stark bewachsen mit allen möglichen Kräutern, 
hier im April häufig mit Beinwell.

Feuchte Wiesen voller Beinwell am Radweg

Sehr häufig wuchs überall die Gewöhnliche Pestwurz

Wo eine Windmühle steht, ist die Pestwurz auch nicht weit.
Aber auch gelbe Wiesen voller Raps, der sich inzwischen in der Natur verselbständigt  hat. Die Radwege sehen aus, wie kleine Straßen.
 Unzählige Wasservögel auch in den Städten…..in Rotterdam kreuzte eine Gänsefamilie unseren Weg. Den Radweg zu überqueren war kein Problem….

bei der Straße kamen ihnen aber doch Zweifel und sie kehrten wieder um.
Die Vorgärten in Holland sind oft sehr schön gestaltet. Im April blühten mehrfach riesige Kamelienbüsche, die hier offenbar winterhart sind.

Hohe Gartenkunst zwischen Delft und Rotterdam in einem Privatgarten.
Sehr erfreulich auch der Anblick einer Benjeshecke mit aufgeschichtetem Totholz am Rand eines Naturschutzgebietes hinter Delft.
Kinderdijk haben wir nach einigen Irrfahrten durch Rotterdam tatsächlich noch erreicht.
Die Maas musste per Fähre überquert werden
Nach kurzem Aufwärmen in einem kleinen Café radelten wir zu den Windmühlen von Kinderdijk, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören.
Einige können auch von innen besichtigt werden.
Die Windmühlen sind alle noch funktionstüchtig und können in einem Störfall der modernen Wasserregulierung wieder einspringen. 
Zurück ging es dann schneller….gut ausgerüstet mit Stadtplan von Rotterdam.
Entfernung Delft-Rotterdam-Kinderdijk: ca. 30 km
Naturdonnerstag ab heute bei Jahreszeitenbriefe

Wiesenfreuden an der Weißen Elster

Unsere 3-Tage-Pfingstradtour führte uns dieses Jahr entlang der Weißen Elster von Gera nach Leipzig.
Der Elsterradweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung südlich von Halle und durchquert dabei die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Treffpunkt war für alle diesmal die Elster-Brücke, auf der man wunderbar im Café warten konnte. Der Kuchen war lecker, nur das Wetter zu kalt. Zum Glück gab es Fliesdecken zum Einhüllen.

Gleich hinter Gera führt der Radweg durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit wunderbaren Blumenwiesen entlang der Elster.

Aga-Elster-Tal und Zeitzer Forst 
Um die schöne Landschaft von oben zu genießen, gibt es an der Ländergrenze zu Sachsen-Anhalt ein Baumhaus zum Hochklettern.
Unten kann man am schwebenden Tisch sitzen.
Oft findet man in der Natur Wiesen, die von der Landwirtschaft genutzt werden. Auf diesen Grünflächen wachsen dann die typischen Futterpflanzen mit überwiegend Löwenzahn und Klee.
Blumenwiesen benötigen dagegen nicht so viele Nährstoffe und können sich erst entwickeln, wenn kein Dünger oder Pestizide das Wachstum hemmen und die Wiese nur selten gemäht wird.
Bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe gibt es einen interessanten Post über artenreiche Magerwiesen.
Der kleine rosa Storchschnabel begleitete uns die ganze Zeit.
Natürlich gab es noch viel mehr…
und wir hatten sogar einen Biologen dabei, der mir alles erklärt hat. Aber Fotos machen ist auf Radtouren ganz schwierig. In einer größeren Gruppe muss man schauen, nicht den Anschluss zu verlieren.
Immerhin blieb mir am Sonntag kurz Zeit, immer mal vom Fahrrad zu springen und schnell eine Blume abzupflücken…
mir war eingefallen, dass Lotta doch das Thema ‚Blumenwiesen bei ‚Bunt ist die Welt‘ hatte.
Am Ende ist ein großer Strauß zusammengekommen…ich hab mich nur gewundert, dass er nicht bei dem Sturm davongeflogen ist. Sogar einen üblen Regenguss hat er durchgehalten.
Dann schnell am Cospudener See nach Markkleeberg abgebogen und den Strauß bei Lotta abgeliefert. Leider kam ich komplett nass von oben bis unten bei ihr an….
Wir haben dann nach einer Gartenrunde durch ihren wunderbaren wildromantischen Rosengarten im Trockenen gesessen und Tee getrunken. Ich durfte Lottas Keramik und Bücherstapel bewundern und den frisch frisierten Hund kraulen. 
Da vergisst man doch gleich das schreckliche Pfingstwetter…:-)
Am Montag ging es dann durch meine Leipziger Heimat, den Leipziger Auenwald, saisonbedingt mit Bärlauchduft in der Nase.
Ist das nicht Wahnsinn…alles schneeweiß.
Den Wiesenblumenstrauß hab ich ja schon selber bei Lotta vorbeigebracht …hier geht es zu Bunt ist die Welt #72
Thema Blumenwiesen und Rasenflächen

Frühlingsspaziergang auf der Insel Mainau (I)

In unseren Osterferien sind wir für ein paar Tage in den Süden geflüchtet….und sind damit von dem sehr unfreundlichen Ferienwetter hier verschont worden.
Der Süden war gerade noch per Auto erreichbar…wenn auch mit vielen Stunden Autobahnfahrt. Wenn ich nicht am Steuer saß, konnte ich wenigstens an meiner Alpakadecke stricken, die nun ein ganzes Stück größer geworden ist. Auch das fehlende WLAN im Urlaub hat dazu beigetragen….:-)
Heute sammelt Lotta Frühlingsspaziergänge und weil uns der Frühling am Bodensee in so üppiger Form begegnet ist, kommt heute eine kleine Fotoauswahl unserer Tour zur Insel Mainau.
Wir ließen unser Auto meistens stehen und waren per Drahtesel unterwegs. Von der Unterkunft in Unteruhldingen waren wir schnell bei der Autofähre in Meersburg, die uns auf die gegenüberliegende Seite brachte. Bis zur Insel Mainau war es dann nicht mehr weit. Zunächst ging es an den Lieblingstieren vorbei…die Lämmer wie immer am neugierigsten….den Eltern war das Fressen wichtiger.

Wunderschön ist die Platanenallee, die zur Insel führt, aber nur für diejenigen, die zu Fuß oder per Fahrrad kommen…
…die Platane kommt hier sehr häufig vor. Meistens gestutzt und in Form geschnitten, aber hier mal ganz frei wachsend.
Am Fuß der Platanen ein Meer aus Buschwindröschen abwechselnd mit dem Gelb des Scharbockskrauts.
Vom Park war ich dann sehr überrascht.
Wir sind mit Absicht nicht am Ostermontag, sondern einen Tag später dort hingefahren, so dass der Park nicht so voll war, wie wir ihn schon mal zur Pfingstzeit erlebt hatten. 
Auch die Gestaltung des Parks hat sich ganz angenehm verändert.
Es ist nicht mehr alles in Reih und Glied angepflanzt, wie auf manchen Gartenausstellungen….es überwiegen eher die kreativen und naturnahen Anpflanzungen.
Mein erster Besuch liegt 20 Jahre zurück. 1994 war ich ehrlich enttäuscht von den langweiligen altmodischen Blumenbeeten und den Menschenmassen.

Vielen Dank auf diesem Weg an die beiden Geschäftsführer der Insel Mainau Bettina Gräfin Bernadotte und Björn Graf Bernadotte, die in der fünften Generation seit der Parkgründung für die Gestaltung verantwortlich sind.
Hier weht seit 2007 ein merklich  frischer Wind, der nicht nur durch den Wind vom See her kommt.
Auch die Webseite ist wunderschön gestaltet und lohnt einen Besuch…:-) 

Die Natur hat das Scharbockskraut allerdings selber auf die Baumwurzel gepflanzt…:-)
Unten rechts ein Eichhörnchensuchbild.
Das Wetter hat es wirklich sehr gut mit uns gemeint, so dass die Blütenteppiche in allen Farben in der Sonne leuchteten. Mal war alles Blau….
Oder Weiß….
oder Narzissen-Gelb…
ganz besonders viel Gelb auf der Narzissen-Wiese an der Treppe….dort wird mit Sicherheit kein Rasen gemäht…:-)
An Lila fehlt es auch nicht….das große Rondell vor dem Schmetterlingshaus war lückenlos bepflanzt.
Im Küchengarten dann eher in Reih und Glied, dafür aber abwechselnd mit Salat.
Küchengarten Mainau 
Gelb mit Lila in wunderbarer Kombination…Himmelsschlüsselchen zusammen mit Anemone blanda.
Auch sehr frühlingsbunt die Wiese vor dem Schloss
Tulpen gab es auch schon…immer eine Sorte in riesengroßen Holzkästen. Hinter einem dieser Kästen liegt unser Student in der Sonne…:-)……
Aber auch in der Wiese blühten sie schon zusammen mit Hyazinthen.
Hyazinthen  in Weidenkörben vor dem Küchengarten
Bepflanzte Vasen am Italienischen Rosengarten
Ich hab natürlich eine ganze Bilderflut auf Mainau fotografiert…Fortsetzung folgt.

Wir hatten am Donnerstag 24 Grad in Konstanz.

Was uns hier zu Hause erwartete, traue ich mir kaum zu sagen…
Schnee…..wenn auch nicht viel.
 Blühende Osterglocken gibt es noch nicht im Garten, dafür aber Krokusse, Anemonen, Blausternchen und Sternhyazinthen (Chionodoxa) im Schmetterlingsbeet.

Noch mehr Frühlingsspaziergänge könnt ihr bei
Heute macht der Himmel blau anschauen.
Bunt ist die Welt #66.
Die herrlichen alten Baumriesen..es kommen noch mehr dazu….schicke ich zu Ghislanas ‚
Mein Freund der Baum

Monatscollage Oktober

Ein kleiner Rückblick auf den Oktober 
zuerst ein Gartenblick
am 14.10. vom Schnee überrascht worden
einen Frosch im Blumentopf entdeckt
Gurken, Chilis und 2 Hokkaido aus dem Hochbeet geerntet
über die vielen Äpfel vom Topaz gewundert
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Der Urlaub in Südtirol 
Da wir nicht nur durch den Schnee wandern wollten, sind wir noch in die Weingegend nach Tramin gefahren und einen Tag nach Venedig 
Noch beliebter als Wandern war der Tischkicker auf der Terrasse mit Alpenblick
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Die Monatscollagen sammelt Birgitt/ Erfreulichkeiten 

Herbstwanderung – Südtirol II

Nachdem es den Herbstspaziergang durch die Weinberge Südtirols schon letzte Woche gab, heute ein paar Fotos von einer Herbstwanderung zwei Tage später.
Vom Balkon unserer Ferienwohnung im Pustertal hatte man schon morgens einen herrlichen, sonnigen Blick auf die Berge. Nur hin und wieder zogen noch die Wolkenfelder vorbei. Bestes Wanderwetter in Sicht!

Wir suchten uns eine Tour aus, die eine ganzjährig geöffnete Almhütte als Ziel hatte, denn ab Mitte Oktober sind einige schon geschlossen. Eine besondere Empfehlung unserer Vermieterin war die Moarhofalm auf er Sonnenseite des Pustertals in den Pfunderer Bergen.
Dazu fährt man von Hofern/ Oberhofern aus den Berg hoch bis zu einem Parkplatz im Wald. 
Von dort wandert man gemütlich den breiten Wanderweg Nr. 65 (Murmeltierweg) durch den Wald. 
Auch der Nadelwald hatte sich durch die zahlreichen Lärchen goldbraun verfärbt.

Unterwegs bieten sich herrliche Ausblicke in die Bergwelt
In weniger als einer Stunde erreicht man die Moarhofalm (1833 m)
Eigentlich stand ja schon unten, am Abzweig der Straße zum Parkplatz ‚chiuso‘ (geschlossen) unter dem Almschild, aber so richtig wollten wir das nicht glauben…..
Leider war sie tatsächlich geschlossen…und wir mussten die Brotzeit aus dem Rucksack holen. 
Rings um die Hütte lag schon reichlich Schnee…
…den Petunien-Ampeln schien das aber nicht geschadet zu haben.
Nach einer kleinen Pause wagten wir uns noch weiter durch den Schnee bis zum Grünbachsee
Ein kleiner Rückblick zur Moarhofalm
Unten rechts der gefrorene Grünbachsee bei herrlichem Sonnenschein, 
Winterwetter im Herbst
Von dort kann man bis zum Gipfel der ‚Putzenhöhe‘ (2.438 m) hochsteigen
Wir trauten uns noch etwas weiter durch den Tiefschnee….ein paar Wanderer vor uns hatten eine Spur hinterlassen
Kurz vor dem Gipfel wurde es dann doch zu arg und wir traten den Rückweg an
Bei solchem Wetter müssen auch die Kühe ins Tal
Almabtrieb im Pustertal mit Glockengeläut in der Nähe unserer Ferienwohnung
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Noch mehr herbstliche Spaziergänge/ Wanderungen gibt es bei Lottas Projekt ‚Bunt ist die Welt‘ #43

Urlaubsrückblick Algarve Portugal

Zuerst hat die Bahn gestreikt. Unglaublicher Zustand, wenn solche riesigen Bahnhöfe, wie der Leipziger Hauptbahnhof auf einmal menschenleer sind. Gespenstisch.
Dann hat die Lufthansa gestreikt. Natürlich pünktlich zum Ferienanfang der sächsischen Schulferien. Wie praktisch. Glücklich, diejenigen, die bei preiswerten Urlaubs-Fluggesellschaften gebucht hatten. Sonntag-Abend erreichte uns eine Mail:

Dear customer,
unfortunately your flight LH1162, 2010.2014 has been cancelled.

Was so viel heißt, wie: Flug ist ersatzlos gestrichen. Bitte kümmern Sie sich selbst…..

Nachdem wir das getan hatten, fand man am Dienstag doch noch eine Möglichkeit, uns nach Faro zu fliegen. Am Mittwoch ging es dann mit Germanwings über Stuttgart nach Faro/ Portugal. Die hatten ihren Streik zum Glück schon in der Woche davor. Am Nachmittag kamen wir bei 30°C in Carvoeiro an. Ein Kurzurlaub nur noch, da der Rückflug für Sonntag fest stand.

Da das hier mein Garten- bzw. Naturblog bleiben soll, gibt es nur mal einen kurzen Überblick über die schönsten Momente an der Algarve. Für mehr Infos gibt es ja meinen Reiseblog, den ich dann wieder füllen werde, wenn es im Garten nichts mehr zu tun gibt.

Postkarte 1
(von links oben nach rechts unten)
1. Eine herrliche Landschaft kennengelernt
2. Früh den Sonnenaufgang auf der Terrasse genossen
3. Weintrinkend im Restaurant gesessen mit Blick aufs Meer
4. Wellen geritten
5. Ziegen gefüttert
6. Den Erdbeerbaum kennengelernt und davon genascht
7. Ständig Katzen gestreichelt
8. Den Kuscheltieren auch mal das Meer gezeigt
9. Muscheln gesammelt


Postkarte 2
1. Einsame Traumstrände kennengelernt
2. Pflanzen bewundert und abgezupft….
3. Eine Gärtnerei besucht
4. Auf einer einsamen Insel gewesen
5. J. S. Bach als Sandskulptur getroffen
6. Jeden Tag draußen gefrühstückt
7. Gestaunt, dass Feigen im portugiesischen Herbst auch die Blätter verlieren
8. Felshöhlen erkundet
9. Jeden Tag Sonnenuntergänge fotografiert
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Lecker gegessen haben wir natürlich auch

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Das folgende Foto ist für mich aber das allerschönste des ganzen Urlaubs gewesen.
Diese Oma war für mich stellvertretend für das glückliche Leben älterer  Menschen in den südlichen Ländern.
Ich habe selbstverständlich gefragt, ob ich fotografieren darf, normalerweise traue ich mir so etwas gar nicht….
Die Oma lächelte mich an und zeigte mir, was sie gestrickt hat. Ich glaube, es war gar nichts konkretes, aber Grün, wie die gesamte herrliche Umgebung. Ihr Stuhl mittendrin. Mit Blick auf ihr Wohnhaus, Blumen und mitten im Leben.
Ist das nicht das beste Altwerden, was man sich vorstellen kann?
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Leider streiken die Lokführer schon wieder die nächsten 4 Tage. Ich weiß jetzt gar nicht, wie unser studierender Sohn nach Hause kommen soll.
Wahrscheinlich wird es ein sehr unökologisches Wochenende mit vielen Autofahrten.
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Zum Jahreswechsel in Franken

Ich wünsche allen Lesern die besten Wünsche für das neue Jahr 2014!
Den Jahreswechsel verbrachten wir mit Freunden in einem oberfränkischen Dorf in der Nähe von Seßlach bei Coburg. Eine wunderschöne Gegend mit vielen alten fränkischen Fachwerkhäusern. Am Sylvestertag waren wir mittags auf der Feste Coburg. Leider war es frostig und sehr neblig und keine Aussicht in die umliegende Landschaft möglich. Ich hatte nur das Handy dabei, da ich bei dem Wetter gar nicht fotografieren wollte….

Das Museum war am 31.12. geschlossen, dafür sorgte der Innenhof für Überraschung. Eine letzte Rose vom Herbst
 und ein blühender Strauch
Ich vermute, das ist ein Winterschneeball, der bei mildem Wetter schon ab November blühen kann, obwohl es schon ein wenig nach Frühling aussieht. 
LG Sigrun

Südafrika 2 – National Botanical Garden – Pretoria

Am Tag No. 2 unserer Südafrika-Reise fiel es mir nicht schwer, nach unserem gemütlichen Frühstück im Park, die Sachen zu packen. Den Natinal Botanical Garden, der nur 5 km vom Hotel entfernt war, wollte ich auf keinen Fall verpassen.

Beeindruckend waren die Strelitzien, die gleich am Eingang lockten.

Es gab auch Strelitzien ohne Blüten, die wir fast für Bananenstauden gehalten hätten. Dabei handelt es sich aber um eine weitere Strelitzien-Art, die Strelitzia nicolai, die Baum-Strelitzie. Sie hat eher unscheinbare Blüten.
Den Garten kann man auf einem Rundweg, der TREE Route (unten links im Plan), ganz gut erkunden.

  

Neben dem Tea Garden kommt man zunächst an einem Wasserfall mit tropischer Bepflanzung vorbei
 Aufwärts ging es durch ein sehr sonniges, trockenes Beggebiet mit  Blick über Pretoria
Hier ging die begeisterte Fotografin kurz verloren…..
die Männer rannten natürlich in einem anderen Tempo durch den Park
 Nachdem wir uns wiedergefunden hatten, ging es durch den Kakteengarten (Succulent Garden) 

mit einem speziellen Madagaskar-Bereich

Wieder abwärts kamen die Palmfarne

Die Südafrikanischen Cycad-Palmen (Encephalartos transvenosus) sind uralte Palm-Farne, die in der Mitte große gelbe ananasähnliche Fruchtstände entwickeln

 Vorbei am Schattengarten mit bodendeckenden Klivia, die hier gerade nicht mehr blühten

sahen wir auf in einem Baum das erste Mal die kleinen gelben Webervögel (Weaver)
Ich habe sie später in einem südafrikanischen Vogelbuch entdeckt, sonst hätte ich den Namen nicht gewusst

Sie weben ihre Nester zu kleinen Kugeln mit der Öffnung an der Unterseite, meist hängen mehrere Nester im Baum

Auf der Runde kamen wir wieder am Tea Garden vorbei und es  war Zeit für Tea Time…

Überall blühender Agapanthus

Der Useful Plants Garden

Ganz fasziniert war ich von den Blumenrabatten.
Wir haben nicht die Königs-Protea gesehen, die National-Blume Südafrikas, dafür aber eine andere Protea-Art, die Nadelkissen-Protea

Der Frühling ist die beste Zeit, um diese Blüten zu bestaunen

Sie kommt auch nach Deutschland in die Blumenläden, habe ich festgestellt…

Skabiosen in so einer konzentrierten Form sind mir noch nicht begegnet

 Am Ende der Runde gab es einen Medicinal Garden

Unten im Bild ist der Wild Garlic, die ’südafrikanische Antwort‘ auf Erkältung


und ich glaube, den habe ich sogar im Topf auf meiner Fensterbank mit der Bezeichnung Knobi-Gras.

Ich hätte ohne weiteres den ganzen Tag im Garten zubringen können, aber wir mussten weiter nach Tzaneen, einer kühleren Bergregion mit Teeplantagen und dichten Wäldern,
auf dem Weg zum Kruger Natinal Park.

Zum ersten Tag der Reise  geht es hier entlang.

Back from South Africa

Ist das nicht eine herrliche Agapanthus Blüte? 

So sieht es nun nicht mehr im Novembergarten aus. Meine Kübelpflanze steht blütenlos auf der Terrasse und wartet geduldig auf das Einräumen. Sie vertragen ja ein bisschen Kälte ganz gut.
Die Schmucklilien sind in Südafrika beheimatet und zum ersten Mal habe ich sie in diesen Mengen als Bodendecker überall in unserem 2-wöchigen Südafrika-Urlaub  wachsen sehen.

Der Fotoapparat ist nun voller exotischer Blumen, Bäume und Tiere. Es war ein reiner Natururlaub, bei dem es nur am Rand eine Stadtbesichtigung in Durban gab. Ansonsten waren wir in der Natur unterwegs, in Botanischen Gärten oder Nationalparks. Die Unmenge an Fotos muss ich nun erstmal sortieren. In der nächsten Zeit, wenn es im Garten nicht mehr viel zu berichten gibt, wird an dieser Stelle das eine oder andere Südafrika-Thema hier erscheinen bzw. im Reiseblog.

Ist das nicht toll, wenn man in der Lodge so nett begrüßt wird?

 Ich habe alle Blüten gesammelt und sie standen dann auf dem Frühstückstisch. Leider war kein schönes Wetter, deshalb musste ich blitzen.

Ein Baum, der das ganze Land im Moment in einer ganz unwirklichen Farbe erscheinen lässt ist der Jacaranda-Baum. Die feinen gefiederten Blätter gehen fast unter im Blütenmeer. Nach der trockenen Winterperiode leuchten diese lila-blauen Bäume im ganzen Land.
So sah die Aussicht von unserer ersten Lodge in Pretoria aus.

Mindestens 10 Fotos habe ich dann von dieser exotischen Blume gemacht, die einfach aus der trockenen, staubigen Erde herauswuchs. Die Afrikaner nennen die Blume „Painter Brush“, Malerpinsel. Sie hat Zwiebeln, wie eine Amaryllis.

Auch in Pretoria gab es gleich neben dem Frühstückstisch einen Tropischen Park mit diesem tollen Baum.

Diese Farben sind schon unglaublich und wirken jetzt vielleicht ein wenig komisch. Also mache ich für heute Schluss damit.
Denn wenn ich hier aus dem Fenster in den Garten schaue, ist nicht mehr viel los und das Braun überwiegt.

Eine kleine Rose hat sich noch mal zum Blühen entschlossen. Wahrscheinlich war das gute Wetter Schuld, als wir nicht da waren. Es war in Deutschland tatsächlich sonniger, als in Südafrika. Teilweise hatten wir monsunartige Regenfälle.
Regen nun auch in Deutschland….die Rose war mal weiß mit einem Hauch gelb….

Die Ringelblume wächst jetzt fast besser, als im Sommer und eine letzte Schokoladenblumen-Blüte hab ich gefunden, die sich aber nicht vernünftig fotografieren lies.

Im Wohnzimmer blüht jetzt der Hibiskus, neben Dipladenia und Plumbago einfach weiter. Wenn sie ausgeblüht haben, schneide ich sie etwas und stelle sie in den einzigen kühleren Waschmaschinenraum.

Bei der Urlaubsbewässerung schwöre ich inzwischen auf diese kleinen Tonkegel von Blumat. Obwohl eine Nachbarin zum Gießen kommt, hat sie nicht mehr so viel zu tun, wenn ich die ganz durstigen Pflanzen damit verkabele.

Als ich Samstag in den Briefkasten geschaut habe, hielt ich ein ganz besonderen Umschlag in den Händen.
Ich hatte im Urlaub nur ganz selten WLan und habe dann manchmal andere Blogs lesen können, einige ließen sich nur schwer öffnen, da die Verbindung zu langsam war. Um so größer war die Freude, als ich von Anja aus dem Horrorgarten, in einer Lodge am Indischen Ozean, die Nachricht las, ich habe ihr Buch gewonnen.  The winner is……

Da ich mir kurz vor dem Rückflug eine heftige Erkältung eingefangen hatte, die durch den Langstreckenflug erst richtig schlimm geworden war, habe ich mich die letzten Tage mit dem Buch und heißem Ingwertee ins Bett begeben und nun bin ich schon fertig mit Lesen. Ich freue mich auf die Buchvorstellung, die hier demnächst erscheinen wird.

Ein Tipp an alle, die gerade ähnlich verschnupft oder hustend durch die Gegend laufen. Ein oder zwei Scheiben frischen Ingwer mit heißem Wasser aufgießen, 10 min. ziehen lassen und etwas Honig zugeben. Dann schmeckt es auch erträglich. Richtig erwärmend wirkt der Aufguss mit schwarzem Tee. (Quelle: Die acht Schätze der chinesischen Heilkunde).
Viele Grüße
Sigrun

Unterwegs im Norden 3 – Zehdenick, Himmelpfort, Wendorf

Heute möchte ich euch zwei Gärten und einen kleinen Park vorstellen, die ich auf unserer Radtour entdeckt habe.
Es war fast wie eine Gartenreise – das geht auch in Deutschland…..
Als erstes die Kräuterei vom Ziegelhof in Zehdenick.
Ziegelhof in Zehdenick

   Morgens beim Frühstück habe ich mir immer die Route des Tages auf der
Radkarte angeschaut und fand bei Zehdenick den Hinweis auf ein Kloster.
Da Kloster meist auch Klostergarten bedeutet, wollte ich unbedingt dort vorbei.
Es kam dann so, das unser Jüngster eine Toilette suchte und ich war mir sicher, die im Kloster-Cafe zu finden. Aber dort war nichts dergleichen. Ich machte also schnell Fotos von dem schönen Gebäude aus dem Jahr 1250 und wir bewegten uns in Richtung Markt.
Dort sollte es ein wunderschönes Cafe mit Garten geben.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich fand dort, was ich beim Kloster gesucht hatte,
den  Ziegelhof , eine Vinothek und Kräuterei.
Da so schönes Wetter war, nahmen wir sofort im Garten unter den Weinranken Platz – mit Blick auf die ganze Pracht.
Ich habe einen Cappuccino bestellt, aber ich kam kaum dazu, ihn zu trinken und das will was heißen, bei mir….
Vom Garten in Richtung Ziegelhof
Überall kleine Kräuterpflanzen, Stauden-Jungpflanzen, Keramik und Gartendeko in unendlicher Vielfalt.
Bloß gut, das ich mit dem Fahrrad unterwegs war und nicht mit dem Auto, sonst hätte ich gar nicht gewusst, was ich als erstes hätte kaufen sollen.
Man kann, laut Flyer, dort über 100 verschiedene Küchenkräuter, Heil- und Duftpflanzen kaufen. Ebenso eine Auswahl an Zimmerpflanzen und Sukkulenten, frostfeste Gartenkeramik, vieles aus Italien.
Kommt mit auf meinen kleinen Rundgang

Die Wege waren natürlich alle mit den, aus der Gegend kommenden, gelblichen Ziegeln verlegt

Der Eingang
Der Verkaufsstand und unten die Römische Kamille im Beet
Auf kleinstem Raum war alles liebevoll arrangiert
Rechts im Topf, das sieht aus wie eine Mispel
und überall herrliche Stock-Malven
Vom Federmohn musste ich unbedingt ein Foto machen, da ich mir gerade einen Ableger von meinem Schwiegervater ausgegraben habe – eine Art Monsterpflanze
Als nächstes machten wir in dem Ort Himmelpfort Pause. Diesmal teilte sich unsere Familie. Die Kinder verschwanden am See, der Mann versuchte die Zeit mit Kaffee und Kuchen zu überbrücken und ich verschwand im Klostergarten.
Ein schöner , sonnig gelegener Naturgarten –  auch hier mit Verkaufsstand.
Ein riesiges Insektenhotel

eine Kräuterschnecke

und eine Reihe mit Hexenkräutern,
wie Kermesbeere
oder der Blaue Eisenhut
Kermesbeere Mitte links

Ich hätte ja noch Stunden dort verbringen können, aber wir mussten weiter. Und der Akku vom Fotoapparat war längst leer. Blieb nur noch das IPad, aber das sieht immer echt peinlich aus, damit Fotos zu machen….
Für uns gab es noch schnell ein Stück Kuchen auf die Hand und mein Sohn schaute sich mit Freude die Wohnung vom Weihnachtsmann an.
 
Weihnachtsstube in Himmelpfort
Der letzte Garteneindruck kommt aus Wendorf, wo wir ein tolles Schloss, zwar ohne Restaurant, dafür aber mit riesigem Park fanden. (Privatbesitz eines Vereins)
 Das Rondell hatte es mir angetan
Dort rankte echter Wein und der ganze Park war so romantisch – im vorderen Bereich gab es viele Herbstanemonen
An der Seite des Schlosses eroberte eine blühende Kletterhortensie das Obergeschoss 
Ich bin gespannt, wann meine mal blüht. Sie ist jetzt 4 Jahre alt – auch aus dem „Schwiegergarten“
Da es hier kein Restaurant gab, machten wir an anderer Stelle noch mal Pause. Es fand sich ein Imbiss-Stand mit einem „Katzen-Mann“. So wurde er jedenfalls genannt, der kleine Schmusekater.
Das nächste Mal dann wieder Neues aus meinem Garten. 
LG Sigrun