Mit Fahrrad durch die Natur in Süd-Holland

Das Fahrrad ist die beste Art, um Holland zu entdecken. Damit erreicht man die schönsten Flecken, genießt die frische Luft und hat genug Zeit, um die Umgebung zu erkunden……So lautet jedenfalls die Empfehlung des gastfreundlichen Hollands und wirbt damit auf seiner Internetseite.
Natürlich hatten wir die Räder dabei und genossen die frische, wenn auch nach Ostern, eiskalte Luft von Südholland. Radwege gibt es wirklich überall und sie sind sogar nummeriert. Auch wenn die Zahlen nicht wirklich weiterhelfen, wenn man keine holländische Karte dabei hat. Heute ein paar Eindrücke von Hollands Natur per Rad auf der Route von Delft nach Rotterdam bis zu den Windmühlen von Kinderdijk.
Die Schafmama schaute erstmal nach, ob sie ordentlich frisiert war….

….während die Kinder nach den letzten Kräutern Ausschau hielten. Im Hintergrund (oben) ist die holländische Leidenschaft für Gewächshäuser gut erkennbar.


Normalerweise sind die Ufer stark bewachsen mit allen möglichen Kräutern, 
hier im April häufig mit Beinwell.

Feuchte Wiesen voller Beinwell am Radweg

Sehr häufig wuchs überall die Gewöhnliche Pestwurz

Wo eine Windmühle steht, ist die Pestwurz auch nicht weit.
Aber auch gelbe Wiesen voller Raps, der sich inzwischen in der Natur verselbständigt  hat. Die Radwege sehen aus, wie kleine Straßen.
 Unzählige Wasservögel auch in den Städten…..in Rotterdam kreuzte eine Gänsefamilie unseren Weg. Den Radweg zu überqueren war kein Problem….

bei der Straße kamen ihnen aber doch Zweifel und sie kehrten wieder um.
Die Vorgärten in Holland sind oft sehr schön gestaltet. Im April blühten mehrfach riesige Kamelienbüsche, die hier offenbar winterhart sind.

Hohe Gartenkunst zwischen Delft und Rotterdam in einem Privatgarten.
Sehr erfreulich auch der Anblick einer Benjeshecke mit aufgeschichtetem Totholz am Rand eines Naturschutzgebietes hinter Delft.
Kinderdijk haben wir nach einigen Irrfahrten durch Rotterdam tatsächlich noch erreicht.
Die Maas musste per Fähre überquert werden
Nach kurzem Aufwärmen in einem kleinen Café radelten wir zu den Windmühlen von Kinderdijk, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören.
Einige können auch von innen besichtigt werden.
Die Windmühlen sind alle noch funktionstüchtig und können in einem Störfall der modernen Wasserregulierung wieder einspringen. 
Zurück ging es dann schneller….gut ausgerüstet mit Stadtplan von Rotterdam.
Entfernung Delft-Rotterdam-Kinderdijk: ca. 30 km
Naturdonnerstag ab heute bei Jahreszeitenbriefe

Wiesenfreuden an der Weißen Elster

Unsere 3-Tage-Pfingstradtour führte uns dieses Jahr entlang der Weißen Elster von Gera nach Leipzig.
Der Elsterradweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung südlich von Halle und durchquert dabei die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Treffpunkt war für alle diesmal die Elster-Brücke, auf der man wunderbar im Café warten konnte. Der Kuchen war lecker, nur das Wetter zu kalt. Zum Glück gab es Fliesdecken zum Einhüllen.

Gleich hinter Gera führt der Radweg durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit wunderbaren Blumenwiesen entlang der Elster.

Aga-Elster-Tal und Zeitzer Forst 
Um die schöne Landschaft von oben zu genießen, gibt es an der Ländergrenze zu Sachsen-Anhalt ein Baumhaus zum Hochklettern.
Unten kann man am schwebenden Tisch sitzen.
Oft findet man in der Natur Wiesen, die von der Landwirtschaft genutzt werden. Auf diesen Grünflächen wachsen dann die typischen Futterpflanzen mit überwiegend Löwenzahn und Klee.
Blumenwiesen benötigen dagegen nicht so viele Nährstoffe und können sich erst entwickeln, wenn kein Dünger oder Pestizide das Wachstum hemmen und die Wiese nur selten gemäht wird.
Bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe gibt es einen interessanten Post über artenreiche Magerwiesen.
Der kleine rosa Storchschnabel begleitete uns die ganze Zeit.
Natürlich gab es noch viel mehr…
und wir hatten sogar einen Biologen dabei, der mir alles erklärt hat. Aber Fotos machen ist auf Radtouren ganz schwierig. In einer größeren Gruppe muss man schauen, nicht den Anschluss zu verlieren.
Immerhin blieb mir am Sonntag kurz Zeit, immer mal vom Fahrrad zu springen und schnell eine Blume abzupflücken…
mir war eingefallen, dass Lotta doch das Thema ‚Blumenwiesen bei ‚Bunt ist die Welt‘ hatte.
Am Ende ist ein großer Strauß zusammengekommen…ich hab mich nur gewundert, dass er nicht bei dem Sturm davongeflogen ist. Sogar einen üblen Regenguss hat er durchgehalten.
Dann schnell am Cospudener See nach Markkleeberg abgebogen und den Strauß bei Lotta abgeliefert. Leider kam ich komplett nass von oben bis unten bei ihr an….
Wir haben dann nach einer Gartenrunde durch ihren wunderbaren wildromantischen Rosengarten im Trockenen gesessen und Tee getrunken. Ich durfte Lottas Keramik und Bücherstapel bewundern und den frisch frisierten Hund kraulen. 
Da vergisst man doch gleich das schreckliche Pfingstwetter…:-)
Am Montag ging es dann durch meine Leipziger Heimat, den Leipziger Auenwald, saisonbedingt mit Bärlauchduft in der Nase.
Ist das nicht Wahnsinn…alles schneeweiß.
Den Wiesenblumenstrauß hab ich ja schon selber bei Lotta vorbeigebracht …hier geht es zu Bunt ist die Welt #72
Thema Blumenwiesen und Rasenflächen

Frühlingsspaziergang auf der Insel Mainau (I)

In unseren Osterferien sind wir für ein paar Tage in den Süden geflüchtet….und sind damit von dem sehr unfreundlichen Ferienwetter hier verschont worden.
Der Süden war gerade noch per Auto erreichbar…wenn auch mit vielen Stunden Autobahnfahrt. Wenn ich nicht am Steuer saß, konnte ich wenigstens an meiner Alpakadecke stricken, die nun ein ganzes Stück größer geworden ist. Auch das fehlende WLAN im Urlaub hat dazu beigetragen….:-)
Heute sammelt Lotta Frühlingsspaziergänge und weil uns der Frühling am Bodensee in so üppiger Form begegnet ist, kommt heute eine kleine Fotoauswahl unserer Tour zur Insel Mainau.
Wir ließen unser Auto meistens stehen und waren per Drahtesel unterwegs. Von der Unterkunft in Unteruhldingen waren wir schnell bei der Autofähre in Meersburg, die uns auf die gegenüberliegende Seite brachte. Bis zur Insel Mainau war es dann nicht mehr weit. Zunächst ging es an den Lieblingstieren vorbei…die Lämmer wie immer am neugierigsten….den Eltern war das Fressen wichtiger.

Wunderschön ist die Platanenallee, die zur Insel führt, aber nur für diejenigen, die zu Fuß oder per Fahrrad kommen…
…die Platane kommt hier sehr häufig vor. Meistens gestutzt und in Form geschnitten, aber hier mal ganz frei wachsend.
Am Fuß der Platanen ein Meer aus Buschwindröschen abwechselnd mit dem Gelb des Scharbockskrauts.
Vom Park war ich dann sehr überrascht.
Wir sind mit Absicht nicht am Ostermontag, sondern einen Tag später dort hingefahren, so dass der Park nicht so voll war, wie wir ihn schon mal zur Pfingstzeit erlebt hatten. 
Auch die Gestaltung des Parks hat sich ganz angenehm verändert.
Es ist nicht mehr alles in Reih und Glied angepflanzt, wie auf manchen Gartenausstellungen….es überwiegen eher die kreativen und naturnahen Anpflanzungen.
Mein erster Besuch liegt 20 Jahre zurück. 1994 war ich ehrlich enttäuscht von den langweiligen altmodischen Blumenbeeten und den Menschenmassen.

Vielen Dank auf diesem Weg an die beiden Geschäftsführer der Insel Mainau Bettina Gräfin Bernadotte und Björn Graf Bernadotte, die in der fünften Generation seit der Parkgründung für die Gestaltung verantwortlich sind.
Hier weht seit 2007 ein merklich  frischer Wind, der nicht nur durch den Wind vom See her kommt.
Auch die Webseite ist wunderschön gestaltet und lohnt einen Besuch…:-) 

Die Natur hat das Scharbockskraut allerdings selber auf die Baumwurzel gepflanzt…:-)
Unten rechts ein Eichhörnchensuchbild.
Das Wetter hat es wirklich sehr gut mit uns gemeint, so dass die Blütenteppiche in allen Farben in der Sonne leuchteten. Mal war alles Blau….
Oder Weiß….
oder Narzissen-Gelb…
ganz besonders viel Gelb auf der Narzissen-Wiese an der Treppe….dort wird mit Sicherheit kein Rasen gemäht…:-)
An Lila fehlt es auch nicht….das große Rondell vor dem Schmetterlingshaus war lückenlos bepflanzt.
Im Küchengarten dann eher in Reih und Glied, dafür aber abwechselnd mit Salat.
Küchengarten Mainau 
Gelb mit Lila in wunderbarer Kombination…Himmelsschlüsselchen zusammen mit Anemone blanda.
Auch sehr frühlingsbunt die Wiese vor dem Schloss
Tulpen gab es auch schon…immer eine Sorte in riesengroßen Holzkästen. Hinter einem dieser Kästen liegt unser Student in der Sonne…:-)……
Aber auch in der Wiese blühten sie schon zusammen mit Hyazinthen.
Hyazinthen  in Weidenkörben vor dem Küchengarten
Bepflanzte Vasen am Italienischen Rosengarten
Ich hab natürlich eine ganze Bilderflut auf Mainau fotografiert…Fortsetzung folgt.

Wir hatten am Donnerstag 24 Grad in Konstanz.

Was uns hier zu Hause erwartete, traue ich mir kaum zu sagen…
Schnee…..wenn auch nicht viel.
 Blühende Osterglocken gibt es noch nicht im Garten, dafür aber Krokusse, Anemonen, Blausternchen und Sternhyazinthen (Chionodoxa) im Schmetterlingsbeet.

Noch mehr Frühlingsspaziergänge könnt ihr bei
Heute macht der Himmel blau anschauen.
Bunt ist die Welt #66.
Die herrlichen alten Baumriesen..es kommen noch mehr dazu….schicke ich zu Ghislanas ‚
Mein Freund der Baum

Monatscollage Oktober

Ein kleiner Rückblick auf den Oktober 
zuerst ein Gartenblick
am 14.10. vom Schnee überrascht worden
einen Frosch im Blumentopf entdeckt
Gurken, Chilis und 2 Hokkaido aus dem Hochbeet geerntet
über die vielen Äpfel vom Topaz gewundert
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Der Urlaub in Südtirol 
Da wir nicht nur durch den Schnee wandern wollten, sind wir noch in die Weingegend nach Tramin gefahren und einen Tag nach Venedig 
Noch beliebter als Wandern war der Tischkicker auf der Terrasse mit Alpenblick
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Die Monatscollagen sammelt Birgitt/ Erfreulichkeiten 

Herbstwanderung – Südtirol II

Nachdem es den Herbstspaziergang durch die Weinberge Südtirols schon letzte Woche gab, heute ein paar Fotos von einer Herbstwanderung zwei Tage später.
Vom Balkon unserer Ferienwohnung im Pustertal hatte man schon morgens einen herrlichen, sonnigen Blick auf die Berge. Nur hin und wieder zogen noch die Wolkenfelder vorbei. Bestes Wanderwetter in Sicht!

Wir suchten uns eine Tour aus, die eine ganzjährig geöffnete Almhütte als Ziel hatte, denn ab Mitte Oktober sind einige schon geschlossen. Eine besondere Empfehlung unserer Vermieterin war die Moarhofalm auf er Sonnenseite des Pustertals in den Pfunderer Bergen.
Dazu fährt man von Hofern/ Oberhofern aus den Berg hoch bis zu einem Parkplatz im Wald. 
Von dort wandert man gemütlich den breiten Wanderweg Nr. 65 (Murmeltierweg) durch den Wald. 
Auch der Nadelwald hatte sich durch die zahlreichen Lärchen goldbraun verfärbt.

Unterwegs bieten sich herrliche Ausblicke in die Bergwelt
In weniger als einer Stunde erreicht man die Moarhofalm (1833 m)
Eigentlich stand ja schon unten, am Abzweig der Straße zum Parkplatz ‚chiuso‘ (geschlossen) unter dem Almschild, aber so richtig wollten wir das nicht glauben…..
Leider war sie tatsächlich geschlossen…und wir mussten die Brotzeit aus dem Rucksack holen. 
Rings um die Hütte lag schon reichlich Schnee…
…den Petunien-Ampeln schien das aber nicht geschadet zu haben.
Nach einer kleinen Pause wagten wir uns noch weiter durch den Schnee bis zum Grünbachsee
Ein kleiner Rückblick zur Moarhofalm
Unten rechts der gefrorene Grünbachsee bei herrlichem Sonnenschein, 
Winterwetter im Herbst
Von dort kann man bis zum Gipfel der ‚Putzenhöhe‘ (2.438 m) hochsteigen
Wir trauten uns noch etwas weiter durch den Tiefschnee….ein paar Wanderer vor uns hatten eine Spur hinterlassen
Kurz vor dem Gipfel wurde es dann doch zu arg und wir traten den Rückweg an
Bei solchem Wetter müssen auch die Kühe ins Tal
Almabtrieb im Pustertal mit Glockengeläut in der Nähe unserer Ferienwohnung
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Noch mehr herbstliche Spaziergänge/ Wanderungen gibt es bei Lottas Projekt ‚Bunt ist die Welt‘ #43