Mein ungezähmter Garten von Norbert Griebl

Mein ungezähmter Garten

Einmal im Monat nehme ich mir Zeit für eins meiner liebsten Hobbys…..nach neuen Gartenbüchern stöbern. In der obersten Etage meiner Buchhandlung vor Ort gibt es die Rubrik Garten und Naturbücher. Zuerst werden die stolz auf den Büchertischen präsentierten Ausgaben inspiziert. Oft kenne ich die meisten aber schon und dann darf auch mal das Regal herhalten. Hier sortieren die Buchhändlerinnen alles ein, was zwar neu und lesenswert ist, aber nicht unbedingt der ganz große Kassenreißer.

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Färberkamille – einer der letzten Blüten im Garten

Nachdem hier schon der erste Frost um die Ecke geschaut hat, kann man trotzdem Ende November noch einige, wenn auch winzige Blüten entdecken.
Eine besondere Freude ist die Färberkamille, Anthemis tinctoria.
Ich hatte sie als Ritzenblümchen außerhalb des Botanischen Garten Erlangen in meinen Garten importiert. Nun hoffe ich, dass sie ihrem Ruf als aussaatfreudig gerecht wird und im nächsten Jahr irgendwo als Überraschungsgast erscheint. Denn sie ist leider auch kurzlebig, was so viel heißt, wie eventuell nur ein Jahr im Garten. Aber ich bin da mal ganz positiv gestimmt, da ich nicht ständig mit der Unkrauthacke durch die Beete jage.
Ein Blackbox Garten ist einfach viel spannender.

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Blackbox Gardening – Gärtnern mit Überraschung

Einige meiner Lieblingspflanzen wanderten beim Umzug in Töpfen mit in den neuen Garten. Von der anfänglichen Flut hat inzwischen das meiste einen Platz im Beet gefunden. 
Auf gar keinen Fall wollte ich solche Pflanzen neu kaufen, die sich immer durch Aussaat so reichlich vermehren und im Garten an allen möglichen, nicht von Gärtnerhand gewählten, Plätzen auftauchen. Dieses Gärtnern mit Überraschungseffekt wird neuerdings oft als Blackbox Gardening bezeichnet.  
Das heißt nicht, dass man den Garten sich selbst überlässt, aber ein bisschen Gelassenheit ist schon gefragt. Das einzig schwierige ist dann nur noch, die Sämlinge zu erkennen. Ich hatte einige meiner Töpfe im Herbst noch nicht ausgeleert und nun zeigen sich schon die ersten blinden Passagiere.
Sämlinge erscheinen nicht immer in der selben Farbe, wie die Mutterpflanze. Die Hornveilchen hatte ich so rosa garantiert noch nie gekauft. Hier im ehemaligen Topf vom Glockenchili.
Die Kronenlichtnelke war ziemlich reichlich im Schmetterlingsbeet  vorhanden. Irgendwann stand der Topf mit dem selbstgezogenen Wandelröschen aus Portugal mal in der Nähe. Heute wanderten die beiden Minis  wieder ins Beet zurück.
Die pfirsichblättrige Glockenblume hat sich den Platz im Topf der Kastanie ausgesucht und wanderte auch ins neue Schmetterlingsbeet. Mit Sicherheit wird sie bald wieder überall im Garten zu finden sein. Die Kastanie ist inzwischen längst ausgetrieben und die Glockenblume gewachsen.
Gundermann war schon fast eine Plage im alten Garten…er rankte am unteren Ende des Hangs durch die Beete und liebt vermutlich feuchten Schatten. Einen Topfbambus hatte ich mal dort unten eingepflanzt, weil er abgefroren war. Dann hat er wieder ausgetrieben und wanderte zurück in den Topf. Da brauche ich mich wohl nicht zu wundern, was nun dort herauswächst.
Von  den aussaatfreudigen Sorten genügt es oft, nur eine einzige Pflanze zu kaufen und abzuwarten. 
Der Oregano war so ein Fall und wanderte durch alle Beete…bisher konnte ich nur dieses eine Pflänzchen entdecken.
Hier mal kurz ein Blick auf meine kleine Blumenwiese im wilden Garteneck des alten Gartens, das ich extra abgesteckt hatte, um es vor dem Rasenmäher zu schützen…auch da durfte der Oregano nicht fehlen. Außerdem wilde Möhre, Wiesenglockenblumen und Schafgarbe.
Oregano am Apfelbaum mit Glockenblumen und ausgesamten Ringelblumen…nicht das Foto ist schief….es ist ein Hang.
Und dort hatte sich Oregano auch im Staudenbeet frech vor die Margeriten geschoben. 
Im Bild links die weiße Spornblume, die reichlich Samen wirft und rechts Samen der Lupine, die gerade in kleinen Töpfen keimen.
Ich kann mich gar nicht erinnern, sie in den Garten gepflanzt zu haben….vielleicht hatte ich auch mal Samen davon.
Einmal Mohn….immer Mohn, sogar in verschiedenen Farben.
Vergissmeinnicht habe ich zusammen mit den Maiglöckchen gepflanzt. Letztere gibt es hier schon. Eins der blauen Blümchen hat sich selber in den Topf der selbstgezogenen Jostabeere geschlichen. 
Nepeta – Katzenminze musste natürlich auch mit. Ein Geranium – ganz links – hatte ich noch mit dazu gepflanzt, ich weiß nur nicht mehr welches…und nun taucht in der Mitte noch etwas anderes auf. Sieht ein bisschen aus wie Phazelia….?
Im anderen Kasten habe ich nach entsprechender Größe festgestellt, dass dort Astern wachsen und daneben Sonnenhut. Wahrscheinlich der gelbe ‚Goldsturm‘, der stürmisch jedes Beet für sich erobert…kommt alles noch in den Garten.
Ganz offiziell zogen folgende Blackbox Pflanzen mit in den neuen Garten um:
Stachys byzanthinum – Wollziest
Alchemilla – Frauenmantel
Jakobsleiter
Nepeta – Katzenminze
Lychnis coronaria – Lichtnelke 
Lein
Vergissmeinnicht
Roter Sonnenhut
Rudbeckia ‚Goldsturm‘ – Gelber Sonnenhut 
Akelei – gibt es hier schon reichlich
Spornblume
Stockrose – Malve
Schafgarbe – Achillea millefolium ‚Pretty Belinda‘
Eine Königskerze, die sich tatsächlich umsiedeln ließ.
….und ganz viel Samen.
Anfang April erreichte mich dann noch ein Überraschungspaket mit aussaatfreudigen Pflanzen aus einem anderen Garten.
Ein großes Paket aus dem Waldgarten von Sara.
Blackbox Pflanzen aus dem Waldgarten:
Duftveilchen
Kaukasus-Vergissmeinnicht
Japan-Anemone
Garten-Hibiskus
Helleborus
Kaukasus-Beinwell 
Goldlack
Außerdem Vinca minor, Vinca major, Zweige der Drachenweide, Phlox,
Sedum, sogar mit einem Vergissmeinnicht
Eine ganz neue Samenschleuder zog inzwischen in den Garten für die Hummeln und Bienen…
Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel
Vielen Dank an dieser Stelle für die lieben Ostergrüße von Birgitt und Claudia.