Herbstbäume am Bohlenplatz – Erlangen

Heute nehme ich euch mal mit in die Stadt, die ich schon seit 1990 kenne, meine Wahlheimat.
Ganz zufällig gab es damals ein Praktikum während des Studiums…..seit dem fühle ich mich in Erlangen zu Hause, obwohl ich nie wirklich direkt in der Stadt gewohnt habe, sondern immer nur am Rande.
Auch wenn es hier im Blog vielleicht oft so geklungen hat, als wenn Freiberg meine Lieblingsstadt ist,  konnte ich das Gefühl, mich zu Hause zu fühlen, außer in Dresden und Leipzig, bisher nur hier wirklich spüren.

Das über 1000jährige Erlangen ist nicht so groß, wie die Nachbarstädte Bamberg oder Nürnberg, daher um so gemütlicher, wenn man sich im Altstadtbereich aufhält. Mal von dem Einkaufswahn abgesehen, der an einigen Stellen stattfindet und der miserablen Parksituation für Menschen, die nicht in der Stadt wohnen……so gibt es doch Ecken, die das mediterran angehauchte Flair der ehemals fränkischen Kleinstadt zu etwas besonderem machen.
Letzte Woche besuchte ich eine Veranstaltung in der deutsch-reformierten Kirche am Bohlenplatz, die nicht mehr als Kirche genutzt wird (gibt es tatsächlich in Bayern).

Rings um die Kirche am Bohlenplatz gibt es eine wunderschöne Gestaltung aus einem fränkisch-mediterranen Mix vor dem Hintergrund der Sandsteinkirche von 1734 und den alten Bäumen des kleinen parkähnlich gestalteten Platzes. Ich war schon so lange nicht mehr dort und war ganz angenehm überrascht. Nur die Fotos stammen leider vom Handy, da ich mal wieder gar nicht vorhatte, überhaupt Fotos zu machen. Und so muss ich leider die schiefen Linien in der Perspektive in Kauf nehmen. Die Stimmung war es mir Wert.

Um die Mittagszeit herum herrschte dort ein phantastisches Licht. Auf der einen Seite fast rabenschwarzer Himmel, weil es gleich regnen wollte und auf der anderen Seite noch ein wunderbarer Sonnenschein.

Alte Linden am Bohlenplatz

Tamariske und Rose im Buchsbogen

Die kleinen Bäume ringsum sind alle mit Schildern versehen, so dass man weiß, was man vor sich hat. Die beiden ‚Rosties‘ scheinen andächtig zu lesen…:-))

hier noch nebelig grau vor der Veranstaltung

ehemaliger Eingang mit Lavendelweg
Olivenbäumchen…. wird sicher bald in die Orangerie vom Schlossgarten  geschafft

Linde vor dem Haupteingang

Verlinkt zu Heute macht der Himmel Blau #136

Unter alten Platanen…

Am letzten Freitag wurde der Palaisommer, das Openair Kulturfestival im Dresdner Palaigarten, eröffnet. Den ganzen August findet hier unter den zwei uralten Platanen Kultur und Kunst statt. 
Eintritt wird für die Veranstaltungen nicht verlangt, eine kleine Spende ist aber erwünscht.
Nach langer Parkplatzsuche….immer ein Problem als Nicht-Dresdner….trafen wir etwas verspätet auf der großen Wiese zwischen Elbe und Japanischem Palais ein. Eugene Mursky, ein usbekischer Pianist, spielte bereits auf dem erhöht stehenden Flügel und wir suchten uns einen Platz in der Nähe der beiden riesigen Platanen mit Blick in Richtung Semperoper.
Ursprünglich wurde der Palaigarten 1715 als Barockgarten angelegt und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in einen Nutzgarten der Hofgärtnerei umgewandelt.
Die beiden Platanen im Palaigarten wurden in dieser Zeit um 1770/80 angepflanzt. 
2013 muss eine der Platanen gebrannt haben, aber ich konnte nur zwei ziemlich gut aussehende Bäume entdecken….
Auch die Pilzkrankheit im Frühjahr des letzten Jahres schien ihnen nichts ausgemacht zu haben. Dann wirft eine Platane schon kurz nach dem Neuaustrieb ihre Blätter wieder ab, treibt dann aber meistens wieder neu aus.
Mursky spielte eine Stunde lang durch und es wurde langsam dunkel. In der Pause konnte man den Blick in Richtung Frauenkirche genießen…
…und die Kunstausstellung Pleinair besichtigen, Openair ausgestellte Kunst im großen Rundbogen vor dem Palais.
Zwei Bäume….die Platanen?
Viele Elbblicke, wie das Hochwasser von 2013 im folgenden, als die Brücke kaum noch zu sehen war.
Nachtschwärmer
Nach der Pause wurde im Dunkeln weitergespielt. Noch mal eine Stunde und Zugabe….
Es war eine traumhafte Stimmung bei herrlicher Musik.
Am Schluss noch mal an der angestrahlten Platane vorbei…was für ein Blätterdach!
Einen ganz kurzen musikalischen Eindruck habe ich noch für euch aufgenommen…..nur 1 Minute.
Die Platanen schicke ich zu Ghislanas Baumfreunden

Novemberbäume – Bunt ist die Welt #47

Heute gibt es eine November-Baumsammlung für Bunt ist die Welt #47 bei Lotta.
Jedes Jahr im November machen wir einen Ausflug nach Seiffen, bevor der Weihnachts-Trubel in der Erzgebirgsstadt losgeht.  
Wenn es das Wetter erlaubt, wandern wir zuerst auf den Schwartenberg, weil man von dort oben eine herrliche Aussicht hat. Diesmal mussten wir mit dem Auto hochfahren, da der kleine Sohn seit  Freitag leider einen Gipsfuß hat.

Es hatte gerade erst angefangen zu schneien…und es hat fürchterlich gestürmt. was man den Bäumen gar nicht ansieht.
Hier  hatte ich schon mal von unserer Novembertradition berichtet.
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Als nächstes geht es durch den Freiberger Stadtwald. Auf der Walking-Runde komme ich immer an diesem herrlichen Baum vorbei. Hier mal zum Vergleich 
links am 27.10. und rechts am 09.11., als schon alle Blätter unten waren
Zum Schluss noch eine kleine Runde durch Freiberg 
Schloss Freudenstein
Ein Innenhof gleich beim Schloss-Platz
Ein Innenhof in Dom-Nähe
Hier gab es sogar noch Blätter und Früchte am Zierapfel-Baum
Hier geht es zu Lottas Baumsammlung
Verlinkt zu Ghislanas ‚Mein Freund der Baum‘ #33

Bunt ist die Welt – Winterbäume

Heute ist wieder Zeit für Lottas Fotoprojekt ‚Bunt ist die Welt‘, diesmal mit dem Thema Winterbäume. 

Also mal nachgeschaut, was mir die letzte Zeit an blätterlosen Baumschönheiten begegnet ist. Da ist sogar etwas Farbe dabei, was man bei so einem Projekt nicht auf Anhieb vermutet.

Fangen wir mal oben links (OL) an und arbeiten uns bis rechts unten (RU) vor:

OL In Gemünda/ Oberfranken einen bestrickten Baum vor der Kirche entdeckt
UL Blick auf die Kugelrobinie in meinem Garten, die bald zum Friseur muss (im Sommer versteckt sich dort Nachbars Katze, so dicht ist sie)
Mitte 1 Wiederaufforstung auf der Böhmischen Landstraße beim Skifahren entdeckt
Mitte 2 Am Dienstag bei frühlingshaftem Wetter an der Stadtmauer fotografiert
Mitte 3 Blick in den Abendhimmel von unserem Garten aus
Mitte 4 Verschneiter Wald bei Holzhau
RO Abgestorbener Baum mit Loch
RU Viele kleine Hochzeits-Bäumchen an der Bahndammloipe entdeckt (Hochzeitsallee)

Und hier noch mal der bestrickte Baum von Gemünda in voller Größe, weil er einfach wunderschön ist. Wir hatten dort Sylvester verbracht und das Foto stammt vom Neujahrstag.

Vom Urban-Knitting-Projekt Gemünda muss ich euch unbedingt noch mal ausführlicher berichten. 
Der Baum ist nicht das einzige, was hier bestrickt wurde….und es ist für einen guten Zweck.

Dorfplatz im bunten

„Seit einigen Jahren treffen sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünda während der Wintermonate Frauen in der traditionellen „Lichtstube“ zum Handarbeiten.
In diesem Jahr haben sie mit Fleiß, Ideen und viel Phantasie den Dorfplatz neu „eingekleidet“ – in einer „Urban Knitting“-Aktion…

Urban Knitting oder auch Guerilla Knitting ist eine Form der Straßenkunst, die ihren Ursprung 2005 in den USA hatte. Inzwischen sind die handarbeitlichen Verzierungen von Gegenständen im öffentlichen Raum weltweit zu finden. Das erste gestrickte Graffiti in Deutschland entstand 2010 in Frankfurt…

Mit ihrer aufsehenerregende Aktion wollen Frauen in Gemünda einen Beitrag zur dringend benötigten Innenrenovierung der Kirche leisten.“ Die Gemeinde Gemünda

Es gibt aber auch herzallerliebste Modell-Vorlagen im Ort.

Und hier geht es zu den anderen Winterbäumen.


Den zweiten Link setze ich zu Ghislanas Sammlung ‚Mein Freund der Baum‘