Die Fränkische Wüste – Sandpflanzen der Sandachse Franken

Durch Zufall bin ich im Juni nach dem Besuch meiner Magerrasen-Blumenwiese am Ortsrand auf ein Sandbiotop  gestoßen, das auf jeden Fall nicht natürlichen Ursprungs war.  
Dort wuchsen eine Menge heimische Sandpflanzen auf Sandhügeln, wie Natternkopf, Schafgarbe, Johanniskraut, Wilde Möhre und Nachtkerzen. 
Dass es solche Flächen gibt, ist offenbar den Naturschutzprojekten der BUND – Ortsgruppe  zu verdanken. 
Hier werden Flächen neu geschaffen, die eigentlich typisch für die Gegend SandAchse Franken sind, aber durch umfassende Bebauung und landwirtschaftliche Nutzung zunehmend verloren gehen. Soweit ich das verstanden habe, punktet die Gemeinde mit der Anlage solcher Flächen, um auch zukünftige Bauprojekte umweltverträglich realisieren zu können. Jetzt könnte man natürlich sagen…lieber keine Neubauten mehr…aber das gelingt in dieser Gegend rings um Erlangen auf gar keinen Fall. Also lieber so, als zuzusehen, wie auch seltene Flora und Fauna ihren Lebensraum verliert.
Die Aufnahmen stammen von Mitte Juni, als schon lange das Johanniskraut blühte. Vielleicht ein Zeichen, dass die Natur eher durchgestartet ist dieses Jahr und die Erdbeeren schon zu meinem Geburtstag Ende Juni knapp waren. Das ist mir auch noch nicht passiert. Auch der leckere Fränkische Spargel wurde nicht mehr bis zum Stichtag, 24. Juni, gestochen…Saisonende war schon Mitte Juni. 
An diesem sonnigen Tag wimmelte es nur so an Schmetterlingen und Insekten aller Art. Es war nur zu heiß, um dort längere Zeit zu verbringen. Immerhin können sich solche Sandlebensräume im Boden bis zu 60 Grad aufheizen und dann fühlt man sich als Fotograf wie in der Sauna. Dann nützt auch der Strohhut nichts mehr auf dem Kopf….in der Fränkischen Wüste wachsen also nur absolut trockenheitsverträgliche Pflanzen, denn zum Gießen kommt hier in den trockenen, heißen Sommern niemand vorbei.
Kaum auf ein Foto zu bekommen ohne Stativ…..das Taubenschwänzchen am Natternkopf.
Ebenfalls sehr aktiv Mitte Juni der Kleine Fuchs am Natternkopf. Ein hübsches Bild zusammen mit Wilder Möhre.
Schafgarbe mit Rotklee im Hintergrund
Nun ist mein Garten ja auch Bestandteil der SandAchse Franken und ohne meine Nachhilfe finden sich alle diese Pflanzen auch hier im Garten ein. Wie das dann aussieht, zeige ich demnächst mal.

Auf der Karte des Naturschutz-Projektgebietes SandAchse Franken bei Nummer 13.

Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe

25 Antworten auf „Die Fränkische Wüste – Sandpflanzen der Sandachse Franken“

  1. Liebe Sigrun,
    da bin ich froh, dass es bei uns diese Biotope und Naturwiesen gibt. Es sind viele überall, am Nackar, an der Rems, ander Enz, im Wiesental. Hier wächst es und blüht es und es ist eine Freude, das zu sehen. Hier tut man tatsächlich etwas und auch
    die Naturwiesen mit allen den unterschiedlichsten Pflanzen sind vorhanden. Wie auch der Schabzigerklee, den ich neulich gefunden habe.

    So schön.

    Lieben Gruß Eva,
    die sich freut in Schwaben zu wohnen

  2. Ein kleines Paradies!
    Über die fränkische Sandachse habe ich mal einen kleinen Bericht im TV gesehen, hat mich damals schon fasziniert – deine Fotos unterstreichen den Eindruck dann noch!
    Wunderschön!
    Es ist immer wieder schön wenn noch Biotope und Naturflächen angelegt und erhalten bleiben. Tolle Fotos!

    Liebe Grüße, Maje

  3. In eurer Region ist es ja ganz anders als in vielen Gegenden des "wilden" Ostens, während hier ganze Landstriche aussterben, boomt es in Franken nur so – klar, dass da gebaut werden muss. Um so schöner, wenn sich Menschen für die Natur einsetzen und man solche wunderbaren Orte findet.
    Liebe Grüße

  4. Na also jetzt aber. Nun wird mir dein Kommentar unter meinem Blog Beitrag mit den neuen Trendpflanzen mit einem Mal ganz verständlich, fränkische Wüste, ich muss jetzt echt grinsen. Da siehste Mal wieder das wird doch noch ein Trend, ich sag es ja hi hi hi. die haben mir das jedenfalls scheinbar schon nachgedacht. Mag mir gar nicht vorstellen wie du als Fotograf da drin ins schwitzen kommst, wenn es 33 Grad bei wolkenfreiem Himmel und Windstille hat puhhhhh
    Liebe Grüsse Achim

  5. …das klingt heute nach Angekommen, liebe Sigrun,
    da hast du für dich wieder ein Gebiet gefunden…schön, dass diese Naturbesonderheiten erhalten werden…und toll, dass du das Taubenschwänzchen aufs Foto bekommen hast, die sind so schnell und wollen scheinbar nie ruhig sitzen…vielleicht muß ich dich in deiner Sandwüste mal besuchen ;-),

    liebe Grüße Birgitt

  6. Liebe Sigrun,
    das ist eine herrliche Fläche! Wunderschön, was da alles wächst, blüht und flattert! Die hübschen "Rüsselchen" ( so nennen wir sie *schmuznel* ) …also, die Taubenschwänzchen sehe ich öfters bei Mama im Garten, aber bei uns in der Gegend hab ich noch keins zu Gesicht bekommen …
    Danke für die wunderschönen Bilder!
    Hab noch einen zauberhaften Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

  7. Liebe Sigrun,
    was man alles erleben kann mit den lieben Blogkolleginnen,
    heute bin ich mit dir in der Fränkischen Wüste – Sandpflanzen der Sandachse Franken!
    Klasse, es tut mir gut vom Sessel aus reisen zu dürfen und zu genießen!
    Hab vielen Dank!
    Herzliche Grüße für dich
    von
    Monika*

  8. Hallo Sigrun,
    schon klasse, dieses Naturreservat mit seinen interessanten Pflanzen … Sandbiotop muss ich mir merken. Ein Taubenschwänzchen haben wir am letzten Samstag sogar hier oben im nördlichen NRW wieder gesichtet, total faszinierend.
    Schönen Abend, Marita

  9. Über den Naturdonnerstag bin ich auf Deinen Blog gekommen und hab' wieder was gelernt. Da urlauben wir seit 1995 in Abständen im fränkischen Seenland (anfangs der Sandstrände wegen, hier gibts nur Steine an den Seen), aber von der Sandachse Franken lese ich heute zum ersten Mal. Ein sehr interessantes Projekt, ich werd' mich mal einlesen! Herzliche Grüße aus Oberbayern von Christine

  10. Ein tolles Projekt, und allesamt meine Lieblinge, wie ich sie hier an den sonnigen trockenen Waldrändern seit Kindesjahren kenne. Den Natternkopf mag ich ganz besonders. Seine Schönheit, gepaart mit seiner Widerborstigkeit mag ich sehr. Und die Hummeln daran… Lieben Gruß Ghislana

  11. Deine Fotos begeistern mich, ich liebe solche Biotope, da wimmelt es nur so von allen möglichen Schmetterlingen, Käfern, Bienen und was sonst noch alles. Ja, auch ich hatte das Gefühl, in diesem Jahr enden so manche Spezialitäten ein wenig eher, Spargel z.B.
    Bei uns scheint die große Hitze wohl rum zu sein, ich habe nichts dagegen, das schlaucht ganz schön ständig 35°-37° und jeden Tag die Gieserei.
    Lieber Gruß
    von Edith

  12. die sandigen wiesen finde ich richtig schön. ich liebe diese stellen in franken. ich lebe am dünenweg…. allerdings muss man die dünen mit der lupe suchen *lach*
    ist so ein sandiger garten schwer zu pflegen? ich hab hier ziemlich gemischt – mal sand mal lehm und humus.
    liebe grüße
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