Botanischer Garten

Der Botanische Schulgarten im Stadtpark Fürth

Es gibt noch einige Gärten aus dem Buch ‚Bayerns schönste Kräutergärten‘, die ich gerne mal besuchen würde. Letzte Woche hatte ich mehrfach Fahrdienst nach Nürnberg und dabei bot es sich an, sich mit einer ehemaligen Freiberger Gartenfreundin, die jetzt in Nürnberg wohnt, im Botanischen Garten Fürth zu treffen. Für uns zwei Gartenbegeisterte gab es dort so einiges zu entdecken. Prima, dass meistens ein Schild an den Pflanzen steht, so dass man sich viele Anregungen mit nach Hause nehmen kann. Man musste nur sehr aufpassen, dass man nicht vom Gartenregner geduscht wird, denn ohne Wasser geht auch dort nichts.

Blick zum Wasserbecken mit Quellnymphe

Den Garten gibt es schon seit 1926 und er wurde im Zuge der Gartenschau ‚Grünen und Blühen‘ 1951 neu gestaltet und er gehört zum Stadtpark Fürth. Die Beete sind in geometrischer Anordnung rings um das Seerosenbecken angeordnet. Es gibt Beete mit Giftpflanzen, Arzneipflanzen und mit Kräutern.

Das Wasserbecken für die Sumpfpflanzen war leider gerade leer und wurde renoviert. Dafür hatten die Staudenbeete mit den hohen Prachtstauden gerade ihre beste Blütezeit. Der Hohe Sonnenhut – Rudbeckia nitida und die Kugeldisteln – Echinops ritro – sind unkomplizierte Sommerblüher und können schon mal eine Hecke ersetzen und bietet einen herrlichen blühenden Sichtschutz.

Wer kennt diese gelb blühende Staude?

Der kleine Steingarten beherbergt trockenheitsverträgliche niedrig bleibende Stauden.

Zimbelkraut, Akeleleien, Sedum
Die Blauraute hatte leider der Regen umgelegt…
Seifenkraut – Saponaria officinalis ‚Plena‘
Schöne Fetthenne – Sedum spectabile
Malven gegenüber vom Giftpflanzenbeet

Eine wunderbare lange blühende Staude für Bienen und Schmetterlinge ist die Bergminze/ Steinquendel – Calamintha nepeta.

Bergminze/ Steinquendel – Calamintha nepeta

In den Kräuterbeeten findet man einige Sorten an Minze wie die Ingwerminze.

Ingwerminze – Mentha gracilis
Bronzefenchel

Am Rand der Wiesenpflanzen gab es extra Beete, für Pflanzen, die es feuchter lieben. Durch die Becken können sie gut separat bewässert werden.

Teufelsabbiss
Acker-Witwenblume – Knautia

Viele der mediterranen Kräuter wie Lavendel, Salbei, Bohnenkraut und Thymian können in der Kräuterspirale untergebracht werden. Hier dominierte der Lavendel, der gerade frisch zurückgeschnitten war. Dahinter sieht man den Laubengang der vom Blauregen zugewuchert war.

Kräuterspirale, links daneben der Gemüsegarten

Der Gemüsegarten in Mischkultur

Tomaten mit Basilikum
Osterluzei – Futter für die Raupen vom Osterluzeifalter…
Gartenhaus romantisch mit Kletterrose umrankt

Da es auch ein Beet mit nicht winterharten Kübelpflanzen gab, befand sich neben dem Eingang ein Schild, wie man die riesige Bananenstaude – Musa basjoo – Japanische Faserbanane – überwintert.

Zum Abschluss des Ausflugs gab es einen erfrischenden Eiskaffee in der Milchgaststätte.

Kunst der 50er Jahre

Verlinkt zum Naturdonnerstag bei Ghislana-Jahreszeitenbriefe

16 Comments

  • Claudia

    Guten Morgen, liebe Sigrun,
    was für ein wunderbarer Schulgarten!
    Gerade in der heutigen Zeit sind solche Gärten sehr wichtig, um den Kindern die Natur und das Genießbare näher zu bringen! Ich glaube, zu unserer Kinderzeit war das nicht so wichtig, weil fast alle daheim einen Garten hatten, wo das nötige zum Leben angepflanzt wurde ;O)
    Herzlichen Dank für die wunderbaren Einblicke!
    Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    • Karen Heyer

      Liebe Sigrun,
      ich liebe solche gut beschilderten botanische Gärten! Besonders schön, das hier auch ein Nutzgarten mit Mischkultur angelegt wurde. Ich erkenne durchaus viele Pflanzen aber manchmal bin ich nicht sicher, dann hilft mir ein Schild übern Berg 😉
      In einem irgendwann einmal bei YouTube erscheinenden Wandertagsfilm von uns zeige ich auf den großen Wiesenknopf und sage im Brustton der Überzeugung, es sei der kleine WIesenknopf. 30 Meter weiter kommt eine Hinweistafel: großer Wiesenknopf, haha.
      Liebe Grüße
      Karen

  • Frau Pratolina

    Liebe Sigrun,
    Der Garten sieht sehr schön aus. Ich mag es auch, durch so wunderbar angelegte Gärten zu laufen und mir Anregungen für zu Hause zu holen.
    Meine Blauraute im Vorgarten ist seit dem letzten Gewitter leider auch ein Bodendecker geworden. Immerhin ist sie nicht abgebrochen, aber aufrichten mag sie sich auch nicht mehr.
    Die gelbe Blume kann Mädchenauge sein. Habe ich in Massen im Garten. Ist nämlich sehr vermehrungsfreudig und kommt auch mal damit klar, wenn es nicht so viel Wasser gibt. Aber die Bienen lieben es, ebenso die Schmetterlinge, falls sich mal einer hierher verirrt. Ich kann Dir gerne Saatgut schicken, wenn Du magst.
    Liebe Grüße
    Steffi

  • Pia

    Ach wie viele male hätte ich dort ganz sacht mit der Hand über die Pflanzen streichen müssen und die verschiedenen wunderbaren Düfte ein zu atmen. Viele der Pflanzen, auch die Gelbe Staudenblume (deren Name ich auch nicht genau weiss) blühen auch in unserem Garten.
    L G Pia

  • Ute Fischer

    Hallo Sigrun,
    vielen Dank, dass Du uns diesen schönen botanischen Schulgarten vorstellst.
    Ich finde es sehr schön, das dort gezeigt wird, wie man einen stinknormalen Garten anlegen und gestalten kann. Das sogar der Gemüseanbau gezeigt wird, finde ich ganz besonders schön. Viele Kinder in der Stadt haben ja sonst kaum die Möglichkeit so etwas zu sehen.
    Die gelbe Staude auf Deinem Bild ist ein Sonnenauge. Welches speziell weiß ich nicht.

    Einen schönen Tag noch und viele liebe Grüsse
    Ute

  • JO

    Die gelben Blumen sind Stauden Sonnenblumen aus der Familie Helianthus; den genauen Sortennamen weiß ich nicht, da gibt es viele Sorten,je nach Blattform,Größe und auch Blütengröße und mehr oder weniger gefüllt. Eins ist allen gemeinsam,sie sind überaus winterhart,mehrjährig , versamen sich gut und lassen sich auch gut für die Vase schneiden. Manchmal fallen sie etwas auseinander und sie benötigen Hilfe und irgend etwas zum Anlehnen oder zusammen halten…Ich habe davon einige Arten im Garten und sie sind auch bei schlechtem Boden oder Hitze unverwüstlich. Klar wochenlange Dürre wollen sie auch nicht, kommen aber auch willig wieder.
    LG JO

  • moni

    Liebe Sigrun,
    so üppig bepflanzt, da fehlt es wohl kaum an einer Staude, einer Blüte, einem Strauch.
    Das ganze sieht auch noch sehr gepflegt aus. Ich liebe ja die Namensschildchen, da ich meist die Namen nicht parat habe.
    Danke fürs Mitnehmen und die vielen schönen Bilder.
    Herzlichst moni

  • Sara - Mein Waldgarten

    Es gibt so viele schöne Parks und Gärten, die man sich anschauen könnte. Ich schaffe es meist doch nur im Braunschweiger Raum oder wie nach Sangerhausen … es bleibt irgendwie immer zu wenig Ziet, habe noch nicht viele Botanische Gärten in meinem Leben besucht. Aber dafür ist ja das Internet gut, überall wo man nicht persönlich hinkommt, kann man sich dank der Blogs, Instagram & Co. umsehen, so wie gerade hier bei Dir!

    Die Blauraute gefällt mir sehr! Erinnert mich irgendwie an die Bartblume. Sie hätten ihr eine Stütze geben sollen. Bei uns im Garten geht fast gar nichts mehr ohne Pflanzenstützen. Selbst die Limelight liegt jetzt ziemlich flach, auch ihr muß ich im nächsten Jahr irgendeine Stütze verpassen. Denn das sieht nicht aus, wenn ein so schöne Hortensie ihre Zweigen mit den großen Blütendolden so hängen lässt. Dieses Jahr schaffe ich das allerdings nicht mehr. 😉

    Das einfache Seifenkraut habe ich mir jetzt auch in den Garten geholt. Bislang hatte ich nur das Gefüllte.

    Ein netter Name „Schöne“ Fetthenne. Wußte gar nicht, dass es so etwas gibt. Sieht eigentlich aus wie meine, allerdings kann ich die Größe auf dem Foto nicht genau erkennen. Aber der Blütenstand sieht sehr ähnlich aus. Von einer anderen Fetthenne, die imGrunde gleich ausschaut, hat der Blütenstand vor Aufblühen ein ganz anderes Aussehen.

    Es gibt interessante Pflanzen, aber einige werden doch sehr opulent, für den Hausgarten nicht so das Wahre. Da wirkts leicht zu wild. Bei uns haben Nachbarn heute die Giftspritze angewendet … und das wo dort kleine Kinder regelmäßig spielen. Man versteht so viel Unvernunft nicht, aber klar, unser Vorgarten mit der Schafgarbe und anderen Kräutern ist natürlich ein absoluter Dorn im Auge, das „arme“ Gras, der schöne englische Rasen – wenn man dauernd mit der Lupe am Boden per Pinzette jedes einzelne Kraut rausrupfen muß, was für ein immenser Zeitaufwand!

    Hui, 1 Meter Winterschutz und dann noch aus Eichenlaub – hoffentlich ohne den Prozessionsspinner! Solche Pflanzen sind eh tabu für unseren Garten. Eine Freundin kauft jedes Jahr einen großen Oleander neu, da sie auch nicht überwintern kann. Letztes Jahr hatte sie allerdings Glück, er überlebte. 😉 Ich fände das zu schade, wenn der jedes Jahr eingeht, so große Pflanzen sind ja auch nicht gerade billig.

    Liebe Grüße
    Sara

  • Elke Schwarzer

    Hallo Sigrun,
    na, dann habe ich ja wieder einen Garten für meine Liste! Sieht nett aus dort.
    Die gelbblühende Blume könnte eine Stauden-Sonnenblume sein, vielleicht Helianthus decapetalus?
    Hier hat es heute Nacht geregnet, aber nur zweimal ganz kurz, den Garten und der Regentonne hat es nichts gebracht, der Phlox welkt schon wieder. Es ist sehr stürmisch heute, das trocknet zusätzlich aus, na super…
    VG
    Elke

  • Barbara Gerlach

    Hallo Sigrun,
    der Garten sieht sehr spannend aus. Wenn ich mal in der Ecke bin, werde ich bestimmt mal reinschauen. Ich gehe auch gerne in botanische Gärten. Da gibt es immer viel zu schauen.
    Ich hoffe, Du bist gut nach Hause gekommen.
    Liebe Grüße
    Barbara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.