Kooperation,  Naturgarten,  Pufferzone

Die Pufferzone

Mehr über den 3-Zonen-Garten

Für alle, die in meinem letzten Post über den Begriff 3-Zonen-Garten gestolpert sind und nichts damit anfangen konnten, kommt nun die Erklärung. Ein naturnaher und insektenfreundlicher Hortus sollte aus den Elementen Pufferzone, Hotspotzone und Ertragszone bestehen, um einen geschlossenen Kreislauf der Ressourcen zu erhalten. In der Hotspotzone wachsen die blühfreudigen Stauden und Wildblumen, die überwiegend auf einem abgemagerten Boden heimisch sind und nicht gegossen werden müssen. Aus der Ertragszone kommt unser selbst angebautes Obst und Gemüse. Den guten Humusboden kann man aus der Hotspotzone abtragen und für die Ertragszone nutzen.

Die Pufferzone bildet, wie der Name schon sagt, einen Puffer zur Umgebung und soll den Garten nach außen gegenüber schädlichen Einflüssen schützen. Eine gemischte Hecke aus heimischen Sträuchern, gerne sogar mehrreihig, stellt einen sehr bedeutsamen Lebensraum dar und kann organisches Material aufnehmen und bei Bedarf abgeben (Heckenschnitt für Kompost). Die Hecke bildet den Lebensraum für viele Nützlinge, vor allem Singvögel, Amphibien und Igel. Dort ist ebenfalls kein Gießen notwendig, wenn die Hecke einmal eingewachsen ist.

Rosa Canina ist wunderbar in einer gemischten Hecke mit viel Platz

Die gemischte Hecke ist pflegeleicht, da sie nicht ständig geschnitten werden muss. Nur bei ausuferndem Bewuchs kann der Strauch auf den Stock gesetzt werden. Das Laub muss nicht aufgefegt werden, da es direkt unter dem Strauch liegen bleibt und dort zu neuem Humus wird. Daher ist auch die Zufuhr von Dünger nicht erforderlich.

Eine besonders tier- und insektenfreundliche Variante ist ein Reisighaufen bzw. die Benjeshecke. Hier wird regelmäßig der Strauchschnitt aufgeschichtet und verbleibt im Garten. Nichts muss zum Recyclinghof per Auto transportiert werden.

Nun haben allerdings nicht alle Gärtner, die einen Hortus anlegen, so viel Platz. Der kleinste Hortus besteht übrigens aus drei Blumentöpfen. In einem Topf wächst ein Strauch, im zweiten eine Blume und im dritten etwas Essbares. So streng sind die Regeln also nicht. Gerade in der Stadt hat man heute nur noch Mini-Grundstücke, Reihenhausgärten, die Handtuchgröße haben oder einfach nur Balkon oder Terrasse.

In Freiberger Stadtgarten bestand mein Hortus also auch nicht aus einer freiwachsenden Hecke…dieses Glück habe ich erst im neuen Garten.

Ich hatte mich, nachdem anfangs die Hunde immer quer über unser Grundstück gerannt waren, um dort ihr Geschäft zu verrichteten, ganz schnell für eine Buchenhecke entschieden. Außerdem standen die Leute immer staunend vor dem Wohnzimmerfenster…das war mir dann auch echt zu viel.

Mit einer Hainbuchenhecke bin ich aufgewachsen…schon meine Eltern hatten sie und waren glücklich damit. Die Hecke wächst recht schnell nach oben und in die Breite, so dass man bald einen Sichtschutz hat, der nur ganz kurz im Frühjahr unterbrochen wird. Den ganzen Winter über behält die Hecke ihr Laub. Laub fegen war zwar auf der Straßenseite nötig, aber das hätten wir auch mit der gemischten Hecke machen müssen, da dort ein Gehweg war.

Buchenhecke im Februar – immer noch blickdicht

Man kann die Hecke ganz jung pflanzen, also nur mit einjährigen Stecklingen oder so wie wir, schon etwas größere 2-3jährige Pflanzen setzen. Am Ende war allerdings kaum noch ein Unterschied zwischen der jungen Hecke des Nachbarn und unserer zu erkennen. Ein guter Rückschnitt im Frühjahr beschleunigt das Wachstum enorm.

Einziger Nachteil dieser Hecke ist eigentlich das regelmäßige Stutzen mit der Heckenschere. Wir hatten am Anfang per Handschere geschnippelt, aber schon nach einem Jahr war das vorbei. Die Blasen an den Händen nach dem Schneiden waren heftig. Mit einer guten Motor-Heckenschere war die Arbeit aber bald kaum noch der Rede wert. Wir liehen sie unseren Nachbarn gleich mit aus….damit war sie gleich mehrfach von Nutzen. Mehr als zweimal pro Jahr braucht man sie aber auch nicht zu schneiden.

Ich dachte lange Zeit, dass eine Buchenhecke nicht viel für die Natur bringt, außer dem organischen Material für den Kompost. Dann wurde ich aber in einem Frühjahr ganz angenehm überrascht. Gleich neben dem Eingang in Briefkastenhöhe wurde ein Amselnest sichtbar, nachdem die Blätter abgefallen waren. Und das bei den vielen Katzen…ich war wirklich überrascht. Nun wusste ich endlich, warum wir trotz der vielen Gartentiger immer noch Amseln im Garten hatten.

Im Freiberger Stadtgarten war die Buchenhecke ein super Sichtschutz

Kurzum, eine Hecke, welcher Art auch immer, ist ein wichtiges Element im Naturgarten. Vermeiden sollte man nur leblose Thujahecken, die sogar noch zusätzlich gewässert werden müssen, um den trockenen Sommern stand zu halten., damit sie nicht Braun werden. Aber für wenig Platz im Stadtgarten gibt es jede Menge Alternativen. Gerne kannst du dich hier mal umschauen.

24 Comments

  • Ein Garten in der Steiermark

    Wir haben im Herbst eine Hecke gepflanzt – wir haben uns für eine Eibenhecke entschieden, die wir sehr günstig kaufen konnten. Für uns war wichtig, dass sie den Insekten und Vögeln etwas bietet…

    • Sigrun

      Eine Eibenhecke ist auch sehr gut für kleine Gärten, aber man muss sie natürlich auch schneiden. Gibts denn dann noch die geliebten roten Früchte, die die Amseln so gerne naschen?
      Wir hatten mal ein Haus gemietet, wo ganz viele Eiben wuchsen und mir waren sie optisch zu finster. Mir gefallen Laubhecken etwas besser, aber das ist natürlich Geschmacksache…..;-))
      LG Sigrun

  • Lotta

    Thujahecken sind wirklich schrecklich…Leider war mein Garten am Haus von Thuja und Kirschlorbeer der Nachbarn umgeben. Es ist dann ein gewisses Problem, eine Buchenhecke oder ähnliches daneben anzupflanzen…Bei den Nachbarn hinter dem Haus habe ich mich dann ziemlich geärgert, denn es war eine gemeinsam genutzte Grenze, man hätte sich absprechen können…:-/
    Vorbei. In jeder Beziehung ;-).
    Liebe Grüße.

    • Sigrun

      @Lotta, Nachbarschaftstreit gibt es leider so häufig und oft ist die Hecke ein Streitpunkt. Man muss auch leider damit leben, dass die Nachbarn einen komplett anderen Geschmack haben und vielleicht Null Interesse an lebendiger Natur haben.
      Vorbei…ja, aber für immer? Wer weiß, w as sich noch so ergibt….LG Sigrun

  • Eva

    Tja, das ist ja wohl auch Geschmackssache. Wir haben hier nur Buchshecken und die sind in der Teilungserklärung vorgeschrieben. Wer was anderes machen möchte, der muß einen Antrag stellen.
    Die Hecken dürfen aber nur 1,50 m haben.
    Das ist nun mal so in einer Eigentümergemeinschaft. Was wir in den Balkonkasten pflanzen ist uns überlassen,
    aber es dürfen übrigens auch in den Vorgärten keine Tiefwurzler sein, wegen der Decke der Tiefgarage.
    Das weiß man aber alles vorher, wenn man hier eine Wohnung kauft und sich die Teilungserklärung anschaut, ohne die man ja auch keine Wohnung kaufen kann. Sonst macht das kein Notar. Aber viele Leute machen sich nun mal nicht die Mühe, diese zu lesen.

    Sodele und dann ist es ja auch so, dass du in Stuttgart z.B. auch nicht die Hecke machen darfst, die du möchtest.
    Es gibt in Stuttgart neue Bebauungspläne, in denen genau gesagt wird, was du in deinem Garten anpflanzen darfst und was nicht und vor allen Dingen, wie hoch deine Hecke sein darf.
    Das ist im öffentlichen Baurecht dann im B-Plan geregelt. In den neuen Stadtbezirken von Stuttgart ist das so.
    Dann gibt es die alten Bebauungspläne, die besagen dann in der Regel 1,50 m. Hier muß man aber auch aufpassen, weil hier die Württembergische Bauordnung teilweise noch gilt und vor allem auch der STuttgarter Baustaffelplan von 1935.
    Falls hier nichts zu finden ist, dann gilt das Privatrecht und das geht die Baurechtler nichts mehr an.

    Das Bauen in Stuttgart ist nicht ganz einfach, aber auch hier in unserer Gemeinde habe ich schon Bebauungspläne gesehen, die das so festlegen.

    Deshalb bevor man etwas kauft, immer ganz genau erkundigen was Sache ist. Dazu gibt es die Baurechtsämter und auch die Bauämter.

    Meine Seniorin hat eine Ligusterhecke und ist ganz zufrieden damit.

    Ach Sigrun, machmal vermisse ich meinen Beruf schon sehr. Aber die wütenden Kunden bleiben mir doch erspart. Ich kann nichts für das Baurecht, aber habe schon darunter gelitten, wenn man mich für all das verantwortlich gemacht hat.

    Die Aussage: „DAS ist doch mein Grundstück, ich kann doch machen, was ich will!“, trifft leider nicht zu.

    Viele liebe Grüße Eva

    • Sigrun

      Liebe Eva,
      ja, hier in Erlangen, wo fast nur Reihenhäuser dicht an dicht stehen, gerade so der Mindestabstand zum Nachbarhaus, da gibts auch nur Vorschriften, was man darf und was nicht. Daher würde ich dort gar nicht wohnen wollen. Ein Schrebergartengrundstück wäre gegenüber diesen Mini-Gärten noch Gold Wert.
      Das war mal ein ehemaliger Truppenübungsplatz der Amerikaner und ist jetzt ein ganz neuer Stadtteil geworden. Unsere Freunde, die dort wohnen, haben eine Buchenhecke…..wunderbar um wenigstens ein paar Blicke abzuschirmen. Die Höhe muss auch eingehalten werden. Aber auch dort wohnen Amseln drin…;-)
      LG Sigrun

  • eva

    Ja, das ist nun mal so, man muß sich halt erkundigen.
    Die Vorschriften, was angepflanzt werden darf, hat ja auch seinen Grund zwecks Gründzone usw.
    Das ist nicht nur einfach so hingeworfen, sondern im Falle eines neuen B-Planes auch mit dem
    Gartenbauamt usw. durchdacht.

    Es soll übrigens heissen und ist ein Fehler:
    …Keine Tiefwurzler, wegen des Daches der Tiefgarage“ :-))))

    Dasselbe gilt übrigens auch für Gartenhäuser und sind sie auch noch so klein.
    Was meinst du was ich alles schon mitgemacht habe. Dem Nachbarn passt der Komposthaufen nicht, aber das ist dann Privatrecht und das kostet halt auch Geld, deshalb machen viele dann auch nichts, weils eben Geld koschdet.
    LG Eva

  • bahnwärterin

    3-zonen-garten – check! 😀
    wobei ich die blumenbeete nicht abgemagert habe – für echte magerblümchen ist es hier viel zu feucht. also normalerweise, wenn es keinen turbosommer gibt…. wir haben praktischerweise die gemischten hecken aussen um den garten rum, mutter natur lässst die einfach wachsen, wir schneiden im spätwinter 1x im jahr was runter damit wir & der garten noch sonne abbekommen 😀
    verteufel nicht die thuja von vorn herein – wir haben etliche „geerbt“, die sind schon auf dem weg zum baum – was wir zu verhindern suchen – und beliebte brut – & versteckplätze für vögel/insekten. die zu giessen würde mir nie einfallen.
    was ich dagegen vollkommen überflüssig finde, sind diese winzigen buchshecken – die dann auch noch mit netzen oder chemie geschützt werden müssen……
    bin gespannt wie dein „neuer“ garten sich diesjahr entwickelt!
    xxxx

  • Sara - Mein Waldgarten

    So, jetzt kann ich auch hier lesen, am Handy ist das doch mehr als mühsam! Und das Kommentarfeld springt mir da leicht auch immer weg.
    Schon interessant mit diesen Zonen. Aber ich bin auch so eine Hardcore-Gärtnerin ähnlich wie Beate (voriger Post) – nach Schema geht bei mir gar nichts. Dagegen reagiere ich sogar allergisch! 😀 Aber ich beobachte natürlich auch mein jeweiliges Areal, das in jedem Garten ganz anders ist. Und wo man sich nach den Verhältnissen richten sollte. In unserem Dorf gingen manche Dinge, wie mehrreihige Hecken kaum. Hier ist der Zaunbewuchs festgelegt und darf auch nicht zu hoch ausfallen bei den Reihenhäusern. Aber eine 2 Meter hohe Hecke will ich auch gar nicht, wir wollen uns ja nicht verstecken. 😉 Nur in Muße den Garten genießen. Das geht kaum, wenn man permanent vorbeiflanierenden Passanten ohne jeglichen Sichtschutz „ausgeliefert“ ist.

    Aber ich hab auch eine gemischte „Hecke“, wenn man so will – also meinen Zaunbewuchs, der abwechselnd aus Wildrosen, neuerdings auch vereinzelten Kirschlorbeersträuchern, Haselnuss, Scheinkerrie, edleren Rosen, Sommerflieder, einer Choysia, Hibiscus, Rotem Hartriegel, Ilex … besteht – wahrscheinlich habe ich sogar noch was vergessen, denn ich lasse inzwischen da auch Nadelgehölze mit heranwachsen, allerdings werden diese wohl kurz gehalten, um als Zwischenbewuchs unterhalb von etwas höheren Sträuchern zu fungieren, damit es dichter am Zaun wird. Das alles macht schon auch Arbeit, zwar nicht zur gleichen Zeit, aber übers Jahr verteilt. Insbesondere die Wildrosen, die immer wieder ausufern, da sie eigentlich nicht für die Zaunbepflanzung eines Reihenhausgartens, wenn auch Endgrundstück, gemacht sind. Das werden gigantische Büsche von mehreren Metern Breite, wie ich das hier gezeigt habe

    Und wenn ich das verhindern will, muß ich schneiden, schneiden, schneiden … aber auf den Stock setzen brauche ich da nichts. Ich beschneide einfach so, dass die Sträucher sich harmonisch in die Reihe fügen und nichts mehr überhängt oder noch weiter in die Breite wächst. Die Rosen habe ich ja inzwischen 6 Jahre, so dass ich nicht glaube, dass so etwas einmal erforderlich sein würd, denn das wäre eine Katastrophe und ich würde solch einen Stock ausgraben müssen und unverzüglich diese Lücke mit höherem Kirschlorbeert bepflanzen müssen, damit der Sichtschutz weiterhin gegeben ist.

    https://mein-waldgarten.blogspot.com/2014/06/rosenfrage.html

    https://2.bp.blogspot.com/-jWcBqu7Y7xw/U42vtTQ3VBI/AAAAAAAAVWQ/HwEKHWENyYU/s1600/Rosenhoehe.jpg

    Jedenfalls sind mit die ausufernden Rosen die Sache wert. Unsere Nachfolger werden dagegen wohl eher mal nicht so begeistert sein. 😉

    Ich finde aber Hecken wie diese in meinem Blog gezeigte auch ganz wunderbar, wenn die Büsche ganz eng aneinander wachsen und in Form geschnitten werden – doch ich hab es von Anfang an anders gemacht, da ich meine Pflanzen aus dem Waldgarten sehr rasch unterbringen mußte und dann einfach das, was ich hatte, wie Wildrosen, mit an den Zaun setzte, ohne groß was kaufen zu müssen … (wir wollten schließlich anfangs nicht lange bleiben).

    https://mein-waldgarten.blogspot.com/2014/07/pflanzenschnitt-geholzschnitt.html

    Was Benjeshecken betrifft, würde sich die Nachbarschaft bedanken. Denen stößt jetzt schon manches auf, aber eine Zuchtstation für Ungeziefer in unserem Garten, wie Ratten, wie die glauben, geht nun gar nicht!

    Aporopos Hortus, gehe ich richtig in der Annahme, dass das einfach für „Garten“ steht? Weil ich schon andere Definitionen gelesen habe.

    Tja, diese Gärten ohne Zäune „bewundere“ ich auch immer – ich könnte so nicht leben. Für Hunde doch ideal, da hinzulaufen. Herrchen halten leider in den seltensten Fällen ihren Liebling an der Leine. Bei uns auf dem Dorf ist das auch so, hier wäre längst alles vollgesch…. wie am Anfang, als wir noch ein offenes Gartentor hatten und Lücken im Lattenzaun.

    Buchen finde ich auch schön, sie behalten sehr lange ihr, wenn auch braunes Laub. Außerdem sind sie im Frühjahr ein Labsal für uns, denn man kann nach Art der Gemmotherapie ihre jungen Knospen und auch Blättchen essen, die reinste Frischzellenkur, allerdings auf pflanzlicher Basis! Dafür habe ich meine einzige Buche angepflanzt! Gut, dass ich jetzt daran erinnert werde, dass ich bald mal darangehe, um die Blattknospen roh zu verschnabulieren. 🙂 Also Buche ist schon sehr wertvoll, vor allem für den Menschen! Das wußte bereits die heilige Hildegard.

    Den Lebensbaum mag ich trotzdem, allerdings vereinzelt. Ich liebe seinen unvergleichlichen Duft! Daher wächst solcher auch bei mir heran, vielleicht zwei, drei Exemplare … er soll außerdem auch im Winter Sichtschutz bilden. Dafür ist er ideal.

    Liebe Grüße
    Sara

  • Elke Schwarzer

    Hallo Sigrun,
    mit einer Hainbuchenhecke bin ich auch aufgewachsen. Ich würde sie pflanzen, wenn ich mehr Platz hätte. Es gibt nichts besseres, auch für Spatzen, die so gerne darin quatschen.
    VG
    Elke

  • Astridka

    Danke für deinen netten Kommentar bei mir. Zum Heckenthema kann ich wenig beitragen, denn unser Grundstück war schon beim Kauf links und rechts mit Mauern eingefasst. Und Hecken hätten das innenstadtgrundstück noch schmaler gemacht. Aber wir haben allerhand
    Rankendes, inzwischen mehr als durcheinander wachsend. Da finden Vögel genug Nistmöglichkeiten, zumal wir auch nicht mehr wirklich gut den Garten bewältigt bekommen.
    Die Buchenhecke war an meinem Elternhaus , und mein Vater hat sie noch in seinem 9. Lebensjahrzehnt inklusive Eingangsbogen in Schuss gehalten.
    Bon week-end!
    Astrid

  • Frau Pratolina

    Liebe Sigrun,
    Ganz ohne Zaun könnten wir nicht auskommen. Dann hätten wir diesen Winter wohl einige Male Wildschweine im Garten gehabt. Und darauf kann ich dann doch gut verzichten.
    Liebe Grüße
    Steffi

  • kleiner-staudengarten

    Guten Morgen Sigrun,
    Buchenhecken geben schon einen guten Sichtschutz und halten in meinem Garten teilweise bis zum Austrieb im Mai ihre alten braunen Blätter. Die Eibenhecke dagegen, die der Nachbar an die Grenze pflanzte, empfinde ich nur als eine dichte grüne Wand, die immer breiter wird und die schönen roten Beeren trägt sie leider gar nicht. Die Vögel haben daran kein Interesse, jedoch sind die Buchenhecken schon ein beliebter Rückzugsort. Der Einblick in den Freiberger Stadtgarten gefällt mir sehr.
    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende, Marita

  • SchneiderHein

    Hallo Sigrun,
    Hecken sind so gar nicht mein Ding. Da ist unsere Ligusterhecke zum Beet der ‚vergessenen Gemüse‘ das perfekte Garten-Beispiel 😉 Denn immer dann, wenn sie wunderschön blüht bzw. gerade Beeren ausbildet, müsste sie eigentlich geschnitten werden, um in Form zu bleiben. Und da ich immer noch den Handschnitt bevorzuge, ist das natürlich mal echte Gartenarbeit …
    Im Vorgarten – dort waren bei uns in der Siedlung wohl ganz früher auch mal Ligusterhecken Pflicht, habe ich sie daher ganz tief geschnitten. So können sich Staudenwicken auf ihr tummeln, Rosenranken auf ihr liegen, und der Liguster darf blühen und fruchten. Nur die Triebe, die zu weit auf den Fußweg reichen, die werden zurückgenommen.
    Hinten im Garten bevorzuge ich dann eher für die Grenzen die gemischte Strauch- & Gehölzbepflanzung aus Sträuchern und Immergrünen, denn gerade im frühen Frühjahr freut sich so manches Vogelpaar über einen immergrünen und dadurch auch besser wetter- & sichtgeschützten Nistplatz. Ich finde es ziemlich schade, dass inzwischen Wachholder & Kirschlorbeer etc. in naturnahen Gärten geradezu verpönt sind. Die Mischung macht’s. Und mir geht es da wie Sara: Auf Stock setzen würde ich nie – da ist das kontinuierliche in Form halten wirklich sinnvoller. Auch wenn mir das an einigen Stellen in den letzten Jahren entglitten ist. Aber dann ist ‚Flechtwerk‘ aus den Zweigen der Sträucher auch eine gute Übergangslösung als Sichtschutz und für die Tiere …
    Notgedrungen habe ich jetzt auch eine winzig kleine Benjeshecke angelegt, da mir die alten Grenz-Wachholder auf der Nordseite jetzt immer mehr im unteren Teil verkahlen oder gar absterben. Doch nun hoffe ich, dass das dort ohnehin vorhandene Efeu mir die Bereiche schnell wieder begrünt 😉
    LG Silke

  • Arti

    Ich denke mal alle genannten Hecken haben Vor- und Nachteile. Bei uns standen bis November noch zwei einzelne große Thujabäume unter denen die Igel lebten und in denen viele Haussperlinge gemeinsam brüteten. nachdem man uns die Igel geklaut hat, haben wir sie dann fällen lassen, weil sie einfach nach 25 Jahren zu groß waren.
    Um Streitereien mit Nachbarn und dem Bauamt zu vermeiden, muss man schon genau überlegen, wie man die Einfriedung gestaltet. Mein Traum ist z.B. eine schöne Weißdornhecke, aber dann würde mich der Nachbar sicher umbringen :))) und unsere Gärtnerei würde nur auf Bestellung den Weißdorn organisieren.
    Gärtnern ist eben nicht immer nur pure Freude.

    Liebe Grüße zum Wochenende
    Arti

  • Christa J.

    Liebe Sigrun,

    erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog, über den ich mich sehr gefreut habe.:-)
    Dann drücke ich ganz fest die Daumen, dass es in diesem Jahr mit kleinen Storchenkindern klappen wird und du beobachten kannst, wie sie aufwachsen.
    Unser Garten ist leider nicht groß genug, um Hecken zu pflanzen, aber wir haben Sträucher und Büsche, die Vögeln und auch Insekten Lebensraum und auch Nahrung bieten.
    Als Beeteinfassung hatten wir bis vor zwei Jahren noch niedrige Buchsbaumhecken, auch mehrere Buchsbaumkugeln und selbst gezogene Hochstämmchen. Der Zünsler hatte uns dann heim gesucht und wir haben jeglichen Buchs komplett entsorgt.

    Hecken sind wichtig, aber leider schneiden viele Besitzer sie auch zu früh, was ich schon öfter erleben konnte, also noch während der Brut-und Aufzuchtzeit, was ein no-go ist.
    Oh ja, es ist nicht immer einfach, die richtigen Hecken zu wählen, insbesondere wenn man auch Rücksicht auf die Nachbarn nehmen muss.

    Ganz liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Christa

  • Wolfgang Nießen

    Liebe Sigrun,
    ein sehr schöner Artikel. Wir haben im Garten auch ein paar Hecken gepflanzt, auch um den Garten räumlich zu unterteilen. Mir ist aufgefallen, dass ganz besonders die Spatzen sehr gerne in unseren Eibenhecken leben, immer wieder sehe ich, wie sie in der Hecke verschwinden oder daraus hervor kommen. Und das freut mich sehr, denn ich bin der Meinung, dass der Garten nicht nur für uns da ist, sondern, und vielleicht auch noch mehr, für die Tiere.
    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  • Heidi-Trollspecht

    danke wieder für die interessanten Informationen.
    Auf dem Balkon haben wir zwar keine Hecke, aber zwei große Töpfe mit Geißblättern. Für mich zählen sind sie soetwas wie Balkonsträucher 🙂 Sie sind bei den Hausspatzen sehr beliebt, und zur Zeit zupfen sie sich so manches Blatt ab, um die Nester schön weich zu polstern … vermute ich mal so 😉

    ich wünche dir einen schönen Sonntag. Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

  • Claudia

    Liebe Sigrun,
    danke für diesen schönen Beitrag! Unser Gärtchen ist rundum auch von Hecken umgeben und sie sind immer voller Leben ;O)
    Ich wünsche Dir einen guten und hoffentlich nicht zu stürmischen Wochenstart!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  • Krümel

    Hallo Sigrun,
    unabhängig vom Nutzen finde ich Hecken auch als Gestaltungselement schön. Wir haben eine große Eibenhecke als Sichtschutz und eine kleine Hainbuchhecke als gestalterisches Element gepflanzt. Leider will die Hainbuche noch nicht so wie wir wollen, aber ich habe große Hoffnung, dass sie dieses Jahr „in die Hufe“ kommt.
    Ansonsten ist es bei uns mit dem 3-Zonen-Garten nicht besonders weit her: mit einem Vollfetten Lehmboden hätte ich viel zu tun ein Magerbeet anzulegen. Aber ich habe trotzdem darauf geachtet, möglichst viele heimische Stauden und v.a. fast ausschließlich Bienenfreundliches anzupflanzen. Klappt ganz gut 🙂
    Liebe Grüße,
    Krümel

  • Karen Heyer

    Der Zaun ums Grundstück war mit das Erste, was 1991 im Garten passiert ist, wir hatten einen jungen Hund bekommen. Nun haben wir zwar keinen Hund mehr, dafür rechts und links die Nachbarn gleich mehrere 😉
    Linksseitig hatten wir zusammen mit dem damaligen Nachbarn eine gemischte Wildgehölzhecke. Leider haben die neuen Nachbarn auf ihrer Seite Vieles davon weggemetzelt. Ich baue nun auf meiner Seite mit Zwischenpflanzungen wieder auf. Mal schauen, ob die Neulinge den letztjährigen Sommer überstanden haben und wieder austreiben. So richtig breit geht das auf unseren sehr schmalen Grundstücken leider nicht.
    Hinten haben wir den Wald und am Zaun entlang ein paar kleine Wildgehölze. Als Sichtschutz vorm Gerätehaus haben wir vor einigen Jahren eine kleine Rotbuchenhecke gesetzt, die ich sehr liebe.
    Vorne gibt es keine Pufferzone, sondern einen Hotspot zur offenen Ansicht für alle Spaziergänger.
    Was Eva oben angesprochen hat, ist hier in Niedersachsen im Nachbarschaftsrecht geregelt. Hält sich irgendwie nur niemand dran.
    Zum Glück sind hier in der Straße bereits einige Thujenhecken entfernt worden und im besten Fall durch Liguster ersetzt worden. Im schlechteren Fall leider durch Kirschlorbeer.
    Liebe Grüße
    Karen

  • Urte Elfenrosengarten

    Liebe Sigrun,
    tja, was soll man machen, wenn im Garten schon eine Thujahecke steht und
    der Opa sie gepflanzt hat und sie auf GAR KEINEN Fall weg darf 😉
    Ich hätte auch lieber eine wilde Rosenhecke an ihrer Stelle.
    Naja, ich hab mich mit ihr arrangiert und bin jetzt mittlerweile auch ganz froh,
    dass wir sie haben. Sie ist 2,50 Meter hoch und schirmt uns zum Nachbarn
    sehr gut ab. Und so leblos ist sie gar nicht. In ihr suchen viele Vögel Schutz
    und im Sommer pipsen darin etliche Vögel. Zu Fressen finden sie wohl
    dort zwar nicht, aber dafür dann in meinen Rosen gleich daneben.
    Sie finden dort auch guten Schutz vor unseren beiden Katzenschlingeln.
    Die kommen da nicht rein 🙂
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir die Urte

  • Rosi

    bei mir im Garten stehen einzelne Tujas
    ich mag sie eigentlich nicht besonders und hätte sie gerne weg
    vielleicht beschneide ich sie aber auch
    Vögel hat es ja keine mehr bei uns im Garten

    bei Eiben wäre ich auch vorsichtig..sie sind ja stark giftig
    habe da dieser Tage einen interessanten Beitrag gelesen

    da sind in Holland in einem Park .. Stadt weiß ich nicht mehr genau.. ich glaube es war Den Hag .. viele Vögel verendet
    hauptsächlich Amseln
    es wurden gleich von Einigen ein Sendeversuch von diesem neuen Funkstandard als Ursache angegeben
    allerdings ohne Beweise denn ein ensprechender Sendemast befindet sich dort gar nicht
    es kam dann heraus das die Vögel sich vergiftet hatten
    und zwar an Eiben
    sie hatten nicht nur die Beeren zu sich genommen sondern auch Teile der Nadeln
    die Bäume waren geschnitten worden ..
    vielleicht hingen ja an den Beeren (am Boden) noch Nadeln dran ?

    Auch da wo es Kinder hat würde ich keine Eiben pflanzen

    Hainbuchen und Buchen finde ich aber gut
    Liguster mag ich nicht
    ich kann die Blüten nicht riechen 😉

    liebe Grüße
    Rosi