Naturgarten

Bayern blüht Naturgarten – der Bergblumengarten erhält die Plakette

In Erlangen wurde im Februar beschlossen, dass man zukünftig keine Schottergärten, auch umgangssprachlich bekannt unter ‚Die Gärten des Grauens‘, bei neu gebauten Einfamilienhäusern errichten darf. Viele Baugebiete im Landkreis haben inzwischen Auflagen für ihre Bauherren, wenn es um die Erhaltung der Natur geht. So dürfen Gärten im Baugebiet Seaside in Adelsdorf keine Thujahecken pflanzen und es sollte ein heimisches Gewächs angepflanzt werden.

Sonnenbraut mit Erdhummel

Verbote oder Gebote zur Gartengestaltung?

Röttenbachs Bürgermeister, Ludwig Wahl, vertritt die Auffassung, dass man Verbote von Schottergärten für neue Bauvorhaben nicht aussprechen wird. Besser sei es, Anreize zu schaffen, den Privatgarten so umweltverträglich, wie möglich, zu gestalten. Hier kommt nun die Verleihung der Plakette ‚Bayern blüht Naturgarten‘ , wie gerufen. Als geschulter Zertifizierer der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim, darf ich zusammen mit einem zweiten Zertifizierer naturnahen Gärten im Landkreis Erlangen-Höchstadt bzw. in Mittelfranken, die Plakette verleihen, wenn sie die Kriterien erfüllen.

Der Bergblumengarten erhält die Plakette

Letzten Freitag war es endlich so weit…auch mein Garten erhielt nun die Plakette ‚Bayern blüht Naturgarten‘. Zertifizierer waren Stefan Strasser von der Lilien-Arche (siehe vorhergehender Beitrag) und Arnd Käding von der Firma Strauchliebe. Mehr dazu im Presseartikel…

© Nordbayerische Nachrichten, 21.09.2020, Foto/ Text: Nico Spörlein

Welche Kriterien müssen für ‚Bayern blüht Naturgarten‘ erfüllt werden?

Im folgenden Artikel habe ich das Projekt für Interessierte vorgestellt:

13 Comments

  • Claudia

    Liebe Sigrun,
    ganz herzlichen Glückwunsch zu der Plakette, Du hast Dir das wirklich verdient und ich freue mich sehr mit Dir mit!
    Ich wünsche Dir noch einen schönen und freundlichen Wochenteiler!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

    • Astridka

      Das ist aber eine schöne Anerkennng und eine ebenso schöne Aktion! Die Vorgehensweise finde ich auch sinnvoller, Positives hervorzuheben, statt immer diesem Sch… Raum in allen Medien zu verschaffen. Das kann man übrigens auch auf andere Konfliktfelder oder Ärgernisse übertragen.
      Gute Nacht!
      Astrid

  • Pia

    Gratulation zur Plakette, das gibt sicher Ansporn den blühenden Garten noch mehr Sorgfalt zu bieten. Der Trend von den toten Steinwüsten hätte gar nie aufkommen dürfen. Das wird die Insektenwelt noch lange büssen müssen.
    L G Pia

  • Tante Mali

    Liebe Sigrun,
    erst einmal herzlichste Gratulation!!!! Das ist eine schöne Auszeichnung für dein unentwegtes Gartenengagement, für das umsichtige und nachhaltige Bearbeiten und Nutzen deines kleinen Paradieses. Es war eine Wohltat zu lesen, dass es bei euch in Bayern von offizieller Stelle Anreize gibt, manchmal helfen wohl auch nur Verbote. Ich hoffe, dass dies bald nach Kärnten überschwappt, denn es scheint derzeit eine zwingende Notwendigkeit zu sein, als ersten Akt die alten Bäume zu roden, wenn Menschen ein Haus kaufen. Derzeit beobachte ich dies in meiner unmittelbaren Nachbarschaft und ich schaue in immer mehr Dachlandschaften, als in Baumkronen – aber das ist nur das äußerliche Zeichen, für all das, was damit in Verbindung steht.
    Noch einmal: GRATULATION!!!!
    Liebste Grüße und alles Liebe
    Elisabeth

    • Sigrun

      Liebe Elisabeth,
      herzlichen Dank für deine Glückwünsche. Leider beobachte ich diesen Trend auch mit viel Argwohn. Wie schön ist doch ein altes eingewachsenes Grundstück mit altem Baumbestand. Wir haben in Freiberg unsere Fichte stehen gelassen, die auf dem Grundstück war. Leider war sie aufgrund von Klimawandel und anhaltenden Trockenperioden eine Gefahr für die Nachbargrundstücke geworden und musste letztes Jahr doch gefällt werden. Das tat mir wahnsinnig leid, weil ringsum schon so viele Bäume wegen Baumaßnahmen verschwunden sind.

      Eigentlich ist Österreich mein totales Vorbild. Die Plakette ‚Natur im Garten‘ war Vorbild für die Bayerische Plakette.
      Am 3.10. bin ich zum Erntedankfest bei der Grüne-Erde-Welt eingeladen und Karl Ploberger wird einen Vortrag über Bio-Gärtnern halten. Ich freu mich schon riesig drauf. Shuttle ab Nürnberg…
      Liebe Grüße, Sigrun

  • Jutta Kupke

    Na da schließe ich mich doch auch gleich an mit einem Glückwunsch zu dieser Auszeichnung, die du wirklich verdient hast !
    Vielen Dank auch für die Verlinkung zum „Natur-Donnerstag “
    Ein ganz passender Beitrag.
    Liebe Grüße

  • Elke (Mainzauber)

    Dieses Verbot von Schottergärten finde ich schon mal richtig gut. Dann sollte man am besten auch gleich noch diese elenden neuartigen Zäune aus verwobenen Plastikbändern verbieten. Das greift auch immer mehr um sich. Wie schön ist doch ein lebender Zaun aus Holz und Sträuchern. – Schön, deine Erdhummel an der Sonnenbraut.
    Liebe Grüße – Elke

  • Arti

    da schließe ich mich den Glückwünschen doch gerne an. Absolut gelungen finde ich es, wenn so herausragende Gärten auch für all die Mühe eine Auszeichnung bekommen.
    Was nützt es den Schotter im Vorgarten zu verbieten wenn dann hinter dem Haus nur Bambus und Buchsbaum stehen? Liebevolle, nicht besserwisserische Aufklärung, hilft vielleicht besser.

    Liebe Grüße
    Arti

  • Kalle

    Liebe Sigrun,
    Gratulation zur Auszeichnung!!! Das ist eine schöne Anerkennung; leider werden auch bei uns immer mehr Grundstücke nahverdichtet, und dadurch wertvoller Baum- und Gartenbestand verloren. Momentan läuft gerade einen Anwohnerpetition weil auf einem Grundstück mit vielen alten Bäumen, die Villa abgerissen werden soll, und alle Bäume vier neuen Mehrfamilienhäusern weichen müssen. Der Bauherr meint dazu nur in einem Zeitungsartikel: es gibt kein Recht auf Grün; sprich die Anwohner dürfen bald nur noch auf Hauswände schauen…herzliche Grüße Kalle

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