Rezension

Lavendelschätze von Elke Puchtler

Von Pflanzen, Düften und Menschen

#Rezension #Werbung

Lavendel zählt zu meinen Lieblingskräutern im Garten, denn sein wunderbarer Duft ist nicht nur ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge –  auch im Haus lässt sich der Lavendel ganz vielseitig verwenden. Über dieses Duftwunder  schreibt die Biologin und Heilpraktikerin Elke Puchtler in ihrem Buch ‚Lavendelschätze‘ , das dieses Jahr im PALA-Verlag erschienen ist. 

Auch wenn das Buch kein reiner Gartenratgeber ist, gibt die Autorin Tipps zu besonders empfehlenswerten Sorten für den Garten. Dabei fließen ihre Erfahrungen aus dem eigenen Kräuterspiralgarten im fränkischen Adelsdorf ein. Sie besuchte persönlich einige ausgewählte deutsche Gärtnereien, die in Sortenversuchen die Winterhärte des Lavendels  testen. 

Ergänzend kann ich hier aus eigener Erfahrung bestätigen, dass gerade der Lavendel ‚Hidecote Blue‘ sehr winterhart ist. Er hat die Winter im rauen Erzgebirgsklima von Freiberg ohne Probleme überstanden.

Thema für den Gärtner sind natürlich auch Standortansprüche, bewährte Pflanzenkombinationen und dabei speziell das Thema, ob und wie man Rose mit Lavendel kombinieren kann. Elke Puchtler gibt regelmäßig Kräuterführungungen im Aromagarten in Erlangen und schreibt im Buch über den Lavendel als Bestandteil dieser ganz besonderen mediterranen Gestaltung des Gartens. 

Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reisen in die Heimat des Lavendels, der Provence. Der für die Region typische Massenanbau der Duftpflanze bietet zwar einen tollen Anblick, ist aber alles andere, als ökologisch und daher zog es Elke Puchtler in die Berge, wo oberhalb von 800 m der wilde Berglavendel wächst. Wir erfahren Wissenswertes über die Lavendelkrankheit, Bio-Anbau und Bio-Destillation. Als besonderes Erlebnis  beschreibt sie ihr Mitwirken bei der Ernte des Berglavendels auf einer Höhe von 1300 m auf den Höhenzügen der Provence. 

Der größte Teil des Buchs ist der Lavendelküche gewidmet.  Über 50 vegetarische Gerichte führen uns in die Welt einer duftenden Küchenpraxis von Apfelrosen mit Lavendel bis zum Zitronen-Lavendel-Mini-Gugl. Ergänzt  werden sie durch entspannende Kräutertee-Mischungen.

Im letzten Kapitel gibt es zahlreiche Rezepte für das körperliche Wohlbefinden und Verwendungsmöglichkeiten von Lavendel als Heilpflanze, wie den entzündungshemmenden und lungenstärkenden Kartoffel-Quark-Lavendelöl-Wickel.

Die Fotos im Buch sind ausschließlich von Elke Puchtler selber fotografiert. Zusammen mit ihren aus eigener Erfahrung geschriebenen Lavendelgeschichten erhalten die ‚Lavendelschätze‘ dadurch eine sehr persönliche Note. Das Hardcover lässt das Buch auch nach mehrmaligem Blättern in den Rezepten noch gut aussehen. Wie üblich, beim PALA-Verlag, ist der Inhalt auf 100%-Recycling-Papier gedruckt. Die Einheit zwischen ökologischer Buchgestaltung und dem Nachhaltigkeitsanspruch der Autorin  finde ich sehr gelungen. Die Rezepte enthalten keine Fotos.


Ein Buch über eine außergewöhnliche Pflanze mit spannender Zukunft

PALA-Verlag

Ich bedanke mich beim PALA-Verlag für das  Zusenden des Rezensionsexemplars. 

Elke Puchtler

LAVENDELSCHÄTZE*

Von Pflanzen, Düften und MenschenGartenpraxis, Heilkraft, Entspannung, Rezepte
176 Seiten, 16 cm × 22,5 cm
Hardcover
ISBN 978-3-89566-377-2

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14 Comments

  • Claudia

    Liebe Sigrun,
    oh, das ist sicher ein wunderbares Buch!
    Danke für diese schöne Vorstellung, den Duft von LAvendel hab ich jetzt in der Nase :O)
    ✨Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen und glücklichen Wochenteiler!✨
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥ ✨

  • eva

    Hallo Sigrun,
    wie ich sehe stimmt es wieder. Fein hast du das hinbekommen. Ein sehr schönes Buch, da mußte ich gleich an die riesigen Lavendelfelder in der Provence denken, die wir vor vielen Jahren, als wir dort waren angeschaut haben. Mein Sohn war damals gerade 5 Jahre alt und hat auch geschnuppert.
    Das waren noch Zeiten,nun wird der Enkel 3 Jahre alt.

    Lieben Gruß Eva

  • Wolfgang Nießen

    Liebe Sigrun,
    danke für’s Vorstellen dieses interessanten Buches. Lavendel übt auf mich eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Leider gedeiht er bei uns im Garten nicht so wirklich gut, und mein Traum, mal eine kleine Ecke im Garten zu haben, die ein wenig so aussieht, wie diese wundervollen Bilder mit Lavendel, die man ja auch auf dem Cover des Buches sieht, will nicht in Erfüllung gehen.
    Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  • Astridka

    Oh, dich gibt es noch, wie schön!- Lavendel weckt natürlich viele Erinnerungen an elf Sommer in der Provence…
    Ein schönes Weihnachtsfest!
    Astrid

  • Elke Schwarzer

    Hallo Sigrun,
    danke für den Buchtipp!
    Es gibt mittlerweile bei uns im Lipperland ein großes Bio-Lavendelfeld zur Parfumproduktion. Die französischen Bauern sind wohl geplagt, weil es in ihren Beständen Erkrankungen gibt. Nicht so bei uns. Ich wollte das Feld immer mal zur Blüte sehen, weiß aber nicht genau, wie man es finden kann.
    Danke für die Weihnachtskarte!
    VG
    Elke

  • kleiner-staudengarten

    Hallo Sigrun,
    ein wunderbares und sicher vielseitiges Buch…die Lavendelfelder in der Provence würde ich auch noch gerne sehen wollen, aber da liegt doch Detmold – wie im Buch beschrieben – viel näher.
    Ich wünsche dir frohe und gemütliche Weihnachtstage im Kreise deiner Lieben.
    Herzliche Grüße, Marita

  • Sara - Mein Waldgarten

    Hatte gerade in noch älteren Posts geschrieben, weil ich den nächst aktuellen Post nicht fand, aber sie sind ja chronologisch untereinander und die Anzeige oben ist ähnlich des damaligen LinkWithin von Blogger.

    Lavendel mag ich auch sehr, habe aber immer den Medizinal-Lavendel. Der Schopflavendel überlebt den Winter ja leider nie.

    Andere Sorten möchte ich deshalb nicht, weil ich befürchte, dass man diese nicht zu med. Zwecken nutzen kann und ich das später nicht mehr auseinanderhalten kann, welcher der „richtige“ Lavendel ist.

    Lavendenplätzchen habe ich schon gebacken, ansonsten nur wenig mit Lavendel in der Küche, weil meine Männer den Geschmack nicht mögen. 😉 Für mich allein lohnt das nicht, da zerkaue ich einfach so mal ein wenig …

    Berglavendel klingt toll – wie heißt der auf Lateinisch?

    • Sigrun

      Im Buch geht es hauptsächlich um den auch bei uns winterharten Lavendel officinalis, aber auch L. angustifolia. Nicht nur Kochrezepte, auch Heilanwendungen und natürlich Wellnessanwendungen sind im Buch enthalten.
      Im Buch steht kein Lateinischer Name für Berglavendel, dafür:
      Echter Lavendel/ schmalblättriger Lavendel: L. officinalis, L. angustifolia, L. vera…..Entstehung aus der Wildform ‚Berglavendel‘ ….also kein lat. Name. Ich kann Elke aber nochmal befragen.
      LG Sigrun

    • Elke Puchtler

      Liebe Sara, der Berglavendel ist keine eigene Sorte. Es sind Pflanzen des Echten Lavendels “ Lavandula angustifolia ssp. angustifolia“ oder „Lavandula officinalis“ damit gemeint, die auch tatsächlich in einer Höhe von 800 bis 1800 m gewachsen sind. Das entspricht dem natürlichen Lebensraum des Echten Lavendels als Wildlavendel. Das Duftprofil des ätherischen Öls enthält feinere Nuancen, die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe des ätherischen Öls verändert sich mit der Höhe in feiner Weise. Der Echte Lavendel wird heute auch in niedrigeren Regionen und in den Ebenen kommerziell angebaut. Wildavendelpflanzen vermehren sich auch in niedrigeren Regionen per Samen und sind bei uns in Deutschland in der Regel winterhart. Das ist besonders spannend für Naturgärtner, denn über die Saatgutvermehrung passt sich die Pflanze an neue Standorte und Klimaveränderungen an. Die Bezeichnung „Berglavendel“ ist nicht geschützt.

  • Sara - Mein Waldgarten

    Verstehe, liebe Elke. Die ökologische Nische/abiotischen Faktoren machen natürlich viel aus. Das sieht man schon am Löwenzahn, der bspw. in unserem Garten wesentlich flacher und gedrungener wächst bei dem fetten Boden, als in vorigen sand- und kalkreicheren Gärten. Auch Lichteinfall etc. spielen eine Rolle dabei, wie Du ja wissen wirst …

    Ich war tatsächlich davon ausgegangen, dass „Berglavendel“ eine eigene Sorte oder Varietät ist. Wobei Varietät ja annähernd zutrifft.

    Ich kaufe nur officinalis/angustifolia – bei mir hat er sich von allein noch nie ausgesamt. Vermutlich nicht das passende Klima hier bei uns. Wobei ich dieses Phänomen schon einmal in einem allerdings wärmeren Garten beobachten konnte. Leider wurden die Minipflänzchen dann aber trotzdem nicht groß.

    Vielen herzlichen Dank für die Infos – nun weiß ich ja, dass ich mit dem med. Lavendel nicht verkehrt liege – „Berglavendel“ bei uns jedoch niemals gedeihen wird, weil unser Garten ja nicht auf einem Berg liegt und in Frankreich schon gar nicht. 😉 🙂 Da nützen auch meine südfranzösischen Gene nichts. 🙂

    Was mich noch interessieren würde, wäre, ob die anderen Lavendelsorten, die es so zu kaufen gibt, auch Heilwirkungen besitzen oder sogar ungünstige Wirkungen aufweisen bzw. wenn sie sich denn aussamen könnten in unserer Region, eine ungünstige Paarung mit dem Echten Lavendel eingehen würden?

    Liebe Grüße – auch an Sigrun!
    Sara

    • Elke Puchtler

      Liebe Sara, ich habe bei uns beobachtet, dass in vielen Gartenmärkten heute Pflanzen als „Lavandula angustifolia“ beschriftet sind, die leider nicht zwangsläufig Lavandula angustifolia ssp. angustifolia oder Lavandula officinalis darstellen. Vieles sind Zuchtsorten, bei denen der zusätzliche Sortenname einfach weggelassen wird. Als Zuchtsorten samen sie nicht aus. Das führt zu sehr viel Verwirrung. In den großen Gartenmärkten siehst man es während der Blüte an den unterschiedlichen Blütenformen und Farben. Wir haben im Vorfeld meines Buches daher lange diskutiert, ob es heute noch Sinn macht, einfach „Lavandula angustifolia“ für den Echten Lavendel zu schreiben, was botanisch korrekt wäre. Ich habe mich im Buch durchgehend für den Begriff „Lavandula officinalis“ entschieden, um den Echten Lavendel ein wenig abzugrenzen. Er ist nur noch in Fachgärtnerien erhältlich, die sich mit Kräutern und ihren Sorten auskennen. Für das Aussamen braucht er zusätzlich einen Standort, den er liebt, manchmal auch ein paar Jahre zum Ankommen.

      • Sara - Mein Waldgarten

        Dann werde ich den Lavendel zukünftig auch lieber bei solchen Gärtnereien kaufen. Denn ich hoffe ja immer noch auf eine Selbstaussaat. So richtige Gärtnereien haben wir ja kaum noch vor Ort und wenn, bestellen die auch nur bei den bekannten Handelsgrößen. Da kann ich dann auch gleich im Internet bestellen, traurig, aber wahr!
        Danke nochmals und liebe Grüße
        Sara